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17.04.05

HOME MADE- LABOR Klangtag und Workshop

Klangtag und Workshop zum Thema "Do-it-yourself"

Do it yourself! Gerade in der elektronischen Musik erweist sich das immer wieder als Notwendigkeit, die zugleich neues Terrain erschliessen hilft. Künstlerinnen und Künstler, Musiker und weitere neugierige Zeitgenossen bauen eigene Musikinstrumente oder verändern bestehende Geräte, knacken den hartnäckigsten Maschinen-Code und erweitern ihr elektrisch-elektronisches magnetisches Sound-Können. Die Resultate sind vielfältig; manchmal einleuchtend, manchmal quer, oft überraschend - und in jedem Fall klingend.

Das Projekt HOME MADE-LABOR FÜR MUSIK UND MEDIEN stellt wichtige Exponenten der Do-It-Yourself Szene vor, zeigt ihre historischen Wurzeln und reflektiert über die Bedeutung dieses Phänomen. Gleichzeitig soll Interessierten den Einstieg in dieses faszinierende Gebiet ermöglicht werden.

Im Anschluss an eine interne Projekt-Arbeitswoche des HOME MADE-LABOR FÜR MUSIK UND MEDIEN finden am Sonntag, den 29. Mai 2005 im L'Arc in Romainmôtier ein KLANGTAG und vom 31. 05. bis 02. 06. 2005 ein öffentlicher WORKSHOP statt.

Zum Herunterladen: Prospekt zum HOME MADE Workshop

HOME MADE - Labor für Musik und Medien
KLANGTAG und WORKSHOP zum Thema "Do-it-yourself"

mit:

Bruno Spoerri - Computerjazz
Andres Bosshard - Musiker & Klangarchitekt
Verena Kuni - Kunst- u. Medienwissenschaftlerin ifm Basel
Norbert Möslang - Hardware Hacking & Circuit Bending
Uwe Schüler - Bürgerkunst Aktivist Tübingen
Elixir - Elektro-akustische Sounds
Sibylle Hauert / Daniel Reichmuth - any affair
Maité Colin/Michael Egger - anyma

Sonntag, 29.Mai 2005 - KLANGTAG
Dienstag 31.Mai - Freitag 2.Juni 2005 - WORKSHOP


DETAILINFORMATIONEN ZUM PROGRAMM SOWIE ZU DEN AKTEURINNEN & AKTEUREN

Klangtag - Sonntag 29. Mai 2005
Im L'Arc in Romainmôtier 12.00 - 18.00 Uhr


Sonic Garden – Andres Bosshard
Robotic Voices – Uwe Schüler
Historic Interfaces: Theremin & Very Nervous System – Bruno Spoerri
Hacked Devices – Norbert Moeslang
Electroacustic Music – Elixir: Patrick Studer, Mario und Valentino Marchisella
Instant City – any affair: Sibylle Hauert & Daniel Reichmuth
Videobass – Maite Collin & Michael Egger
Ideas,Texts & Theories – Verena Kuni

Special Guests: Christoph Grab (Toys and Saxes) – Roger Rotor (Electronics) - Strotter (Turntables)

Anmeldung für Bustransfer ab Yverdon resp. ab Croy


Workshop Dienstag 31.Mai - Freitag 3.Juni 2005
Im L'Arc in Romainmôtier


Der HOME MADE WORKSHOP ermöglicht Begegnungen mit wichtigen Aktivisten der Do-it-yourself Szene:

Der Klangkünstler Andres Bosshard baut mit Sensoren und Lautsprechern
einen Klanggarten.

Der BürgerKunst Aktivist Uwe Schüler aus Tübingen fängt
mit Fledermaus-Detektoren Geräusche ein und zeigt wie man mit geringem Aufwand Roboter-Stimmen generieren kann.

Die beiden Basler KünstlerInnen Sibylle Hauert und Daniel Reichmuth
von "rosen & spademan enterprise" verraten anhand ihrer preisgekrönten Installation "Instant City" Tipps und Tricks zum Eigenbau.

Der Schweizer Elektronik-Pionier Bruno Spoerri vermittelt mit der Demonstration von Instrumenten und Videos einen historischen Einblick.

Verena Kuni vom Institut für Medienwissenschaft der Uni Basel öffnet
ihren Zettelkasten und führt anhand ausgewählter Texte in die theoretische Reflexion zum Thema ein.

Beginn/Début Dienstag 31.Mai 2005, 19.00 Uhr
Ende/Fin Freitag, 3. Juni 2005, 14.00 Uhr
Kosten/Couts 450 SFR inkl. Einfache Unterkunft, Verpflegung, Kursmaterialien
Ort/Location L'Arc in Romainmôtier

Anmeldung zum WORKSHOP via Webformular

Zu Bruno Spoerri:
Bruno Spoerri ist Saxophonist, Komponist & Arrangeur, Spezialist für elektronische Musik und interaktive Computermusik-Installationen. Komponierte die Musik u.a. zu vielen Filmen, Hörspielen und TV-Produktionen. 1965 erste elektronische Gehversuche, Improvisation mit interaktiven elektronischen Mitteln seit 1971. Seit 1985 Co-Direktor des Schweizerischen Zentrums für Computermusik, Lehrtätigkeit im Gebiet der elektronischen Musik, der Jazzgeschichte und der Filmmusik.

Zu Andres Bosshard:
Lebt in Zürich, Köln, Wien, kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem IGNCA in New Delhi. Der äusserst vielseitige Künstler begann als Maler und realisierte eine Reihe von Aktionen bevor er sich dem experimentellen Musiktheater zuwandte, Klanginstallationen realisierte, eigene live-ektronische Musikinstrumente entwickelte und im Bereich der Improvisationsmusik arbeitete. 1985 war er Mitbegründer der Improvisationsformation "Nachtluft", mit der er 1987 auf Japantournee gehen konnte.
1987 realisierte er sein erstes Großprojekt "Staudamm in Fusio". Der Staudamm wurde durch präzis positionierte kleine Lautsprecher zum gigantischen Klangreflektor. 1990 Klangbrücke Bern, eine Live-Verbindung zwischen der Kunsthalle Bern und der Eisenbahnbrücke an der Lorraine. 1991 Telefonia, ein Live-Simultankonzert via Satellit zwischen dem Säntis, Winterthur und New York. 1996 "manandarbandr" Radar-radiostation für "sonambiente" in Berlin, 1995-8 Medienarchitektur für den "Klangturm" in St.Pölten. 1997/8 Fellow an der Kunsthochschule für Medien Köln. 1998 Klangarchitektur für Mercedes, Tokyo. 2000 Expoprojekt "Wasserspuren" für Hann. Münden, Expoprojekt. "Klangallee" Bad Pyrmont, Expoprojekt "Agora", ein sound-land-art openair Theater in der Form einer grossen Ohrmuschel, Bitterfeld (Leipzig). 2000 Klangbrunnen Schulhaus Im Gut, Zürich. 2002 künstlerischer Leiter des Klangturms expo.02 Schweiz. 1996 2.Preis ars electronica für "real time".

Zu Verena Kuni:
Verena Kuni, Kunst- und Medienwissenschaftlerin, interessiert sich für die Energie aus Bastarden, für Kommunizierende Röhren und für Experimente an den Schwellen der Wahrnehmung. Sowie natürlich für das "Do It Yourself"-Prinzip in Medien und Künsten, Theorie und Praxis, Geschichte und Gegenwart. Ihren eigenen Heimwerkerbedarf bezieht sie nicht nur aus Bibliotheken.

Zu Norbert Möslang:
Norbert Möslang arbeitet seit über 20 Jahren mit geknackter Alltagselektronik (cracked everyday-electronics). Dabei entdeckt er verborgene Untergründe von elektronischen und visuellen Systemen. Seit einigen Jahren versucht er mit Hilfe von elektronischen Medien zu malen. Hauptberuflich ist er in St.Gallen als Geigenbauer tätig.
Aktuell: Norbert Möslang stellt vom 10.6. bis 10.7. 2005 im Kunstraum Aarau vom 10.6. bis 10.7. 2005.

Zu Uwe Schüler:
Uwe Schüler (geboren 1958) arbeitet als Informatiker am Physiologischen Institut der Universität in Tübingen. Er hat bautt Licht und Klangobjekte für drinnen und draussen und bezieht im Rahmen seiner Bürkerkunst-Aktionen auch das Publikum in seine Werke mit ein. An der Transmediale 2004 in Berlin schuf Uwe Schüler aus Widerständen, Relais und Kondensatoren den analogen Drumcomputer „Zuse on Acid“. Über sich selber schreibt er: "Mein Tick ist, ich muß alles selber bauen, egal ob Surfbrett, Möbel oder eben Musikelektronik; das ist für mich und mein Umfeld manchmal sehr anstrengend, für dieses Projekt könnte es zum Vorteil gereichen".

Zu Elixir:
Der Name Elixir steht für eine Gruppe von Zürcher Künstlern, die seit 1999 mit Musikinstrumenten auftritt, die selber entworfen und gebaut wurden. Die Klänge von Elixir werden rein elektro-akustisch erzeugt und nur durch Frequenzfilterung bearbeitet, und geloopt. So entstehen Klangwelten, die sich zu atmosphärischen Hörwelten verdichten, ohne dass sie einer bestimmten Stilrichtung untergeordnet werden. Die beiden Musiker verstehen sich analog zu den DJ’s als PJ’s, als Playground-Jockeys (PJ’S) visuell unterstützt von einem Video Jockey (VJ) : PJ Patrick Studer, 46 (Pianist und Instrumentenbauer), PJ Mario Marchisella, 33 (Schlagzeuger und Komponist) und VJ Valentino Marchisella, 37 (Architekt und 3D Gestalter).

Zu any affair - Sibylle Hauert / Daniel Reichmuth:
Sibylle Hauert, geboren 1966 in Basel, lebt und arbeitet in Basel. Künstlerin und Performerin in medialen Inszenierungen. Ausbildung in Theater und Musik/Performance. Seit 1994 autodidaktische kompositorische Arbeiten am Computer. Seit 2000 arbeitet sie an selbstgebauten elektronischen Systemen in Zusammenschluss mit entwicklungsfähigen, kreativen Software-Programmen. Sie forscht im Bereich des Interface-Designs und setzt diese Forschung in räumliche Inszenierungen um. Provoziert reale Bewegung und sinnliche Wahrnehmung in Installationen oder mit performativen "Tools". Seit 1999 arbeitet Sibylle Hauert mit Daniel Reichmuth unter dem Namen "any affair" an einem gemeinsamen künstlerischen Konzept. Diese Plattform entwickelt, inszeniert und performt in selbst kreierten elektronisch szenischen Welten, in welchen der Mensch in seiner Umgebung im Mittelpunkt steht.
2004 Hauert/Reichmuth gründen "rosen & spademan enterprise", electronic environment, haptronic tools, universal performances.
Daniel Reichmuth, geboren 1964 in der Schweiz, lebt und arbeitet in Basel. Künstler und Performer in medialen Inszenierungen. Ausbildung in Theater, Bewegung und Elektrotechnik. Seit 2000 arbeitet er an selbstgebauten elektronischen Systemen in Zusammenschluss mit entwicklungsfähigen, kreativen Software-Programmen. Er forscht im Bereich des Interface-Designs und setzt sie in räumlichen Inszenierungen um. Provoziert reale Bewegung und sinnliche Wahrnehmung in Installationen oder mit performerischen "Tools". Seit 1999 arbeitet Daniel Reichmuth mit Sibylle Hauert unter dem Namen „any affair“ an einem gemeinsamen künstlerischen Konzept. Diese Plattform entwickelt, inszeniert und performt in selbst kreierten elektronisch szenischen Welten, in welchen der Mensch in seiner Umgebung im Mittelpunkt steht.
2004 Hauert/Reichmuth gründen die „Rosen & Spademan Enterprise“, electronic environments, haptronic tools, universal performances

Zu anyma - Maité Colin / Michael Egger:
Michael Egger (geboren 1974 in Brugg) und Maïté Colin (geboren 1958 in Lausanne) forschen unter dem label [ a n y m a ] im Dreieck zwischen Pädagogik, Kunst und Wissenschaft. Ihr Interesse gilt unter anderem dem Möglichkeiten von interaktiven Video-Installationen in Verbindung mit der menschlichen Stimme. In diesem Kontext entwickelten sie auch den VideoBass: Ein Instrument, das sich wie ein E-Bass anfühlt, das aber eine live Bearbeitung von Videosignalen dient. Die beiden Künstler gestalteten in der Vergangenheit auch verschiedentlich Videoworkshops für Jugendliche.

Von admin am 17.04.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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