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14.05.07

DIY tipps für wege zum ruhm und mehr (fiber)

fibst_ksw.gifGirls just wanna have... whatever. Vielleicht ja auch ein Stück vom Glück im Musikbusiness? Ganz sicher jedenfalls nicht: Immer wieder das alte Lied aus der Ohrwurmkiste hören, das von den besten Chancen im Groupietum für die jeweils nächste Generation von Boy-Bands leiert - ob sich letztere nun aus Casting-Shows rekrutieren oder als Laptop-Orchester formieren. Selbst Diamanten sind ein denkbar schlechter Ausgleich, wenn man Frau lieber eigene Sounds auf die Bühne bringen will.

Aber wie funkioniert das in einer Szene, die bekanntlich nach wie vor tendenziell von so genannten Old Boy Networks dominiert wird? [Nein, nicht diesem hier - dann sähe die Sache sicher anders aus...].

Ob diese Frage am vergangenen Wochenende auch bei m4music diskutiert wurde, weiss das Medium qua Abwesenheit leider nicht zu sagen - wichtig wär's sicher mal gewesen, im (Konferenz-)Programm stand davon allerdings nichts zu lesen.

Besser daher, gleich gezielt zu einer Publikation zu greifen, die direkt diesem Thema gewidmet ist.
Die auch sonst und überhaupt allerwärmstens zu empfehlende Wiener Zeitschrift fiber, die seit 2002 Heft für Heft "werkstoff für feminismus und popkultur" bietet, hat im vergangenen Sommer das rampenfiber-Festival veranstaltet, bei dem es neben Konzerten und Performances auch eine ganze Reihe von Panels gab, die einschlägige Fragen, Probleme und Perspektiven beleuchteten.

fibst_g1.gifDeren Beiträge versammelt die zehnte Ausgabe von fiber (erschienen Oktober 2006), nicht nur dem prächtigen Cover nach sozusagen eine goldene Schallplatte im Heftformat. Drin nämlich jede Menge informative, inspirierende und leckere (meist in der Tat: sowohl als auch und obendrein) Beiträge von Musikerinnen, Künstlerinnen, DJs, VJs, Bookerinnen und anderen Aktiven wie beispielsweise Bernadette La Hengst, Susanne Kirchmayr aka Electric Indigo, den tollen Schwestern Brüll, Christiane Rösinger undundundund sowie verschiedenen nicht minder spannenden Theoretikerinnen (meistens sind übrigens letztere auch in der Praxis aktiv und vice versa).

Dieses jüngste in einer Reihe nicht weniger lesenswerter fiber-Hefte (siehe auch das online-Heftarchiv) lagert zugegebener Massen zwar schon länger im heimischen Zine-Stapel. Wurde aber aus gutem Grund gerade heute aus selbigem hervorgezogen: Weil nämlich im Zuge der jüngsten Wien-Exkursion eine ganze Menge feiner Sachen im Kulturbeutel gelandet sind, die sinn- und sachgemäss anschliessend in den nächsten Einträgen vorgstellt werden sollen.

Kleiner nützlicher Hinweis zum Schluss: Wie auf den fiber-Distributionsinfo-Seiten zu sehen, ist diese wunderbare Zeitschrift in der Schweiz nicht grad an jeder Ecke zu bekommen. Was nun wirklich kein haltbarer Zustand ist. Oder?
Wie gut, dass es fiber auch im Abo gibt.

[Beiseit: Wobei das Medium schwören könnte, in Zürich sei sie durchaus mal zu haben gewesen. Und lag sie nicht auch in der shedhalle aus? Oder träumt uns das grad? Na, wie auch immer...]

[Bildchen: mal wieder zu blöd gewesen, rechtzeitig nachzufragen. Daher interim erstmal eine schnöde selbstgebastelte Aushilfskraft.]

Von miss.gunst am 14.05.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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