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28.02.07
klänge pflanzen, blätter ernten (bosshard)
Schlichte Gemüter könnten meinen, es sei nicht gerade Gartensaison. Aber mal ganz davon abgesehen, dass dieser Winter keiner war und wohl auch keiner mehr werden wird: Klanggärtnerei ist sowieso eine Kunst, die ein etwas anderes Verhältnis zu den Jahreszeiten pflegt als die Basisdisziplin, auf die sie baut.
Was ja nicht gleich bedeuten muss, dass sie Witterung, Klima, Bodenverhältnisse und Wachstumszyklen ignoriert.
Mindestens gilt das für die Klanggärtnerei, wie sie Andres Bosshard betreibt. Welche Setzlinge er mitbringt und platziert, ob er neu sät, umtopft, propft oder auch mal behutsam beschneidet - alles bildlich gesprochen natürlich, weil die Gartenarbeit mit Field Recordings und eigenen Kompositionen betrieben wird - hängt ganz vom jeweiligen Ort ab. Und das kann eine Landschaft sein, ein Gärtlein, ein Park. Aber genauso gut ein Stadtviertel oder der Bahnhofsplatz.
Treuen Fans von HOME MADE muss man derlei eigentlich nicht erzählen. Schliesslich ist Bosshard seit Beginn der Projektaktivitäten als Mitwerker dabei - und tauchte entsprechend auch schon häufiger in diesem Log.Buch auf.
Weshalb heute eigentlich nur - um den Zettelkasten mal beim Wort zu nehmen - zwei aktuellere Lektüren aufgenommen werden sollen. Beide Male Texte in Schweizer Zeitschriften. Und wie es der Zufall (sic) so wollte, jeweils die das erste Heft des laufenden Jahrgangs:
Nämlich das Hochparterre sowie das Kunst-Bulletin vom Januar-Februar.
Verweistechnisch auf den letzten Tag des Monats kurz vor knapp - um nicht zu sagen: Schon zu spät, denn ab morgen früh liegen an den Kiosken schon die März-Hefte aus.
Dass das Hochparterre sein online-Archiv noch nicht auf 2007 umgestellt hat, macht in diesem Fall nicht so viel - online gibt es dort eh nur reine Titellisten, Text und Bilder dagegen ausschliesslich in Papieform käuflich zu erwerben.
Hingegen stellt das Kunst-Bulletin fast alle Texte - und grundsätzlich alle Porträts und Features - zeitgleich mit dem Heft ins Netz, wo sie dann später auch übers Archiv frei abgerufen werden können.
Und das gilt natürlich auch für den über Andres Bosshard.
Eins allerdings kann die online-Variante nicht bieten: Die vielen Abbildungen, mit denen so eine Werkschau daherkommt, hat es nur im Heft (und dementsprechend komisch komprimiert schaut dann auch das Textchen dazu aus).
Aber wie auch immer. Der Eintrag in den Zettelkasten musste einfach sein - und vielleicht interessiert es ja auch die eine oder den anderen. Für FreundInnen der Klanggärtnerei jedoch sind die Hefte eigentlich schon ein Muss.
[Bildchen: Aufnahmen aus dem HOME MADE Archiv von Kollegen Sternenjäger - bei dem es übrigens auch ein schönes Gespräch mit Andres Bosshard als Podcast gibt.]
Von miss.gunst am 28.02.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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