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28.02.08

ströme(n) (WRT)

ststr_ksw.gifSchliesst sozusagen flüssig an den vorauf gegangenen Eintrag an:
Ein Webradio-Tipp für eine Stunde Klangkunst-Radio, bei dem es ebenfalls um Ströme geht.

Der Stream, den es dafür heute Nacht bzw. genauer gesagt um 0:05 morgen früh (also Freitag, 29.02.) aufzurufen gilt, kommt diesmal wieder von Deutschlandradio Kultur.
Und bietet all jenen, die den seinerzeit auch in diesem Log wärmstens empfohlenen Kunstradio-Geburtstag 2007 seinerzeit nicht so ganz konsequent auf allen beteiligten Kanälen mitgefeiert haben.

ststr_g.gif"Steam and Ström" heisst die Sendung bzw. das Klangkunst-Stück, das David Fortez unter Mitwirkung von Cécile Broché und der Wellen am Stockholmer Hafen aufgenommen hat.

Keine Chance, nächtens in den Wellen von Deutschlandradio Kultur zu plantschen?
Da hätten wir doch gleich noch eine alternative Option: Jederzeit lässt sich nämlich in den mp3-Stream Ström der Übertragung des Stücks beim Österreichischen Kunstradio eintauchen.

Denjenigen, die übers Lauschen zu Fortez-Fans geworden sind und noch ein wenig schmökern wollen, seien schliesslich die (beide leider seit 2007 nicht mehr bespielten) Blogs von David Fortez - David Fortez: Events und David Fortez: Pieces - zur geneigten Lektüre anempfohlen.

[Bildchen: Mag zwar auf den ersten Blick nicht so aussehen, aber: Das Wasser haben wir wirklich in Stockholm geschöpft. Dank des schönen Panoramas, das Andreas Witzel aufgenommen und grosszügiger Weise unter GNU publiziert sowie den Wikipedia Commons gespendet hat; die Lizenz gilt daher auch für den transformierten Ström.]

Von miss.gunst am 28.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.02.08

ruf vom sound delta

sdkg_ksw.gifWie je erweist sich der Wochenanfang als ideal, um Aufrufe weiterzureichen.
Dieser nun hat nicht nur mit künstlerischer Mobilität zu tun, sondern knüpft auch noch in anderer Hinsicht an den Hinweis an, welchen wir jüngst in Sachen Container ausgaben.

Tatsächlich haben ihn findige LeserInnen vielleicht schon selbst entdeckt, wenn sie den Verweisen auf das an der von conteners 2006 betreuten Reihe zur Radio-Kunst zu den Heimseiten des collectif MU gefolgt sind. Auf selbigen ist nämlich jenes Projekt bereits annonciert, um das es im Aufruf geht: Das EUROPEAN SOUND DELTA.

"EUROPEAN SOUND DELTA is a mobile project on the Danube & Rhine Rivers focusing on radio-art using sounds of European cities. Two teams will be travelling on both rivers this summer, recording sounds, producing live performances and radio broadcasts with local sound-artists. A final exhibition is scheduled in Strasbourg-F by the end of September 2008 as part of L'Ososphere. International sound artists are invited to apply with a project meant to be created on one of the trans-European floating labs."

Soweit die Basisdaten aus der Einladungsmail - sehr viel ausführlichere Informationen zum Projekt, der geplanten Route und den Aufenthaltsorten der Schiffe sowie vor allem ein Anmeldeformular, mit dem man sich bewerben kann, stehen auf den Heimseiten von EUROPEAN SOUND DELTA als handliche pdfs zum Herunterladen und Ausdrucken bereit.

Zu den KünstlerInnen, die bereits mit von der Partie sind, gehören übrigens eine ganze Reihe, die nicht nur treuen LeserInnen bekannt sein dürften - etwa Phill Niblock, Charlemagne Palestine, Sarah Washington und Knut Aufermann mit/als tonic train (mehr jeweils in den Log.Buch-Archiven).

Klingt gut? Na dann, nichts wie ran: Am 15. März ist Bewerbungsschluss.

sdkg.gif
[Bildchen: Sieht man doch, was es ist darstellen soll - wie recht oder schlecht auch immer. Oder?]

Von miss.gunst am 26.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.02.08

macht was (zeichenmaschinen ff.)

ydm_ksw.gifJa von wegen. Steht zwar "You don't matter" drüber und sozusagen auch dahinter.
Aber ansonsten ist man doch sehr produktiv.
Oder war es wenigstens mal, als es darum ging, eine Maschine so um- bzw. aufzurüsten, dass man jetzt machen lassen kann.

ydm_g1.gifUnd The Plotting Machine macht ihre Arbeit wirklich beeindruckend gut - ganz egal, ob es gilt, Lettern auf's Papier zu bringen, auf Stoff aufzutragen, auf Wachstafeln oder gar in Vinyl zu fräsen.

Dass sie so schön schreiben kann, verdankt sie übrigens ebenfalls einer Art Kunst- bzw. Schreibmaschine: Nämlich dem Scriptographer, einem Plug in, das Jürg Lehni für ein bekanntes Zeichenmaschinchen Grafikprogramm entwickelt hat. Es muss ja nicht immer die Orientierung am Abstrakten Expressionismus sein, welche die Latte legt...

Wobei: Sich am "O di Giotto" üben bzw. Kreise ziehen - das kann The Plotting Machine als automatisch geniale Künstlerin natürlich auch.

Btw. für einschlägig Interessierte gegebenfalls beachtenswert: Auf der Einstiegsseite von You don't matter gibts gerade einen Aufruf für ein geplantes Ausstellungs- und Publikationsprojekt - für das unter anderem nach "Constructed or converted machines that are now able to produce something visual" gesucht wird. Von wegen "You don't matter"...

ydm_gg.gif

[Bildchen: Ja von wegen, zum Zweiten Dritten: Macht nämlich in der Tat was, nämlich einen Riesenspass: Die gute alte Wachskratztechnik aus dem Kindergarten mal mit Maschinenhilfe, also im Digitalen zu erproben. Wobei der Handarbeitsanteil dann allerdings zu einem etwas weniger attraktiven Ergebnis sorgt, als dies die Plotting Machine im Verein mit dem Scriptographer hinbekäme. Man kann halt nicht alles haben....]

Von miss.gunst am 23.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.02.08

container (mit WRT)

cscs_ksw.gifContainer signalisieren Mobilität. Die wiederum gehört in Zeiten der so genannten Globalisierung sowieso in einem Ausmass zum Alltag, das selbst unter EnthusiastInnen mitunter einiges Unbehagen zeitigen kann.

cscs_g.gifDass gerade KünstlerInnen gern als ProtagonistInnen mobiler Existenz gehandelt werden, lässt sich dem entsprechend ebenfalls kritisch diskutieren.

Aber es gibt natürlich durchaus auch die Möglichkeit, die positive Seite der Medaille zu betrachten.

Das scheint sich das in Frankreich beheimatete Projekt "conteners" vorgenommen zu haben - und schliesst denn auch gleich mit einem entsprechenden Selbstverständnis an.

So werden seit 2005 verschiedene Projekte verfolgt, die allerdings nicht nur mobile KünstlerInnen vernetzen und das Nomadische feiern, sondern auch Gelegenheit zu Reflexion und Diskurs bieten wollen.

Am heutigen Freitag (22.02.08) lädt conteners beispielsweise zu einem Symposium und Seminartag ein, bei dem es um "Nomadism, new media and new artistic mobility in Europe" gehen soll (mehr dazu im Programm als pdf).

Leider ist den Ankündigungen nicht zu entnehmen, ob vielleicht sogar ein Livestream von Teilen der Veranstaltung über das projekteigene Radi0 conteners geplant ist.

Mit einer (halben) Webradio-Tipp-Markierung haben wir diesen Eintrag aber auch mehr aus einem anderen Grund versehen: 2006 gab es nämlich offenbar intensive Radio-Aktivitäten - und deren Früchte sind in Form von Podcasts nach wie vor über die Archiv-Datenbank zugänglich. Einfach mal umschauen, es sind schon einige Leckereien dabei (wie zum Beispiel die Soundwalks und -parks des collectif MU)...

Nachtrag: Erst verspätet festgestellt, dass wohl aufgrund eines Umbaus der contener-Seiten ausgerechnet die gepriesenenen Hörstücke derzeit an der ausgewiesenen Stelle gar nicht zugänglich sind.
Nun, dann und vielleicht überhaupt besser gleich an der Quelle fündig werden. Zu Soundpark hat es nämlich, wie neugierige LeserInnen sicher auch schon selbst festgestellt haben, eine eigene Dokumentation auf den Heimseiten des MU-Kollektivs.

[Bildchen: Haben wir einfach mal ein paar Container gestapelt, weil die eben doch auch nicht ständig unterwegs sein wollen. Das Mutterexemplar holten wir uns aus den Wikipedia Commons, denen Oxam Hartog netterweise sowie unter cc-by-sa eine ganze Herde gespendet hat.
Die Lizenz zum Nehmen, Teilen, Weitergeben übernehmen wir selbstredend...]

Von miss.gunst am 22.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.02.08

sternchen

unmo_ksw3.gifNa, gestern mal angelegentlich der Empfehlung in Olia Lialinas Sternenhimmel geschaut?
Mit dessen trotz zwangsläufig unmonumentalen Bildschirmformats doch ziemlich monumentalem Glamour konnte unserer natürlich so gar nicht mithalten.

Nachgerade neidvoll die Nachbilder von "Some Cosmos" vor Augen sind wir dann nochmal in uns gegangen und haben zerknirscht: Üben, üben, üben gemurmelt.

Mit der Technik, Webseiten ordentlich glitzern zu lassen, hapert's mangels Routine leider (noch!) gewaltig. Aber einen Versuch wollten wir doch wenigstens machen. Und siehe da: Immerhin bildintern ist sie scheinbar angekommen, des gestirnten Firmaments Erhabenheit...

unmo_vgkk.gif

Von miss.gunst am 20.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

19.02.08

unmonumental

unmo_ksw.gifMonumental geht es meist dort zu, wo auf Repräsentation gezählt wird. Worauf zielt dann Kunst, die genau das Gegenteil sein will bzw. ist?
Abgesehen davon, dass diese Frage für sich schon mal ziemlich spannend scheint: Gibt es gute Gründe, zu vermuten, dass man hier auf dem Basteln nahe stehende Techniken, Ästhetiken, Strategien stossen kann.

Und tatsächlich bietet das Ausstellungprojekt "Unmonumental", das derzeit im New Museum New York läuft, genau dies [indes das Museum selbst ja gerade eine mindestens im Vergleich zu seinen alten Räumlichkeiten ziemlich monumentale Bleibe bezogen hat - aber das natürlich nur beseit bemerkt...]:

unmo1_g.gifGefragt wird nämlich nach der Aktualität des Collage- bzw. Assemblageprinzips in der zeitgenössischen Kunst.
Die Ausstellung, die ihrerseits natürlich mögliche Antworten versammelt, wurde selbst Stück um Stück aufgebaut. Zunächst startete ein Part zur Dritten Dimension bzw. Plastiken, Skulpturen, Objekten; darauf folgte das, was gemeine Menschen gern mal als Flachware bezeichnen, "“Collage: The Unmonumental Picture”" (nun: es liegt in der Natur der Sache, dass dieser Begriff auf Collagen sowieso in den seltensten Fällen trifft.)

Sodann kamen noch Audio-Arbeiten dazu (u.a. von Vito Acconci, Pauline Oliveros, Seth Price) - wobei man leider nicht erwarten darf, dieser auch aus der Ferne bzw. via WWW teilhaftig zu werden. Dem sind vermutlich mal wieder die Rechtsverhältnisse vor [dafür soll es später eine CD geben. Und nunja: Es gibt sogar eine Ecke, an der die Sache ein wenig klingt - nämlich vom Kurator u.a. eingesprochene Einführungen zu einigen der Objekte.]

unmo2_g.gifDer vierte und letzte Teil der unmonumentalen Schau ist aber dann endlich geeignet, auch aus der Ferne betrachtet zu werden: "Montage: Unmonumental Online" - als Kooperationsprojekt mit rhizome entstanden, wo auch die Heimseiten der Sektion sitzen - stellt nämlich webbasierte Arbeiten vor.
Nun ist es zwar alles andere als schwer, in Geschichte und Gegenwart so genannter Netzkunst Projekte zu finden, die sich in der einen oder anderen Weise auf Montage und Collage beziehen. Ungleich schwieriger ist es vielmehr, aus der schieren Fülle auszuwählen.

Ein Blick auf die Liste der Projekte zeigt denn auch, dass die Zusammenstellung in sich vielleicht schlüssig sein mag, weil eine Vielfalt möglicher Ansätze aufgefächert wird. Aber für fast jedes der Projekte hätten sich gut und gerne andere (und darunter mancher Klassiker) finden lassen, die auf ganz ähnlichen ästhetischen (und technologischen) Ansätzen basieren.

Eines jedoch - das zwar 'erst' 2002 enstanden, gleichwohl sozusagen kometenhaft sofort in die Liga künftiger classics of (vernacular) net.art aufgestiegen ist, und nicht nur weil es so schön schillert - können wir hier uneingeschränkt bejubeln: "Some Universe" von Olia Lialina.
Ohja, animated star-Glamour really rules o.k....

unmo3_g.gif

[Bildchen: Eine eher freie Variation auf ansonsten eigentlich nahe liegende Überlegungen zum Titel des Projekts. Wie (un)monumental etwas daher kommt, ist am Ende eben auch eine Frage der Relationen in den Dimensionen. Kurzum: Relativ...]

Von miss.gunst am 19.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.02.08

tape sound riviera (WRT)

ttt_ksw2.gifWas tun, wenn diverse andere Baustellen eigentlich zu wenig Zeit fürs Log.Buch lassen?
Nun, beispielsweise im Hintergrund die Öhrchen gespitzt halten, sie hin und wieder genüsslich in Soundströmen baden (s.d.) - und auf dieser Basis lässt sich ja auch immer wieder der eine oder andere Webradio-Tipp weitergeben.

Wie zum Beispiel für den heutigen Montag Abend. Da steht bei einem unserer Lieblingssender, resonance fm, nämlich The Sound Riviera auf dem Programm.
Und wer unsere Vorliebe für Tapes und Kassettengeschichten teilt, dürfte schon bei der Ankündigung des Sendungsformats neugierig werden:

"Poised between Faustus and The Faust Tapes, sandwiched betwixt documentary and collage, lies The Sound Rivieria. A melange of tape recorders and tape of all stripes - magnetic, ferric, lost, found, chewed and boiled."
ttt_g.gif

Lauschen wir doch einfach, was uns Dan Hayhurst und Veronica Lavery von sculpture zur Premiere ihres Spezialprogramms mitgebracht haben, das im Anschluss dann noch in sieben weitere Folgen fortgesetzt werden soll. Die Playlist schaut jedenfalls danach aus, als liesse sich das Ganze hören. Oder nicht?
Ab 21:00 Uhr Londoner Zeit (also 22:00 Uhr in unserer Zone) einfach die bekannte Schleuse öffnen...

[Bildchen: Träges Tape-Tier. War für heute leider alles, was sich mal eben in zwei Minuten und nebenher hinschludern liess...]

Von miss.gunst am 18.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.02.08

noplacard strömt

np08_ksw2.gif... wie bereits im zugehörigen Aufruf Mitte der Woche angekündigt:
Ab heute (16.02.08.) 20:00 Uhr bis Sonntag Abend werden bzw. bleiben die Sound-Schleusentore geöffnet.

Inzwischen hat sich der FahrFlutungsplan auf der Heimseite des Streamingfestivals noplacard dicht gefüllt.
Und schon die gelisteten Namen, Titel, Ländereien lassen eine erquickliche Vielfalt an Klangströmen erwarten.
[A propos Ländereien: Woran liegt's nur, dass gar keine EidgenossInnen dabei sein werden? Doch wohl kaum an unserer späten Weitergabe des Rufs?!]

np08s_g.gif

[Bildchen: Gespannt dem Geströmten entgegenlauschend. Strahl und Tropfen zapften wir wieder mal aus den Wikipedia Commons. Letzere(n) spendete serpentine17ice in die PD, ersteren lizensierte Pavlemadrid unter GNU, also gehört diesem bzw. dieser auch unser Bildchen zu.]

Von miss.gunst am 16.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.02.08

ruf vom film sharing festival

fsf08_ksw.gifGleich im Anschluss an den letzten Aufruf gleich ein weiterer - diesmal sind allerdings nicht Ströme bzw. nicht nur Töne, sondern gleich ganze Vilme gefragt.
Und zwar als Einreichungen für das Dritte Internationale Film Sharing No & Low Budget VideoFilmfestival.

2003 in Wien begründet, ist das Festival inzwischen nach Deutschland migriert und wird in diesem Jahr auf Tour gehend in Stuttgart, Heilbronn und Mainz stattfinden.

Vilme getauscht werden - anders als man das angesichts das vielleicht voreilig annhehmen könnte - nicht. Vielmehr dürfte der entsprechende Assoziationen nährende Namensteil auf die spezielle Tauschökonomie zurückzuführen sein, auf deren Basis das Festival funktioniert.
Gesucht sind nämlich dezidiert mit minimalem Budget produzierte Werke, für die das Festival ein Forum sein will und Vorführungen organisiert.
Ergo geben erst einmal beide Seiten - Vilmschaffende und Organisatoren. Und den Auserwählten winken dann auch keine Auszeichnungen in Form wie auch immer dotierter Preise. Sicherlich aber die Gunst des Publikums und wohlmöglich auch ein Zipfelchen Ruhm.

fsf08_g.gifEine solche, einerseits von den Geschäften der Filmwirtschaft eher weit entfernte, andererseits den real existierenden Bedingungen, unter den freie Vilmschaffende arbeiten, durchaus nahe Ökonomie nochmals in Festivalform gegossen zu sehen mag vielleicht nicht eines/einer jeden Sache sein. Aber so ist das nun einmal, wenn man sich mit Haut und Haar dem DIY-Prinzip verschreibt.

Ziemlich sympathisch finden wir zudem auch eine Spezialität des Verfahrens: Dem eigentlichen Festival gehen sogenannte Open Screenings der eingereichten Vilme voraus. Bei denen man eben auch mal den einen oder anderen Blick auf Produktionen werfen kann, die in der Endauswahl nicht zum Zuge kommen. Und das muss - nicht nur, weil Geschmäcker sind bekanntlich verschieden sind, sondern auch, da Programmkonzepten hin und wieder Perlen zum Opfer fallen können - keineswegs immer Ausschuss sein.

Erst einmal aber heisst es selbstredend: Eigenproduktionen einreichen, bis spätestens 01. 04. 2008.
Alles Wissenswerte zu den Konditionen findet sich in den FAQs und in den gleich auf der Einstiegsseite angebotenen pdf-Formularen dargelegt.

Von miss.gunst am 15.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.02.08

ruf nach strömen (placard, nomusic, noplacard)

nplc_ksw.gifKlingt in der Übersetzung wahrscheinlich etwas kryptisch - natürlich sind Klangströme gemeint. Und zwar solche, die einerseits von einem lokalen Fixpunkt und andererseits von verschiedenen Enden des Netzes aus zusammenkommen sollen.
Wann, wie, wo?

Am kommenden Samstag (16.02.08) findet in Paris die aktuelle Ausgabe des placard headphone festival statt.

Das wiederum hat sich in diesem Jahr mit nomusic zusammengeschlossen - einem kollektiven Streaming-Festival, dessen Ausgabe 2007 der eine oder die andere vielleicht schon vermisst hatte (sie fiel nämlich aus, wie wir andernorts bereits beseufzten).

Als gemeinsames Format wurde nun noplacard ins Leben gerufen - wobei Zusammenschluss und -kunft in bester nomusic-Tradition mit einem Aufruf zur Beteiligung einhergehen.

nplc_g.gifAlle Details dazu finden sich auf der eigens angelegten noplacard-Heimseite. Und weil es übermorgen schon zur Sache gehen soll: Einfach alles weitere Wissenswerte dort nachlesen, gegegebenenfalls anmelden - und dann am Samstag auf in den Strom...

Von miss.gunst am 13.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

10.02.08

DIY Analoge Digitaluhr (a2d2a)

mfad_ksw.gifZugunsten der Webradio-Tipps ist die Rückschau auf die transmediale bislang zu kurz gekommen - insofern wird es höchste Zeit, ein absolutes Highlight unter den Exponaten zu würdigen.
Mit dem thematischen Schwerpunkt der tm08, also Verschwörungen, hat das Ganze zwar wenig zu tun. Dafür aber um so mehr mit dem, was in diesem Log besonders interessiert.
Denn wer wäre wohl nicht neugierig zu erfahren, wie sich mit wenigen Mitteln und Griffen eine Digitaluhr basteln lässt?

Genau das wird nämlich in dem 2007 enstandenen Projekt "Standard Time - die selbstgebaute Zeit" von Mark Formanek höchst anschaulich demonstriert.

mfad_g.gifMan benötigt: Allem voran eine gute brilliante Idee, Dachlatten oder andere Holzbretter geeigneten Zuschnitts, Werkzeug zum Bohren und Schrauben sowie weiteres Zubehör zum temporären Fixieren der Teile - und jede Menge helfende Hände, denen neben besagtem Werkzeug und anderer nützlicher Ausrüstung (wie einer Leiter) vermutlich auch ein geigneter Zeitmesser zur Verfügung stehen sollte. Plus einen Ort, an dem die Uhr errichtet werden kann - im Video handelt es sich um eine Brache in Berlin, wie der Fernsehturm im Hintergrund erkenntlich macht.
Und last but not least eine fähige Crew, welche die wie auch immer mühsam verstreichende Zeit elegant in bewegte Bilder zu bannen weiss.

Und dann? Ist alle Minute Umbau angesagt. Mehr nicht. [Aber auch nicht weniger, beiseit bemerkt - wieviel Mühe erst die Hamster haben werden, die Prozessoren in unseren Rechnern zu betreiben?!]
Kurzum: Das demonstrierte Prinzip ist ebenso schlicht wie überzeugend.

Die frohe Botschaft an all jene, welche sich das mähliche Verstreichen der "Standard Time" noch nicht andernorts wie beispielsweise zuletzt im Rahmen der transmediale vor Augen geführt haben:
Zwar nicht die gesamten 24 Stunden, aber immerhin ein paar kurzweilige Minuten gibts wahlweise auf den Heimseitseiten des Projekts oder aber beim Datenstrudel zu sehen, dessen Team Formanek bei der Realisierunng treu zur Seite stand. [Ja genau, die Datenstrudler sind schon öfter mit ins Geniale lappenden Clips aufgefallen - wie zum Beispiel diesem hier...].

P.S.
Sollte der eine oder die andere über das kryptische Kürzel in Klammern gestolpert sein: Das lösen wir bei Gelegenheit noch auf...

[Bildchen: Um passend Bewunderung zu bekunden, ebenso flink wie fahrlässig aus digitalisierten Holzlatten eine Wortanzeige zusammengeleimt. Eigentlich hätte hinter das "TOLL" noch ein Ausrufezeichen gehört, aber das war uns als Laien statisch zu kompliziert. Indes Formaneks Zeitanzeiger sogar den obligaten Doppelpunkt zwischen Stunden und Minuten besitzt...]

Von miss.gunst am 10.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.02.08

segmente cave lang

sjcpel_ksw.gifDas kann für heute wirklich nur ein flüchtiger Hinweis auf die Schnelle werden.
Aber: Wer mehr Zeit und Musse hat, sollte sich am Abend in den Zürcher Walcheturm begeben.

Der lädt nämlich um 21:00 Uhr in der Reihe segmentIe für experimentelle elektronische musik zum Konzert mit Jodi Cave und pe lang.

sjcpel_g.gifLetzteren werden wir wohl nicht weiter vorstellen müssen, da (nicht nur) vor Ort denkbar bekannt und präsent. Sei es nun über den leerraum, die untitled sound objects oder andere Projekte mit zimoun. Und natürlich war er auch schon früher im Walcheturm zu Gast (so etwa im Dezember 2005 mit zimoun und Mahmoud Refat).

Diejenigen, die Cave noch nicht kennen sollten, können jedoch vielleicht noch flink bei Frozen Elephants vorbeischauen (was sich, nebenbei bemerkt, sowieso immer wieder lohnt). Dort finden sie - und zwar gleich als erstes Stück auf der ersten Kompilation dieses sehr sympathischen Netzlabels, "The Map is not the Territory" (2005) - eine Hörprobe, welche die Entscheidung für diesen Abend sicher nochmals leichter macht.

[Bildchen: Ist eher ein unbetiteltes Assoziationsobjekt, wohlmöglich wenig passend einfach für die Wanderung der Imagination. Nunja. Wobei:
Die eigentlichen Klanglandschaften und -objekte gilt es ja eben auch erst heute Abend zu erkunden...]

Von miss.gunst am 07.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.02.08

punkte(n) (WRT)

psm_ksw.gifWie schon öfter geht, wenn man schon mal bei den Sendern in Richtung der angestammten Nischen fürs Experimentelle lugt, die Webradio-Tipp-Staffette direkt vom SWR an den WDR bzw. das Kölner Studio für Elektronische Musik weiter.

Wo uns diesmal akustische Punkte erwarten - zunächst Solitäre, die sich dann zusammenscharen und schliesslich zur Masse formieren bzw. in einer ebensolchen verschwinden.

psm_g1.gifDie heutige (06.02.08.) Sendung steht nämlich unter dem Motto "Punkt - Schar - Masse" und wartet dabei mit einem historischen Spannungsbogen auf, der von den 1960er in die 1980er Jahre geschlagen wird.

Mit Kompositionen von François Bayle [da passen sogar Animationsflashs auf der Heimseite zum Thema, wenngleich nicht ubedingt zum Stück], Claude Ballif, einem Hörstück von Martin Schwarzenlander aka Fischer sowie - schön noisig und von einer Cracklebox assistiert - Dror Feiler an der Klarinette. Also, hinhören ab 23:00 Uhr...

psm_gg.gif

[Bildchen: Pünktchen - wie unschwer zu erkennen als schiere Masse, in der Schar sowie solitär. Selbstgemacht. Naja, war nicht so schwer.]

Von miss.gunst am 06.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.02.08

drehungen und windungen (WRT)

bjdw_ksw.gifWeil heute (05.02.08) der erste Dienstag im Monat ist, wollen wir den geneigten LeserInnen dieses Logs wieder einmal einen Webradio-Tipp ans Herz bzw. Ohr legen.
In der SWR-Reihe "ars acustica" wird es nämlich interessante Drehungen und Windungen geben.

bjdw_g1.gifUnd zwar von und mit Bernadette Johnson, einer in Basel beheimateten Künstlerin, die der eine oder die andere sicher auch über das Forum für Klanglandschaft und/oder ihre Zusammenarbeit mit Muda Mathis kennen dürfte.
Etwa 1999 fürs Seewasserwerk Frasnacht bei einer Installation, die den den schönen Namen "Der Getränkeautomat lebt" trug.

bjdw_g2.gifKunstradio-Fans wiederum werden sich möglicherweise an Johnsons Klangräume erinnern, in die man sich im vergangenen Frühjahr entführen lassen konnte.

bjdw_g3.gifEbenfalls letztes Jahr, im Herbst 2007, hat Bernadette Johnson für ihre "3 akustischen Gedichte" den Karl-Sczuka-Förderpreis des SWR bekommen. Ein guter Grund, selbige einmal zu Gehör zu bringen - wobei die heutige Sendung zudem durch ein Werkstattgespräch komplettiert werden wird.
Ergo die Empfehlung, um 23:00 Uhr wahlweise am Knöpfchen zu drehen oder in den SWR-Webstream einzutauchen...

[Bildchen: Frei zum Text imaginierte Drehungen und Windungen im Öhrchen. Das ursprünglich mal so aussah und von David Benbennick den Wikipedia Commons gespendet wurde. Weshalb auch die schnöden Strudelschnecken hier nun mit cc-by-sa 2.0 versehen sind.]

Von miss.gunst am 05.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.02.08

transmediale im rückspiegel

tm08p_ksw.gifFür Verschwörungstheorien sind wir in diesem Log.Buch sonst eigentlich nicht besonders anfällig - sieht man von unserer bekannten Neigung zur Paralektronoia ab.
Aber für die diesjährige transmediale kann man ja mal eine Ausnahme machen.

Wenngleich wir, das mal nebenbei bemerkt, nicht nur Felix Kubin in Berlin vermisst haben, sondern auch einige andere KünstlerInnen, die mit ihrem Tag- und Nachtwerk eigentlich einschlägig gut in den thematischen Rahmen des Festivals gepasst hätten. Je nun, es gab natürlich auch so genug Sehens- und Hörenswertes zu sehen und zu hören.

Indes das noch ein wenig sortiert werden will, bevor die eine oder andere Trouvaille mit einer Vorstellung bedacht und eine Summe gezogen wird, haben wir natürlich zugleich ein bisschen rundum geschaut, was bereits an Berichterstattungen ins Netz entlassen wurde.

tm08p_g.gifLeider scheint der Trend zum Live-Blogging ein wenig abgeflaut zu sein - mindestens haben wir noch kein tm-Tagebuch entdecken können. Was aber wohlmöglich daran lag, dass es in diesem Jahr (erstmals, sic) einen Live-Stream von der Konferenz gab sowie dazu einen begleitenden Chat.
Oder vielleicht daran, dass die transmediale (ebenfalls eine Premiere:) ihrerseits in den Blog-Trend zur Veranstaltungsbegleitung in eigener Regie eingestiegen ist?
Oder daran, dass sich Menschen mit Hang zum Synchrontippen in den Chat auch dann eingeloggt haben, wenn sie eigentlich selbst vor Ort waren?

Jedenfalls liess sich auf der Projektion vor Ort durchaus Substanzielles mitlesen. Anders als Elke Buhr, die sich in ihrem transmediale-Bericht für die Frankfurter Rundschau wenig begeistert über die entsprechenden Optionen äussert, konnten wir dort nicht nur treffende Kommentare und weiterführende Fragen eräugen, sondern sogar den einen oder anderen erhellenden Anker ins Netz.
Und auch für die - bei solchen Gelegenheiten von KritikerInnen seit je und immer wieder, aber eben nicht immer zu Recht erhobene - Klage eines Missverhältnisses zwischen Botschaft und Mitteln ("Man ist technologisch so avanciert, dass man vergisst, was man mit dieser Technologie eigentlich transportieren wollte") gab es eigentlich kaum Anlässe. Mal ganz abgesehen davon, dass die Ausstellung eine ganze Reihe von Arbeiten versammelte, die demonstrierten, dass Reflexionen über Technologien - auch in der so genannten "Szene" - längst nicht mehr automatisch selbst auf exuberanten Technologie-Gebrauch setzen.

Was aber umgekehrt nicht heisst, dass man sich von bestimmten Technologien verabschieden müsste. Besonders gern (bzw. im Grunde ebenfalls seit je und immer wieder) wird in diesem Kontext die so genannte "Netzkunst" gedisst - mit Blick auf die transmediale ist in diesem Zusammenhang beispielsweise bei Kito Nedo in einem Beitrag für das Kunstmagazin art nachzulesen, "die klassische 'Netzkunst', welche die Ausstellungsbesucher in der vergangenen Dekade immer wieder nötigte, auf Computerscreens zu schauen und klobige Touchpads zu bedienen", sei "endgültig passé". Nun ist es zwar so, dass sich verschiedene auf der Ausstellung und im Rahmen des bzw. der Bilderberg-Salons präsentierte Projekte gerade dadurch auszeichnen, dass sie kluge Schnittstellen zwischen verschiedenen medialen Sphären schaffen. Und dass für Arbeiten, die - wie das (für den tm-Award nominierte und mit einer Anerkennung bedachte Picidae-Projekt von Mathias Jud und Christoph Wachter) - vor allem für das und im Netz funktionieren, nicht mehr ein Label wie "Netzkunst" aus der Tasche ziehen muss, ist vielleicht eher begrüssenswert. Aber der Gerechtigkeit halber sollte doch mal in Erinnerung gebracht werden: "Netzkunst" im eigentlichen Wortsinn ist noch nie für klassische Ausstellungszwecke gemacht und ergo eben lediglich von KuratorInnen auf öde Monitor-Alleen genötigt worden. Man begegnet ihr nach wie vor dort, wo man auch sonst mehr oder weniger klaglos Netzkekse nascht, nämlich am heimischen Netzanschluss, vis-à-vis.

[Bildchen: Wie eigentlich unschwer zu erraten eine digitale Wiedergabe des Posters, mit dem die diesjährige transmediale zur Verschwörung aufrief.]

Von miss.gunst am 04.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)