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20.05.06
Von Festival zu Festival (EMAF, videoex)
Nicht von Disco zu Disco (um den schönen Klassiker von Whirlpool Productions zu zitieren), sondern von Festival zu Festival. Es ist Saison, selbst wenn uns Cannes hier nicht weiter kümmern muss.
Während eigentlich erst mal in Ruhe der vom EMAF mitgebrachte Kulturbeutel ausgepackt werden will, hat in Zürich schon das diesjährige videoex begonnen.
Und Letzteres zieht, wie schon vergangenes Jahr, das Interesse des Mediums ebenfalls magnetisch an. Fragt sich also, ob sich das eine nicht irgendwie mit dem anderen verbinden liesse?
Lässt es sich natürlich. Denn beides sind Programmfestivals, die dem hier bevorzugt beäugten Bereich des Experimentalvilms zugeneigt sind - und dementsprechend gab bzw. gibt es auch eine gewisse Schnittmenge an Bändern und Filmen, die auf dem einen zu sehen waren und nun auf dem anderen zu sehen sind. Sowie natürlich einander wunderschön ergänzende Perspektiven.
Auf die Schnelle gilt es aber erst einmal, da ja eh schon mit einer gewissen Verspätung einsetzend, ein Sichtungstipps für's videoex auszuteilen.
Für den heutigen Samstag (20.05.06) wäre das ganz klar - wenngleich ein wenig off topic, Log.Buch-seitig betrachtet - allen voran das um 18.30 Uhr laufende Retrospektiv-Programm mit den schlicht und einfach grossartigen Kurzfilmen von Agnès Varda. [Da das Medium gerade kürzlich erst bei anderer Gelegenheit ein Wiedersehen u.a. mit dem Fotofilm "Salut les Cubains" hatte feiern dürfen, kann es versichern: Allein der ist es wert!]
Und im Anschluss kann man dann gleich für das 20.30 Uhr-Programm sitzenbleiben, das unter dem erst mal eher unverdächtig erscheinenden Titel "City Focus Paris" gleich eine ganze Palette extrem leckerer Kunstvilme kredenzt:
Mit "Conical Intersect"* von Gordon Matta-Clark [* Anker führt zu einer Foto-Arbeit, die wie der Vilm 1975 vor Ort entstanden ist], "Défense d’afficher" (1959) von Hy Hirsh [seltene Gelegenheit!], "Eyewash" (1958) von Robert Breer, "The Dead" (1960) von Stan Brakhage [wohin da der Pariser Ausflug führt, kann man sich denken - Brakhage selbst kommentierte: "The action of making THE DEAD kept me alive."], "Bagatelle for Willard Maas" von Marie Menken [Grande Dame des Underground Cinema] sowie "Montparnasse" (1929) von Eugène Deslaw.
"Long liveth bzw. Vive Light Cone!", kann man da nur sagen resp. rufen. Und hingehen.
Von miss.gunst am 20.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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