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17.12.05

DIY Powerbook

apfl.gifGanz im Einklang mit dem diese Woche etablierten Rhythmus ist heute wieder ein vorweihnachtlicher Bastel-Tipp dran.

Und anders als es die Überschrift des Eintrags vermuten lassen dürfte, ist er durchaus auch auf AnfängerInnen zugeschnitten.
Dochdoch, es geht wirklich um ein schickes Powerbook!

Manchmal meint man ja, der "Digital Divide" sei garkeine Frage des Zugangs zur Technologie, sondern eine des Designs.
Auf der einen Seite des Grabens jene, die sich einfach einen Rechner kaufen und den benutzen wollen, wobei vor allem die Ausstattung zählt.
Und auf der anderen Seite diejenigen, für die das entscheidende Kriterium ist: Das Ding muss ein Produkt des Hauses sein, das ein bekanntes Kernobst als Markenzeichen führt.

Derlei Begehren hat natürlich seinen Preis. Der ist zwar über die Jahre, relativ betrachtet, gesunken. Dem Kult hat das jedoch keinen Abbruch getan - und noch immer ernten Apfellose gerne mitleidige Blick der Gemeinde, die sagen sollen: Früher oder später kommst Du auch noch auf den Geschmack.

Glücklicherweise gibt es immer wieder Chancen, nicht nur aus den eigenen Fehlern, sondern auch aus denen anderer zu lernen. Und in diesem Fall holen wir uns aus der entsprechenden Abteilung einen prima Weihnachtsbastel-Tipp.
Der richtet sich, wie die geneigten LeserInnen vielleicht bereits ahnen werden, an alle diejenigen, die seit je schon auf der aus Apfelrechnerbesitzerperspektive minderbemittelten Seite des Grabens ihr trauriges Dasein fristen und sich sehnlichst wünschen, selbige zu wechseln und/oder jemanden kennen, der ihr schnödes Schicksal teilt und dem/der sie ebenso freundschaftlich wie selbstlos über selbiges hinweghelfen wollen. Oder so ähnlich.

Wie es funktioniert, zeigte uns vor gut anderthalb Jahren ein Amerikaner, der - so will es jedenfalls die Geschichte, die damals durch die Presse ging - beim Versuch, ein Apple G4 Powerbook per Internet-Auktion meistbietend loszuwerden, an einen Scammer geriet.

apfl_g.gifWas als originelle Art und Weise gewertet werden kann, sich freudig auf einen derartigen Handel einzulassen, taugt - so meint jedenfalls das Medium - auch bestens für kreative Geschenk-Kreationen.
Da der Prototyp seinerzeit für soviel Furore sorgte, dass er - neben einem Eintrag in der Wikipedia - mittlerweile sogar über eine eigene Webseite verfügt, findet sich die Bastelanleitung sogar als komfortables pdf zum Ausdrucken ins Netz gestellt.

Allerdings hat Letztere einen stolzen Umfang von ganzen achtundzwanzig Seiten. HeimwerkerInnen von schneller Auffassungsgabe werden sich daher über den Artikel von Wolf-Dieter Roth aus dem Archiv des online-Magazins Telepolis freuen, dem - ohne, dass wesentliche Details unterschlagen würden - ebenfalls zu entnehmen ist, wie man zu einem vielleicht nicht ganz designtreuen, aber dafür durch liebevolle Details bestechenden DIY-Powerbook kommt.

Olle Kamelle, aber immer noch toll.
Findet jedenfalls das Medium, das - Zeit für's Outing - nein: bislang auch noch keinen Mac sein eigen nennt. Noch nicht, wohlgemerkt.

Zumal es schon eine prima Idee hat, wie sich bei der nächsten Clubsession den supercoolen Laptop-Jungs hinter den leuchtenden Apfelklappen zeigen liesse, wo die Latte hängt:
Mit einer - beispielsweise auf die derzeit allenthalben angebotetenen Weihnachtslaternenmotive zurückgreifenden - Sonderedition.
Entweder ganz schlicht, handgesägt und mit einem Teelichtlein dahinter. Oder, besser noch mit einem als Intarsie gefassten blinkenden Herzchen (siehe den Basteltipp von vorgestern).
Nein, mit dem LCD wird sich das schon nicht beissen. Der besteht ja eh aus Omas ausgedientem Seidenkissenbezug.

[Anmerkung beiseit: Die Bildchen entstammen einer schlichteren, aber dafür auf ökologisch verträglichen Komponenten beruhenden Vorstufe einschlägiger DIY-Entwürfe des Mediums und entsprechen selbstredend weder dem referierten Produkt noch dem Prototypen der hier vorgestellten Bastelanleitung]

Von miss.gunst am 17.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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