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31.12.06

Wunderbares WFMU (mit WRT)

botb_ksw.gifWeil die Woche zwischen den Jahren viel zu schnell vergangen ist und die versprochene Kulturbeutelleerung eigentlich noch lange nicht abgeschlossen, gibt es heuer zu Silvester einen Anker in die Nachbarschaft.
Der, selige Bequemlichkeit, ein Netzmusik-Mixtape - wie es 2005 gezimmert wurde - mehr als vollwertig ersetzen kann.
Wobei: Natürlich nicht unbedingt ersetzen muss...

Erst einmal jedoch in die nette Nachbarschaft - nämlich zu einem Weblog, welches auf den etwas seltsamen Namen "WFMU's Beware of the Blog" hört.

botb_g1.gifHuh? Etwa eine Drohung?
Allenfalls vor einer deartigen Menge an leckeren Inhalten, dass man sie schwerlich Tag für Tag verdauen kann. Regelmässig kosten dürfte aber kaum schaden.

Das Kürzel "WFMU" steht dabei für eine in New York beheimatete Radiostation, deren Sendungen man via Web in verschiedenen Wahlformaten live mithören kann (die Formatwahl findet sich bequemerweise auch in der rechten Spalte auf der Blog-Heimseite, was gegebenenfalls die zünftige Beschallung während der Bloglektüren gestattet).
Aber eben nicht nur live: Schon an der Programmübersicht lässt sich eräugen, dass Zeitverschiebungen etc. in diesem Fall locker zu verschmerzen sind: Alle Sendungen werden nämlich archiviert - so dass man nur noch aus den Playlists das jeweils genehme Menue herausfischen muss.

botb_g3.gifVor allem anderen aber bietet "WFMU's Beware of the Blog" auch für sich genommen nebst diversen mehr oder weniger skurrilen Funden aus dem WeltWeiten GeWebe (und deren in der Regel recht kurzweiligen Kommentierung) sowie natürlich auch Neuigkeiten aus der eigenen Radiosphäre stets Anker zu Hörens- und Sehenswertem an.

Nicht anders natürlich auch zum Jahresende: Da haben sich nämlich die WFMU-Radioaktiven nicht lumpen lassen und stellen ihre jeweiligen "TOP TEN des Jahres 2006" vor. Jede Menge Anker für direkten Lauschgenuss inklusive.

botb_g2.gifMit so etwas lässt sich - mindestens was die Auswahl und Vielfalt betrifft - wohl schwerlich mithalten, wenn es um zünftige Beschallung zu Silvester geht.
Jedenfalls nicht mit einem bescheidenen Netzmusik-Mixtape, wie es das Medium im vergangenen Jahr zusammengestellt hat.

Daher wird sich diesmal brav hintangestellt. Und wer weiss, vielleicht gibt es ja noch Gelegenheit für eine entsprechende Bastelarbeit im Neuen Jahr?*

[Bildchen: WFMU und -'s Beware-of-the-Blog, wie man sieht - mitte links ein Schnappschuss der obendrein noch originell verpackten 2006er-TOP-TEN von WFMU-Radiomacher und -Blogger Mark Allen.]

* A propos. Gehört zwar nicht zur Sache, aber zum Anlass - daher gemäss guter Tradion am Ende doch natürlich noch dies.

Von miss.gunst am 31.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

29.12.06

You Are Hear (WRT)

yah_ksw.gifVon Paris wieder zurück nach London - die Ohren dabei weiter offen.
Für ein weiteres Kunst-Radio/Radio-Kunst-Projekt, das vorzustellen auf keinen Fall versäumt werden darf.
Zumal man ihm nicht nur auf der Insel lauschen kann.

Und überhaupt bietet You Are Hear mehr als nur Radio - wenngleich letzteres zweifellos sein zentrales Medium ist.

yah_g1.gifSeit 2002 senden Magz Hall und Jim Backhouse gemeinsam unter diesem Label (jede/r für sich ist sowieso schon länger Radio-aktiv und mit Musik befasst); bis vor kurzem und hoffentlich bald wieder regelmässig auf resonancefm, wo ihre "Pleasure Lounge" in jedem Fall unter die Kategorie "don't miss" zu listen war.
Derzeit sind sie nun, totallyradio, aufs Webbradio umgezogen, wo man ihre youarehear-Sendungen vorteilhafter Weise jederzeit aus dem Archiv abrufen kann; die vollständigen Playlists sind zudem auf den Heimseiten von You Are Hear einzusehen.

Doch damit, wie schon angedeutet, nicht genug: Regelmässig organisieren die beiden nämlich auch Live-Shows - und haben in diesem Zuge mittlerweile ein prall mit Pretiosen angefülltes Schatzkästlein mit selbigen auf der entsprechenden Seite zum freien Herunterladen bereitgestellt.

yah_g2.gifDaneben engagiert sich insbesondere Magz Hall auch noch seit Jahren aktiv bei bzw. mit der South London Radio Arts Initiave, auf deren Seiten sie ebenfalls ganze Fuder voll Radiokunst archiviert.

Und schliesslich hat You Are Hear seit kurzem auch eine You Are Hear-myspace-Seite, wo es direkt stets eine wunderbare Auswahl aus den Schatzkammern zum Mitlauschen gibt.

yah_g4.gifDas alles dürfte, um zum Fan zu werden, wohl lässig bis zum nächsten You Are Hear-Webcast reichen.

Gesendet bzw. gecastet wird derzeit nämlich jeden zweiten Freitag im Monat - nein, leider gerade nicht heute. Aber eben deshalb wurde heute der Anker gelegt. Denn: So kann man sich den Termin für die nächste Show zeitig im Kalender notieren. Und sich vorab zur Anregung des Appetits erst einmal die letzte vom 22.12.06 zu Gemüte führen. Und sehr wahrscheinlich noch einiges mehr, oder?

[Bildchen: Merci an Magz!]

Von miss.gunst am 29.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.12.06

Vibrö

vib_ksw.gifNoch so ein Projekt, das schon ewig lang einer Vorstellung harrt.
Die aktuell aber aus drei Gründen besonders nahe liegt.
Erstens bietet es genau das Richtige für die Schmöker- und Stöberzeit zwischen den Jahren (inklusive Musik) - aber natürlich auch darüber hinaus.
Zweitens gibt es einen direkten Anker zum gestern vorgestellen mobile radio.
Und der dritte Grund? Gemach, Gemach...

Erst einmal nämlich direkt zu besagtem Projekt, dem in Paris beheimateten Vibrö-Magazin.

vib_g1.gifBei selbigem handelt es sich nicht etwa um eine Zeitschrift, sondern um ein spezielles Konzept, Klangkunst zu editieren:

"Vibrö is a sonic object, at the crossroads of an art multiple an a specialised magazine. Vibrö intends to render experiments in the fields of electroacoustics and Lo-Fi more 'audible'. It also tries to illustrate the growing presence of sound in the fine art practice. Published twice a year in a digibox format, vibrö includes an audio compilation and a series of cards that catalogue the artists and tracks."

vib_g2ak.gifBislang sind drei solcher Editionen erschienen, die jeweils einem eigenen Thema gewidmet sind, #1 namens "Inside-Out" (im weitesten Sinne zum Verhältnis von auditiver Verinnerlichung und sonischem Radar), #2 namens "Broken Tales" (zum Fragment und Formen der Fragmentierung) sowie schliesslich die bislang jüngste Ausgabe, #3: "The Citizen Band",

"... referring to democratic endeavours, home-made radio devices and programs, also paying a tribute to small studios where sound collages, Concrète and Acousmatic musics were born, soon after world war II. Today, at the other end of the home-studio, the Internet stream is enlarging the scope of transmissions and signals. [...] A series of works dealing with frequencies and the improper use of technology..., reception and broadcasting tools..., field recording ... or sound collages where the voice plays an essential part."

vib_g1ak.gifKlingt alles schon auf den ersten Blick mehr als vielversprechend, erst recht, wenn man sieht, welche KünstlerInnen für Beiträge gewonnen werden konnten (darunter, beiseit bemerkt, nicht wenige, die treuen LeserInnen in diesem Log.Buch ebenfalls schon begegnet): Von Mika Vainio und David Toop (aus #1) über Scanner, William Furlong und Ryoji Ikeda (aus #2) bis Stephen Vitiello (aus #3). Um nur mal ein paar der erzbekanntesten Namen zu listen - von den interessanten Entdeckungen, die man machen kann, ganz zu schweigen.

A propos Entdeckungen (und damit zu eingangs erwähntem Grund Nummer Zwei): Mit dabei in Ausgabe Drei ist nämlich auch Tonic Train - ein weiteres Projekt von Knut Aufermann und Sarah Washington, deren Mobiles Radio gestern zur Vorstellung kam. Und das Medium auf diese Weise daran erinnerte, dass in den Sedimenten seines Zettelkastens das Vibrö-Magazin so langsam Staub anzusetzen drohte.

vib_g2.gifNun ist es leider so, dass ein Grossteil dieses wunderbaren Füllhorns online nur in Form von kleinen Gehörproben zu kosten ist (nunja, man soll eben die Edition erwerben). Also, à propos "Broken Tales", eine ziemliche Stümmelei.
Dafür bietet die Plattform des Projekts neben schön angelegten Porträtseiten zu allen beteiligten und weiteren KünstlerInnen (teils mit weiteren Hörproben, Interviews u.a.m. angereichert) sowie einem eigenen (allerdings noch recht spärlich bestückten) Download-Bereich noch einige Mehrwerte an. Unter anderem Materialien zur Theorie mit Buch- und Ausstellungshinweisen, Interviews und Texten sowie einer recht ansehnlichen (und gut sortierten) Linksammlung.

Dass die Vorstellung des Magazins so lang auf Halde lag, hatte vorweg nämlich mit vorsichtigem Warten zu tun: Seit Frühjahr 2005 nicht mehr aktualisiert, stand zu befürchten, das Ganze werde gleich als ein Nachruf formatiert werden müssen.
Beim aktuellen Besuch stellte sich jedoch heraus, dass nun eine Neuaufnahme fürs Frühjahr 2007 angekündigt ist. Fein!
Also am Besten nicht nur in diesen Tagen die Archive durchwühlen, sondern Vibrö auf Wiedervorlage setzen. Wenn alles gut geht, lohnt das ganz bestimmt.

Von miss.gunst am 28.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

27.12.06

Mobiles Radio (mobile radio)

mr_ksw.gifMit mobilen Radio-Projekten hatten wir es im ausgehenden Jahr in diesem Log.Buch häufiger zu tun.
Um so schandbarer, dass bis dato ausgerechnet ein ebensolches noch keinen eigenen Eintrag erhalten hat (und lediglich mal am Rande Erwähnung fand), das vorneweg schon Mal den Namen mobile radio trägt - und natürlich auch in der Umsetzung ernst nimmt.

Vor Ort kennenlernen konnte man das Mobile Radio zuletzt unter anderem beim diesjährigen Media Space in Stuttgart, der - wie berichtet - dem Thema "Feedback Radio" gewidmet war.

mr_g2.gifAnsonsten geben aber auch die Heimseiten des von Knut Aufermann und Sarah Washington seit 2005 betriebenen Projekts einen guten Einblick in seinen Aktionsradius.
Im Grunde führen die beiden weiter, was sie zuvor lange Jahre beim treuen LeserInnen des Logs bestens bekannten Londonder resonancefm begonnen haben - nämlich das Gelände der Radio-Kunst zu erforschen und dabei nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere KünstlerInnen entsprechende Möglichkeitsräume zu erschliessen.

Aus eben diesem Grund haben sie sich eben auch entschlossen, den gesichtern, aber auch begrenzten Raum des heimischen Studios zu verlassen:

"Mobile Radio is an ongoing touring project that enables Knut and Sarah to search for artists who want to realize concepts through the medium of radio. Through Mobile Radio they provide quality technical and production skills that can be called on by others to enhance or develop a radio project. It is also a personal artistic journey to create radio works from interesting encounters and incidental material collected along the way. Their mission is to seek out new forms of radio art by taking radio production out of the studio environment."

Soweit das Basiskonzept - und wie es bislang umgesetzt wurde, lässt sich nicht nur in Bild und Text anhand der liebevoll aufbereiteten Dokumentation der (bzw. fast aller) bisherigen Stationen ihrer Reise nachvollziehen.
Mindestens in Auszügen sind nämlich auch einige der Sendungen auf der Seite abrufbar.

mr_g3.gifWenn es nun nach mehr verlangt: Einfach schon mal für den kommenden Kunstgeburtstag bzw. dessen Wiener Begängnis bei kunstradio.at am 17.01.07 ein dickes Kreuzchen im Kalender machen (mehr dazu im Eintrag vom 08.12.06).
Und/oder noch besser: Die beiden bei nächster Gelegenheit einmal einladen.
Denn genau darum geht es ja schliesslich bei mobile radio - dorthin gehen, wo Bedarf für Kunstradioproduktion besteht. Zum Senden brauchen die beiden im Übrigen eben auch kein fertig eingerichtetes Studio - vielmehr kann schon eine Garage die geeignete Basis bieten.
Also, in diesem Sinne!

[Bildchen: Merci an mobile radio, Sarah und Knut!]

Von miss.gunst am 27.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.12.06

Variabler Titel (Price)

tivar_ksw.gifWeil zwischen den Jahren ja immer ein bisschen mehr Zeit zum Lesen, Stöbern, Lauschen ist (oder wenigstens sein sollte), hat das Medium ein wenig in seinem Kulturbeutel gewühlt, in dem sich in den vergangenen Monaten sowieso mehr angesammelt hat, als sich unterbringen liess.
Dazu gehört unter anderem auch ein laufendes Projekt, das zu allen drei erstgenannten Aktivitäten einlädt.

Es trägt den schönen Arbeitstitel "title variable" und wird seit 2001 von dem amerikanischen Künstler Seth Price verfolgt, der auch sonst zu den spannenderen Zeitgenossen in der Szene zählt (... wie vielleicht der eine oder die andere dieses Jahr beim Besuch der Ausstellung "New Yorker" in der Kunsthalle Zürich festgestellt haben wird. Denjenigen, die seine Arbeit weiters nicht kennen und vielleicht fürchten sich auf seinen ziemlich reich bestückten Heimseiten gleich zu verlieren, lässt sich fürs etwas kompaktere Kennenlernen ein Besuch bei Reena Spaulings bzw. dem ihm gewidmeten Dossier der Galerie empfehlen).

Worum es geht? Nun, eben um Dinge bzw. Zusammenhänge, die LeserInnen dieses Logs eigentlich interessieren müssten. Nämlich:

"An inquiry into the ways that digital technologies have effected music production, both in popular forms as well as in more rarified modern composition, the project examines a brief but tumultuous history that in 30 years has brought us the sampler, MIDI, cheap synthesizers, the compact disc, personal computers, and the World Wide Web. In an ongoing series of music compilations, each concentrating on a technologically transitional but culturally ill-defined moment within this recent history, Price suggests how production tools have changed music, both in distribution and who controls it as much as in structure and sound. "

tivar_g.gifLetzteres ist natürlich denkbar naheliegend - und umso neugieriger wird man folglich fragen, wie das Ganze umgesetzt wird bzw. bislang umgesetzt worden ist.

Nun: Eigentlich bietet die Dokumentation zu "title variable", die Price auf dem (wie immer wieder gern vom Medium betont:) sowieso wunderbaren UBUweb abgelegt hat, schon genug Stoff, um sich eine Vorstellung davon zu machen.

Natur- bzw. konzeptgemäss fällt das Angebot sowieso vielfältig genug aus: Die 8bit-Gemeinde wird sich vermutlich vorzugweise auf das erste Kapitel des Projekts stürzen, Video Game Soundtracks 1983-1987 (2001), zu dem ein Text von Price (pdf) über die Hintergründe informiert (und womöglich über die erste Überraschung beim Hören des Soundtracks hinweghilft, denn klassischen Pong-Blips lauscht man eher vergeblich entgegen).
Um einiges zeitgenössischer (und artistisch avancierter) geht es im bis dato jüngsten Kapitel namens "Was ist Los" (2005) zu, in dem der Sounddatei ebenfalls ein lesenswerter Artikel gleichen Titels (pdf) zur Seite steht.

Gerade deshalb lohnt es vielleicht, ein Bindeglied zu betonen, das im Fall von "title variable" als mutueller (Motivations-)Kern mitträgt, dieses Projekt aber auch mit anderen verknüpft, die Price allein sowie mit verschiedenen MitstreiterInnen betreibt:
Nämlich unter anderem auch eine Wiedervorlage von historischen Materialien - die einschliesst, das teils verstreute, ephemere bzw. in Randspalten des Gedächtnisses gerückte Basisdaten künstlerischer und kultureller Produktion dokumentiert und/oder neue unter die Leute gebracht wird.

Besonders anschaulich macht das - neben "title variable" wohl das zusammen mit Bettina Funcke, Wade Guyton und Joseph Logan betriebene "Continuous Project", in dessen Zuge grossenteils längst legendäre, aber eben nicht immer so ohne weiteres greifbare Ausgaben von Kunst- und Künstlerzeitschriften aus den 1960er bis 1980er Jahren als Photokopie-Editionen wiederaufgelegt und distribuiert werden.

Wohl nicht umsonst heisst Price' Heimseite "distributed history".
Die zu erkunden abschliessend noch einmal ausdrücklich emfohlen sei.

Von miss.gunst am 26.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.12.06

weihnachtslieder (mit people like us)

plu_ksw.gifHeute muss es natürlich wirklich sein. Wann kann man sonst schon Weihnachtslieder singen, ohne rot zu werden.
Gut, eigentlich immer. Im Prinzip.
In jedem Fall kommts es aber doch auf die zünftige Intonierung an.
Und für die gibt es auch in diesem Jahr wieder einen einschlägigen Tipp.

plu_g1.gifNachdem in der vergangenen Saison zu Heiligabend 05 mit den 8bitpeoples die micromusic-Gemeinde für die musikalische Gestaltung des Festes sorgen durfte, sind bzw. ist in diesem Jahr People Like Us a.k.a. Vicki Bennett dran.

plu_g2.gifAuf ihrer Download-Seite bietet sie nämlich neben vielen, vielen anderen leckeren Sachen auch "Sounds of Christmas"* an, die sie 2004 für einen Gig in der Tate Modern kreiert bzw. ebendort zu Gehör gebracht hat.

Und vermutlich nicht nur Letzteres - denn wer je das Vergnügen hatte, People Like Us live zu erleben, weiss: Bei Bennetts Konzert-Peformances gibt es passend zur Musik (et vice versa) ganz herrliche und vergnügliche Collage-Vilme zu sehen.

plu_g3n.gifEinen kleinen visuellen Vorgeschmack vermitteln vielleicht die Bilder auf Bennetts Seite. Aber natürlich keinen Ersatz für einen Abend mit People Like Us. Nach entsprechenden Möglichkeiten gilt es also stets Ausschau zu halten. Und wer weiss, vielleicht hat der Weihnachtsmann heute abend ja noch ein offenes Ohr für Wünsche - falls nicht: Wozu gibt es Seiten wie diese hier?

* Einfach die Seite nach unten blättern bitte, so man nicht direkt auf den Anker zum mp3 gehen will.

[Bildchen: Alle natürlich People like Us, links Vicki Bennett in 2006. Grand Merci, nicht nur fuer die Bilder natürlich.]

Von miss.gunst am 24.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.12.06

glocken klinge(l)n (mit WRT)

car_ksw.gifJetzt klingeln also doch auch in diesem Log die Weihnachtsglöckchen?
Nunja, ein kleines Wenig vielleicht.
Praktischerweise können wir dabei aber doch ganz bei unserem Leisten bleiben, auch wenn wir keine Schuster sind.
Dank eines Carillons und dem Weg, den seine Klänge aktuell genommen haben.

Immerhin haben wir uns solche Glockenspielklänge in diesem Jahr ja schon mehrfach anhören können:

car_g1.gifZunächst einmal im Rahmen der Reihe zur sonambiente in Berlin, wo Susan Hiller mit ihrem Mendel-Carillon "What every Gardener Knows" in den Garten der Akademie der Künste lud (siehe den Eintrag vom 19.06.06).

Und dann natürlich in der Reihe zu den RadioRevolten, insofern vor Ort in Halle das Carillon im Roten Turm auf dem Marktplatz eine sozusagen wortwörtlich zentrale Position einnahm (siehe die Einträge vom 09.10.06 und vom 10.10.06).
[Die Hintergrundinfos zum Radio Campanile sind mittlerweile übrigens auf dieser RadioCorax-Seite zu finden.]

Heute gilt der Hinweis des Tages aus gegebenem Anlass aber einem eher traditionelle Melodien spielenden Glockenspiel, nämlich demjenigen der Gustav Adolf Stabkirche Hahnenklee.
Auf deren Heimseite findet sich für das eigene Carillon nämlich nicht nur ein spezieller Bereich angelegt, in dem neben Wissenswertem zu Geschichte und Technik des Glockenspiels auch eine Hörproben abgelegt sind.
Sondern auch der Verweis auf ein ganz spezielles Projekt - ein auf der Basis des Originals erstelltes "Virtuelles Carillon". Das gibt es zu Kaufen (tja, wohl zu spät für ein Weihnachtsgeschenk, obwohl es zum Anlass prima gepasst hätte) - aber auch in einer abgespeckten Version zum freien Herunterladen.

car_g2.gifWie das Medium zur Stabkirche Hahnenklee und ihrem Carillon gekommen ist? Ganz einfach, über einen seiner letzten Webradio-Tipps.
Bei dem im Eintrag vom 29.10.06 vorgestellten Blogspiel ist diese Woche nämlich schon zum zweiten Mal ein Carillon-Klangkunststückchen ins Rennen gegangen.
Und das verwies als Heimatadresse wohin? Genau, zur Gustav Adolf Stabkirche Hahnenklee.

Ob es diesmal in der Sendung mit von der Partie ist? Nun, einfach hören - am heutigen Samstag (23.12.06) ab 16.30 Uhr auf deutschlandradio kultur, natürlich auch via Web. Oder eben später im Archiv.

[Bildchen: Zeigen natürlich keins der hier vorgestellten Glockenspiele. Sondern ein - nunja, etwas wirres und wildes - Carillon aus der Manufaktur des Mediums. Die Mutterglocke, nach welcher diese Exemplare abgeformt und gegossen wurden, fand das Medium wie so oft unter den dankenswerter Weise der Public Domain überlassenen Bildern der Wikipedie. Und zwar nicht im (lesenswerten) Artikel über Carillons, sondern in einem über Campagnology. Glockenturmkunde. Sic. Wieder etwas gelernt.]

Von miss.gunst am 23.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.12.06

weihnachtsunterhaltung mit radio

rxm_ksw.gifZunehmend vom schlechten Gewissen geplagt, in dieser Saison so gut wie gar keine vorweihnachtliche Stimmung gepflogen zu haben, kommt im Endspurt auf die Feiertage heute mal ein kleiner Tipp.
Wie man die Feiertage zünftig am Radio verbringen kann?

Nunja, nicht wirklich.

Das heisst: Als die "Ideen für Weihnachts-Unterhaltung" 1927 erschienen, sollten sie wohl zumindest den Eindruck vermitteln, eben ersteres zu bieten. Beziehungsweise dazu anzuregen.

rxm_g.gifDoch nicht ganz von ungefähr hat Vintage Components, der wir das digitalisierte Faksimile des entsprechenden Artikels verdanken, der seinerzeit in einer populären Radio-Zeitschrift (soweit das Medium sieht: mutmasslich dem Magazin Popular Radio) erschien, dick drunter geschrieben:
Do not try this at home. Zu deutsch: Bitte lieber nicht einfach daheim nachmachen.

Denn möglicherweise fiele der Weihnachsspass am bzw. mit dem Radio doch etwas zu prickelnd aus.

[P.S.: Mit Blick auf das Bildchen rechts unten - nicht in diesem Eintrag, sondern in der verankerten Originalkopie - lässt sich noch anmerken, dass das Medium in seiner Sammlung auch zeitgenössische Anleitunge für Radio-Séancen hat, die mindestens in dieser Hinsicht etwas weniger riskant ausfallen. Dazu gibt es aber an anderer Stelle mehr zu lesen und zu sehen.]

Von miss.gunst am 22.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.12.06

provozierende agenten

ap_ksw.gifDarf in der kleinen Reihe zu den Webvideo-Formaten natürlich nicht fehlen. Und kann durchaus bei Bedarf auch als alternativer Adventskalender zum Einsatz kommen - wenngleich das Projekt, wie im Übrigen ja auch der Anfang der Woche vorgestellte Video Calendar von tank.tv, mit vorweihnachtlichen Stimmungsanwandlungen wenig bis nichts zu tun hat.
Und es in diesem Fall mittlerweile auch weit mehr als vierundzwanzig Fensterchen zu öffnen gibt.

Immerhin gibt es das Projekt agent provocateur auch schon seit Septeber 2005, also mehr als einem Jahr.

ap_g1.gifSeither werden regelmässig Schweizer Kulturschaffende dazu eingeladen, kleine (genauer: 30 bis 90 Sekunden dauernde) Videospots zu produzieren, die dann in Staffeln auf der Webseite publiziert werden. Und zwar mit der Arbeitsaufgabe, den Projekttitel beim Wort zu nehmen und Clips zu produzieren bzw. beizusteuern, die als audiovisuelle "agents provocateurs" funktionieren können.

Ganze 164 Arbeiten sind bis dato auf diese Weise zusammengekommen. Darunter nicht wenige, die auch solo bereits auf Festivals und in Ausstellungen Erfolge feierten wie etwa "Europa" von Gianni Motti oder "30 Sekunden Schweiz" von Chris Niemeyer und HC Vogel.

Dass dabei nicht nur letzteres Vilmchen die Heimat in den Fokus nimmt, hat natürlich mit dem Auftrag der agents provocateurs zu tun. Denn wie heisst es als Definition desselben gleich vorneweg auf den Projektseiten:

ap_g2.gif

"Ein Agent Provocateur ist eine Person, ein Buch, ein Film, ein Pamphlet oder ein Song, welcher sich als Teil einer Gruppe ausgibt, mit dem Ziel, Unruhe und Debatten in dieser Gruppe zu initiieren. Agents Provocateurs versuchen, die Aktivitäten einer Gruppe von innen heraus zu stören."

Hm. Von Innen heraus. Ob dann wohl auch unter den Agenten solche sind, die das Projekt seinerseits zu disturbieren versuchen?
Mal Ausschau halten bzw. Einblick nehmen, ob wir etwas finden...

P.S.: Als weiterführende Lektüren empfiehlt das Medium Kollegin Villoe Huszais Beitrag über die agents bei clickhere.ch, wo ausserdem auch ein Interview mit Projektleiter Martin Heller zu finden ist.

Von miss.gunst am 21.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.12.06

radia radio ruft

rrc_ksw.gifUnd zwischendurch mal wieder ein Radio-Ruf.
Kommt diesmal vom bzw. über das radia-Radionetzwerk (vorgestellt im Eintrag vom 10.05.06).
Und lädt zu einer kleinen Gabe ein.

Natürlich einer akustischen.
Gefragt sind einminütige (= 60 Sekunden währende) Beiträge im mp3-Format.

"These can be of any kind: collage, field-recording, noise, excerpts from pieces, interviews, etc."

rrc_g1.gifAus den Einsendungen wird dann Maki, der auf dem Marseiller Radio Grenouille eine Sendung mit dem sympathischen Namen cacophonies produziert, eine Soundcollage weben.

Wer mit dabei sein möchte, sende also bitte sein einminütiges mp3 (von, da es eben auch gesendet werden soll: 256kpbs) an Makis Mailadresse, makimail at hotmail.com.
Und zwar bis zum 31. Dezember um Mitternacht.
rrc_g2.gif

Von miss.gunst am 20.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

19.12.06

Video(Advents)Kalender (tank.tv)

tvc_ksw.gifGleich weiterschauen. Denn die etwas launigen Anmerkungen zu Webclip-Formaten bezogen sich ja doch auf ihre sehr spezielle Anwendung auf den Experimentalfilm ff. In der Sache an sich dagegen kann man natürlich schon so etwas wie eine mögliche Form von Expanded Cinema sehen. Web 2.0 mit Votes und Sharing inklusive.
Und auch sonst ist selbstredend in der Szene einiges los.
Nicht nur, aber auch zur Weihnachtszeit.

Wie beispielsweise bei tank.tv, einem online-Kunstvideoprojekt - von dem das Medium eigentlich der festen Überzeugung war, es auch schon einmal in diesem Log.Buch eingetragen zu haben. Ein Anwerfen des Suchmaschinches belehrte allerdings eines Besseren bzw. Schlechteren - das war also doch irgendwo andernorts. Tja.

tvc_g.gifNun gibt der Ankerwurf auf die Kunstfernsehzisterne dafür die Gelegenheit, gleich noch ein weiteres schnödes Versäumnis zu kompensieren - nämlich die sträfliche Saumseligkeit in Sachen vorweihnachtlicher Stimmungsmache.
Anders als vergangenes Jahr gab es in diesem Dezember bislang ja weder nette Basteltipps, noch auch zünftige Verweise auf Adventskalender.

Mindestens Letzteres lässt sich nun also nachholen, denn tank.tv bietet gerade einen ebensolchen: Jeden Tag wird eine neue Videoarbeit in Form eines Webclips bereitgestellt. Oder fast jeden Tag? Egal: Jedenfalls eine Menge neuer Stoff auf der Seite - und für diejenigen, die tank.tv tatsächlich noch nicht kennen, sowieso noch einen prall gefüllten Wichtelstrumpf im Archiv.

Falls es noch eine Empfehlung sein soll: Einen guten Dreh findet man auf dem "Ferman Drive" von Kelly Richardson; wer es aushält, sollte sich "Deadendless" von Tom Dale anschauen; und hernach in jedem Fall noch den Auszug aus Anna Boggons "Offshot", damit das Herz wieder ein bisschen leichter wird. [Die Arbeiten bzw. deren Dokumentationen auf den Heimseiten der drei werden hier ausnahmsweise mal nicht verankert, weil der Weg über den Videokalender wirklich lohnt.]

Von miss.gunst am 19.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.12.06

Expanded Cinema ff.

ecb_ksw.gifWo wir gerade beim Thema sind, lässt sich direkt im Anschluss an den gestrigen Verweis auf das Expanded Cinema Blog natürlich auch mal die Gelegenheit beim Schopf ergreifen, ein bisschen ad fontes zu gehen.
Was eigentlich hiesse: Ab ins (Programm-)Kino und ans Buchregal.

Genauer gesagt: Heisst oder jedenfalls heissen sollte (was durch die Blume ja bereits beim Winken in die nette Nachbarschaft anklang).

Immerhin gibt es für diejenigen, die Gene Youngbloods nach wie vor lesenswertes Buch Expanded Cinema nicht griffbereit haben (mit ein bisschen Glück kann man die Originalausgabe von 1970 nämlich noch antiquarisch erstehen), beim geliebten ubuweb eine Vollversion als pdf-Edition zum freien Herunterladen. Steina und Woody Vasulka - selbst zu den KünstlerInnen zählend, die einschlägige Vorstösse auf das Gebiet eines "erweiterten 'Kinos'" unternommen haben - stellen in ihrem Archiv neben letzterer sogar Kapitel für Kapitel in Einzelportionen bereitgestellt.

ecb_g.gifLesen lohnt, zumal sich über die historischen Grundlagen hinaus zahlreiche direkte Bezüge zu zeitgenössischen Orientierungen künstlerischer und medialer Projekte herstellen lassen (einmal ganz abgesehen davon, dass in der zeitgenössischen Kunst direkte Bezugnahmen auf die Pionierzeit des Expanded Cinema aktuell ohnehin hoch im Kurs stehen).

Wer es auf die Schnelle jedoch erst einmal kurz und bündig haben will, ist sogar mit dem kleinen Eintrag zum Thema in der Wikipedia recht gut bedient.

Dem wiederum ist nebenbei noch eine weitere nennenswerte Referenz für den Begriff zu entnehmen, nämlich Sheldon Renans Buch "The Underground Film" (1967). Vor allem aber die Basisdefinition von "Expanded Cinema" - die auf den Ausbruch aus dem klassischen kinematographischen Gefüge nicht nur in ästhetischer, medialer und räumlicher Hinsicht zielt.
Sondern, wenn man Youngblood folgt, die gesamte Wahrnehmung und das Bewusstsein in die Bewegung der Grenzüberschreitung mit einbeziehen will.

Was sich mit den bislang von Joao Ribas in seinem Blog vorgestellten Arbeiten an sich, mindestens teilweise, durchaus noch assoziieren - mit dem Format des Webclips in diesem Fall (also der Transformation der Vilme in einen ebensolchen) jedoch nurmehr schwer verbinden lässt.

[Bildchen: Ist das Buch der bzw. bei den Vasulkas. Wahrscheinlich nicht zerrupft, sondern nach dem Scan sorgsam zusammengefügt - Vorder- und Rückendeckel sind tatsächlich so konzipiert, dass man den vollen Titel nur beim Drehen des Buches oder auf dem Buchrücken lesen kann. Gern hätte das Medium sein eigenes ehrwürdiges Exemplar, seinerzeit seven bucks in L.A., genommen. Das aber schon beim Erwerb gruslig eselsohrig war.]

Von miss.gunst am 18.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.12.06

Expanded Cinema

ec_ksw.gifHören ist schön. Zweifelsohne. Damit es zur Abwechslung aber auch mal wieder mehr zu sehen gibt, geht heute der Anker des Tages in die nette Nachbarschaft.
Wo zwar kein grosses Kino, aber doch ganz grossartige Sachen anzuschauen sind - und sei es im fummeligen Fensterchen eines Webvideoformats.

Joao Ribas, ein junger Kollege aus New York, präsentiert seit vergangenem Monat in seinem Expanded Cinema Blog echte Pretiosen aus der Experimentalfilm und -video(kunst)geschichte.

ec_g.gifDass beim Transfer ins digitale Format und insbesondere durch die Kompression, durch welche die Originale ins Web 2.0-gerechte Clipfenster gequält werden, eine ganze Menge (und der bescheidenen Meinung eines Mediums mit mässigem Verstand nach: Entscheidendes) verloren geht, ist allerdings weder zu übersehen noch zu überhören.

Als Erinnerungsknoten im virtuellen Taschentuch und/oder als Surrogate, die Appetit auf ein Wiedersehen mit den Vilmen oder gegebenenfalls auch eine erste richtige Sichtung machen können, eignet sich das Ganze aber durchaus.

Einfach mal testen, wie es sich anfühlt. Und dann selbst entscheiden.

Von miss.gunst am 17.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.12.06

festival of experimental music (ggf. mit WRT)

fem06_ksw.gifGleich das nächste Festival. Zwar nicht gerade um die Ecke, da in der Hauptstadt der britischen Insel verortet. Aber mit ein bisschen Glück kann man auch aus der Ferne am 15th Festival of Experimental Music teilhaben.

Seit gestern (15.12.06) und noch bis zu morgigen Sonntag gibt es im ICA London jeweils ab 19:00 Uhr ein ziemlich leckeres Musikperformance- und Konzertprogramm.

fem06_g.gifHeute Abend mit dabei: Bernard Parmegiani (wer über den Wikipedia-Reminder etwas mehr sehen und hören möchte, findet vielleicht auf dieser myclimats-Seite ein wenig Zufutter), Andrea Neumann, Tim Barnes und Ishikawa Ko sowie texturizer - also nachgerade Klassik-orientiert (E[A]M-Klassik, versteht sich).

Für den Sonntag ist dann ein, *huah*, "free jazz freakout" angekündigt, für das aber wohl vor allem Chris Corsano (ansonsten als Hated Music unterwegs) und John Edwards zuständig sind. Es folgen sodann nämlich, sm'thin slightly different, Tomas Korber (CH, yes) und Olivia Block. Und schliesslich wird Keith Rowe (Seite hier unbotmässig dem Frameystem von European Free Improvisation entwendet) zusammen mit dem treuen Fluxus-Kempen Ben Patterson spielen.

Theoretisch sollten wir dessen nun tatsächlich auch dann teilhaftig werden können, wenn wir nicht in London weilen und ein Ticket haben. Denn: Der bekanntlich sowieso geschätzte Sender resonancefm verspricht für alle Abende eine Live-Übertagung.
Allerdings muckten beim aktuellsten Test alle Streams. Hoffentlich nur ein temporärer Ausfall, daher das "ggf." vor dem Kürzel für Webradio-Tipps.

Last but not least muss natürlich noch in die Richtung gewunken werden, der wir den ganzen Anlass überhaupt verdanken, nämlich dem London Musician's Collective. Aber das verdient bei Gelegenheit mal einen eigenen Eintrag in den Zettelkasten - nicht nur, weil es in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Gratulation.

Von miss.gunst am 16.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.12.06

Elektro DIY Festival (mit Rocking Desk u.a.)

def06_ksw.gifDer Aufruf, beim Elektro DIY Festival aktiv mitzutun, hat auf diesem und anderen Wegen eine anschauliche Anzahl von Akteuren ereicht.
Am heutigen Freitag (15.12.06) ist es nun so weit - und es heisst im Zürcher Dynamo Bühne frei für BastlerInnen und ihre elektronischen Klang-Kunst-Maschinen.

Schon am Nachmittag ab 15:00 Uhr (so jedenfalls die Webseite - auf dem Flyer steht 14:00 Uhr) kann man beim Initator und Organisator des Festivals, Markus Haselbach (SGMK) lernen, wie sich ein lichtgesteuerter Oszillator zusammenlöten lässt.

def06_g1n.gifUm 17:00 Uhr gibt dann - die HOME MADE-Fans (und LogBuch.LeserInnen) bestens bekannte Klangbastlerin Iris Rennert - Einblick in die Kunst des Circuit Bending.
Und um 19:00 Uhr wird dann ein weiterer HOME MADE-Mitstreiter und Log.Buch-Favorit, nämlich Bruno Spoerri anschaulich und sicher wie immer performativ-akustisch von den "Freuden und Leiden mit Analogsynthis" berichten.

Ab 20:00 eröffnet dann die Ausstellung des Festivals mit Klang-Generatoren von Oliver Dolder (a.k.a. RoTTnFall), einer Doepfer Modular System-Demo der defekt GmbH und dem Wasserbecher-Sequencer von Markus Haselbach und Michael Hampel (der dieses Jahr ebenfalls schon bei HOME MADE glänzte, und zwar beim Klangtag in Romaînmotier).

def06_g2n.gifDamit natürlich noch längst nicht genug für ein DIY-Elektro-Festival. Hernach geht es nämlich erst recht zur Sache bzw. auf die Bühne mit experimentellen Sounds, teils auf selbstgebastelten, teils auf selbstgehackten Instrumenten.
Die Liste der Beitragenden ist dabei wirklich ziemlich lang und nunmehr auch durchgehend mit weiterführenden Ankern ausgestattet, so dass sich das Medium in Sachen Ankündigung faul im Verlass auf die Eigenaktivität der LeserInnen an dieser Stelle weitgehend zurückhalten kann. Mit dabei u.a.: Flo Kaufmann, Softland, Karmachaos, Omega Attractor (chez namshub rec.) undundund...

Auf keinen, aber garkeinen Fall sollte man unpünktlich auftauchen, nur weil das irgendwie cooler scheint oder zwischendurch die Pizzeria lockt. Denn: Mindestens laut Programm wird ab 20.30 Uhr Simon Berz a.k.a sim.n be seinen Rocking Desk vorstellen. Und den zu sehen und zu hören ist Freundschaft schliessen mit (un)cooler Anwesenheit am scheinbar zu frühen Abend auf jeden Fall wert.

Von miss.gunst am 15.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.12.06

Arcade Games mal anders (MOBILESKINO)

gms_ksw.gifEs muss ja nicht immer Pong sein. Auch andere Klassiker bieten sich für künstlerische Exkursionen in medien- bzw. in diesem Fall: Game-archäologische Gefilde an.
Wie zum Beispiel die Arcade Games, die in den 1980ern auf jedem Commodore gedaddelt wurden.

Dies belegt aufs Schönste das GAME ARCADE Projekt, das seit 2003 von der Gruppe "MOBILESKINO" betrieben wird - einem Zusammenschluss von Super8-Filmschaffenden, Sounddesignern und Self-Made Elektronikern (nämlich Florian Olloz, Roland Schmidt, Gilbert Engelhard und säure.ch-Betreiber David Pfluger), wie das Manifest der Gruppe verrät.

gms_g1.gifWas hier zunächst ganz nach Spielautomaten ausschaut, auf denen pixelige Arcade-Computergames laufen, sind tatsächlich interaktive Installationen, die mit Super8-Filmen und Diaprojektoren operieren.

Am heutigen Donnerstag (14.12.06) um 20:00 Uhr wird das Kollektiv nun im Rahmen der Regionale 7 im Basler [plug.in] eine Weiterentwicklung vorstellen, das Game Arcade Music Entertainment System:

"G.A.M.E.S. ist eine aufregende C64-Zwillingsprozessor-Unit, entwickelt in den Kellern der Säure!fabrik, gebaut, um Game-Sounds zu mixen. Die G.A.M.E.S.-Show beinhaltet neben der S!F64-Soundbox und ihrem Operator auch Visuals."

Klingt das gut? Ganz bestimmt. Probe aufs Exempel heute abend am bezeichneten Ort zu bezeichneter Stunde.

[Bildchen: Zeigen die GAME ARCADE - Merci an David Pfluger von MOBILESKINO!]

Von miss.gunst am 14.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.12.06

Tag des monophonen Geräusches

tdmg_ksw.gifJa, warum nicht. Es gibt ohnehin schon so viele mehr oder weniger obskure Feier- und Gedenktage, dass man eigentlich mehrere Jahre in einem bräuchte, um sie alle zünftig zu begehen.
Jetzt also auch einen für das monophone Geräusch.

Ausgerufen wurde er vom Frankfurter forum für experimentalelektronik, bzw. wie es seit neuerem etwas ausführlicher (und auch korrekter, insofern e-Bastelei nicht unbedingt eine Rolle spielt, so sie nicht zum Behufe der Ton- oder Geräuscherzeugung erfolgt) heisst: forum für experimentelle elektronische neue musik.

tdmg_g1.gifUnd zwar für den heutigen Mittwoch (13.12.06), verbunden mit folgender Annonce:

"alle sind herzlich eingeladen, ihre old school synthesizer mitzubringen und ein stück oder ein geräusch auf ihnen zu präsentieren.
auch taschenrechner und homecomputer sind willkommen, vorausgesetzt, die geräte sind 20-25 jahre alt."

Wohin und wann? Ab 21:00 Uhr ins Tanzhaus West (Frankfurt am Main, Gutleutstrasse 294). Der Eintritt ist übrigens frei.

Achja, genau, das sollte man wohl noch hinzufügen: Monophonie heisst nicht gleicht Monotonie. Auch wenn, nein: gerade weil es möglicherweise etwas mehr Kreativität braucht, damit beide nicht zusammenfallen.

Von miss.gunst am 13.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.12.06

emo mit intials dc + blutsportdisko (popupshop ff.)

emo_ksw.gifWie im gestrigen Eintrag versprochen, noch einmal mehr zum PopUpShop und seiner geheimen emo-Formel. Denn ausser auf ihre Weise durchaus nicht nur körperlich herzerwärmender Re-Design-Mode hatte die Veranstaltung natürlich noch mehr tiefenwirksame Stimmungsaufheller zu bieten.

Dass es ab nachmittags Kaffee, Waffeln und Kuchen gab (oh, nicht irgendwelchen, sondern selbstgebacken und äussert emo mit Gummitierchen dekoriert), mag ja noch als vorweihnachtlicher Standard durchgehen.
Darüber hinaus offerierten emo-AgentInnen kleine Spezialbehandlungen an, von eine Minute in die Augen sehen bis zu echter Verspannungslockerungsmassage.

emo_g1.gifVor allem aber hatte es auch auf der akustischen Ebene emo-Heizdecken in diversen Formaten. Zu diesen zählte beispielsweise ein an der Bar hockendes, thereminartig funktionierendes Krümelmonster mit Lautsprechermembranbauch, das bei Annäherung sehr stimmungsaufhellend reagierte. Und am Eröffnungsabend die herzliche Einladung an BastlerInnen, eigene Tonproduktionskonstruktionen mit- und konzertant zum Einsatz zu bringen.

Und natürlich ein zünftiges emo-Musikprogramm. Das wiederum lässt sich wunderbar auch im Nachhinein vorstellen bzw. den geneigten LeserInnen ans Herz legen.

Als da wäre zum Einen initials dc a.k.a. Éric Languillat, der zu seinen als Einmannunternehmung ins Werk gesetzten Elektro-Balladen wunderbare Vilmchen aus historischem Footage und Selbstgedrehtem fabriziert. Letztere lassen sich auf seinen Heimseiten zwar nicht anschauen. Dafür gibt es aber eine kleine Auswahl seines Repertoires zum Hören und Herunterladen.

emo_g2.gifAuf ganz andere Weise emo wiederum positioniert sich die Blutsportdisko, deren Name trotz kettensägenmasskermässigem Posing im authentische Stimmungsbilder liefernden Video nicht gleich auf Zerlegungsakte schliessen lassen sollte. Das heisst, genauer gesagt: Die Wrestling/Catcher-Kostüme werden durchaus nicht nur getragen, sondern auch ihrer Bestimmung zugeführt. Aber ums Abschlachten geht es trotzdem nicht, sondern unter dem Strich wohl doch eher ums sportliche Inwallungbringen insbesondere der pulsbestimmenden Säfte. Was ja schliesslich auch durch Bewegung zu Musik zu haben ist.

Kurzum: emo satt auf allen Kanälen. Wünscht man sich fast, der PopUpShop wäre keiner, sondern ein dauerhaft installiertes Laden-Lokal.

[Bilchen: Offenkundig weder initials dc noch Blutsportdisko. Sondern unten ein Schirmschuss mit frfr-Chamäleon-emo-Clip von der PopUpShop-Heimseite und oben, mangels Foto des emo-Krümelmonsters, ein handgenähtes Alternativ-emo-Monster aus der Werkstatt des Mediums.]

Von miss.gunst am 12.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.12.06

popupshop mit frfr

frpus_ksw.gifNein, das ist kein Verschreiber. Auch wenn PopUp-Bücher ebenfalls eine ganz grossartige Sache sind: In diesem Fall ist wirklich ein Laden gemeint. Und zwar einer, der für drei schöne Tage in Frankfurt aus dem Boden geschossen ist.

So etwas passiert natürlich sowieso alle Tage. Sei es im Zuge des allgemeinen Ladensterbens, in dem Nachfolger dann nach kurzer Versuchsphase ebenfalls wieder dicht machen undsoweiter. Sei es, wie beispielsweise auch zur Basler Kunstmesse, dass eine Designermoden-Dependance an der Kaufkraft der BesucherInnen partizipieren will und mal eben in irgendeinem temporär veredelten Provisorium mitglittert.

frpus_g2.gifWäre aber im einen wie im andern Fall nicht eben verdächtig, diesem Log in den Rader zu gehen, oder? Wobei die Assoziationen so falsch nicht sind.

Denn: Auch dieser spezielle PopUpShop hat sich als Laden temporär und provisorisch eingerichtet - nämlich in der Cantina im Frankfurter Gutleutviertel (hauptsächlich bekannt als Sommerfrische nächst dem Tanzhaus West).
Und es gab ebendort sehr schicke DesignerInnen-Mode zu erstehen. Sogar ausschliesslich Einzelstücke.

frpus_g1.gifNämlich von dem hauptsächlich in Trier beheimateten, weil dem FH-Modedesign entwachsenen sowie u.a. nach Frankfurt und Offenbach vernetzten Mini-Label frfr*, dessen Philosophie es ist zu jedem Popupshop eine passende Designlinie zu entwickeln:

"Das Label frfr orientiert sich an Vintage und Trashkultur, und passt sich jeweils an die vorgefundenen Orte an. frfr drückt eine Konsumkritik aus, während gleichzeitig eine Marke kreiert wird. Durch Veränderung alter, vorgefundener Dinge und das Annähen des Labels wird der Gegenstand aufgewertet, sozusagen wird der Prozess des 'Brandings' konterkariert."

Soweit die Theorie. Und die Praxis? Funktioniert prima, sieht umwerfend gut aus, fühlt sich verführerisch gut an und weckt rasendes Begehren, welches (naja, ab da bleibt die Sache mit der Konsumkritik ein wenig auf der Strecke oder kommt wenigstens auf Seiten der potentiellen Kundschaft nicht mehr an) schleunigst befriedigt werden will. Das Allerschönste in diesem Moment: Dagegen feit allenfalls die Qual der Wahl. Denn die Preise unterscheiden sich doch (noch) deutlich von denen, die man in den eingangs erwähnten Labelshops zahlt.

frpus_g3.gifDazu musste man nicht mal mehr von der extrem angenehmen Stimmung rundum in Laune gebracht werden. Die nämlich total Emo war.
Äh wiebitte? Wird im nächsten Eintrag erklärt.
Für heute erstmal ein: So soll es sein! auf des Re-Design von frfr.
Etwas besseres kann Omas Bluse, einem ollen Kissenbezug und einem Wollwert-Pulli kaum passieren, als sich (ohne Regenschirm) mit einer Nähmaschine auf einem Seziertisch zu treffen.

* Leider hat die Modeproduktion von frfr noch keine Extra-Heimseite - weil sie nämlich nicht nur unter dem Dach, sondern sozusagen in Personalunion mit dem PopUpShop existiert floriert. Auf dessen virtueller Präsenz lässt sich aber nicht nur das Credo von frfr abholen, sondern - so man ein bisschen länger lugt - auch noch mehr...

Von miss.gunst am 11.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.12.06

netlabelfestival @ sonic squirrel

nlf_ksw.gifMan kann ja nicht immer Vorträge hören. Daher zur Abwechslung mal wieder eine Musikempfehlung, die sich praktischer Weise ganz bequem als Nachtrag zu einem ebensolchen der vorvorvergangenen Woche (bzw. einem Eintrag andernorts) formatieren bzw. formulieren lässt.

Wir verdanken sie einem alten und sowieso häufiger frequentierten Bekannten, dem emsig Töne sammelnden Eichhörnchen aus Zürich.

nlf_g1.gifAuf der Netzlabel-Plattform sonicsquirrel.net sind unter den Neuzugängen nämlich mittlerweile die Mitschnitte der Live-Sets des Netlabelfestivals vom 17./18.11.06 gelandet.

Und das heisst: Mehrere Stunden Sound satt von Headphone Science, cHinch (chez Imotok), Freiraum, monoblock, micromusic und Antonio Mazzitelli (chez obscure) vom Freitag.

nlf_g2.gifSowie Andrey Kirtchenko, oplen (chez netlabel.pl), syndrome wpw (chez Midinette Records), Pero sowie last but not least das lvsq von interdisco am Samstag.

[Nein, hier verankert sind - soweit möglich und weil ein Surplus zu den Quellen beim Netlabelfestivals sowie bei sonic squirrel - die Heimseiten der KünstlerInnen. Die Sounds muss man sich schon selbst abholen. Entweder direkt beim Eichhorn oder, wer es gern im Rahmen des Originalereignisses hat, auch beim Netlabelfestival selbst.]

Von miss.gunst am 09.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.12.06

Radiogeschichte(n) gesucht

rgeb_ksw.gifVom Kunstgeburtstag war hier vor einigen Monaten zu lesen - genauer gesagt, am 17. Januar diesen Jahres, also zu dem Termin, an dem "Art's Birthday" traditionellerweise begangen wird.
Das war seinerzeit ein Webradio-Tipp gewesen - aber trotzdem kann man sich natürlich fragen: Was hat das Ganze nun mit Radiogeschichte(n) zu tun?

Des Rätsels Lösung liegt in einem aktuellen Aufruf von kunstradio.at, das sich seit Jahren schon aktiv an der Ausrichtung besagten Freudentags beteiligt (so beispielsweise eben auch 2006) und für dessen Begängnis in 2007 folgendes ausgedacht hat:

rgeb_g1.gif

Wie die Kunst hat auch "Radio" viele Geburtstage - einer davon jährt sich am 24. Dezember 2006 zum 100. Mal. Am Heiligen Abend 1906 sendete Reginald Aubrey Fessenden zum ersten Mal erfolgreich nicht bloß Morsezeichen, sondern ein kurzes Radioprogramm aus Sprache, Geräuschen und Musik, und nahm damit das bis heute vorherrschende Format des Massenmediums Radio vorweg. In weiser Voraussicht hatte der Kanadier dieses Experiment gut getimed, denn das Jubiläum fällt praktisch mit dem 1.000.044. Geburtstag der Kunst zusammen!

Wir laden also alle herzlich ein, mit Kunstradio dieses erstaunliche Ereignis zu feiern. Durchforstet Eure "Radiolandschaften" nach weiteren Premieren der Radiogeschichte: die erste Übertragung in Stereo; der Beginn einer neuen großartigen Radioserie; die erste Sendung die Ihr im Radio gehört habt - oder an die Ihr Euch erinnern könnt; das erste Mal, das "Euer" Hit gespielt wurde, oder auch das erste Mal, das Ihr selbst gesendet habt, "on air" gegangen seid...

Wir bitten Euch, Eure Sounddateien zur Radiogeschichte unter http://kunstradio.at/PROJECTS/AB2007/index.html online zu stellen (ab 8.12.!!)

rgeb_g2.gifDiese Sammlung an denkwürdigen Radiomomenten dient als Fundus, um neue, eigene radiophone Soundstücke zur Geschichte dieses Mediums zu machen und - als Präsente an die Kunst - zur Art's Birthday Feier am 17. Jänner 2007 zu streamen. Die Live-Streams von Orten aus aller Welt werden vor Ort das Klangambiente im ORF Kulturcafé in der Argentinierstraße wesentlich mitgestalten; wir hören in die aktuellen Streams rein, anwesende KünstlerInnen können spontan darauf reagieren und die Audiostreams in ihre Live-Performances einbauen; und schließlich gehen sie in der Kunstradio-Sendung auf Ö1 on air ...
Im ORF Kulturcafé sorgen unter anderem GipsyRadio, Volkmar Klien, Friedrich Tietjen, Tonic Train (Sarah Washington und Knut Aufermann), junge LiteratInnen der Gruppe Wortwerft und Mitglieder der Wiener Poetry-Slamszene Textstrom für einen abwechslungsreichen, wenngleich dichten Abend mit vielfältigen historischen wie gegenwärtigen Bezügen und Geschichten zum Medium Radio.

Bei Rückfragen sind wir unter kunstradio@kunstradio.at erreichbar.

Sagt es weiter, bringt FreundInnen mit - und kommt zur Art's Birthday Party in Wien!

Dem ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen - ausser: Mitmachen!
Und dann natürlich am 17. Januar den Kunstgeburtstag zünftig mitfeiern. Beispielsweise in Wien oder eben mit den WienerInnen, insofern es an besagtem Datum auch einen Livestream geben wird (von 20:00 bis 24:00 CET bzw. von 19:00 bis 23:00 GMT).
Aber keine Sorge, an diesen Anlass wird das brave Medium dann noch rechtzeitig erinnern!

Von miss.gunst am 08.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.12.06

Stimme, Ohr, Radio

sor_ksw.gifIst doch eigentlich klar: Damit letzteres funktionieren kann, braucht es idealerweise nicht nur Technik, sondern auch die ersteren beiden.
Obwohl: Stimmt das noch so, wenn wir es mit elektronischer Musik zu tun haben? Stimm- und sprachlos - jedenfalls was menschliche Organe angeht - kann die nämlich auf jeden Fall sein.
Und wer hört, wenn niemand spricht?

Nun gut, zugegeben: Arg philosophische Fragen. Und es ist kaum anzunehmen, dass sie gestellt werden im Rahmen der zweiten Tagung in der Reihe "Stimme, Ohr, Radio", die diesmalnämlich zum Thema "Elektronische Musik zwischen Pop und Kunst" stattfindet. Um genau zu sein: Heute (07.12.06) ab 09:00 Uhr in der Aula der Uni Basel und abends ab 21:00 im Sudhaus Warteck für das Abendprogramm.

sor_id_g.gifVeranstaltet wird die Tagung vom Institut für Medienwissenschaften in Kooperation mit der HKB Bern, und da das Medium das Programm (als pdf auf den Seiten des ifm Basel) in der netten Nachbarschaft bei digital brainstorming bereits ausführlicher vorgestellt hat, kann an dieser Stelle vielleicht die besondere Empfehlung genügen, nach den Vorträgen und Diskussionen des Tages noch ein bisschen Energie für den Abend aufzubehalten.

Da gibt es im Sudhaus nämlich nicht nur ein Performance-Programm von und mit Studierenden der HKB Bern. Sondern anschliessend ist dann wirklich elektronische Musik angesagt, mit dem Live-Soundsquad unseres Schweizer Lieblingsnetzlabels interdisco.

[Bildchen: Ist der lvsq-Flyer. Hat ikonographisch mit Stimme Ohr Radio offenkundig eher nichts zu tun. Mit elektronischer Musik? Anständig tanzen lässt sich zu der aber ganz sicher nicht, wenn man einem der grössten Modeirrtümer der Geschichte anheimgefallen ist, igitt. Aber vielleicht steht ja Hühnchen auf der Speisekarte im Sudhaus.]

Von miss.gunst am 07.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.12.06

diy gender (thaemlitz)

tt_tsr_ksw.gifKlingt vielleicht ein bisschen seltsam. Und ist vor allem ein Veranstaltungshinweis für diejenigen, die dieser Tage in Berlin weilen.
Aber nicht nur das.
Klingt noch ein bisschen seltsamer? Gut so.

Nichtsdestoweniger: eine Ursache. Handelt sich nämlich nur um die Empfehlung einer Veranstaltung, die am heutigen Mittwoch (06.12.) abend im Tesla Berlin stattfinden wird, und zwar in der Reihe Radio Tesla.

tt_tsr_g.gifDie hat sich im Wonnemonat Dezember nämlich dem nicht nur herzerwärmenden Thema "Sex" verschrieben. Zu Gast ist dort heute Terre Thaemlitz mit seinem/ihrem trans-sister radio.

Mangels Direktübertragung (beseit: wie man sie sich für diese Reihe ja eigentlich wünschen würde - aber so weit reicht weder die Kooperation mit Deutschlandradio Kultur noch die Lizenz von Radio1:1. Leider.) ist das zwar nur vor Ort und Live zu haben.

Bietet aber immerhin Gelegenheit, den geneigten LeserInnen einen Besuch der Heimseiten von Thaemlitz und seinem/ihrem Label comatonse zu empfehlen, entweder ergänzend zur Abendveranstaltung oder eben, so unerreichbar, als Substitut für diese.

Dort hat es nämlich nicht nur das Skript von trans-sister radio. Sondern auch Einiges an guter elektronischer Musik, leckere Releases zum Bestellen sowie Lesenswertes zum Thema. Zum Thema? Ja, genau. DIY Gender nämlich.

Von miss.gunst am 06.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.12.06

Roböxotica 2006

rboe06_ksw.gifKürzlich in Berlin die Plakate gesichtet und voreilig falsche Hoffnung geschöpft: Natürlich findet die Roböxotica auch dieses Jahr wieder in Wien statt. Und zwar ab dem heutigen Dienstag (05.12.06), satte sechs Tage lang.

Mal eben hinsausen ist mindestens für das Medium leider so gar nicht drin. Bleibt also nur, wie schon in 2005, das Ganze aus der Ferne anzuhimmeln.

rboe06_g.gifDas Setting bzw. Programm des - nunja, in der Tat etwas exotisch untertitelten - "Festivals für Cocktail-Robotik" (warum es so heisst, erklärten zwei Vertreter des Veranstaltungsteams 2004 im Interview mit dem bzw. für das Phlow-Mag) ist eigentlich wie gehabt: Es gibt eine Ausstellung, Präsentationen und Parties. Sowie ein Symposium, welches sich heuer den "Regulierungsträumen" bzw. dem Verhältnis von Robotik und Kybernetik zu widmen verspricht.

Alle wichtigen Basisinfos jedenfalls auf den Heimseiten von Roböxotica. Und ob sich über Details des Geschehens und insbesondere der beteiligten (Cocktail-)Roboter noch mehr Wissenswertes herausfinden lässt, werden wir in den nächsten Tagen vielleicht noch sehen.

[Bildchen: Die fesche Cocktailroboterdame - seit je bei Roböxotica dabei, ergo wahrscheinlich ein Porträt der Gründerin?) - kennt die geschätzte LeserInnenschaft natürlich noch vom letzten Jahr. Umso mehr freute sich das Medium, sie heuer bereits leicht angeschickst wiedergegeben zu finden. Hat aber sicher nichts damit zu tun, dass eben dieses Bild für die neue Translation ins Russische wirbt und Wodka-Cocktails ihr sicher besonders munden. Wobei wir seit Lutz Dammbecks letztem Film ja wissen, das die US-amerikanische Kybernetik eben eher andere Drogen favorisierte. Insofern...]

Von miss.gunst am 05.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.12.06

blipfestival

bf06_ksw.gifKann sein, dass das Ganze zur Stunde sogar noch im Gange ist, wenn man die Zeitverschiebung mit einkalkuliert. An und für sich genommen waren es aber die letzten Tage, während derer in New York das Blipfestival 2006 begangen wurde, so dass es diesen Sonntag eben auch in sein Finale rauschte.

Anders gesagt: Diejenigen, die nicht dabei sein konnten, haben jetzt zwangsläufig das Nachsehen.

bf06_g.gifWeil es aber nun mal so schön in die Reihe der aktuellen Einträge mit eindeutiger 8bit-Schräglage passt - und weil wir uns in diesem Fall auch glücklich schätzen können, es mit einigermassen netzkompatiblen Medienproduktionen zu tun zu haben, lohnt sich durchaus auch ein nachträglicher Verweis.

Denn erstens haben die Macher des Blipfestivals - die treuen LeserInnen bereits bekannte Initiative The Tank (ja, das Bentfestival lässt grüssen) sowie die ebenfalls in diesem Log bereits bedachten und nicht weniger rührigen 8bitpeoples - auf dessen Heimseite neben leckeren Fotos auch weidlich Anker zu allen TeilnehmerInnen gesetzt. Ergo ein wunderbares Adressenarchiv angelegt, von dem aus man sich zu schieren Mengen einschlägiger Audioproduktionen weiterhangeln kann.

Und zweitens hat das Blipfestival auch eine Blipfestival-myspace-Seite, auf der es fleissig dudelt, im Blipfestival-flickr-Pool sammeln sich die ersten Bilder und bei youTube ist auch schon das erste Blipfestival-Video abgelegt worden.

Könnte man ja fast auf den Gedanken kommen, dass man in Zeiten von Web 2.0 gleich daheim auf dem Kissen hocken bleiben kann?
Ach was. Oder gibts hier vielleicht jemand, der angesichts von Rezepte-Blogs und Kochshows auf eine leckere Mahlzeit mit Freunden verzichten möchte? Eben.

Von miss.gunst am 04.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.12.06

game + art, art + game

aga_ksw.gifWeil es einfach zu gut zum gestrigen Hinweis auf die Pong.Mythos-Ausstellung passt: Gleich noch eine Schau, die sich mit Kunst und Computerspielen befasst.
Um die zu sehen, muss man freilich schleunigst das Köfferchen packen und gen Belgien reisen.

Art + Game heisst das Ereignis, das seit Freitag und noch bis Montag vom imal Interactive Media Art Lab in Brüssel ausgerichtet wird.

aga_g.gifIn der zugehörigen Ausstellung vertreten sind sozusagen die üblichen Verdächtigen des Metiers und das haupsächlich mit Klassikern - oder eben neueren Arbeiten zu klassischen Games.

Jodi beispielsweise haben sich dieses Jahr wieder einmal einem Shooter zugewandt sind mit einer Max Payne-Mutation dabei (Max Payne Cheats Only). Und natürlich wurde auch die beliebte Pain Station von Volker Morawe und Tilman Reiff aufgebaut.

Vielleicht zum Ausgleich, dass viele andere - wie zum Beispiel der in diesem Log.Buch schon ausführlicher vorgestellte Cory Arcangel - fehlen, kommt heute Nachmittag im Rahmenprogramm der Film "8bit" zur Aufführung.
Leider auch noch nicht gesehen. Aber die Dokumentation über die hohe Kunst, Gameboys tanzbare Töne zu entlocken und Supermario mal eben beiseit zu stupsen, damit man wunderbare Wolkengemälde zaubern kann, scheint doch ziemlich gut geworden zu sein. Mit dabei sind hier jedenfalls nun wirklich nahezu alle, die kreativ ihre Konsolen und Chips bearbeiten.

aga_g8.gifDa wahrscheinlich wenige LeserInnen (geschweige denn das Medium selbst) heute mal eben nach Brüssel flitzen können und unter den Aufführungen (noch) keine für die Schweiz angekündigt ist, heisst es aber wohl erst mal mit Standbildern, Trailer auf der Heimseite des Films und obendrauf, wer ein Herz für Exotik hat, den wenigen Schnipseln vorlieb nehmen, die sich in einem Mini-Bericht von ABC World News eingebaut finden.

Ansonsten halten wir es aber mit dem Kollegen vom GayGamer.Net, der seine Besprechung des Vilms (und seiner ansehnlichen Protagonisten) mit den weisen Worten endet:
"Now let’s just hope there’s a DVD release or something, so you can see it."
Wie wahr.

Von miss.gunst am 03.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.12.06

ping? pong!

pomy_ksw.gifWas macht man, wenn man die Vitalität eines Servers testen will? Genau, man pingt ihn an.
Pong, das Computerspiel der ersten Stunde, macht das sozusagen von und mit sich selbst. Kein Wunder also, dass der Mythos lebt.

Eigentlich ist das ja nichts Neues. Und die gleichnamige Ausstellung - Pong.Mythos - hat im Frankfurter Museum für Kommunikation schon ihre wievielte Station (die dritte nach dem WKV Stuttgart und der Games Convention Leipzig, um genau zu sein.)

pomy_g.gifTatsächlich hat das Medium gerade eben sogar in seinem Zettelkasten nachgewühlt, weil es der festen Überzeugung war, die schöne Schau - für die mit Andreas Lange vom Computerspielemuseum geballte Kompetenz kuratorische Verantwortung trägt - in diesem Log.Buch bereits gewürdigt zu haben.
Aber, hoppla, das war glatt an anderer Stelle gewesen - nämlich im Kunst-Bulletin vom April diesen Jahres. Wo man die Besprechung ("Pong - Ein springlebendiger Mythos") glücklicherweise noch online nachlesen kann.

Also genügt es hoffentlich, faul einen Anker auf letzteren Text zu setzen - und für diesmal einfach nur auf die Pong Mythos Party zu verweisen, die am heutigen Samstag (02.12.06) Abend ab 21:00 Uhr im Museum stattfindet.

pomy_g2.gifAbgesehen davon, dass man natürlich an diversen Exponaten fleissig daddeln darf, wird dort zunächst das Gameboy Orchester zünftig aufspielen, hernach übernehmen - nunja, dann wohl mit mehr als 8bit - Soulpatrol a.k.a. Michael Rütten und Jazztones die Plattenteller; dazu gibt es bewegte Wandbilder von eyetrap.net.
Und wenn wir schon mal bei den freundschaftlichen Verweisen sind: Organisiert haben die Party die Kollegen von Dr. Pong - die sich übrigens, wenn sie nicht gerade auf dem Frankfurter RadioX Game-Fans mit Futter versorgen, auch gerne (medien-)wissenschaftlich mit Computerspielen beschäftigen.

Wird sicher, weil eben in musealer Atmosphäre, nicht das rauschendste Fest - aber garantiert trotzdem sehr nett.
Für diejenigen, denen das Frankfurter Museumsufer für einen Abendspaziergang doch ein bisschen weit entfernt ist, zum Schluss noch ein kleines Trotzpflästerlein: Nicht grad demnächst, aber immerhin nächstes Jahr, wird Pong Mythos im Kornhausforum Bern, also endlich auch in der Schweiz zu sehen sein.

[Bildchen: Nix Screenshot. Wie so oft eine digital fixierte Gedankenphotographie. So etwas nennt man Prägung.]

Von miss.gunst am 02.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.12.06

Bestiarium ff.

vopf_ksw.gifDas muss zum gestrigen Webradio-Tipp, also Verandis "Klangbuch für imaginäre Tiere" einfach noch nachgereicht werden:
Schliesslich gibt es einen Klassiker zum Stichwort "Bestiarum", in dem zwar keine Katzenfische blubbern bzw. maunzen, durchaus aber ebenfalls ziemlich imaginäre Tiere zu Wort bzw. Laut kommen dürfen.

Nämlich Mauricio Kagels gleichnamige Klangfabel.

Die 1975/1976 enstandene Komposition geht nun, wie schon eingangs angedeutet, nicht von imaginären Tieren im Borges'schen Sinne aus. Sie entfaltet sich vielmehr aus der Assoziation mit Vogelstimmen, für die klassische Lockpfeifen in Anschlag gebracht werden.
Wobei es sich hier im Grunde genommen ebenfalls um imaginäre Vögel handelt:
Zunächst einmal jene, die - sozusagen jägerwunschgemäss - in der Einbildung ihrer Artgenossen ertstehen sollen, so das Pfeifchen hinreichend lebensnah und plausibel tschiept. Logisch dann aber auch, dass der Mensch seinem eigenen Blendwerk ebenso leicht zum Opfer fallen könnte.

vopf_g.gifNun sind die Vogelstimmenpfeifen für Kagel selbstredend nur Ausgangspunkt bzw. Arbeitsmaterial und Instrumente.
Auf die Bühne gebracht, kombinierte sie der Komponist beispielsweise noch sehr anschaulich mit aufblasbaren Gummitieren, die er - Luft rein, Luft raus - sehr eindrucksvoll das zuvor mindestens scheinbar quietschfidele Leben aushauchen liess.

Heinz Josef Herbort, der seinerzeit bei der Premiere des Stücks zugegen war, hat das offenbar nicht ganz so gut gefallen - wie sich in seinem online archivierten Artikel in der ZEIT (vielsagend "Blähungen" betitelt) nachlesen lässt.

Da würde man sich natürlich nun gerne ein eigenes Bild machen?

Akustisch geht das grad noch, das Stück ist schliesslich auf Tonträger publiziert. Und mit ein bisschen Glück kann man seine "Funkfassung" auch mal im Radio erhaschen (so - wohl zuletzt - 2005 im Rahmen des Themenkonzerts "Histoire Naturelle" beim WDR; wie bei zeitgenössischer Musik so üblich leider nicht online als mp3 archiviert).

2000 hat Kagel dann mit dem WDR Köln eine Fernsehfassung fertiggestellt.
Diese ist unter der - ansonsten ziemlich beeindruckenden - Auswahl von Kagel-Filmen, die das nicht von ungefähr in diesem Log.Buch regelmässig verankerte, weil sowieso wunderbare UBUweb bereitstellt, zwar nicht vertreten.
Immerhin gibt es aber im online-Archiv der neuen musikzeitung einen kleinen Artikel von Gerhard Rohde dazu, der ein wenig Einblick gibt.

Und vielleicht schon mal vormerken:
Im kommenden Jahr feiert Mauricio Kagel seinen 75. Geburtstag - und in diesem Zuge wird es unter anderem im Rahmen des "Festival Printemps des Arts" in Monaco eine ganze Reihe von Aufführungen seiner Werke geben, die zum Teil auch selbst begleitet bzw. dirigiert.
Und darunter soll dann auch (terminiert auf den 30.03.07) das "Bestiarium" sein, in einer Inszenierung des einschlägig renommierten TAM Theaters Krefeld.
Ist noch ein bisschen hin und Monaco liegt nicht direkt um die Ecke. Aber für den Fall, dass die Côte im Frühjahr sowieso lockt, wäre das ja eine nachgerade ideale, wenngleich wohl auch etwas mondäne Gelegenheit, ein weiteres Mal den Lauten imaginärer Tiere nachzuspüren.

[Bildchen: Sieht man ja hoffentlich, was es ist. Oder sein soll: Eine direkt der Voliere enthupfte Vogelpfeife. Wirklich.]

Von miss.gunst am 01.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)