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07.06.06

Algorithmusmusik (society of algorithm)

soa06_ksw.gifGleich weiter im Takt bzw. in Sachen sonambiente-Ambulatorium - und zwar mit der zweiten webbasierten Arbeit, die als online-Beitrag zur Ausstellung im Bereich "net music" geführt wird.
Und die einen völlig anderen Zugang bietet als Ana Torfs gestern vorgestellte "Approximations - Contradictions" an/zu Eisler:
Die Patamutation(en) der "society of algorithm".

Hinter der bzw. denen - denn aktuell sind Werk und virtuelle Repräsentanz quasi eins - stehen zwei nicht ganz unbekannte Aktive der elektronischen Musik, nämlich Guy van Belle und Akihiro Kubota sowie ihr Kollege (oder handelt es sich um eine Kollegin? oder ... ein Medium?) Isjtar.

soa06_g.gifWie der Name der Gesellschaft schon ahnen lässt, geht es um ein nachgerade klassisches Verfahren der elektronischen Musikkomposition, nämlich die Komposition mit Algorithmen - die in diesem Fall offenbar von einem fleissigen Bot verfolgt wird, dessen unermüdliche Tätigkeit man durch den Besuch der Webseite während des Festivals offenbar auch beeinflusst bzw. beeinflussen können soll:

… während des festivals lässt society of algorithm auf grundlage einer evolvierenden matrix, die als bild und klang ausgelesen wird, ein internet-stück entstehen. im verlauf von zwei monaten können sich teilnehmer, aus berlin und anderswo, an die matrix anschließen und in den generativen prozess eingreifen, unter verwendung von algorithmen, die die evolution beeinflussen …

Aber wie kitzelt man Automaten unter den Achselhöhlen? Oder vielleicht etwas passender? Wie reisst man einem algorithmischen Finken des Programmloop-Stöckchen aus dem Schnabel resp. einem dominanten Gen?
Das ist dem Medium, ehrlich gestanden, noch nicht so ganz glasglockenklar geworden. Wenn man sich nämlich der online-Patamutationsmaschine musikgenmanipulationswillig nähert, läuft die scheinbar ganz unbeeindruckt weiter.

Klickt man dagegen auf die Fensterchen, so scheinen Bild und Ton einen solchen eher brachialen Eingriff nicht gerade gut zu vertragen - sie frieren ein.
Ob dann, weil man es vor dem Schirm natürlich mit dem Phänotyp zu tun hat, im Hintergrund versteckte Selektionsprozesse ablaufen?

Hm. Darüber grübelt das Medium zur Stunde noch...

[Bildchen: Zeigen, soweit es stehende Bilder zeigen können - nämlich mehr oder weniger nicht und in jedem falle ungenügend, wovon hier die Rede ist. Also besser direkt auf zum Quell der Permutationen...]

Von miss.gunst am 07.06.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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