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11.07.07
digitale kunst woche
Ja, genau das. Gestern hat in Zürich die "Digital Arts Week" begonnen. Kalendarisch gerechnet währt diese zwar nur vier Tage - die dafür aber mit einem ziemlich bunten Programm so dicht bestückt sind, dass man schon etwa 48 auf 24 Stunden bringen muesste, wenn man alles wahrnehmen wollte.
Weniger toll, wenn man eigentlich grad so gar keine Zeit hat.
Ganz ganz eilig sei für heute jedenfalls wenigstens erst einmal auf das Programm des Symposiums hingewiesen, das gestern schon mit einem Vortrag von Joseph Weizenbaum begonnen hat und am Abend dann mit zwei ganz unterschiedlichen, aber je für sich sehr sehenswerten Filmen fortgesetzt wurde. Zum einen dem Doku-Porträt "Weizenbaum. Rebel at Work", das Peter Haas vergangenes Jahr zusammen mit Silvia Holzinger fertiggestellt hat (deutschsprachige Info auf den Seiten ihrer eigenen kleinen Produktionsfirma, Il Mare Film).
Und zum anderen dann noch dem phantastischen 8-bit Movie (*hua* - gerade erschrocken festgestellt, dass der trotz einschlägiger Vorlieben in diesem Log.Buch noch gar nicht gebührend gefeiert worden ist. Schlimm. Jedenfalls: Auf den Heimseiten des Vilms gibt es jede Menge lecker Info zu den Beteiligten bzw. interviewten KünstlerInnen und MusikerInnen - und da sind so einige dabei, die treuen LeserInnen in jedem Fall bestens bekannt sein dürften.)
Aber zurück zum Symposium: Am heutigen, zweiten Tag (11.07.) sind nämlich eine ganze Reihe spannender ZeitgenossInnen zu Gast. Zum Aufwärmen gibt's erst einmal eine Poster-Präsentation einiger am Festival beteiligter KünstlerInnen. Und dann wird Régine von we-make-money-not-art einen Vortrag darüber halten, was herauskommt, wenn KünstlerInnen und DesignerInen mit Bio- bzw. sonstwie 'lebendigen' Technolologien herumspielen experimentieren ("When Artists and Designers Mess Around with 'living' Technology"). Also vermutlich über unter anderem solche Sachen.
Danach wird sich einer der beiden Macher besagten 8-bit Movies, nämlich Macin Ramocki (seines Zeichens Künstler und als solcher zwar der (1-)8-bit Ästhetik und der Arbeit mit Code zugeneigt, dabei aber eigentlich nicht unbedingt ein 150%er Low Tech Freak) DIY als einer militanten Art der Umarmung von Technologie zuwenden ("DYI: A Militant Embrace of Technology"). Was ja ziemlich martialisch klingt, oder?
Hernach wird zunächst der/die Techno-PhilosophIn und KulturwissenshaftlerIn Johnny Golding a.k.a. Johnny de Philo a.k.a. Sue Golding über "Camouflaging the Beast (The No-Nerd Hacktivist)" sprechen. Und Nils Röller vom snm der HGKZ und Blogger unter anderem beim "Journal für Kunst, Sex und Mathematik" (mehr dazu u.a. hier bei clickhere) singt (?) "Blog Around the Clock"), bevor sich die Beteiligten schliesslich zu einem Panel mit dem vielversprechenden Titel "Punk, Hactivism and Do-It-Yourself Intervention" zusammenfinden.
Wüssten wir nicht, wie es sich mit Paneln am Ende eines langen Symposiumstages verhält: Das wäre auf jeden Fall ein must-go. Aber im Grunde wird das Thema ja sowieso schon vom Querschnitt der voraufgegangenen Vorträge gefüllt. Insofern.
Na wie auch immer: Hingehen, wer kann.
[Bildchen: In einem haarsträubenden Mash-Up einen solchen Querschnitt gebildet (dabei immerhin das Herumpantschen mit Biotech geflissentlich sein gelassen - aber das hat's wohl auch nicht herausgerissen am Ende) und in diesem Zuge aus Versehen militant das eigene Blog(-Around-The-Clock) gehackt. Oder so ähnlich. Für das Hackebeilchen die Axt im Hause danken wir Wikipedia-Commons-Spender b.gliwa und lizensieren das betrübliche Ergebnis brav cc-by-sa.]
Von miss.gunst am 11.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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