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19.04.07

köln, konzert

koeko_ksw.gifKöln hat bekanntlich seit den 1990er Jahren an Kunstschaffenden pro Quadratmeter wie auch insgesamt an in einschlägige Produktionszusammenhänge involvierten Menschen deutlich verloren, und zwar Richtung Berlin. Einmal im Jahr ändert sich das für ein paar Tage.
Nämlich zur Art Cologne und allem dem, was an Neben- und Gegenmessen, Ausstellungen etc. drumherum aufgeboten wird.

koeko_g2.gifFrüher war das im Herbst der Fall. Seit einiger Zeit besteht aber die Tendenz, Messen mehr in Zeiten stattfinden zu lassen, zu denen ihre BesucherInnen in den Hallen Schutz vor übermässiger frühlingshafter Sonneneinstrahlung finden können. Wie zum Beispiel eben jetzt, wo nach Frankfurt mit der FAFF und Düsseldorf mit der DC eben Köln mit seiner Art und dem Open Space lockt. Und dem von der European Kunsthalle organisierten erweiterten Galerierundgang (eigentlich eine Ausstellung namens Köln Show 2) und Kunst im Stadtraum (Modelle für Morgen) und so weiter.

Aber das nur nebenbei. Denn nur für den Fall, dass sich jemand tatsächlich im Rheinland aufhalten oder eigens dorthin begeben haben sollte, darf sie/er eines nicht versäumen: Sich in den Kölnischen Kunstverein zu begeben. Dort läuft schon seit Anfang März eine wirklich sehr sehr schöne und spannende Ausstellung mit dem Namen "Museum of Noise" (von und mit Arbeiten von Marc Bain - der in diesem Blog schon mal begegnete, als er bei den Schweizer dorkies zu Gast war - und James Beckett, dessen Partial Museum of Noise vor gut zwei Jahren mal in diesem Log.Buch verankert wurde). Da seinerzeit stante pede in Augen- und Ohrenschein genommen, sollte es hier eigentlich schon längst einen entsprechenden Exkursionsbericht gegeben haben.

koeko_g1.gifHat es, weil sich zwischen Exkursionen immer so viele tagesaktuelle Dinge sammeln bzw. entsprechende Hinweise zu geben sind, leider noch nicht. Und für heute muss es tatsächlich auch erstmal ein eiliger Eintrag der letzteren Kategorie sein: Heute Abend gibt es im Kölnischen Kunstverein nämlich im Anschluss an die Vorstellung eines Happening & Fluxus-Archivprojekts namens "Der springende Punkt" (ab 19 Uhr) zwei Konzerte.

Erst einmal Matthias Muche - den manche noch über die sonoaviatik-Experimente mit Andres Bosshard im Zuge von Playground Robotics oder aus der chachelihöll kennen dürften - mit seinem Intubator-Projekt.

Und danach wird James Beckett zusammen mit drei weiteren Mitgliedern des N-Collective - Nicolas Field, Morten J. Olsen und Koen Nutters - in sonore Aktion treten.

Also, falls vor Ort: Klarer Fall von Hingehen, oder?

[Bildchen: Ist, wie man sich schon auf den ersten Blick denken kann, mal wieder eine Notlösung. Diesmal eben zum KölnKonzert ein leicht verzerrt sonores K. Was, nebenbei bemerkt, natürlich auch unterstreichen soll, dass ersteres nicht mit historischen Cologne Concerts verwechselt werden darf.]

Von miss.gunst am 19.04.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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