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19.07.05

Camping!

Nicht, dass hier etwa bislang zu wenige Stränge eröffnet worden wären, die der Weiterführung harren. Aber angesichts der an- und ausgebrochenen Sommer- und Feriensaison wäre es ausgesprochen sträflich, eine Sache zu ignorieren, die schon allein aus der D.I.Y.-Perspektive unbedingt in den Radius von HOME MADE gehört: Camping!

Keineswegs nur deshalb, weil die Sommermonate traditionell Outdoor-Festivalzeit sind – und folglich nicht immer feste Behausungen für die Übernachtung zur Verfügung stehen, so dass selbst eingefleischte Hotelreisende notgedrungen in Richtung Keller oder Dachboden schlurfen, um nach Heringen und Ösen zu suchen oder nachzusehen, was die Motten wohl vom Schlafsack übrig gelassen haben (beiseit: letzteres trifft natürlich nur Camping-Abstinenzler mit entsprechend veralteter Ausrüstung, denn ordentliche Schlafsäcke bestehen mittlerweile meist aus Stofflichkeiten, an denen Motten schlichtweg nichts zu nagen haben; für Leidgeprägte hier eine Infoseite professioneller Schädlingsbekämpfer mit Wissenswertem zu dieser unbeliebten Spezies).

Besonders interessant ist aus HOME MADE-Sicht vielmehr jenes Ding, das – anders als Zelte – selbst schon HOME sein will bzw. alle Vorteile eines komplett ausstaffierten Eigenheims mit der beim Camping erwünschten Flexibilität und Mobilität verbindet. Camper nämlich – also einschlägig um- und aufgerüstete Busse (im Volksmund früher: Bullis) und Lieferwägen, Wohnmobile und – allen voran, zumal aufgrund der potentiellen Unabhängigkeit des Zugwagens besonders praktisch – Wohnwägen.

Was Wohnwägen und Co. – nun mal abgesehen davon, dass man Camping im weitesten Sinne zu den D.I.Y.-bezogenen Kulturtechniken rechnen kann – bitteschön mit Musik – Medien – Kunst zu tun haben sollen?
Wirklich keine Idee? Ausser vielleicht, dass man mit ihnen dem Einzugsgebiet urbaner Noise Maps entfliehen und naturgemäss potentiellen Klanglandschaften auf weitem Feld, den Spielorten von Wassermusik näher kommen kann?

Das will das Medium von HOME MADE nicht recht glauben – hat aber sicherheitshalber schon mal seinen Radar ausgefahren und seinen Zettelkasten gefüllt, so dass ab morgen die Camping-Saison beginnen kann.
Und falls es unter der geschätzten Leserschaft eben doch Leute gibt, die heisse Hinweise auf einschlägige Projekte haben, nimmt miss.gunst diese selbstredend gerne entgegen. Entweder über das Kommentarfenster oder direkt per E-Mail durchgereicht – wobei sich in letzterem Fall, der lieben Übersicht bzw. schnelleren Bearbeitung halber, das Stichwort "Camping" in der Betreffzeile empfiehlt.

Von miss.gunst am 19.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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