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03.02.06
transmediale ante portas
Nun ist es also wieder mal so weit: transmediale-Zeit.
Dieses Jahr nicht in der Schwangeren Auster, sondern im Altquartier der Berliner Akademie der Künste am Hanseatenweg.
Ob sich letzteres als guter oder gar besserer Ort für ein Medienfestival eignet, wird sich in den nächsten Tagen wohl noch erweisen müssen.
Schon zu Podewil-Zeiten waren Werkinstallationen eher die Achillesferse der transmediale gewesen - was allerdings auch nie wirklich so tragisch war, weil es unter dem Strich eben doch mehr um den Austausch geht.
Auf den Podien und natürlich besonders in den Pausen.
Das Programm für Konferenz und Salon-Präsentationen haut vielleicht nicht gerade mit Überraschungen vom Hocker - aber wie sollte es auch, die Medien- und Netzkulturszene ist nicht anders als andere unter dem Strich (und wider alle gegenteiligen Behauptungen) selbst in internationaler Perspektive eine recht übersichtliche Welt.
Auch dass es in den Vorankündigungen hie und da noch an Details fehlt (dafür werben die lieben Programmierer wie jedes Jahr für die Installation der jüngsten Flash-Version) lässt sich locker verschmerzen - schliesslich spielt die Musik vor Ort und es zählt, was dort geboten wird.
Darauf kann man getrost noch ein bisschen gespannt sein. Und Langeweile wird sicher nicht aufkommen - eben schon allein des allgemeinen Stelldicheins aus allen Himmelsrichtungen wegen. Zudem gibt es auch rundum jede Menge Möglichkeiten, sich die Zeit zu vetreiben, garantiert mehr, als selbst bei bester Kondition zu schaffen ist.
So locken beispielsweise diverse Sonderveranstaltungen ins Tesla - gleich heute abend etwa tanzt hier ab 20.00 Uhr Louis Philippe Demers' eleganter Roboter zu einer Choreographie von Pablo Ventura in einer Audio-Installation von Francisco Lopez "Kubic's Cube".
Ebenfalls eine Exursion wert dürfte des Makroskop von Boris Hars-Tschachotin und Hannes Nehls im Museum für Fotografie in der Jebenstrasse 2 sein.
Und dann bietet ja auch noch der Club Transmediale im Maria am Ostbahnhof jeden Abend Programm - mitnichten nur Musik, sondern auch eine Reihe von Vilmveranstaltungen und Präsentationen.
Reicht immer noch nicht? Kein Problem in dieser Stadt. Aber für den Eintrag ante portas muss es mal genügen. Alles andere und mehr oder vielleicht nur ein zufriedenes Schnurren im Stillen dann hinterher.
Von miss.gunst am 03.02.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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