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30.05.06

Grillen

gri_ksw.gifWer bei dieser Überschrift an Fleischzubereitung, idealerweise im Freien denkt, liegt falsch. Erst mal jedenfalls.
Denn inspiriert vom Pestival hat das Medium seinen Radar nach wie vor auf Insekten(musik) justiert.
Und diejenige, welche jene kleinen Hüpfer produzieren, die man Grillen nennt, zählt sozusagen zu den Klassikern des Genres.

Weniger, weil man hierzulande Kindern gerne die Fabel von der Grille und der Ameise erzählt, um sie beizeiten mit der Brotlosigkeit der Künste vertraut zu machen (jedenfalls wäre das auch eine angemessene Interpretation - wenngleich der moralische Tenor bei de la Fontaine ff. eigentlich ein wenig anders gelagert ist).

gri_g.gifSondern vielmehr, weil die Grille in Asien schon seit Jahrhunderten als musizierendes Haustier geschätzt wird. Hierzu kompakt mehr in einem lesenswerten Artikel über die Chinesische Grillen-Kultur.
[Das Buch schlechthin zum Thema scheint "Insect Musicians and Cricket Champions. A Cultural History of Singing Insects in China and Japan" von Lisa Gail Ryan (China Books, 1996) zu sein - zu dem leider keine ausführlichere Besprechung aufzutreiben war. Aber in der Bibliothek war es aufzuspüren, daher bei Gelegenheit noch ein Nachtrag.]

Offen gestanden: Bei aller Verehrung, die dem zirpenden Tier entgegengebracht werden mag und ungeachtet der kostbaren Gestaltung mancher Grillenhaltungsschachteln - das Medium hat es nicht so mit der Zwangsverpflichtung von MusikerInnen.
Um so angenehmer, dass man sich dank der elektronischen Kommunikationstechnologien auch an Grillenmusik erfreuen kann, ohne selbst kleine Sechsbeiner inkarkerieren zu müssen.
Für ebendiesen Zweck sei daher ein Besuch bei der "Insect Sound World" von Kazuyuki Hashimoto empfohlen - zumal der Japaner offenbar einen Gutteil der von ihm gesammelten Grillengesänge in der freien Wildbahn aufgenommen hat.

Ach ja, a propos frei und Wild bzw. Freiwild. Manche jagen Grillen natürlich auch zu ganz anderen Zwecken. Für diejenigen, denen angesichts der Überschrift voreilig das Wasser im Munde zusammengelaufen war, hat das Medium tatsächlich auch noch ein Rezept in Petto. Und zwar für knusprige Grillenschokokekse [sic, so lautet die Übersetzung des Gerichts].
Bereitgestellt wurde es übrigens nicht etwa von eingefleischten Insektenhassern oder erklärten Grillenverächtern. Sondern vielmehr von Menschen vom Fach, also Entymologen. Die haben ihre Grillen offenbar wirklich zum Fressen gern.

[Lecker Bildchen: Dessen Vorlage wurde von Eric Steinert aufgenommen und dankenswerterweise unter GNU-FDL zur Verfügung gestellt, der folglich auch die hier eingestellte Variation unterliegt.]

Von miss.gunst am 30.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

29.05.06

Der Käfer mit der Kamera

kaefi_ksw.gifNein, der Mann mit der Kamera - der ja auch schon einmal Gegenstand eines Log.Buch-Eintrags war - ist diesmal wirklich nicht gemeint, sondern tatsächlich ein sechsbeiniger Filmschaffender.

Ein Käfer als Kameramann? Doch, genau so ist es - und der Film, in dem er eine tragende Rolle spielt, hat obendrein noch einige Jährchen mehr auf dem Buckel als Dziga Vertovs berühmter Kinoapparatom:

Sage und schreibe 1912 (vielleicht sogar schon ein Jahr zuvor, es kursieren unterschiedliche Datierungen) drehte der polnische Regisseur (W)ladislaw Starewicz seinen dreizehnminütigen Animationsfilm "The Cameraman's Revenge", also: "Die Rache des Kameramanns" (im OT: MIEST KINOOPERATORA). Ungeachtet der sich aus zeitgenössischer Perspektive unweigerlich stellenden Frage: "Wurden für diesen Film Tiere gequält?" (Antwort: Nunja, sie waren beim Drehtermin wohl schon ziemlich tot) eine wirklich ausgesprochen herzige und herzanrührende Geschichte um in verschiedene Liebeleien verstrickte Insekten - in der eben auch das Kino eine tragende Rolle spielt.

Mehr dazu - inklusive kleiner Filmausschnitte, die per Mausklick auf die Bilder in Gang gesetzt werden können - findet man auf der liebevoll aufbereiteten Webseite zum Film.

kaefi_g.gifIn deren direktem Umfeld auf Tim Fitzpatricks Animation Heaven & Hell-Seiten kann das Medium speziell InsektenfreundInnen ungeachtet der etwas unpassenden Jahreszeit zudem noch einen Blick auf eine weitere einschlägige Starewicz-Produktion, nämlich "The Insects's Christmas" (1912) empfehlen.

Der Kurzbiographie des Filmemachers ist übrigens zu entnehmen, dass er anfangs in Russland und Litauen sogar Dokumentarfilme über (dann mutmasslich noch lebende, nicht wiederbelebte) Insekten gedreht hat. Über diese wiederum ist - von den Titeln abgesehen - allerdings auch in den weiten Gefilden des Netzes leider praktisch nichts zu finden.
Tatsächlich sind, von Fitzpatricks Seiten abgesehen, der Eintrag zu Starewicz in der polnischen Wikipedia und sein nur geringfügig kürzeres englisches Äquivalent noch die ausführlichsten Sekundärquellen.
Selbst die französisch und englisch verfügbaren Seiten, die von Starewicz' Familie betreut werden,
schweigen leider über dieses Frühwerk.
Dafür wird dort als Surplus u.a. ein FAQ zu den Filmen geboten (könnte man also mal entsprechend nutzen) - sowie auch eine Seite, auf der Termine für Screenings der Filme gelistet sind.

Liebend gern würde das Medium diesen Zettelkasteneintrag mit einem Verweis auf eine aktuelle Aufführung in der Schweiz verbinden. Auf grosser Leinwand ist er aber dieser Tage (na, wer hätte das gedacht) nur beim Londoner Pestival zu sehen.

Einen tröstlichen Ersatz für das grosse Krabbeln kleiner Helden auf grosser Leinwand gibt es aber: Dafür sorgt das hier schon häufiger gelobte und gepriesene ubuweb mit seiner sowieso grandiosen Filmsammlung, wo man sich nämlich sich beide Insektenanimationsfilme komplett anschauen und herunterladen kann (und zwar direkt, weshalb hier keine Anker gesetzt werden - schliesslich handelt es sich schon um eine mächtige Portion MB).

Na, wenn das kein netter Einstieg in eine emsige Arbeitswoche ist!

[Bildchen: Natürlich nicht Starewicz, sondern selbst gefilmt.]

Von miss.gunst am 29.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.05.06

Schwarmmusik (Blackwell)

swa_ksw.gifNicht auf dem Pestival vertreten, aber auf seine Weise durchaus ein Spezialist für Insektenmusik ist Tim Blackwell, der immerhin in nächster Nachbarschaft zu ersterem am Londoner Goldsmith unterrichtet.

Blackwell hat nämlich ein Swarm Music-Programm entwickelt, das vom Schwarmverhalten inspiriert ist, wie es in der Natur unter anderem - genau: bei einigen prominenten Insektenarten begegnet und das mithilfe eines "Schwarms musikalischer Ereignisse Musikimprovisationen entwickeln soll". Letzteres mag vielleicht etwas trocken klingen, weil in der Sprache eines Informatikers formuliert.

Aber zusammen mit den Illustrationen ist die Kurzbeschreibung, die Blackwell selbst auf seinen Projektseiten gibt, durchaus anschaulich - und wer sich näher für das Konzept interessiert, kann dazu einen Aufsatz (pdf) lesen, in dem er detaillierter über Improvisationen mit dem Schwarm-Musikprogramm schreibt und das Ganze auch schwarm- und musiktheoretisch weiter einbindet. Den kann das Medium wirklich sehr empfehlen.

swa_g.gifAktuell ist gerade noch ein zweiter Text zum Thema "Swarming and Music" (ebenfalls pdf), der allerdings ungeachtet des eher unverfänglichen Titels ziemlich detailliert in die zugrunde liegenden Algorithmen einsteigt - während das Medium zugeben muss, da bei der ersten Lektüre doch irgendwann wenn nicht ausgestiegen zu sein, dann doch die eine oder andere Diagonale genommen zu haben.

Auf jeden Fall sollte man sich aber die Hörproben zu Gemüte führen, die auf der Seite als mp3-files abrufbar sind.

Ja, zugegeben: Nach Insektenmusik klingt das nicht wirklich - am allerwenigsten der autonome, also rein systemgenerierte Klangschwarm (mp3). Hingegen scheint sich im zweiten Klangbeispiel (mp3), wo ein menschlicher Partner dazu kommt, wenigstens die Stimme ein kleinwenig der Mimikry zu befleissigen.

Nun gut: Zum Drittbesten im Summen oder Brummen dürfte auch das nicht reichen. Hat aber auch niemand behauptet, dass wir bei Swarm Music zwangsläufig an Insektenschwärme denken müssen; schliesslich organisiert sich in der Natur auch sonst so Einiges in dieser Form.
Und das Medium hat einen guten Grund, um so eifriger weiter nach elektronischen Insekten ausschwärmen...

[Bildchen: Selbstredend nicht Blackwells Schwarmmusikschwarm. Sondern einer, den das Medium so auf seinem Radar eingefangen hat. Summt sehr leise - allenfalls vernehmbar, wenn man das Ohr ganz ganz dicht an den Bildschirm schmiegt.]

Von miss.gunst am 28.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

27.05.06

Insekten(musik)festival (WRT)

pest06_ksw1.gifBekanntlich hegt das Medium ein lebhaftes Interesse für alles, was summt, brummt oder zirpt - kurzum: für Insekten(musik).
Um so freudiger kann es nun Mitteilung davon machen, dass sich in seinem Radar die Kunde von einem veritablen Insekten(musik)festival verfangen hat: Dem Pestival, das heute in London beginnt.

"Celebrating insects in art, and the art of being an insect" - wenn das nicht vielversprechend klingt!

pest06_g.gifDiesem Motto entsprechend gibt es natürlich auch Installationen vor Ort und überhaupt ein prall gefülltes Programm (pdf).
Am heutigen Abend aber eben vor allem anderen: Musik. Zwar nicht so direkt von Insekten. Immerhin jedoch von Menschen, welche die einschlägigen Talente ihrer sechsbeinigen Mittiere zu schätzen wissen und ihnen entsprechende Inspirationen für ihre eigenen Audio-Aktivitäten verdanken.

Darunter Robyn Hitchcock, Mira Calix (auf deren Heimseite ziemlich niedliche Bienlein zur Musik geleiten - wobei die dann allerdings durchaus auch mal etwas düsterer daherbrummelt), dem Resonance Radio Orchestra, dem Performer Stewart Lee sowie dem ansonsten eigentlich mehr für seine Beschäftigung mit Vögeln bekannten Musiker und Philosophen David Rothenberg.
Für das Pestival wird er seine Frage "Why Do Birds Sing?" nun standesgemäss variieren und sich nach den entsprechenden Motivationen von Insekten erkundigen - bzw. am morgigen Sonntag auch in einem Vortrag einige Antworten bereithalten.

Das allerbeste aber: Wie schon aus dem WRT-Tag in der Überschrift hervorgeht, werden wir dem Pestival auch aus der Ferne folgen können. Dank dem in diesem Log.Buch schon häufiger empfohlenen Londoner Sender resonance fm nämlich, der das Programm mit einem Livestream begleiten will.
Wo und wie, war den Seiten bislang freilich noch nicht zu entnehmen.* Also gegebenenfalls auch auf den Pestival-Seiten noch mal nach Neuigkeiten Ausschau halten - damit es mit dem solidarischen mitsummen und -brummen auch wirklich klappt.

* Freudige Aktualisierung: Wie nun dem Samstagsprogramm des Senders zu entnehmen, wird ab 20:00 Uhr Londonder Zeit - in unseren Breiten also ab 21:00 Uhr - gestreamt. Einstieg wie gewohnt über die resonancefm-Audio-Seiten...

Von miss.gunst am 27.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.05.06

Yello Spezial (videoex ff. ff.)

vex06_ksw3.gifIn Sachen DIY-Kultur sollte es vielleicht näher liegen, mit Blick auf das aktuelle videoex-Programm die lange Super 8-Nacht zu empfehlen. Sozusagen prinzipiell auch deshalb, weil man ja nie ganz sicher sein kann, ob es nicht eine der letzten ist, die nicht vorneweg als "Retrospektive" oder Ausflug in die Medienarchäologie angekündigt werden muss.
Aber zu diesem eher traurigen Thema vielleicht ein andermal mehr.

Machen wir es so: Ab 22.00 Uhr erstmal zum zünftigen Filmegucken antreten - aber Schlag Zwölf dürfte doch für manche Menschen die Versuchung ziemlich stark werden, aus dem Walcheturm ins Zeughauskino zu wechseln.

Dort steht dann nämlich das Sepcial "Yello - The Clips" auf dem Programm. Und das ist eben auch auf seine Weise: Kult.

vex06_ycli.gifWer da im Vorfeld noch seine Kenntnisse ein wenig auffrischen möchte oder muss, kann sich natürlich erst einmal auf dem Wege bewährter Metainformationsquellen vorwärtstasten - dafür bietet sich allen voran der entsprechende Wikipedia-Eintrag zur Band an.

Ansonsten hat Yello selbst aber eine derart satt bestückte Heimseite, dass auf jeden Fall auch ein Gang zur Quelle lohnt. Da gibt es nämlich mehrere Produktionen der letzten Jahre komplett mit kleinen Intros und Songtext zur Beschallung frei Haus (allerdings nicht zum Herunterladen, sondern nur zum Abspielen - das funktioniert dafür dann automatisch, Autoplay Luxus pur).

Das Aufsuchen des Yello-Clips-Spezialprogramms heute (26.05.06) abend im Zürcher Zeughauskino bleibt freilich trotzdem süsse Pflicht. Denn die zwölf historischen Yello Videos von 1981-1992, die dann gezeigt werden, gibt es auf den Heimseiten des Kultduos nicht zu sehen.

Mag schon sein, dass sich das eine oder andere auf einer der zahlreichen Fan-Seiten verbirgt, die man über die Yello-eigene Ankersammlung erkrabbeln kann (Empfehlung gefällig? Dann bitte diese hier, wo man unter anderem eine Diskographie mit allen Covern und schöne Porträts von Dieter Meier und Boris Blank geboten bekommt). Dem nachzusteigen, war dem Medium dann - Kulthinoderher - doch zu mühsam. Zumal man ja nun doch alles auf einmal und auf der grossen Leinwand geboten bekommt...

[Ja, die Versuchung war denkbar gross, Cover aus der heimischen Sammlung auf den Scanner zu legen oder wenigstens Bildchen von den Yello-Seiten zu schiessen, um diesen Eintrag zünftig zu illustrieren. Da das Medium aber grundanständig und ausserdem feige ist, kann es nur seufzen und sagen: Sicher - schöner wär's, wenn's schöner wär.]

Von miss.gunst am 26.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

25.05.06

dorkbot swiss @ [plug.in] basel

dbs_06ksw.gifUnd schon ist es wieder so weit: Kaum mehr als ein Monat ist seit der letzten Zusammenkunft in Zürich vergangen, da laden die rührigen Schweizer dorkies bereits zum nächsten Treffen ein.
Diesmal, genauer gesagt: heute abend (25.05.06) ist Basel als Austragungsort an der Reihe - und zwar zünftigerweise das [plug.in].

Bewährter Rahmen und bewährte Lokation also.
Sowie, kaum anders zu erwarten, ein abwechslungsreiches und rundum leckeres Programm.

Diesmal mit Markus Maeder aus Zürich, der sein Projekt "Wunschmaschinen" präsentieren wird (mehr dazu auch in der Wunschmaschinen-Info auf den dorkbot-Seiten).

dbs_06b.gifDanach ist Fabian Voegeli mit der Vorstellung seines "Lavaterzimmers" dran, das natürlich von den einschlägigen Aktivitäten des Zürcher Philosophen und Physiognomen inspiriert wurde - und im März diesen Jahres während seiner temporären Installation im Zürcher Hotel Rigihof dazu einlud, Phantombilder (bzw. -physiognomien) nach der Methode des Kriminologen Alphonse Bertillon zu erstellen. Der lebte gute 100 Jahre nach Lavater - aber da es Voegeli allgemein um das Thema Kategorienbildung in der Selbst- und Fremdbeschreibung geht, werden die beiden quasi als historische Stationen bzw. Zugänge zusammengebracht.

Nach diesen beiden eher philosophisch verankerten Projekten sind dann die Basler Praktiker von Drop-Da-Bomb an der Reihe - denen treue LeserInnen vor fast genau einem Jahr (siehe den Eintrag vom 26.05.05) schon einmal im Zusammenhang mit einem HOME MADE-Lieblingsthema, nämlich Circuit Bending begegnen konnten. Und genau darum wird es denn auch bei ihrem heutigen dorkbot-Auftritt im [plug.in] gehen.

Last but not least: Sound von Shintaro Miyazaki, auf dessen Heimseiten netzknoten.net [beiseit: diese Adressse rechtzeitig reserviert zu haben - chapeau! oder?] man sich auch schon den einen oder anderen audio-visusellen Vorgeschmack abholen kann.

dbs_m06.gifAnsonsten gilt allerdings in diesem wie in allen anderen Fällen: Den ganzen Kuchen gibts nur vor Ort bei dorkbot swiss live im [plug.in].

  • Die Daten:
    dorkbot swiss @ [plug.in]
    St. Alban-Rheinweg 64, Basel
    Donnerstag, 25.05.2006 um 20.00 Uhr
  • [Bildchen: Wired Fish vom dorkbot-Flyer...]

    Von miss.gunst am 25.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    24.05.06

    Kurokawa, July (videoex fff., mit halbem WRT)

    vex06_ksw2.gifWeil es gerade so schön ist bzw. denkbar nahe liegt, auch heute noch mal die Programmempfehlungen des Tages für das videoex-Festival.
    Und die gehen ästhetisch, visuell und akustisch diesmal in denkbar unterschiedliche Richtungen.

    Zum einen, aus HOME MADE-Einzugsgebietsperspektive fast schon Pflicht:
    Im Expanded Cinema-live-Rahmenprogramm des Festivals ist heute abend (24.05.06) - wieder einmal - Ryoichi Kurokawa im Walcheturm zu Gast.
    Was praktischerweise die Möglichkeit bietet, für allfällige nähere Erläuterungen einfach auf den Log.Buch-Eintrag vom 16.02.06 zurück zu verweisen. Wo es zwar eigentlich um eine andere Live-Veranstaltung, nämlich ein Konzert mit o.blaat ging, das in Kurokawas damaliger Einzelausstellung stattgefunden hat. Aber da das Medium ja auch jeweils drumherum einige Anker auswirft, sind selbige zu Kurokawa ebenfalls dort schon ausgelegt.

    Zum anderen kann das Medium ganzen Herzens aber auch das leider zeitgleich angesetzte Spätvideoprogramm um 22.30 Uhr in der Kaserne (also quasi direkt nebenan) empfehlen, das nämlich eine Werkschau der Künstlerin Miranda July bieten wird. Für viele sicher nicht wirklich eine Konkurrenz, weil die beiden denkbar unterschiedlich arbeiten - eher eeernste e-Abstraktion in Sound und Bild bei Kurokawa, ziemlich humorvolle Performance-Videos im Fall von July.

    vex06_g2.gifWer nun zwecks Entscheidungsfindung weitere Informationen braucht:
    Auf Julys Heimseiten funktionieren zurzeit zwar nicht alle Anker ganz so, wie sie sollten. Aber es gibt doch genug, was entsprechend den Appetit anregen könnte.

    Beispielsweise kann man sich auf den Soundseiten einige Hörproben zu Gemüte führen, etwa aus dem Projekt "The Drifters" (2002) oder aus den "dialogues and stories" für The Next Big Thing [und schwupp, schon haben wir nebenbei noch einen halben Webradio-Tipp unter- bzw. angebracht. Nur einen halben, weil es das Format als solches leider nicht mehr gibt - doch immerhin lassen sich die ausgestrahlten Sendungen über das TNBT-Archiv abrufen.]

    Zum Gucken gibt es ansonsten auf Julys Webseiten natürlich auch noch so Einiges - und vielleicht ist das ja Anregung genug, heute abend erstens den Weg in die Kaserne zu finden und zweitens ausnahmsweise mal nicht in den Walcheturm-Raum, sondern ins Kino abzubiegen...

    Von miss.gunst am 24.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    23.05.06

    videoex ff.

    vex_ksw2.gifFür den heutigen Dienstag (23.05.06) gibt es der Einfachheit halber noch einmal Empfehlungen für das aktuelle videoex-Programm - praktischerweise zu guten Teilen gerade erst auf dem EMAF sowie zuvor anderswo vorgeschaut, getestet und für gut befunden.

    Das Programm "Looking through Images", das um 17.00 Uhr im Festivalkino in der Kaserne läuft, ist zwar nicht ganz hardcore Optical Noise. Aber es versammelt doch Bänder, die FreundInnen der visuellen Musik ansprechen dürften.

    Begonnen mit "Show your Tongue" (2005) des in den USA lebenden Koreaners Seoungho Cho, zu dem kein geringerer als Stephen Vitiello den Sound beigesteuert hat; "Nightlight" (2005) von Christopher Messina ist ein digitaler Fotofilm, der Bilder des Bostoner Stephen River in Fluss bringt; "Missisippi" (2005) von Arash T. Riahi lädt auf seine Weise ebenfalls zu einer Bootsfahrt ein.

    vex_g2.gif"Get Set" (2005) von Ian Helliwell ist eine nachgerade klassische Filmmaterialanimation, auf Video kopiert und mit elektronischem Sound zum Schwingen gebracht [beiseit als Tipp: bei lux london gibt es ein schönes Interview zu lesen, das der hier auch schon gefeierte Mika Taanila mit Helliwell geführt hat].

    "Elements" (2005) von Dariusz Krzeczek wiederum ist eine Abstraktion von Webcamdaten; "Fossilization" (2005) von Kurt d`Haeseleer bietet eine phantastische Versteinerung digitaler Bilder [gab's nicht nur auf dem EMAF, sondern auch bei der letzten - im Sinne von: vergangenen, hoffentlich nicht im Sinne von: der allerletzten - VIPER; kann man sich aber auch verlustfrei immer wieder anschauen...]; und mit "The Def Song" (2004) von Xavier Reye wird ein zünftiger Schlussakkord gesetzt.

    Feine Zusammenstellung aus Spitzenbändern, findet das Medium. Und wünscht sich im Stillen, es möge jeden Tag videoex sein.

    PS: Wer heute nachmittag passen muss - am Freitag (26.05.) gibt es um die leider ja nicht so ganz arbeitnehmerInnenfreundliche selbe Stunde noch eine zweite Chance.

    Von miss.gunst am 23.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    22.05.06

    audible picture show (Matt Hulse)

    aps_ksw.gifGehört (mit Betonung auf: -"hört") jetzt noch zur EMAF-Kulturbeutelleerung, aber hat als Eintrag Zettelkastenwert.
    Zwar muss man Matt Hulse und seine "Audible Picture Show" eigentlich live gesehen (bzw.: gehört) haben. Wie beispielsweise auf dem EMAF, auf dem er gerade zu Gast gewesen ist.
    Doch ein paar Appetithäppchen gibt es eben auch online - und nicht nur deshalb lohnt es, einen Eintrag zu machen.

    Jaded by a world bombarded with images? Let the Audible Picture Show remind you what cinema is capable of!

    aps_g.gifGenau: Kino besteht nicht nur aus Bildern. Und genau das lässt sich in Matt Hulse' "Audible Picture Show" beim Wort nehmen. Ein Kino für alles, was es zu hören gibt, wenn das Licht ausgeht - aber kein Film läuft. Oder besser: Eben ein anderer Film als der, den man erwartet hat. Einer für die Ohren.

    Wer mehr über das Projekt und seine Geschichte erfahren möchte, kann dazu ein Interview nachlesen, das Katia Dunn 2004 anlässlich des Third Coast Audio Festival (Chicago) mit ihm geführt hat. In dessen Audio-Archiv gibt es übrigens auch eine komplette APS.

    Häppchenweise lassen sich aber, wie einleitend geschrieben, auch einige Highlights auf den Audible Picture Show-Seiten abhören. Klar: Kein Ersatz für Hulse live - aber vielleicht appetitanregend genug, um ihn mal einzuladen.
    Und als kleine auditive Erfrischung, der guten Tradition dieses Log.Buchs entsprechend, doch sicher ein netter Einstieg in die Woche...

    Von miss.gunst am 22.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    21.05.06

    Solar Radio Station

    srst_ksw.gifVon den Video-Festivals aus aktuellem Anlass ein kleiner Sprung hinüber in den Radius einschlägiger Audio-Aktivitäten.
    Planetenklänge haben sich ja schon häufiger im Radar dieses Log.Buchs verfangen - logisch, dass sich das Medium von einem Projekt magnetisch angezogen fühlen muss, das "Solar Radio Station" heisst.

    Zu sehen ist die gleichnamige Installation seit vorgestern im Rahmen einer Ausstellung im Hartware Medienkunstverein in Dortmund - und im weitesten Sinne gehört sie zum dort aktuell verfolgten Schwerpunkt zu Kunst aus Litauen, Estland und Lettland, auf den neulich schon anlässlich des Elektronik Baltikum-Festivals verwiesen wurde (siehe: diverses in dortmund).

    srst_g.gifDie Solar Radio Station an sich ist aber mehr als das. Denn sie gehört zur Radio-Astronomie, die Honor Hager und Adam Hyde von der neuseeländischen Künstlergruppe radioqualia seit einiger Zeit verfolgen. In diesem Fall haben sie sich mit weiteren langjährigen Kunst- und NetzradiospezialistInnen, nämlich Raitis Smits, Rasa Smite, Martins Ratniks und Davis Bojars vom lettischen Medienkunstzentrum RIXC in Riga zusammengetan. Das wiederum das weltweit grösste Radioteleskop VIRAC in Irbene (ebenfalls Lettland) für kulturelle Aktivitäten erschlossen hat - so dass es nun eben "als" bzw. für die "Solar Radio Station" genutzt werden kann.

    Eine ausführliche Projektbeschreibung mit Bildern von der Basis und Funktionsschema gibt es auf den Seiten von RIXC - und dort kann man sich sogar in die Audio-Aussendungen aus Irbene und aus Dortmund einschalten.

    Letzteres wiederum könnte sich insbesondere heute (21.05.06) abend zwischen 19.00 Uhr und 21.00 Uhr empfehlen. Dann nämlich werden die Sound-Artisten von Clausthome die Installation live bespielen bzw. die Sonnenradioklänge musikalisch weiterverarbeiten.

    Ob man davon in den Audiostreams etwas mitbekommt, weiss das Medium leider nicht zu versichern. Falls nicht, kann man sich ersatzweise ein wenig an den Audio/Video-Clips erfreuen, die auf den Clausthome-Seiten zu sehen resp. zu hören sind (per Klick auf die Bildchen rechts zu aktivieren).

    Und ansonsten wird sowohl auf radioqualia als auf RIXC wird gelegentlich ausführlicher zurück zu kommen sein - bei beiden gibt es nämlich noch einige andere Projekte, die sich schon vor längerer Zeit im Radar des Mediums verfangen haben. Aber dazu dann ein andermal mehr.

    [Bildchen: VIRAC via HMKV - so, wie es dann auf dem Schirm des Mediums angekommen ist.]

    Von miss.gunst am 21.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    20.05.06

    Von Festival zu Festival (EMAF, videoex)

    vex_ksw.gifNicht von Disco zu Disco (um den schönen Klassiker von Whirlpool Productions zu zitieren), sondern von Festival zu Festival. Es ist Saison, selbst wenn uns Cannes hier nicht weiter kümmern muss.
    Während eigentlich erst mal in Ruhe der vom EMAF mitgebrachte Kulturbeutel ausgepackt werden will, hat in Zürich schon das diesjährige videoex begonnen.

    Und Letzteres zieht, wie schon vergangenes Jahr, das Interesse des Mediums ebenfalls magnetisch an. Fragt sich also, ob sich das eine nicht irgendwie mit dem anderen verbinden liesse?

    Lässt es sich natürlich. Denn beides sind Programmfestivals, die dem hier bevorzugt beäugten Bereich des Experimentalvilms zugeneigt sind - und dementsprechend gab bzw. gibt es auch eine gewisse Schnittmenge an Bändern und Filmen, die auf dem einen zu sehen waren und nun auf dem anderen zu sehen sind. Sowie natürlich einander wunderschön ergänzende Perspektiven.

    vex_g1.gifAuf die Schnelle gilt es aber erst einmal, da ja eh schon mit einer gewissen Verspätung einsetzend, ein Sichtungstipps für's videoex auszuteilen.
    Für den heutigen Samstag (20.05.06) wäre das ganz klar - wenngleich ein wenig off topic, Log.Buch-seitig betrachtet - allen voran das um 18.30 Uhr laufende Retrospektiv-Programm mit den schlicht und einfach grossartigen Kurzfilmen von Agnès Varda. [Da das Medium gerade kürzlich erst bei anderer Gelegenheit ein Wiedersehen u.a. mit dem Fotofilm "Salut les Cubains" hatte feiern dürfen, kann es versichern: Allein der ist es wert!]

    Und im Anschluss kann man dann gleich für das 20.30 Uhr-Programm sitzenbleiben, das unter dem erst mal eher unverdächtig erscheinenden Titel "City Focus Paris" gleich eine ganze Palette extrem leckerer Kunstvilme kredenzt:
    Mit "Conical Intersect"* von Gordon Matta-Clark [* Anker führt zu einer Foto-Arbeit, die wie der Vilm 1975 vor Ort entstanden ist], "Défense d’afficher" (1959) von Hy Hirsh [seltene Gelegenheit!], "Eyewash" (1958) von Robert Breer, "The Dead" (1960) von Stan Brakhage [wohin da der Pariser Ausflug führt, kann man sich denken - Brakhage selbst kommentierte: "The action of making THE DEAD kept me alive."], "Bagatelle for Willard Maas" von Marie Menken [Grande Dame des Underground Cinema] sowie "Montparnasse" (1929) von Eugène Deslaw.

    "Long liveth bzw. Vive Light Cone!", kann man da nur sagen resp. rufen. Und hingehen.

    Von miss.gunst am 20.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    19.05.06

    Echte Treue (EMAF)

    fbglow_ksw.gifUm gleich an den gestrigen Beitrag anzuknüpfen: Treuepunkte kann man natürlich auch sammeln, während bzw. obwohl man seinen LeserInnen untreu wird.
    Auf der EMAF hatte das Medium nämlich an ganz unvorhergesehener Stelle die Möglichkeit, ein "Hopp Schwyz!"-Fähnlein zu schwenken.

    Unvorhersehbar schon deshalb, weil sich die Fussballleidenschaft eingestandener Massen in äusserst eng bemessenen Grenzen hält. Dann wurde Sonntag Abend im allseits beliebten, weil als "Best of"-Pralinenschachtel formatierten Abschlussprogramm des Festivals ein Vilmchen gezeigt, das nicht von ungefähr schon 2005 bei den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur den Preis für den besten Schweizer Kurzfilm abgeräumt hat:

    fbglow_g.gifWir sind dir treu von Michael Koch. Kann übrigens sogar - ebenso wie sein Regisseur - einen eigenen Eintrag in der Wikipedia vorweisen.

    Genau, das ist die Doku über die Fankurve des FC Basel - genauer gesagt: Des unermüdlichen Einsatzes, den der Chefanstimmer während eines Spiels zu fahren hat. Blick aufs Feld, zurück auf den Fanchor, der auf den Einsatz wartet, und wieder zum Feld. Und sich dabei ordentlich heiser brüllen.

    Was man am vergangenen Samstag, als der Film zum ersten Mal im EMAF-Programm lief, im fernen Osnabrück nicht ahnen konnte: Ziemlich zeitnah ging es im Basler Fussballstadion weit weniger durchchoreographiert zu. Ausführliche Berichte lassen sich auf der Heimseite des FC Basel nachlesen.

    Kurzum: Echte Treuepunkte waren an dem Abend wohl wirklich eher beim Filmschauen zu sammeln. Das Medium weiss schon, warum es seinesgleichen den Vorzug gibt...

    [Bildchen: Haben wie so oft mehr mit den Imaginationen des Mediums zur Sache denn mit dem im Eintrag angesprochenen Vilm zu schaffen. Ein sprechendes Standbildchen aus letzterem hat es hingegen hier beim Kurzfilmverleih.]

    Von miss.gunst am 19.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    18.05.06

    Blogsitting

    blgsn_ksw.gifKleinere oder grössere Exkursionen, die der Füllung des Kulturbeutels dienen, sind immer eine feine Sache. Und da man diesen früher oder später wieder auspackt, meist auch dem Log.Buch zuträglich. Andererseits können sie letzterem eben auch schmerzlich klaffende Lücken eintragen.
    Doch für alle, die wie das Medium live lieber bei den Dingen als bei den Tasten sind, gibt es jetzt eine wunderbare Alternative:
    Das Blogsitter-Netz.

    Are you a blogger? Do you face some no-internet-days, holidays or something else that keeps you from updating your precious blog? And you know that a blog without daily updates dies very fast? Don't worry any longer!

    blgsn_g.gifDie Einrichtung, die uns diese wunderbare Lösung für ein nachgerade klassisches BloggerInnen-Problem verspricht - "WORLD[']S FIRST BLOGSITTING AGENCY" [ja, hier hätte es das ansonsten inflationär missbrauchte Possesiv-Apoströphchen ausnahmsweise mal gebraucht] - ist ein noch vergleichsweise junges Unternehmen, für das Florian Dusch, Student an der Stuttgarter Merzakademie, verantwortlich zeichnet.

    Ob er sich dabei wohl von Diskussionen hat inspirieren lassen, wie sie vergangenes Jahr aufgrund einschlägiger Gesetzesurteile in der deutschen Bloggerszene geführt wurden (siehe einen sprechenden Eintrag bei Thomas Gigold)?

    Das Medium stiess auf das Blogsitter.net jedenfalls an denkbar passender Stelle, als ihm nämlich vor ein paar Tagen auf dem EMAF so langsam aber sicher die Zeit zum Nebenbeinochbloggen abhanden kam.

    Nunja, für diesmal wäre die Registrierung wohl zu spät gekommen - aber das war nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die letzte Exkursion war... Sendepausen, so wissen wir jedenfalls jetzt, müssen künftig weder angekündigt werden noch wirklich sein.

    Allerdings würde das auch bedeuten, dass der Stoff für entsprechende Einträge dünn wird. Und müssen nun erst mal mit uns selber würfeln, ob das wirklich wünschenswert ist.

    Von miss.gunst am 18.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    14.05.06

    radioeinzueins ruft

    r11_ksw.gifZur Abwechslung mal wieder ein Aufruf, der weitergegeben werden will.
    In diesem Fall kommt er von Radio 1:1, einem in Berlin situierten Kulturradio-Projekt, das man während der diesjährigen Transmediale-Tage auch schon in den "open ateliers" im Tesla kennenlernen konnte.

    Wen speziell in diesem Sommer, mit Blick auf Deutschland, angesichts des Zahlenverhältnisse zitierenden Namens eine böse Ahnung beschleichen sollte: Richtig geraten. Ein Besuch auf der Heimseite von Radio 1:1 bestätigt, dass das Ganze irgendwie mit der Fussball-WM zu tun hat.

    Was eigentlich ein Grund sein könnte, weiters betreten darüber zu schweigen: Die nun auch noch? An Sportübertragungen mangelt es diesen Sommer nun sicher wirklich nicht.
    Aber das wäre dann doch etwas voreilig. Wenn man sich das Konzept etwas genauer anschaut, heisst es da nämlich:

    Im Fußballweltmeisterschaftsjahr 2006 richtet sich eine massive mediale Aufmerksamkeit auf die Stadt Berlin und ihr reiches kulturelles Angebot. In dieser Zeit der Dominanz des Sports bietet das Radio 1:1 den Kulturproduzenten das Internet und das Radio als Erweiterung ihrer Veranstaltungsorte an: das Sportgroßereignis wird um einen anderen Kulturraum erweitert. Das mediale Format der Direktübertragung wird übernommen – und der Sport durch kulturelle Inhalte ersetzt.

    Wobei selbst das denkbar fussballfeindselig gesonnene Medium hier bemerken muss: Sport(inzenierungen) und dessen/deren Konsum sind, ob man's mag oder nicht, schon auch so etwas wie ein Teil der menschlichen Kultur. Aber wie auch immer.

    r11_g.gifNachfolgend nun in ganzer Pracht besagter Aufruf, weil er seltsamerweise auf den Webseiten von Radio 1:1 nicht zu finden ist:

    Reachout Reuse Rebroadcast Recycle: Einladung zur Einschickung freier Sendebeiträge 92.5 Mhz FM Berlin, June+July 2006, radioeinszueins.de

    Produzieren Sie eine Sendung für ein imaginäres Radio, einen Ausschnitt aus einem Kanal, der so noch nicht existiert, aber in seinen Bestandteilen schon vorhanden ist oder war. Vorstellbar wären: Reportage, Interview, Werkschau, Soundscape, Feature, Hörspiel, Lesung, Label-Vorstellung, auch Veranstaltungs-Mitschnitt. Gesucht ist eine Radio-Show mit einem unterscheidbaren Klangkonzept. Nicht bloss ein DJ-Mix, sondern ein akustisches Fenster in eine eigene Welt, beispielsweise ein Mixtape welches ein durchaus spezielles Genre genau charakterisiert: French House 1996, Italo-Western-Soundtracks, eine Symphonie aus Baumschinenlärm.

    Garantiert ist: Sie erreichen ein ungewöhnliches Publikum während der
    Fussballweltmeisterschaft - per UKW in Berlin und per Stream netzweit.
    Ihre Sendung kann ausserdem in den nichtkommerziellen Programmaustausch mit anderen freien Kulturradiostationen aufgenommen werden. (radia.fm, radioswap.org, prx.org, freie-radios.net). Bitte markieren Sie wenn eine solche Syndication erwünscht ist, im ID3-Kommentarfeld (Syndication Ja/Nein), bzw. ob Sie einer Creative-Commons Lizenz zustimmen (Copyright).

    TecSpecs:
    - Dateiformat: 256kbits/mp3
    - ID3v2 Tag ausfüllen und das Description-Feld benutzen
    - Emailadresse unter "Url" eintragen.

    Möglichst zur Datenübertragung www.f-forge.com/ oder www.mooload.com/ benutzen und die Url an radioeinszueins.shows@gmail.com schicken
    - Länge ca. 55min
    - Gerne mit An- und Absage, Gerne gemastered auf 0db.
    - Bitte keine CDs schicken

    Für Audio-Editing und mp3-encoding empfehlen wir Audacity:
    http://audacity.sourceforge.net/download/
    http://audacity.sourceforge.net/help/faq?s=install&item=lame-mp3

    Frequently asked Questions zu radioeinszueins:
    FAQ als pdf

    Einsendeschluss: 23.Mai 2006

    radioeinszueins.de präsentiert ein neuartiges Kulturradioformat im Sommer 2006 auf UKW 95.2 Mhz in Berlin und im Web. Als Weiterentwicklung von reboot.fm und klubradio.de entsteht ein automatisiertes Dokuradio aus Aufzeichnungen von Konzerten, Parties, Lesungen, Vorträ¤gen und Diskussionen.
    Unter Mitwirkung der Hörer produziert radioeinszueins einen akustischen Raum für ein breites Spektrum aktueller Berliner Kulturproduktion.

    Kontakt: radioeinszueins.shows@gmail.com
    www.radioeinszueins.de
    Radio 1:1 ist ein Projekt der Klubradio GmbH und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

    Abschliessend noch zwei bescheidene Anmerkungen vom Medium:
    Was der in einem allgemeinen Aufruf vielleicht etwas seltsame Passus mit dem automatisierten Dokuradio meint, kann man etwas genauer im Konzept nachlesen. Ob das so funktionieren kann und vor allem anderen, ob etwas erträglich Hörbares dabei heraus kommt? Nunja, der obenstehende Aufruf kann ja möglicherweise dazu beitragen, die armen BerlinerInnen diesen Sommer vor verbrasselten Murmelloops, die von einem Veranstaltungsort zum anderen schwingen, zu bewahren.
    Anmerkung zwei muss, bei allen Sympathien für reboot.fm, leider auch sein - das Medium kann sich einfach nicht zurückhalten, folgenden Passus aus der Hauptseite der Klubradio GmbH zu zitieren. Ganz zu oberst steht da nämlich:

    Medien und IT Dienstleistungen für die Unterhaltungsindustrie: It´s got to be sexy! Die jungen Zielgruppen der Musik- und Filmindustrie erfordern den Einsatz von audiovisuellen Medien und verschlüsselter Mediendistribution im Internet. Mit unser langjährigen Erfahrung im Bereich Film, Streaming Media und Hosting Infrastruktur erabeiten wir für unsere Kunden maßgeschneiderte, kosteneffiziente Lösungen und bilden die Schnittstelle zwischen dem Kunden, Management, beteiligten Agenturen und Rechenzentren.

    Ehrlich: So richtig sexy finden wir das grad nicht, zumal mit Blick auf den obenstehenden freundlichen Aufruf des Subprojekts, schön zu produzieren, einzusenden, und bitte nach Möglichkeit CC zu lizensieren.

    Von miss.gunst am 14.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    13.05.06

    Zeichenmaschinen ff. (f18)

    zr_ksw.gifA propos Zeichenmaschinen. Die etwas ausführlicheren kunst- und computergraphikgeschichtlichen Gründeleien im bzw. für den Zettelkasten wird es zwar eher mal bei einer späteren Gelegenheit geben.
    Aber historisch (und teils auch geographisch) näher Liegendes kann dann doch noch auf die Schnelle nachgereicht werden.

    So lange ist es schliesslich nicht her, dass Playground Robotics durch verschiedene Schweizer Städte zog - und im Kunstmuseum Solothurn war damals, von Spätsommer bis Herbst 2004, die zugehörige Ausstellung "Wenn Roboter zeichnen" zu sehen.

    zr_g.gifWas man schon auf den Museums-Archivseiten in vollem Glanz bewundern kann, ist einer der beiden Zeichenroboter (Jahrgang 1998), die Lars Vaupel von f18 Institut in Hamburg beigesteuert hatte.

    Zwei sehr talentierte Gesellen, wie man schon auf den wenigen kleinen Bildchen sehen kann. Dessins automatiques vom Feinsten.
    Das Medium will schier vor Neid zerspringen...

    Von miss.gunst am 13.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    12.05.06

    Zeichenmaschinen

    rmg_ksw.gifDa wir gerade bei Exkursionsempfehlungen sind:
    Heute Abend (12.05.06) wird im Kunstverein Wolfsburg eine Ausstellung eröffnet, die sicherlich ebenfalls eine Reise lohnen dürfte.
    Allein schon, weil sie "Der Traum von der Zeichenmaschine" heisst und Arbeiten von Künstlern versammelt, die sich zuteilen diesen Traum durch erfinderischen Eigenbau auch verwirklicht haben.

    Zudem aber doch auch, weil sie einem der Beteiligten auf diese Weise zum (sic:) einhundertsten Geburtstag gratuliert, den er am 10. Juni diesen Jahres dann hoffentlich so gesund und munter als möglich feiern wird: Heinrich Heidersberger.

    Bis vor kurzem war in der Städtischen Galerie Wolfsburg noch eine Schau mit jenen Arbeiten zu sehen, für die Heidersberger allgemein bekannt geworden ist: Seinen Photographien.
    Im Kunstverein geht es dagegen jetzt um ein Gerät, das Heidersberger 1955 konstruierte, um Lichtspuren direkt auf Fotopapier aufzeichnen zu können: Den Rhythmographen.

    Wie er genau funktionierte - und wie er ausschaute - kann man sich vorab bzw. auch unabhängig vom Ausstellungsbesuch auf Heidersbergers Heimseiten genauer ansehen. Und natürlich auch einige der auf diese Weise entstandenen Rhythmographien.
    [Beiseit: In der Randspalte (wegen des Javascripts gibts leider keine eigenen Adressen zu Verankern) sind dem entsprechenden Artikel übrigens auch schöne Bilder zur Rhythmographik allgemein zur Seite gestellt.]

    rmg_gg.gifAuch wenn man heute einfach Computerprogramme anwerfen muss, um schöne Schwingungsbilder zu erzeugen, haben diese eleganten Photogramme ganz sicher nichts von ihrem Reiz verloren. Im Wolfsburger Kunstverein kann man das jetzt sozusagen im direkten Vergleich überprüfen: Neben Jean Tinguely und seinen ratternden Mèta-Matics (eines kann man derzeit übrigens in der Düsseldorfer ZERO-Ausstellung im museum kunst palast in Aktion bewundern) sind in der Schau nämlich auch Herbert W. Franke, Frieder Nake und Georg Nees vertreten.

    Bevor es jetzt zu einem umfassenderen Aufsatz zum Thema ausholt, muss sich das Medium leider auf die Finger hauen, zwischen denen ihm sonst die Zeit davonflutscht. Aber ein andermal sicher noch mehr - schliesslich sind Medien und Zeichenmaschinen sozusagen miteinander verwandt...

  • Die Daten:
    Der Traum von der Zeichenmaschine
    Heinrich Heidersbergers Rhythmogramme und die Computergrafik ihrer Zeit
    Austellung im Kunstverein Wolfsburg
    13.05. bis 25.06.2006
    Eröffnung am 12.05.2006 um 19:00 Uhr
  • [Bildchen: Haben ganz offenkundig wenig bis nichts mit Heidersbergers elegant schwingenden Rhythmogrammen gemein. Und eines der o.e. Computergraphikprogramme war eben auch nicht zur Hand. Da musste das Medium mal wieder selbst Zeichenmaschinchen spielen...]

    Von miss.gunst am 12.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    11.05.06

    diverses in dortmund (strotter, elektronik baltikum)

    eb_ksw.gifZwischendurch ein kleiner Exkursionsvorschlag. Und zwar für einen Ausflug nach Dortmund - allerdings sollte man sich am besten schleunigst auf dem Weg machen.
    Denn heute abend (11.05.06) wird dort kein Geringerer als Strotter Inst. die Turntables malträtieren.
    Und morgen geht es dann mit dem ersten Teil des Festivals Elektronik Baltikum weiter.

    Ersteren muss man mindestens treuen LeserInnen dieses Log.Buchs wohl nicht weiter vorstellen - noch vor dem Nachschlagen im Archiv kann man in Ergänzung zur offiziellen Strotter-Repräsentanz im Web neuerdings auch einen Besuch auf den HOME MADE-Hauptseiten empfehlen, wo es mittlerweile nämlich auch ein kleines Vilm-Porträt (mov) hat, das seinerzeit in Romainmotier entstanden ist.

    eb_g.gifÜber Elektronik Baltikum wiederum informieren ausführlich die appetitlich gestalteten Festivalheimseiten. Wie der Name schon ahnen lässt, geht es um Electronica aus Estland, Lettland und Litauen; an diesem Freitag werden unter anderem aus Estland Galaktlan und Dublicate aus Vilnius, also Lettland aufspielen.
    Und vorher kann man sich dazu passend resp. im Eintrittspreis inkludiert im Künstlerhaus Dortmund noch die Ausstellung "Invazja - Invasion" mit Arbeiten von KünstlerInnen aus Litauen anschauen.

  • Die Daten am Donnerstag:
    Strotter Inst.
    Donnerstag, 11.05.06 um 21:00 Uhr
    im Domizil Dortmund
  • Die Daten am Freitag:
    Elektronik Baltikum (Teil 1)
    Freitag, 12.05.06 um 20:00 Uhr (Ausstellung) bzw. ab 22:00 Uhr (Konzert)
    im Künstlerhaus Dortmund
  • Von miss.gunst am 11.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    10.05.06

    Radia Radio Netzwerk (WRT)

    rad_ksw.gifWeil das Medium dieser Tage leider nur eilig über sein Log.Buch huschen kann, holt es heute zum Ausgleich einen Webradio-Tipp aus seiner virtuellen Botanisiertrommel, der um so nachhaltigeres und vielfältigeres Ohrenfutter verspricht:
    Den Anker zum Radia Radio Netzwerk nämlich.

    Selbiges vereint eine ganze Reihe von gern gehörten freien Radio(initiativen), die einesteils - wie das österreichische Kunstradio oder das Londoner Resonance.fm - hier schon häufiger mal wärmstens empfohlen worden sind. Und die man anderenteils auf diese Weise gleich mal selbst erkunden bzw. aural beschnuppern kann.

    rad_g1.gifBei Radia landen nämlich ausgwählte Sendungen der beteiligten Radios (eine Übersicht bietet die Blogrolle auf der Hauptseite rechts), die sich aus dem Programmangebot bzw. dessen Archiv auswählen und in Form von mp3s zu Gemüte führen lassen.

    Für das gemeinschaftlich geplante Spezialprojekt "Territorien / territories" - "a series of urban and acoustic interventions taking place across Europe" - wurde ein eigenes Schubfach bzw. Sub-Blog angelegt; Sendungen resp. Dokumentationen solcher Interventionen gibt es dort noch nicht, weil das Ganze noch in Vorbereitung ist, immerhin jedoch Beiträge, die das Terrain schon mal ein bisschen sondieren.

    rad_g2.gifAusserdem sollten auf den Spektrum-Seiten Sammlungen mit Materialien zur Radio-Theorie und zur Radio-Kunst, zu Software und zu Hardware entstehen - nunja, da ist noch nicht grad viel, mit Ausnahme einer kleinen Auswahl unsortierter Anker im mutmasslichen Kraut-und-Rüben-Bereich "Links".

    Aber dafür beginnt ja bereits besagtes Programmarchiv mählich zu wachsen - und wenn das nicht reicht, kann man sich zudem ja immer auch noch an die Quellen halten, von denen mehr und mehr über Webstreams verfügen (ja, dazu wird das Medium früher oder später sicher noch den einen oder anderen Eintrag verfassen).

    Wie üblich will das Medium nicht schliessen, ohne noch eine persönliche Empfehlung abzugeben.
    Die wäre bzw. ist in diesem Fall eine Sendung des tschechischen Radios lemurie t.a.z. (wohl frei nach Hakim Bey, in diesem Fall aber anstatt mit 'Temporäre Autonome Zone' mit time autonomous zone zu übersetzen).
    Und zwar - "from the Archives of a Lunatic (Radio Lemurie files)" - eine kleine, halbstündige

    melange of sound files [...] chosen by an imaginary mascot a night creature named Lemorona who browsed through the dusty boxes full of tapes, records and cassettes
    namens Ewigkeit (als mp3 dort direkt abrufbar).

    Wirklich wunderschön - wenngleich, kleine Warnung, vielleicht nicht so arg gut geeignet als Frühstücksradio. Es sei denn, dass man sich dann auch durch den Tag träumen will...

    Von miss.gunst am 10.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    08.05.06

    DIY Radio-Plug-in-Party (mit WRT)

    spf_ksw0.gifZufällig gerade in Berlin? Dann empfiehlt sich für den heutigen Abend (08.05.06.) ein Besuch in der Volksbühne.
    In der Reihe der Manischen Montage im Schwarz / Weissen Foyer stellt sich da nämlich die Superfactory (TM) vor und lädt zu einer Radio-Plug-in-Party ein.

    Worum es dabei geht?
    Kurz im Originalton der Einladung gesagt:

    Als ein Prosumer* werden Sie Ihren eigenen Mini-FM-Sender bauen und an der Radio-Plug-In-Party teilnehmen.
    Bitte bringen Sie Radios/MP3/CD/USB-Stick/Audiocassette/Notebook/GameBoy/MD/etc.
    mit.

    spf_g.gifEtwas ausführlicher und in inglisch lässt sich das Ganze dann noch mal im Konzept des Projekts nachzulesen (hier auch als schönes pdf zum Herunterladen. Im hübschen ASCII-Diagramm anbei kann man Step-by-Step sehen, wie zunächst ein Gewinnspiel gespielt und dann ein Bausatz erworben werden muss, auf dessen Basis dann mit etwas Lötzinn und Geschick ein Sender/Empfängerlein gebastelt wird (anzuschauen als Fotoroman-Anleitung im Bereich "Download", ganz unten).
    Mit dem kann man dann tatsächlich empfangen und senden - und wenn das viele Menschen gleichzeitig tun, ist die Radio-Plug-in-Party perfekt.

    Das mal zu testen kann das Medium wirklich wärmsten Herzens empfehlen, insofern es vergangenen November im Rahmen von interfiction VII auch selbst schon mal freudig basteln durfte (Bildchen dazu/davon gibts u.a. auch im Superfactory-Archiv zu betrachten).

    Da wir gerade dabei sind: Eben weil das Radio-Plug-In-Party-Prosumen damals so viel Spass gemacht hat und die Diskussionen dazu nicht weniger, wird sich interfiction in diesem Jahr sogar ganz auf das Thema prosumer culture (... DIY-produktion in einer arena des konsums) einschwingen. Und wenn das Medium mal in die Hufe kommt, ruft demnächst dort (und sicher auch hier) auch ein entsprechender Call zum Einreichen von Vorschlägen für Beiträge auf...

    * Mit "Prosumer" ist hier natürlich die Definition gemäss Alvin Toffler (in dessen 1980 erschienen Buch "The Third Wave") gemeint, also das zeitgenössische Subjekt, das zugleich konsumiert und produziert et vice versa - also herstellt, was es verbraucht (und sich als Verbraucher gerne zugleich als Produzent fühlen will).

    spf_ksw.gif[Bildchen: Alles schicker Superfactory (TM)-ASCII]

    P.S. Je, beinahe hätte das Medium noch den im Titel versprochenen Webradio-Tipp vergessen. Der gilt in diesem Fall nur extrem temporär, nämlich im Ein-Klang mit der annoncierten Abendveranstaltung heute (08.05.06) ab 21:00 Uhr. Und zwar als MP3-Audio-Livestream unter der Adresse: www.superfactory.biz:8000/listen.pls

    Von miss.gunst am 08.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    07.05.06

    Noch mehr Neuhaus

    mnh_ksw.gifAnlässlich des gestrigen Eintrags zum "Time Piece Beacon" ist das Medium nun noch mal selbst ein bisschen auf Max Neuhaus' Heimseiten lustwandeln gegangen.

    Für diejenigen, die dem entsprechenden Anker gestern noch nicht gefolgt sind - aber auch einfach als Eintrag in den Zettelkasten, weil es eine ganze Reihe von Verknüpfungen zu Themen gibt, die im Rahmen von HOME MADE ganz besonders interessieren, also ein paar ausgewählte Verweise.

    Da wären beispielsweise, quasi als Nachtrag zum allerersten Eintrag zu Neuhaus (vom 24.09.05), bei dem es um das "RadioNet" (1977) ging, in der Sektion "Audio und Video" zum Anhören ein jüngeres Interview (aus 2005) und, besonderer Leckerbissen, ein Video zum Entstehungshintergrund (aus 1977). Sowie dazu noch verschiedene Audio-Stücke und ein einen Text mit weiteren Reflexionen.
    [Alle diese Zuckerl öffnen bei Neuhaus seitenintern im Hauptrahmen, weshalb hier auf direkte Anker verzichtet werden muss - aber die Seiten sind lobenswert übersichtlich gestaltet, wer finden will, muss also nicht lang suchen...]

    mnh_g.gifWeiters hat es dann noch für diejenigen, die sich für das Umfeld des "Time Piece Beacon" interessieren, Zeichnungen und einen kleinen Clip zu Neuhaus für den gleichnamigen Platz geschaffenen "Time Square", die im Bereich "Sound Works" über die Liste der permanenten Installationen zugänglich sind.

    Und FreundInnen der Klanggärtnerei seien noch auf Neuhaus' ab den 1980er Jahren verfolgtes Konzept der "Aural Gardens" hingewiesen, zu dem es anschauliches Material im Bereich "Open Forms" sowie selbstredend auch realisierte "Sound Works" hat.

    Undundund. Ja, und mindestens eine weitere aktuellere Arbeit gibt es natürlich noch, die im Radius von HOME MADE eigentlich ganz besonders interessieren muss. Nicht schwer zu erraten, worum es sich da handelt. Aaaaber die soll in den nächsten Tagen dann doch noch mal einen Extra-Eintrag im Zettelkasten bekommen.

    Von miss.gunst am 07.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    06.05.06

    Zeitstück als Raumklang (Neuhaus)

    mntpm_ksw.gifSollte demnächst mal wieder ein Ausflug nach New York anstehen? Allzu spontan geht das ja nun leider nicht mehr. Anyway: Zu den zahlreichen guten Gründen, die einen allen Unbillen und allem Unbehagen zum Trotz dennoch immer wieder über den Teich locken können, ist schon wieder ein weiterer hinzugekommen.
    Seit heute nämlich nennt die Dia Art Foundation eine neue Raumklang-Arbeit von Max Neuhaus ihr eigen.

    Nach allem, was darüber zu hören bzw. zu lesen ist, würde das Medium jedenfalls liebend gern so bald wie wie möglich einen Abstecher ins Hudson Valley zur 2003 eröffneten Dia-Filiale in Beacon machen - die natürlich auch sowieso immer einen Besuch wert ist, insofern sich dort mittlerweile ein bedeutender Teil der Sammlungsbestände und mithin fuderweise Inkunabeln der Kunst der 1970er Jahre finden.

    Mit Max Neuhaus' Time Peace Beacon (2005) dürfte nun aber eine aktuelle Arbeit hinzugekommen sein, die einerseits perfekt an die Sammlung anschliesst und sie andererseits vielleicht auf ihre Weise auch erschliessen kann. Sozusagen übers Ohr - beziehungsweise über das Zeit-Raum-Erlebnis, das durch Klang entstehen kann.

    mntpim_g.gifWie der Presseinformation zu entnehmen ist, hat Neuhaus für sein Time Piece die historische Tradition der Zeitanzeige durch Klang - sei es nun ein Glockenschlag, ein Radio-Pausenzeichen oder ein Gong - zum Ausgangspunkt genommen und umgekehrt. Sein Klangsignal vernimmt man genau in dem Moment, in dem es verstummt:

    "Initially inaudible, the sound will gradually emerge from the ambient noise in the museum environment and will suddenly stop. Its 'signal' will be the silence left after its abrupt ending. In marking the hour with the cessation of sound, Time Piece Beacon creates a moment of stillness."

    Das möchte man doch gerne selbst erleben. Und am besten möglichst bald. Aus der Ferne bleibt erstmal jedoch nur der schwache Augentrost, sich immerhin über die Zeichnung, die Neuhaus zu der Arbeit angefertigt hat, eine anschauliche Vorstellung vom Klangerlebnis machen zu können.

    Und ansonsten vielleicht ein wenig in den recht reich bestückten Heimseiten des Klangkünstlers zu schwelgen - die das Medium, wie es an dieser zart errötend eingesehen muss, bei seinem letzten Eintrag zu Neuhaus in schnödester Nachlässigkeit zu verankern verabsäumt hat.

    [Bildchen: Hat selbstredend nichts direkt mit dem Time Piece zu schaffen, sondern stellt lediglich den denkbar unbeholfenen Versuch des Mediums dar, sich sozusagen das Gefühl vorzustellen, das die plötzliche Abwesenheit eines Tons hinterlässt, den man zuvor aufgrund des Ambient Noise nicht wirklich wahrgenommen hat. Die eingebildete Ahnung einer akustischen Vergangenheit. Sie müsste eigentlich trichterförmig sein. Oder?]

    Von miss.gunst am 06.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    05.05.06

    SBAW (SBAW)

    sbaw_ksw.gifHimmel, da war doch noch was. Weil sowieso nicht zur bestimmten Zeit am bestimmten Ort, wäre es dem Medium jetzt beinahe durch die Lappen gegangen:
    Heute gibt es ja auch noch die Swiss Blog Awards 2006 in Biel!

    Was sich allein schon insofern auch aus der Ferne und für Ferne zu vermelden lohnt, da das Ganze vor Ort von Live-BloggerInnen begleitet werden soll - und sich mit dem Dorftrottel mindestens einer bereits gefunden hat, der entsprechend aktiv loslegt.
    Im blog.ch-Blog sind aktuell schon die ersten Einträge nachzulesen.

    sbaw_gf.gifNun kann man von Awards im allgemeinen nicht so viel halten - und speziell diesem ist im Vorfeld auch schon einige Kritik entgegengeweht. Ob die berechtigt ist oder nicht, lässt sich sicher diskutieren. Unübersehrbar sollte aber auch sein, dass sich die OrganisatorInnen einige Mühe gegeben und ins Programm (siehe auch das schöne Heftchen) entsprechend Zeit und Energie gesteckt haben.

    Insofern winkt das Medium einen Gruss nach Biel/Bienne und wünscht nicht nur gutes Gelingen, sondern auch weiter Spass an der Freude.
    Und seinem geheimen FavoritInnen natürlich, bepreist und beglückt zu werden.

    Seinerseits freut es sich dann darauf, demnächst gemütlich die dann wahrscheinlich schon etwas abgehangennen Live-Berichte nachschmökern zu können. Und ansonsten auch ab und an weiters in seiner LogBuch-internen SBAW-Serie fortzufahren.

    Von miss.gunst am 05.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    DIY distribution (m4music)

    m4m_ksw.gifWenn auf einer Veranstaltung DIY draufsteht und es ausserdem um eines der einschlägigen Tätigkeitsfelder geht, die in diesem LogBuch verhandelt werden, dann liegt es natürlich nahe, einen kleinen Hinweis loszuwerden.
    So auch in diesem Fall.

    Gestern hat in Zürich m4music begonnen, die vom grossen M (oder genauer gesagt: eben jener Kulturprozent-Abteilung, mit welcher das Medium über HOME MADE auch eine gewisse telepathische Verbindung hat) ausgerichtete Musikfestival.

    Wie in jedem Jahr hat es neben dem abend- und nächtlichen Konzertprogramm an den Nachmittagen auch eine Konferenz, die heuer das von David Bowies gleichnamigem Lied bzw. dessen klangvoll angestotterten Refrain entlehnte Motto "ch-ch-ch-ch-changes" trägt (minus einem aus welchen Gründen auch immer unterschlagenen "ch").

    m4m06_g.gifUnd im Rahmen eben dieser Konferenz findet just heute ein Panel statt, über dem gleich vielversprechend "Do It Youerself" steht. Natürlich geht es nicht um irgendetwas selbst zu machendes wie Marmelade, sondern um Musik, genauer gesagt um deren Promotion und Distribution in einem Bereich, den man im weitesten Sinne als "independent", zu gut deutsch: unabhängig abstecken könnte
    [dass man, wenn man etwas von anderen Menschen möchte, selten so ganz unabhängig von allem und jedem sein dürfte, diskutieren wir jetzt mal nicht näher aus]:

    Label, Vertrieb, Booking oder Musikverlag – immer mehr Independent-Häuser krallen sich diese Geschäftsbereiche, wie umgekehrt viele Künstler diese Aufgabenbereiche zunehmend selber übernehmen. Doch wie bringt man einen solchen Apparat zum Laufen? Wo liegen die Vorteile dieser Art zu arbeiten? Und wo die Nachteile und Grenzen, personell wie finanziell? Ein Erfahrungsaustausch und eine Diskussion darüber, inwiefern es Sinn macht, autonom und 'independent' zu arbeiten.

    Nun, abgesehen davon, dass dem Medium der erste Satz dieses Abschnitts nicht ganz einleuchten will (wofür sollten Independent-Häuser im Musikbereich gut sein wenn nicht als Label für Vertrieb und, wenngleich nicht unbedingt ganz inhouse, Booking - und wenn sie ein Label sind, sind sie dann nicht eh auch ein Musikverlag?), abgesehen davon ist die unmittelbar anschliessende Frage ("Dch wie bringt man einen solchen Apparat zum Laufen?") natürlich eine, die Einige bewegen dürfte.

    Wer sich also nicht mit der schnellen und - je nachdem, wo man so hin will - womöglich nicht ganz falschen Antwort: 'Das mach ich über mein Blog. Und nebenbei fluppt es sowieso über mein Netzlabel' zufrieden geben will, sollte sich vielleicht tatsächlich heute (05.05.06) um 15:00 Uhr ins Moods im Schiffbau begeben.
    Und mal hören, was Leo Niessner und die ihn begleitende Diskussions-Band (Gelgia Caduff, Helmut Fest, Oliver Jmfeld und, hui, Tim Renner) zum Thema zu sagen haben.

    Nun, und wenn man dann schon mal dort ist, mag man möglicherweise auch gleich noch zum nächsten Panel bleiben, wo es ab 16:15 Uhr unter dem Motto "Save File As..." um das leider wohl unvermeidliche Thema Musikindustrie vs. Filesharer und Schwarzbrenner geht. Und -Innen natürlich.

    Von miss.gunst am 05.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    03.05.06

    DEGEM zum mithören (WRT)

    dgwr_ksw.gifNachdem die Sache mit der Revolution vorerst erledigt scheint (scheint, wohlgemerkt), können wir uns ja wieder dem Radio zuwenden.
    Anlässlich der Ankündigung zur LAC2006 erinnerte sich das Medium nämlich schlagartig eines Senders, der eigentlich schon lange mal vorgestellt werden sollte.
    Und natürlich geht es dabei auch um einen Webradio-Tipp.

    Am ZKM Karlsruhe, genauer gesagt: am ebendort angesiedelten Institut für Musik und Akustik wird nämlich seit dem vergangenen Sommer ebenfalls ein Webradio betrieben - das DEGEM Webr@adio.

    Während die DEGEM selbst, also die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik e.V. sich ansonsten bis heute eher wenig aus den Potentialen des WWW-weiten Gewebes macht und tatsächlich nur auf einer einzigen, in schlichtem Code gehaltenen Seite über sich informiert, hat ihr akustisches Sprachrohr einiges mehr zu bieten.

    dgwr_g.gifNämlich tatsächlich ein richtiges kleines Radio mit wechselndem Programm. Davon, dass das Programmschema erst mal als schnöde Buchstabentabelle daherkommt, darf man sich nicht schrecken lassen. Ein Druck auf die vier virtuellen Tasten (A, B, C, D) der abgebildeten Antiquität aus analogen Funkzeiten offenbart nämlich, was sich hinter den jeweiligen Feldern an Inhalten verbirgt.

    Heute (03.05.06) Vormittag sind beispielsweise ein Studiobericht aus dem STEIM Amsterdam von Florian Grote und im Anschluss ein Vortrag von der in diesem Log.Buch aus gutem Grund schon häufiger erwähnten Audiohyperspace-Macherin Sabine Breitsameter dran.
    Alles aus der Konserve - aber mit Sicherheit eine mehr als gute Alternative zu so manchem, was lokal erreichbare Sender um diese Zeit zu bieten haben.

    Ach ja, das Wichtigste sollte man natürlich auch nicht unerwähnt lassen: Auf Empfang lässt sich gehen, indem man eine der Adressen wählt, die auf der Seite "Radio" angeboten werden.
    Ein frohes Ohr wünscht: Das Medium...

    Von miss.gunst am 03.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    02.05.06

    revolution! (zuhause, während der digitalen)

    zwdr_ksw.gifGut, bleiben wir doch noch einen Tag beim Thema Aufrufe zum Aufbruch. Diesmal gibts aber nicht was zum Mitsingen, sondern zum Gucken.
    Dafür ist es dann aber auch ein bisschen lustiger. Versprochen.

    Fängt schon damit an, dass hier eben nicht auf die Strasse gegangen und mitgejubelt wird, obwohl die Revolution nicht herbeigesungen werden will, sondern sozusagen schon draussen tobt.
    Die sogenannte digitale Revolution nämlich. Wann war das doch gleich? Irgendwann Anfang der Neunziger? Oder sogar noch ein wenig früher?

    zwdr_g1.gifEgal. Denn Wolfgang Buechs hat sich eben sowieso anders entschieden und ist daheim geblieben. Jedenfalls hat er seine Webseite so genannt: zuhause während der digitalen revolution.
    Was natürlich noch nicht unbedingt auf Teilnahmeverweigerung schliessen lassen muss. Denn einer der revolutionären Aspekte an den technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre ist ja nun gerade, dass man Einiges mit erheblicher Reichweite unternehmen kann, ohne sich auch nur einen Millimeter vom heimischen Schreibtisch wegzubewegen. Gesetzt den Fall, dass auf oder unter dem ein Rechner steht und man eine entsprechende Netzanbindung hat.

    Derlei befähigt nun also einerseits Buechs, der nämlich Graphiker ist und - wenn er nicht gerade Druckwerken zu einem ansprechenden Erscheinungsbild verhilft bzw. Bücher illustriert - kleine, feine Bildgeschichten zeichnet, Letztere www-weit zu publizieren. Und andererseits uns wiederum, dessen teilhaftig zu werden.

    Die Bildgeschichten findet man auf seinen Seiten unter abc gelistet - und wer wissen möchte, was die seltsamen Zahlen hinter den Titeln bedeuten, kann das sowie eine allgemeine Gebrauchsanweisung auf der info-Seite nachlesen.
    [Für Faule und Sowiesoschlaue, die darauf verzichten wollen, vielleicht ein dezenter Hinweis: Nein, es handelt sich nicht um Versionsnummern, sondern um die Anzahl der Bilder und Verzweigungen einer Geschichte.]

    Womit die geneigten LeserInnen dieses Logs an eine denkbar nette Netznachbarschaft verwiesen wären. Und - traditionsgemäss - mit mindestens einem lachenden Auge (das andere darf noch ein bisschen schlafen) in die Arbeitswoche geschickt.

    zwdr_g2.gifNoch eine Empfehlung gefällig? Aber gern: Da das Medium erstens ein gewisses Faible für weitläufige Verzweigungen hat und sich auf diesem Wege zweitens auch ein Anker zurück ins eigene Archiv werfen lässt - warum nicht gleich von einem veritablen acidelephanten am Rüssel herumführen lassen.
    Oder war es doch umgekehrt? Nach 194 Bildern plus einer Abzweigung ist man sich da vielleicht nicht mehr so sicher...

    [Bildchen: Sieht man ja, was es ist. Aber: Aufmerksamkeit bitte auf den Ausschnitt u.l. Wenn eine Geschichte den für sich schon genialen Titel "fieses kleines teelicht" trägt, darf man sie dann verpassen? Eben: eben nicht.]

    Von miss.gunst am 02.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    01.05.06

    selbst (mit)singen

    li_ksw.gifHymnen mitsingen üben soll zurzeit wieder angesagt sein. Während sich die Spieler der Fussball-Nationalmannschaften für die WM warmlaufen, trainieren die Couchpotatoe-Sportler daheim für den heiss ersehnten Ernstfall.
    Nun: Das Medium gibt gerne zu, dass ihm persönlich Leibesübungen nur dann Spass machen, wenn der eigene Leib beteiligt ist. Für Fussball interessiert es sich allenfalls in der sehr vermittelten Form von Bauten, die nach ihm benannten Molekülstrukturen gebildet sind.

    li_g1.gifHymnen hingegen - die können durchaus etwas haben. So etwas Erhabenes und Erhebendes, was wahrscheinlich daran liegt, dass dann so viele gleichzeitig schwingen. Natürlich nicht gerade so zart wie bei Rilke ("... doch alles, was uns anrührt, Dich und mich,/ nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,/ der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. / Auf welches Instrument sind wir gespannt? ..."). Aber die Gleichzeitigkeit macht es wahrscheinlich aus.

    Allerdings muss es ja nicht immer eine Nationalhymne sein. Schliesslich gibt es sogar Lieder, die wortwörtlich um die Welt gegangen sind und bei denen folglich, potentiell, noch mehr Menschen mitsingen können.

    li_g2.gifNein, das Medium denkt da nicht an die Hitparaden stürmendes klingeltonkompatibles Gequieke unbotmässig verniedlichter Grossechsen. Sondern vielleicht eher an etwas Historisches.

    Ein Franzose hat das Lied komponiert, ein Belgier den Text dazu gedichtet. Dann wurde es in unzählige Sprachen übersetzt - und tatsächlich war es auch mehrere Jahrzehnte eine Nationalhymne.

    li_g3.gifWer nun - was die Gattung nachgerade nahe legt - die Erkennungsmelodie nicht nur unter der Dusche trällern möchte und zu diesem Behufe nochmal nachschlagen will, wie es geht (schwingt einfach besser, wenn mehr Menschen den Ton treffen und den Text kennen, oder?) oder einfach noch ein bisschen Ratehilfe braucht beim hausgemachten Rätsel des Tages, wird wie so oft in der Wikipedia weiterführende Informationen finden.
    Und dann dürfte dem Mitsingen, um ein bisschen Sportsgeist an den Tag zu legen, nichts mehr im Wege stehen...

    Von miss.gunst am 01.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)