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10.02.07

tag der archivierten klänge (mit WRT)

tdam_ksw.gifWieder mal eine wirklich sinnvolle Alternative zum traditionellen Festtagsgewese. Zumal ein "Tag der archivierten Klänge" möglicherweise sogar noch bessere Chancen hat, auch längerfristig eine grössere Anhängerschaft zu mobilisieren als der "Tag des monophonen Geräusches", zu dessen Begehung vergangenen Dezember aufgerufen wurde (s.d. Eintrag vom 10.12.06).

Erstmal allerdings handelt es sich nur ganz bescheiden um einen entsprechend benamsten Themenabend im Rahmen des (zweiten) "Kleinen Field Recordings Festival", für welches an dieser Stelle ja bereits weidlich geworben wurde.
Und das - da der in Aussicht gestellte Livestream durch radioINCORRECT ja mindestens am Mittwoch tatsächlich funktionierte - vielleicht auch ausserhalb Berlins den einen oder anderen Fan gefunden hat.

Mindestens am Donnerstag ging, da die Konzerte an anderem Ort stattfanden, in Sachen field recordings-Strömen leider nichts - umso mehr heisst es heute auf Verflüssigung der Übertragungswege hoffen. Und zwar den dezenten Hinweisen von Rinus van Alebeek folgend bereits mittags ab 14:00 Uhr (mit Momus, Kate Donovan und Marco Lampis im bzw. aus dem netten le petit mignon).

Wobei dann der heutige Abend natürlich idealerweise vor Ort wahrgenommen werden sollte. Denn die Öffnung der Klangarchive findet im takt kunstprojektraum statt.

tdam_g.gifDas passt insofern gut bzw. wurde mit Vorbedacht so eingerichtet, da hier parallel ein work-in-progress namens "Found Tapes Found Sounds Found Recorders" läuft. Was wiederum nicht nur prima an den Gegenstand des gestrigen Eintrags andockt, der ja ebenfalls einer Medienarchäologie gewidmet war. Sondern natürlich auch wunderbar zum Thema Tapes passt, dem dieses Log bekanntlich ebenfalls zugeneigt ist.

Sicher muss man nicht immer suchen, um zu finden - im Fall flüchtiger Dinge wie Klänge und Richtung Hades segelnder Apparategenerationen bzw. der für sie produzierten Tonträger dürften freilich eine gewisse Findigkeit und gezielte Suchbewegungen durchaus förderlich sein. Nun, welcher Methode man sich auch immer befleissigt: Der taktraum lädt dazu ein, sie in besagter Ausstellung zu präsentieren.

Eine gute Gelegenheit, den Stand der Dinge zu überprüfen, gibt es eben nun heute Abend zum gegebenen Anlass. Sicher werden die Klänge, die Wolfram DER Spyra, Udo P. Leis, Nicolas Weiser (auch als Mitglied des Laptoporchesters bekannt), Rob Curgenven und Lasse Marc Riek (von Gruenrekorder) aus ihren Archiven lupfen (mal gemutmasst: dabei ganz ähnlich ganze Welten ausfaltend wie weiland Benjamin, als er seine Bibliothek auspackte) ein weiterer Ansporn sein, beim Finden von Tapes, Sounds und Recorders noch einen Endspurt einzulegen. Und diese dann hoffentlich auch brav in den takt kunstprojektraum zu tragen.

Letzterer wird übrigens ab Ende kommender Woche (schon mal vormerken: 17.02.07) eine Ausstellung mit dem vielversprechenden Titel "Acoustic Flux" zeigen, in der auch einer der Festivalteilnehmer vertreten ist - nämlich Harold Schellinx. Seines Zeichens ebenfalls nicht nur Klangforscher, sondern auch Medienarchäologe. Aber dazu dann morgen noch mehr...

[Bildchen: Haben offensichtlich nicht so direkt mit dem Tag der archivierten Klänge zu zun. Obwohl es sich tatsächlich um Found Tapes handelt. In diesem Fall vom Medium im Wikipedia-Eintrag zu - genau: Tape erkrabbelt; für die wunderschöne Vorlage und v.a. deren Bereitstellung unter CC-Attribute-ShareAlike-Lizenz, der hiermit auch die Mutation unterstellt wird, sei André Karwath aka Aka gedankt.]

Von miss.gunst am 10.02.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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