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28.06.05

Das Ende des Mondes (Anderson)

Schliesst eigentlich ganz gut an die sterbende Sonne an: Aus gegebenem Anlass ein Hinweis auf The End of the Moon, die Konzertperformance, mit der Laurie Anderson CH-nah am heutigen Abend beim Stimmen-Festival in Lörrach gastiert.
Und eine kleine Verneigung vor dem Oeuvre hat Anderson als Veteranin des "doing strange things with electricity" an dieser Stelle sowieso verdient.

miss.gunst kann sich noch gut an den Moment erinnern, als da auf einmal Eine sang, was zuvor ein Anderer in seinen Texten versprochen hatte: Dass die Sprache ein Virus ist. Nicht nur wie einer funktionieren kann, sondern einer ist.
Bei Burroughs wusste man damals ja nie so richtig, ob ihn seine Lektüren einschlägiger Quellen nicht doch zu sehr gehirngewaschen hatten - was natürlich, andererseits, der beste Beleg für seine These gewesen wäre. Während er nun also zu United States mit Anderson auf der Bühne Tango tanzte. Klar: wie stets Daddy Cool, aber immerhin mal nicht von den zarten Epheben umgeben, die sonst so in seinem Fahrwasser segelten. Über den Show-Effekt hinaus sprach das doch einmal mehr dafür, dass es bei seiner einprägsamen Formel eben nicht ums Unterschreiben einer verschwörungstheoretischen Bankrotterklärung gegangen sein konnte. Sondern: Um Souveränität. Sic.

Aber wie auch immer - weil hier eigentlich nicht Oden auf den guten alten W.S.B. angestimmt werden sollten, sondern für Frau Anderson die Trommel gerührt:
Mehr zur aktuellen Arbeit – insbesondere für diejenigen, die sowohl ihre Retrospektive in Düsseldorf verpasst als auch verabsäumt haben, den begleitenden Katalog zu erstehen – zum Beispiel in einem Interview, das von ihrer Produktionsfirma pomegranatearts ins Netz gestellt wurde, oder in einem anderen aus der Newsweek von 2004. Und last but not least natürlich auch der Anker zu ihren Heimseiten mit weiterem Material, wenngleich bedauerlicherweise nicht ganz up to date. Auf welche Daten Anderson am Ende des Mondes gestossen ist, wird bis auf weiteres also am Besten bei ihr selbst in Erfahrung zu bringen sein.

Von miss.gunst am 28.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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