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12.12.06

emo mit intials dc + blutsportdisko (popupshop ff.)

emo_ksw.gifWie im gestrigen Eintrag versprochen, noch einmal mehr zum PopUpShop und seiner geheimen emo-Formel. Denn ausser auf ihre Weise durchaus nicht nur körperlich herzerwärmender Re-Design-Mode hatte die Veranstaltung natürlich noch mehr tiefenwirksame Stimmungsaufheller zu bieten.

Dass es ab nachmittags Kaffee, Waffeln und Kuchen gab (oh, nicht irgendwelchen, sondern selbstgebacken und äussert emo mit Gummitierchen dekoriert), mag ja noch als vorweihnachtlicher Standard durchgehen.
Darüber hinaus offerierten emo-AgentInnen kleine Spezialbehandlungen an, von eine Minute in die Augen sehen bis zu echter Verspannungslockerungsmassage.

emo_g1.gifVor allem aber hatte es auch auf der akustischen Ebene emo-Heizdecken in diversen Formaten. Zu diesen zählte beispielsweise ein an der Bar hockendes, thereminartig funktionierendes Krümelmonster mit Lautsprechermembranbauch, das bei Annäherung sehr stimmungsaufhellend reagierte. Und am Eröffnungsabend die herzliche Einladung an BastlerInnen, eigene Tonproduktionskonstruktionen mit- und konzertant zum Einsatz zu bringen.

Und natürlich ein zünftiges emo-Musikprogramm. Das wiederum lässt sich wunderbar auch im Nachhinein vorstellen bzw. den geneigten LeserInnen ans Herz legen.

Als da wäre zum Einen initials dc a.k.a. Éric Languillat, der zu seinen als Einmannunternehmung ins Werk gesetzten Elektro-Balladen wunderbare Vilmchen aus historischem Footage und Selbstgedrehtem fabriziert. Letztere lassen sich auf seinen Heimseiten zwar nicht anschauen. Dafür gibt es aber eine kleine Auswahl seines Repertoires zum Hören und Herunterladen.

emo_g2.gifAuf ganz andere Weise emo wiederum positioniert sich die Blutsportdisko, deren Name trotz kettensägenmasskermässigem Posing im authentische Stimmungsbilder liefernden Video nicht gleich auf Zerlegungsakte schliessen lassen sollte. Das heisst, genauer gesagt: Die Wrestling/Catcher-Kostüme werden durchaus nicht nur getragen, sondern auch ihrer Bestimmung zugeführt. Aber ums Abschlachten geht es trotzdem nicht, sondern unter dem Strich wohl doch eher ums sportliche Inwallungbringen insbesondere der pulsbestimmenden Säfte. Was ja schliesslich auch durch Bewegung zu Musik zu haben ist.

Kurzum: emo satt auf allen Kanälen. Wünscht man sich fast, der PopUpShop wäre keiner, sondern ein dauerhaft installiertes Laden-Lokal.

[Bilchen: Offenkundig weder initials dc noch Blutsportdisko. Sondern unten ein Schirmschuss mit frfr-Chamäleon-emo-Clip von der PopUpShop-Heimseite und oben, mangels Foto des emo-Krümelmonsters, ein handgenähtes Alternativ-emo-Monster aus der Werkstatt des Mediums.]

Von miss.gunst am 12.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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