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09.07.06

Audio Drive (In)

adbcb_ksw.gifUm angelegentlich die diese Woche begonnene Zettelkasten-Sammlung zum Schlagwort Drive In weiter zu kommplettieren, gleich noch ein weiteres einschlägiges Projekt fürs Archiv.
In diesem Fall sogar jüngeren Datums - und wie es aussieht, nach wie vor aktiv: Die Audio Drive (Ins) von Sasker Scheerder und Co.

Einen schönen Überblick über alle Audio Drive-Aktionen kann man gleich auf Scheerders Heimseiten abholen, wenn man in der Suchmaske unter "keyword" das entsprechende Stichwort anwählt.
Lässt sich leider nicht direkt verankern - und deshalb hier noch drei ausgwählte Stationen:

Erstmals in Deutschland war das Ganze 2003 im Rahmen des Garage-Festivals Stralsund zu erleben.
Dort hatte Sasker Scheerder zusammen mit dem Musiker Radboud Mens zu boomcar concert eingeladen, um sein Audio Drive-Projekt vorzustellen:

adbcb_g.gif

Die Grundidee des Audio Drive-Ins ist die Übertragung eines elektronisch generierten Mehrkanal-Musikstückes. Die einzelnen Sounds des Stückes (verschiedene Frequenzbereiche/Instrumente etc.) werden über separate Mini-FM-Transmitter gesendet. Boomcars, geparkt auf einem bestimmten Platz (Parkplatz, Parkhaus o.ä. öffentlicher Ort), empfangen die individuellen Kanäle mit ihren Anlagen (UKW). Durch die Verstärkung über ihre Systeme setzt sich das Musikstück wieder zusammen. Durch den individuellen Klang und Charakter jedes einzelnen Systems wird das Ergebnis immer anders ausfallen. Die Boomcarbesitzer werden so selbst zu Akteuren und bestimmen die Komposition.

In diesem Jahr wurde eine weitere boomcar-Audio-Kunstaktion bei der fine art fair in Frankfurt am Main im Beiprogramm realisiert. Dort arbeitete Scherder mit dem mexikanischen Künstler Carlos Amorales zusammen, der dafür das von ihm mitbetriebene Label "Nuevos Ricos" (lohnt übrigens, dessen Seite 'mp3 und Radio' mal näher anzuschauen) sowie das Audio-Kollektiv Aux Raus! (dito!) mit ins Boot holte.

Genau in dieser Kombination gab es kürzlich im Juni dann noch einmal ein boomcar-Audiodrive in Berlin, diesmal auf Einladung des Club Transmediale (jetzt ausserhalb der (C)TM-Saison DISK benamst) in Koop mit dem Tesla Berlin und Radio Einszueins.

[Bildchen: Hat wie so oft fast nix mit der hier vorgestellten Kunst zu tun. Oh nein. Sondern gibt in ungefähr das wieder, was das Medium in seinem etwas auf Abstraktion geschalteten Gehirn als boomcar-upgrade einer Standard-Autostereoanlage imaginiert. Die Grundlage hierfür lieferte aus der Wikipedia die von Andreas-horn-Hornig bereitgestellte Graphik eines 2-Kanal-Surround. Die ist mit CC-attribution-share-alike versehen, was hiermit auch für das Bildchen gilt.]

Von miss.gunst am 09.07.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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