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06.03.07

aesthetics of noise (sangild)

tsan_ksw.gifSozusagen zum Ausgleich der eher brachialen Portion akustischer Praxis eine etwas sanftere Annäherung ans Thema. Und ein wenig theoretische Unterfütterung kann ja sowieso nie schaden.
Weshalb heute mal ein Text zur Ästhetik des Noise in den Zettelkasten wandert.

Der schon deshalb bestens passt, weil er gleich in den ersten Sätzen ein Spektrum aufmacht, das den bisherigen Log.Buch-Einträgen zu Noise recht gut entspricht:

"Noise can blow your head out. Noise is rage. Noise is ecstatic. Noise is psychedelic. Noise is often on the edge between annoyance and bliss. Noises are many things."

Nichts geht über ein solches, klingendes Entrée, das doch gleich Lust aufs Weiterlesen macht. Oder?

tsan_g.gifGut zugegeben: Der nächste Satz heisst "Noise is a difficult concept to deal with."
Aber schliesslich will Torben Sangild in seinem Essay "The Aesthetics of Noise" - eigentlich ein 2002 bei datanom erschienenes Büchlein, dessen digitale Bereitstellung wir dem wunderbaren ubu.web verdanken - ja auch nicht nur poetisch sein, sondern sein Feld durchaus etwas systematischer beackern.

Herausgekommen ist eine angenehm kompakte Reflexion, deren Lektüre dre geneigten, und speziell natürlich der dem Thema zugeneigten Leserschaft hiermit wärmstens ans Herz gelegt sei.
Und vielleicht findet ja der eine oder die andere hernach, dass sich das ganze noch viel schmucker als auf dem Bildschirm im heimischen Bücherregal machen würde? Besagtes Druckwerk, dem der Text entstammt, ist nämlich wohl immer noch bei datanom erhältlich (wenn man dort auf die Buchinfo-Seite gehen will, wird man derzeit allerdings - hoppla - gleich ins zugehörige root-Verzeichnis geleitet, was wahrscheinlich nicht im Sinne der Erfinder ist).

P.S.
Wer des Dänischen mächtig ist oder einfach auf gut Glück mal schauen möchte (ist doch schon so, dass sich manches ja auch ganz intuitiv erschliesst), sei noch auf Torben Sangilds Weblog hingewiesen. In dem es zwar keine eigene Kategorie für Noise hat, wohl aber eine Sparte Musik, aus der - das sehen auch nicht des Dänischen mächtige Medien sofort - gleich jede Menge sympathischer Gegenstände winken.

[Bildchen: Sieht irgendwie aus wie (fast) immer, wenn in diesem Log von Noise die Rede ist? Sicher. Wurde aber doch gewissermassen direkt am Gegenstand imaginiert.]

Von miss.gunst am 06.03.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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