« Late Shift mit Knowbotic Research | Hauptseite | soundmaps »
06.11.05
runme.org
Gestern und vorgestern (04./05.11.05) hat in Dortmund, weil heuer unter den Fittichen des hartware medienkunstvereins, readme100 stattgefunden, die vierte Ausgabe des gleichnamigen Festivals für Software Art.
Dem als solchem natürlich - vor Ort vorbei - an dieser Stelle nur hinterherzuwinken ist.
Aber erfreulicherweise liegt es in diesem Fall sozusagen in der Natur der Sache, dass dabei (gewesen zu) sein nicht alles ist.
Zwar gilt letzteres durchaus für die zahlreichen Live-Präsentationen, Vorträge und Konzerte, für die sich ersatzweise allenfalls auf die Heimseiten einiger TeilnehmerInnen verweisen lässt. Allen voran vielleicht auf plagiarist.org mit den Projekten von readme100-Mitorganisatorin Amy Alexander (wie z.B. der überaus nützlichen Desktop-Applikation scream oder dem netsong-Engine, das auf Stichwort-Eingabe Soundfiles apportiert. Und ansonsten auch so Einigem aus dem thematischen Umfeld der Digitalen Allmende). Oder auf die ihres Mitstreiters und net.art-Veteranen Alexej Shulgin, der schon seit bald zehn Jahren (*ächz*, wie die Zeit vergeht) als 386 DX-Luftgitarrist die Bühnen des Betriebssystems rockt. Oder, um auf dem Umweg über die HGKZ ein bisschen Heimatverbundenheit herzustellen, auf die von sCrAmBlEd?HaCkZ! von Sven König - die nochmal eine ganz andere Alternative im Umgang mit DRM offerieren. Würde schnell eine lange Liste - allerdings eben mit Projekten, die getrost mal an anderer Stelle einen eigenen Eintrag im HOME MADE-Log bekommen können.
Der springende Punkt an Software Art ist jedoch, dass die Performance idealerweise auf dem eigenen Rechner stattfindet bzw. die von den KünstlerInnen geschriebenen Progamme ebendort ebendort installiert werden wollen.
Nun zählen die, wie man sich denken kann, gerade nicht zu den Standards, die bei Erwerb eines Noname- oder Markenrechners im Preis enthalten mitgeliefert werden. Und auch auf den üblichen Share- oder Freewareseiten wird man eher vergeblich nach solchen Anwendungen suchen.
Eben deshalb gibt es runme.org, eine von den Festival-Mitveranstaltern und ihrem Netzwerk (in persona: Amy Alexander, Olga Goriunova, Alexei Shulgin und Alex McLean) organisierte Plattform, die in dieser Hinsicht keine Wünsche übrig lässt.
Sortiert und dementsprechend auffindbar sind die Projekte dort übrigens nicht nur nach Kategorien (auf der Liste selbstredend auch für FreundInnen der code music besonders Interessantes wie algorithmic audio).
Zusätzlich wird schon auf der Startseite eine sehr inspirierende Wolke aus Schlüsselbegriffen angeboten, die sich als Keyword-Liste auch alphabetisch abgrasen lässt.
Dort nun kann man sich natürlich ebenfalls gleich auf Naheliegendes wie "musical" oder "MIDI" stürzen. Woraufhin die interne Datenbank brav ergiebige Listen mit Projekten ausspuckt.
Aber warum nicht einmal nach etwas geheimnisvolleren Assoziationsspickern wie "serendipitous" oder "glitch" die Anker auswerfen?
Wie auch immer die Wahl ausfällt - die Materialausgabe dürfte auch ehrgeizige InstallateurInnen für einige Tage beschäftigen.
Aber keine Sorge. So gut sich das jetzt angeboten hätte - als Sendepausenzeichen ist dieser Eintrag nicht gedacht. Auch wenn das Medium gut und eine brauchen könnte, um Gelegentlich mal seine diversen Reiseköfferchen auszupacken, in denen natürlich weitere Trouvaillen auf ihre Vorstellung warten...
Von miss.gunst am 06.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
Kommentare
Kommentieren:
Thanks for signing in, . Now you can comment. (sign out)
(If you haven't left a comment here before, you may need to be approved by the site owner before your comment will appear. Until then, it won't appear on the entry. Thanks for waiting.)