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30.03.07

mcguire, kubin @ fumetto (ffc)

spk_ksw2.gifUnd wieder zurück zum Fumettofestival. Das diesmal wirklich wieder vom Feinsten ist. Man darf eigentlich gar nicht aussetzen mit den Empfehlungen. Eigentlich nicht mal für anstehende Webradio-Tipps wie gestern.

Der muss selbstverständlich vor allem anderen den Pretiosen des aktuellen Tagesangebots gewidmet werden:

Als da wäre um 16:00 Uhr im Kunstmuseum (Luzern natürlich) ein Vortrag von Richard McGuire, der dort mit Arbeiten in der Hauptausstellung des Festivals vertreten ist.

spk_g3.gifGut möglich, dass er den mehr musikorientierten LeserInnen dieses Logs vielleicht noch über seine Zeit bei bzw. mit seiner New Yorker No Wave/PostPunk-Band Liquid Liquid ein Begriff ist. (Falls nicht: Ein bisschen schöner als der her spartanische Wikipedia-Eintrag ist die Seite bei Jahsonic; ein bisschen nahrhafter ein Interview, das Carlo Maramotti mit McGuire zur Geschichte von Liquid Liquid geführt hat. Und für die passende musikalische Atmo des Umfelds lässt sich die MySpace-Hommage à 99records aufsuchen).

Aber bei Fumetto ist McGuire natürlich wegen seiner graphischen Talente zu Gast, die er in den vergangenen Jahrzehnten in allen möglichen Formaten und in denkbar kreativer Bandbreite ausgelebt hat. Einen recht guten Einblick bietet fürs erste das Portfolio bei seinem französischen Verleger Primalinea, wo etwa schon der Micro-Ausschnitt aus dem Microloup-Vilmchen sehr schön die Charakteristik seines Stils vermitteln kann: Klare, Richtung Abstraktion neigende Linie, gewitztes Spiel mit Figur und Grund, Aufsicht und Schnitt - und natürlich jede Menge Bildwitz.

spk_g2.gifMehr davon und noch ein bisschen animierter? Dann könnte vielleicht der randompopeyegenerator das Richtige sein. Wo es schon aus den lieben Rechtsgründen mindestens im Netz keine legale Einsichtnahme mehr in seine Fischinger-Remixes gibt.
Und was McGuire noch so alles macht - von wunderbar skurrilen Kinderbüchern bis zu Spielzeug, lässt sich in den reich illustrierten Artikeln (einer und noch einer) sowie einem Interview bei daddytypes nachlesen und -schauen. Lohnt!

Abends gehts dann Fumettobar, wo Felix Kubin in einem Bühnenbild von Moki aufspielen wird. Erster muss sowieso, aber speziell auch hier nicht nochmals eingeführt werden, weil in diesem Log ja sowieso schon so oft von seinen Produktionen geschwärmt wurde, inklusive diverser Verankerungen.

Und was Moki betrifft, kann man vielleicht auch guten Gewissens einfach einen ausführlichen Ausflug auf die wirklich reichhaltig ausgestatteten und obendrein aufs Leckerste gestalteten Heimseiten der Künstlerin empfehlen. Wo von ihrer Malerei über Comix bis zu den charakteristischen Plüschwolpertingertrophäen undundund so viel zu entdecken ist, dass man damit auch getrost den Abend verbringen könnte. Wenn live nicht immer noch viel schöner wäre.

[Bildchen: Wie in den vergangenen Tagen auch diesmal keine Zeit zur Meta-Kommunikation in Sachen Wiedergabegenehmigungen gehabt. Daher hat das Medium - leider etwas lahm - am Stichwort "Popeye" (abzüglich: random, generator) entlangassoziiert und ein Trüppchen entsprechend müder Spinatfladen mobilisiert, mit denkbar mässigem Erfolg. Für die Grundlagen wie so oft dankbar: Der Wikipedia, dem Gnu; und diesmal noch dem polnischen Produzenten einer prächtigen Portion Rahmspinat dazu.]

Von miss.gunst am 30.03.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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