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19.01.06
Teletexten (und -bildern)
Weil es gerade so schön war, gleich noch einen Aufruf.
Um diesem zu folgen und vor Ort mit einer Produktion dabei zu sein, muss man nicht mal über den Teich fliegen.
Allerdings sind auch etwas andere Fähigkeiten gefragt als beim Bentfestival.
Diesmal geht's um (mindestens) ein Voluptuous Blinking Eye.
Was, bitteschön, ein begierig blinkendes Auge ist?
Nüchtern betrachtet handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt, das ab dem 26. Januar 06 als Teil der Ausstellung "Satellite of Love" im Rotterdamer Witte de With läuft. Kooperationspartner für den Liebessatelliten sind dabei (nebenbei bemerkt, weil durchaus auch für sich schon interessant) das Rotterdamer Filmfestival und das ebenfalls einschlägig agierende Exploding Television Net.
Aber damit dann wieder zurück zum Eigentlichen, denn nicht umsonst geht dieser Eintrag erstmal in die Kategorie Mitteilungen des Mediums. Das begehrlich blinkede Auge bzw. Voluptuous Blinking Eye (kurz: VBI) ist nämlich die Labor-Sektion des Liebessatelliten und wird vom sowieso ziemlich regelmässig ziemlich spannende Projekte produzierenden Londoner ambientTV.net, Manu Luksch und Mukul Patel organisiert.
Mit dabei sind neben Luksch und Patel selbst unter anderem Rachel Baker von irational.org sowie - treuen LeserInnen dieses LogBuchs bereits bekannt - Emma Davidson a.k. Lektrogirl und Paul B. Davis vom Lektrolab. Um folgendes auf die Beine zu stellen:
"VBI consists of Microtel - a live teletext broadcasting station -, the ambient.lounge, and works that deploy low-tech, DIY, or critical approaches to production or distribution. Working in the technical margins of the broadcast spectrum, and giving expression to voices marginalized by media conglomeration, VBI conducts an aesthetic archaeology of TV and speculates on possible futures for independent media."
Klingt gut? Kommt aber noch besser. Denn das Lektrolab bietet als Teil seines Microtel-Projekts auch für diejenigen eine Möglichkeit zur Partizipation, die nicht den Weg nach Rotterdam machen können.
Wer immer sich berufen fühlt, ist eingeladen, eine oder mehrere Teletext-Screens für den tv-Kanal des Microtels zu kreieren. Damit das klappt, haben die Lektro-Laboratoren nicht nur eine Download-Seite mit dem Programm CEBRA ins Netz gestellt, sondern auch ein komplettes Tutorial, Emma Davidson arbeitet derzeit noch an FAQ-Tipps-und-Tricks für einzelne Schritte.
Folglich heisst es ein weiteres Mal: DIY und dann ab dafür - bis zum 04.02.2006 kann man seine Teletexte und -bilder noch einreichen; eine kleine Auswahl zum Ansporn gibt es bereits in der Microtel-Galerie (siehe: View Submissions) zu sehen.
Und wer es alleine nicht so richtig schafft, kann alternativ ja vielleicht doch erst mal kommende Woche einen Workshop in Rotterdam besuchen.
[Bebilderung: Wie eigentlich unschwer zu erkennen, Ergebnisse eines ersten unbeholfenen Cebra-Ritts seitens des Mediums. Aber es wird noch fleissig weiterüben!]
Von miss.gunst am 19.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)
Kommentare
Es war wirklich erstaunlich welch spannende Arbeiten auf NOS zu sehen waren. Eingesandt wurden an Microtel u.a. Arbeiten von KünstlerInnen wie Bioxlat ("acid"), the Ye-Ti ("monologue interieur"), Paul B. Davis ("don't sweat the 1200's", "my lover", da message") , Linde ("moroder"), Carola Unterberger-Probst (die Serie "framed"), oder Lektrogirl ("mollywood and henrik"). Auf der Webseite leider nicht dokumentiert ist die Teletext-Arbeit von Patrick Lichty.
Voller Erwartung ist daher der hoffentlich bald im Magazin Screen veröffentliche Schwerpunkt über Microtel inkl. DVD abzuwarten.
Von: [cup]
at 13.03.06 12:36
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