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26.06.06
Hardware Hacking (Collins)
Wie gestern versprochen heute also eine Erläuterung des geheimnisvollen Konnexes zwischen Geister-LCDs, Gelatine aus Rinderhufen und Hoden zum Frühstück.
Das fehlende Bindeglied - nicht nur Zauberwort in diesem Fall, sondern sozusagen ganz praktisch zu denkendes Weltbewegungsprinzip - lautet natürlich: Hardware Hacking.
Denn es bezeichnet einerseits präzis das Revitalisierungsverfahren, mit dem Nicolas Collins die LCDs wiedererweckt und in seine leuchtenden Daguerreotypes verwandelt hat.
Andererseits vermittelt Collins eben auch regelmässig einschlägige Grundkenntnisse in Workhops - so beispielsweise demnächst auch im Rahmen der diesjährigen HOME MADE LABOR-Saison, wo er während der Zürcher Klangbastelwochen vom 12.09. bis 15.09.06 im Walcheturm einen entsprechenden Kurs anbietet (online-Anmeldeformular direkt hier). Mit einschlägen Aktivitäten vor Ort ist er damit übrigens schon zum zweiten Mal, denn im vergangenen Frühjahr gab er bereits auf Einladung des Studienbereichs Neue Medien der HGKZ Einblicke in den Umgang mit Platinen und Lötkolben sowie zusammen mit Norbert Möslang ein Konzert im Walcheturm, über die es wiederum u.a. beim Kollegen Sternenjäger einen kleinen Bericht sowie jede Menge schöner Fotos gibt. [Achtung, die Anker dort funktionieren allerdings nicht mehr - denn die SNM-Seiten zum Projekt weilen inzwischen in den ewigen Jagdgründen, wie es scheint.]
Wer nun zum diesjährigen Termin bedauerlicherweise keine Zeit hat oder sich im positiven Fall angemessen vorbereiten möchte - oder aber wer einfach mehr zum Thema Hardware Hacking wissen will:
Endlich ist auch Nic Collings lang erwartetes Buch zum Thema erschienen. Selbstredend alles andere als ein Staubfänger voller grauer Theorie:
The Book teaches a style of intuitive and sensual experimentation that has been lost in this day of prefabricated electronic musical instruments whose inner workings are not open to experimentation. It encourages artists to transcend their fear of electronic technology to launch themselves into the pleasure of working creatively with all kinds of analog circuitry
... um mal den (gut: erwartungsgewmäss vielversprechenden) Klappentext zu zitieren.
Aber auch aus eigener Anschauung und Lektüre kann versichert werden:
Dieses Buch ist praxisorientiert, gut verständlich verfasst und ausserdem ziemlich kurzweilig obendrein.
Im Buch hat es - um nochmal auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen - übrigens auch ein Kapitel, genauer gesagt (siehe Inhaltsverzeichnis): Das Kap. 26 in Teil V, das von "LCD Art - Making animated modern daguerreotypes and alternative video projectors" handelt. Also eben solchen Sachen, wie sie zur Zeit in Berlin zu sehen sind.
Normalerweise verankert das Medium ja nicht direkt zum online-Buchhandel - doch da dieser das Buch von Collins gerade so nett mit dem eines anderen alten Bekannten zum Leib-und-Magen-Thema Circuit Bending im Doppelpack anbietet, muss das ausnahmsweise mal sein.
Achja, da war doch noch etwas: Nicht nur diejenigen, die sich mehr über einen deutschsprachigen Text von Collings freuen würden, dürfen sich gleich noch eine Buchpublikation vormerken:
Demnächst erscheint nämlich auch HOME MADE ELECTRONICS, das Buch zum HOME MADE LABOR. Und da ist unter anderem ein ebensolcher drin. Aber natürlich noch viel viel mehr - doch dazu dann zu gegebener Zeit...
[Bildchen: Für die geht der Dank diesmal an Dominik Landwehr a.k.a. Sternenjäger, aus dessen oben verankertem Archiv sich das Medium freudig bedienen konnte.]
Von miss.gunst am 26.06.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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