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14.02.07
wind, wetter, schnee und feldman (WRT)
Wie neulich schon mal festgestellt, ist der Mittwoch - natürlich unabhängig von Wind, Wetter und Schnee - eigentlich immer ein guter Radiotag. In Berlin kann man zu den Radio Tesla-Abenden ins Tesla gehen - die leider allerdings so ganz und garnicht radiogemäss nur als lokale Aufführung zu haben sind.
Für nicht Ortsansässige kann jedoch wieder einmal die bereits bewährte Alternative eines Webradio-Tipps ausgegeben werden.
Der geht ergo erneut an das WDR3 Studio Elektronische Musik.
Dort verpricht uns Martina Seeber heute (wie stets: ab 23:05 Uhr MEZ) durch "Wind, Wetter und Schnee" zu führen.
Während das Medium selber solche Witterungen in seinen GUNSTradio-Sendungen eigentlich lieber kontrapunktisch im Hochsommer positioniert (s. die Einträge vom 15.07.05 und vom 19.08.05 - letzterer auch mit einigen weiterführenden Ankern zum Thema), scheint ihm das angesichts des heuer eher mässig winterlichen Winters gar keine schlechte Idee zu sein: Wenn schon nicht draussen vor der Tür, dann doch drinnen im Ohr einen zünftigen Schneesturm zu erzeugen.
Hierfür holt sich Seeber die denkbar beste akustische Unterstützung ins Studio bzw. wird sie dann wohl auch direkt an uns weitergeben - nämlich mit Morton Feldmans "Three Voices" für Frauenstimme und Tonband (1982).
Auf der bzw. genau genommen: den sowieso sehr besuchenswerten Morton Feldman Page(s) von Chris Villar kann man dazu unter den Texten übrigens einen kurzen Beitrag von Joan La Barbara nachlesen - die damals die besagte "Frauenstimme" verkörperte:
"In the faster version, one is suddenly propelled into the storm from the infinite stillness of intricate chords, and I felt O’Hara’s image of the bear in the snowstorm, trapped in the ball of whirling snow that never fell: 'Nothing ever fell.' In the slower, ninety minute version, one experiences individual moments in a more precious, luxurious soundscape and perhaps one is drawn to the starkness of the abstract expressionists’ fascination with "nothing" in a more nihilistic sense."
Nun, mit Blick auf die den Stromlinien vom WDR zugedachte Sendezeit werden wir wohl die "faster version" zu hören bekommen.
Passen würde sie jedenfalls, auch zum aktuellen Wetter (mit etwas Wind und weitgehend ohne Schnee). "Nothing ever fell."
Wunderbar.
[Bildchen: Zwar braucht es in Zeiten digitaler Bildbearbeitung keine Kälte, um Schnee zu erzeugen. Auf der Vorlage stieben aber tatsächlich die Flocken. Letztere wurde von Vikram Bajaj der Wikipedia zur Verfügung gestellt, und zwar unter GNU Public Licence, der daher auch die hier publizierten Mutationen unterstehen.]
Von miss.gunst am 14.02.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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