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16.05.07
feste feiern, DIY
Nicht, dass das hier ein Party-Log wäre. Aber dieser Anlass will nicht nur gefeiert werden, sondern ist auch aus der Ferne einen wild winkenden Eintrag wert - zumal DIY dabei ganz gross geschrieben wird (und Musik Medien Kunst sowieso dazugehören, wie man sich schon denken kann):
Heute startet nämlich das Ladyfest Wien!
Wer hier feiert, scheint angesichts des Titels gleich schon mal ausgemacht - ganz so simpel ist es allerdings nicht, denn unter anderem ist es schöne Tradition der Ladyfeste, auch die Geschlechterverhältnisse zum Tanzen zu bringen.
Schöne Tradition? Genau. Wissenswert ist nämlich - gleich mal als Info für diejenigen eingestreut, die tatsächlich noch nie etwas von selbiger gehört haben sollten: Das Label Ladyfest steht für ein Veranstaltungsformat, das sich ausgehend von den USA in den vergangenen Jahren feiernd Richtung weite Welt und ergo auch nach Europa ausgebreitet hat (leider ist die einstmals wunderbar bestückte ladyfesteurope.org-Seite mittlerweile perdu, eine Alternative wird derzeit bei MySpace aufgebaut). Jedenfalls: Allein in Wien ist die aktuelle Ausgabe bereits die dritte.
Was nun alle Ladyfeste miteinander gemeinsam haben, so unterschiedlich die Programme auch ausfallen mögen: Es handelt sich um kollektive Produktionen, die nicht nur Musikerinnen und Performerinnen auf die Bühne bringen wollen, um mehrere Tage lang zünftig Party zu machen. Das auch. Vor allem aber geht es um Raum für Produktion und Ermunterung zur Produktivität - den Austausch von Know-How und eben Workshops mit DIY-Tipps für musikalische, mediale sowie [sic!] individuelle und soziale Kreationen eingeschlossen. DIY Gender-Workshops gibt es nämlich auch.
Das entsprechende Angebot beim diesjährigen Wiener Ladyfest lässt sich bequemstens den jeweiligen Programmübersichten (Konzert/Performance/Bühne und Workshops) entnehmen - und dazu hält das Ladyfest07-Wiki auch noch allerlei Weiteres wie Hintergrundinfos zu den beteiligten Bands, Propaganda-Materialien zum Selbstausdrucken und Weiterverteilen, Links etcetera bereit.
Wie wörtlich die Experimentierfreude nicht nur in Sachen Gender genommen wird, lässt sich übrigens gleich heute Nacht bei der Eröffnungssause im Tempel testen. Die ist nämlich dezidiert als Sexparty geflaggt. Und meint das auch so.
Na dann: Rette sich dorthin, wer kann!
[Bildchen: Ladyfest, logo. Wobei es auf der Startseite und im DIY-Bereich noch viele viele andere und sogar noch schönere Flyer gibt. Gucken!]
Von miss.gunst am 16.05.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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