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11.12.06

popupshop mit frfr

frpus_ksw.gifNein, das ist kein Verschreiber. Auch wenn PopUp-Bücher ebenfalls eine ganz grossartige Sache sind: In diesem Fall ist wirklich ein Laden gemeint. Und zwar einer, der für drei schöne Tage in Frankfurt aus dem Boden geschossen ist.

So etwas passiert natürlich sowieso alle Tage. Sei es im Zuge des allgemeinen Ladensterbens, in dem Nachfolger dann nach kurzer Versuchsphase ebenfalls wieder dicht machen undsoweiter. Sei es, wie beispielsweise auch zur Basler Kunstmesse, dass eine Designermoden-Dependance an der Kaufkraft der BesucherInnen partizipieren will und mal eben in irgendeinem temporär veredelten Provisorium mitglittert.

frpus_g2.gifWäre aber im einen wie im andern Fall nicht eben verdächtig, diesem Log in den Rader zu gehen, oder? Wobei die Assoziationen so falsch nicht sind.

Denn: Auch dieser spezielle PopUpShop hat sich als Laden temporär und provisorisch eingerichtet - nämlich in der Cantina im Frankfurter Gutleutviertel (hauptsächlich bekannt als Sommerfrische nächst dem Tanzhaus West).
Und es gab ebendort sehr schicke DesignerInnen-Mode zu erstehen. Sogar ausschliesslich Einzelstücke.

frpus_g1.gifNämlich von dem hauptsächlich in Trier beheimateten, weil dem FH-Modedesign entwachsenen sowie u.a. nach Frankfurt und Offenbach vernetzten Mini-Label frfr*, dessen Philosophie es ist zu jedem Popupshop eine passende Designlinie zu entwickeln:

"Das Label frfr orientiert sich an Vintage und Trashkultur, und passt sich jeweils an die vorgefundenen Orte an. frfr drückt eine Konsumkritik aus, während gleichzeitig eine Marke kreiert wird. Durch Veränderung alter, vorgefundener Dinge und das Annähen des Labels wird der Gegenstand aufgewertet, sozusagen wird der Prozess des 'Brandings' konterkariert."

Soweit die Theorie. Und die Praxis? Funktioniert prima, sieht umwerfend gut aus, fühlt sich verführerisch gut an und weckt rasendes Begehren, welches (naja, ab da bleibt die Sache mit der Konsumkritik ein wenig auf der Strecke oder kommt wenigstens auf Seiten der potentiellen Kundschaft nicht mehr an) schleunigst befriedigt werden will. Das Allerschönste in diesem Moment: Dagegen feit allenfalls die Qual der Wahl. Denn die Preise unterscheiden sich doch (noch) deutlich von denen, die man in den eingangs erwähnten Labelshops zahlt.

frpus_g3.gifDazu musste man nicht mal mehr von der extrem angenehmen Stimmung rundum in Laune gebracht werden. Die nämlich total Emo war.
Äh wiebitte? Wird im nächsten Eintrag erklärt.
Für heute erstmal ein: So soll es sein! auf des Re-Design von frfr.
Etwas besseres kann Omas Bluse, einem ollen Kissenbezug und einem Wollwert-Pulli kaum passieren, als sich (ohne Regenschirm) mit einer Nähmaschine auf einem Seziertisch zu treffen.

* Leider hat die Modeproduktion von frfr noch keine Extra-Heimseite - weil sie nämlich nicht nur unter dem Dach, sondern sozusagen in Personalunion mit dem PopUpShop existiert floriert. Auf dessen virtueller Präsenz lässt sich aber nicht nur das Credo von frfr abholen, sondern - so man ein bisschen länger lugt - auch noch mehr...

Von miss.gunst am 11.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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