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25.09.05

Musik aus der Zelle

Nicht doch. Weder hat sich das Medium etwas zu Schulden kommen lassen. Noch auch will es über den Ursprung des Lebens sinnieren. Das nur für den Fall, dass jemand bei dieser Überschrift unwillkürlich an Heinz Erhardt denken sollte.

Der pflegte ja bekanntlich zu scherzen:

"Das Leben kommt auf alle Fälle / aus einer Zelle / und manchmal / bei Strolchen / endet's auch in einer solchen..."

Auch schön, sicher. Aber das Medium möchte einfach nur eine Musikempfehlung für den Sonntag ausgeben. Und hat dafür aus seiner Netzlabel-Linksammlung eben jenen herausgefischt, der zu abdicate cell führt.

Die kleine, aufgegebene? entsagende?? Verzicht übende??? Zelle - an dieser Stelle ringt das Medium mehr schlecht als recht mit seinem internen Übersetzungsprogramm - erweist sich beim Blick in den hauseigenen Katalog nämlich nicht nur als ziemlich rege und produktiv, also ganz offensichtlich als weder aufgegeben noch besonders entsagungsvoll. Die drei Projekte, die als Leitlinie für ihre bis dato immerhin fünfzehn Produktionen fungieren, scheinen auch ziemlich home made zu sein.

Für die Empfehlung des Tages fällt die Wahl des Mediums auf ein release aus der x-flow-Reihe, die - wie der passender Weise hübsch handschriftlich verfasste Projektbeschreibungstext mitteilt - in der Tat auf echten HOME MADE-Tugenden wie experimenteller Bastelarbeit, circuit bending u.a.m. basiert.
Und zwar auf die Nummer 12, die auf den schönen Namen Ophiukkus hört und von ihrem Produzenten als "long visual track" beschrieben wird.

Ob und wie visuell das Ganze ankommt, dürfte zwar auch vom Imaginationspotential der jeweiligen HörerInnen abhängen. Das Medium meint jedoch: Es funktioniert. Einfach mal die Öhrchen willig hinhalten und lauschen.

P.S.
Gleich zum Fan geworden? Dann bietet sich neben einem Blick in die Merchandising-Seite vielleicht auch ein Besuch bei a cell, dem Blog von abdicate cell an. Wo zherji, nicht ganz unpassend zur heutigen Musikempfehlung des Mediums, unter anderem auch ac-Kissen anbietet. Ja!

Von miss.gunst am 25.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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