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22.07.07
roesing ape @ curmbox (u.a.)
Vom Schnee zum Noise ist es ja nicht sehr weit - und von dort wiederum lässt es sich dann lässig in die vielfältigen Gefilde der Experimentalmusik weiterreisen.
Insofern passt es doch ganz prima, aus gegebenem Anlass auf eine einschlägige Abendveranstaltung hinzuweisen. Und wenngleich die Empfehlung in diesem Fall zur Abwechslung wieder mal für Frankfurt ausgegeben wird, gibts für auch für Ortsferne und andere Interessierte ein paar Weiden auszuweisen.
curmbox (a.k.a. forum für experimentalelektronik) hat nämlich in Offenbach (Bettinastrasse 71) ein neues Quartier für Konzerte gefunden und weiht es an diesem Sonntag (22.07.07) ab 20:00 Uhr mit einem Gastspiel von Roesing Ape ein.
Wer seinen letzten Auftritt vor Ort (war vor zwei Jahren, ebenfalls im Rahmen einer ffe-Veranstaltung) verpasst haben sollte oder sonst so gar nicht weiss, welche tonale Stimmung diese Ankündigung erwarten lässt, möge mal ein bisschen im AUDIO-Bereich auf Roesing Apes Heimseite aasen. Oder wahlweise auf seinen MySpace-Seiten, wo man wie üblich eine kleine Selektion Noise-automatisch vorgesetzt bekommt (selber schauen und wählen ist aber schöner, klar).
Zusätzliche Sympathiepunkte kann es dafür geben, dass Roesing schon recht bald nach seiner Konvertierung zu einer Auffassung, die mehr mit experimentellen Erkundungen von Klangräumen bzw. diversesten Gerätschaften zur Erzeugung derselben zu tun hat als mit konventionelleren Verfahren der Musikgeneration (in seinem Fall: ursprünglich an der Gitarre), an seinem Heimatort auch ziemlich aktiv geworden ist, was die Vernetzung mit Gleichgesinnten betrifft. Mehr hierzu ist u.a. in einem kleinen Interview zu erfahren, das Stephen Boyd 2005 für das CityBeat Magazin (Cincinnati) mit ihm führte. Sowie vor allem auf den Heimseiten der betreffenden Initiative, die auf den schönen Namen Art Damage Inc. hört (übrigens weiland aus einem Radioprojekt entstanden).
Erwähnt werden sollte ansonsten vielleicht noch, dass zu Roesing Apes Hintergrund auch eine professionelle Affinität zu den Künsten im Allgemeinen gehört. Aus der nicht nur diverse Aktivitäten in entsprechenden Gefilden (sowie sicher auch die Neigung zum Performance-Akt) hervorgegangen sind, sondern auch so schöne Manifestationen wie "Roesing Ape's Anti Art Site".
"Art is a messy, selfish and self-serving attempt to appear more important or spiritual than you actually are" steht da unter anderem zu lesen. Tja - da könnte durchaus etwas dran sein, oder?
Und da bekanntlich Selbsterkenntnis eine gute Basis für Besserung vorstellt, womöglich ein Grund mehr, mal zu schauen, wie es Roesing Ape selbst mittlerweile in dieser Sache hält...
[Update 23.07.07: Erwartungsgemäss sehr angenehm. Und: War tatsächlich drin war was draufstand - Roesing Ape's Coffee Frother Guitar Drone Folk Song Show. Wie gut, endlich zu wissen, dass es doch eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für Milchschäumer gibt und neue Annäherungen an Folk nicht in Gewinsel münden müssen 8)=]
[Bildchen: Haben bzw. hat nur im Sinne vager Assoziation mit dem Subjekt des Eintrags zu tun. Mangels einschlägiger Talente musste das Medium zum Behufe der Kreation wie so oft auf Steilvorlagen aus den Commons bauen; in diesem Fall gebührt der Dank für die Gitarre, die schnöd vermehrt ward und dann in den Schredder kam, André Karwath aka Aka; der für das Ur-Äffchen Aaron Logan - und das Resultat wird gemäss glücklicherweise einhelliger Vorgabe cc-by 2.5 lizensiert.]
Von miss.gunst am 22.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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