« Mai 2008 | Hauptseite | Juli 2008 »

30.06.08

waldstück

ckwst_ksw.gifA propos Field Recordings. Da hätten wir doch gleich noch etwas in der Hinterhand - und zwar direkt aus dem schönen Hessenland.
In selbigem erklingt - natürlich nicht nur um des Reimes willen, zum Glück: Ein Waldstück.

Zumal das Hörstück zum Waldstück bzw. das gleichnamige Projekt von Christoph Korn - treuen LeserInnen ebenfalls kein Unbekannter (s. den Eintrag zu Sorge und Kapitalismus) - nicht unbedingt naturromantische Glückseligkeit assoziieren lässt.

ckwstk.gifKorn lässt nämlich das webbasierte Akustikidyll Stück um Stück verschwinden.
Seit dem 05. Februar diesen Jahres schwinden täglich ca. 78 Sekunden der ursprünglich vierundzwanzig Stunden dauernden Aufnahme automatisch bzw. nach dem Zufallsprinzip.
In etwa drei Jahren wird der Wald dann gänzlich in Wohlgefallen ins digitale Nirvana aufgelöst haben.

Zuvor und für die Rundfunkarchive soll es dann in diesem Herbst aber noch eine Übertragung des Hörstücks im Hessischen Rundfunk geben.

Wer jetzt denkt: Wenn ich dem Waldsterben 2.0 sowieso keinen Einhalt bieten kann, dann bleib ich mindestens mit den Ohren dran, ist so gesehen sicher nicht auf dem Holzweg.
Ähnlich sieht Korn jedenfalls die Sache auch, wenn er in seiner Notiz zum Projekt tröstet:

"Es ist nicht Nichts, was bleiben wird, sondern 24 Stunden durcharbeitete und, wenn man so will: durchwachte 'Zeit'."

Diese Arbeit leisten, heisst anderes wachsen lassen: die
Imagination. Was in der Tat nicht nur poetisch, sondern auch politisch
wichtig ist. Denn wenn die verkümmert, verschwinden nicht nur Wälder...

[Bildchen: So ungefähr stellen wir uns vor dem inneren Auge vor, was in diese Fall eben nur das Ohr erleben kann - wenn überhaupt. Den Schwund erträumten wir auf der Grundlage eines Waldstücks, das - anders als Korns Original - auch nicht in Hessen, sondern im Saarland wächst und von Oliver Herold unter cc-by 3.0 den Wikipedia Commons anvertraut wurde. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 30.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.06.08

chris watson (WRT)

frcw_ksw.gifFür FreundInnen von Field Recordings ist er eh eine feste Grösse in der Klanglandschaft - und der eine oder die andere wird sich sicher auch an den Konzertabend erinnern, mit dem er Anfang April im Cabaret Voltaire zu Gast war.

Heute gibt's nun eine gute Gelegenheit zum Wiederhören und ergo einen kleinen Webradio-Tipp:

frcw_g.gifDie "Artist's Corner" (ja, der Künstler-Ecke - was leider ein ziemlich vielsagender Reihentitel ist und wie bei allen anderen Sendern ist auch hier die Ausstrahlungszeit nicht gerade auf einem prominenten Sendeplatz gelegen) von hr2 - dem Kulturkanal des Hessischen Rundfunks - ist nämlich just heut Nacht Chris Watson gewidmet.

Was speziell auf dem Programm steht, ist der Ankündigung desselben leider nicht zu entnehmen.
Nun, ein Grund mehr, um 23:05 Uhr den Webstream anzuwerfen und die Öhrchen aufzusperren. Hinaus ins Feld kann's dann ja anschliessend noch gehen...

[Bildchen: Auch ein Field Recording sozusagen, und zwar ein dezent transformiertes. Wofür wir einen an sich prächtigen Acker nochmals umgepflügt haben. Das Original, mutmasslich am Kopfende von Hassloch gelegen, wurde von Georg Slickers fotografiert und dankenswerter Weise unter cc-by-sa den Wikipedia Commons zur Verfügung gestellt. Merci!]

Von miss.gunst am 28.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

25.06.08

(radio)kunst zum anfassen (WRT)

so21k_ksw.gifNuja, Anfassen war eigentlich am vergangenen Sonntag angesagt, als So21 wieder einmal zu seiner beliebten Reihe "Künstler sind ein Problem, im Allgemeinen" in den Zürcher Walcheturm lud.
Aber für jene, die diese Gelegenheit versäumt haben, lässt sich nun doch wenigstens noch ein Webradiotipp z'Nacht nachtragen.

Nach der live ins Radio übertragenen Abendveranstaltung gibt's nämlich heute bzw. genau genommen morgen früh ab 0:00 Uhr (und bis 04:00 Uhr früh, *ächz*) noch eine Wiederholung der Sendung auf Radio LoRa.

Wenn man also z.B. nach anstrengendem Fussballgucken, Nachfeiern/trauern etc. pp. das Gemüt noch mit einem kleinen Kulturschock auffrischen will, könnte diese Aufstellung doch gerade die richtige sein:

so21k_g.gif

... funkloch: ist z.b. eine spieldose in einem loop verdreht usw, sebastian hofmann ... ganzerplatz: simon grab
... the fizrok show: «guitarbanjosuperexplosion» philipp schaufelberger ... grauton: karen geyer grautöne trixa arnold turn tables ... akaria fonografica: akarus milbus vonduvall - gitarrenelektronik, videonebulosen, mains flambées/mrs. lafont - panzerdrums, glocken, lichtkontrasten / live übertragung mit birdy barthy mumbai boy ... sprüngli & ratluk: deda - das hörspiel lara stanic, andreas pfister ... dumpf: martin lorenz turntables, trigger, efx ... bug: andreas glauser: crumar organ and manipulated mixing desk, christian bucher: percussion, die geräusche aus glausers alten orgeln und mischpulten steigern sich an buchers perkussiven strukturen, knistern, rasen und zertrümmern sich gleich selber wieder ... engel&dorn : giuseppe spina ... scheich: experimental triphop performance: natasha y. hauri (singer), thomas schönenberg (sideflute, guitar), jean van eisentanz (tubes, metal, others)

Findet jedenfalls: miss.gunst.

Von miss.gunst am 25.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.06.08

ruf mach 25 minuten radio

rl25jl_ksw.gifDass Radio LoRa dieses Jahr sein 25. Jubiläum begeht, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben - und demnächst wird ja auch gleich mehrere Tage lang rund ums Radio gefeiert.
Zum eigentlichen Jahrestag im November lässt sich aber sogar etwas Radiophones beisteuern.

Und zwar wortwörtlich, nämlich in Form von 25 Minuten, die für eine Ausstrahlung geeignet sind.

rl25jl_g.gifVerbunden ist die Einladung mit einem thematischen Konzept: Gesucht werden nämlich Alternativen - wobei dann jeweils zwei der Einreichungen zu einer ebensolche bietenden bzw. vorstellenden Sendung kombiniert werden sollen.

Klingt erst einmal schwierig, weil man vom jeweiligen Gegenüber vorneweg doch schwerlich wissen kann?
Macht's aber doch gerade spannend. Und wir hoffen mal gaaanz unvoreingenomen, dass das auch möglichst viele Klang- und RadiokünstlerInnen finden...

Von miss.gunst am 23.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.06.08

brückenmusik

brm08_ksw.gifZeit für einen Ausflug nach Köln? Zum schönen Sonntag würde sich das jedenfalls anbieten, denn ab heute nachmittag 16:00 Uhr wird dort wieder zur Brückenmusik geladen.

Zwar wird dort nicht - wie das in diesem Log.Buch ja auch schon mal Thema war - die Brücke selbst zum Instrument.
Aber der Genius Loci kommt der Veranstaltung natürlich durchaus zu Gute, zu der die Kölner Gesellschaft für neue Musik heuer bereits zum vierzehnten Mal unter die Deutzer Brücke lädt.

brm0_g.gifFür die Installationen wurden diesmal drei japanische Künstler eingeladen: Takehisa Kosugi formiert fünf Tongeneratoren, die ihrerseits ein Ensemble aus Lautsprechern und LED-Lämpchen bespielen, zum Quintet(t); Hiroko Ichihara & Shinichi Yanai wollen mit ihrem "Play Room" zur entsprechenden Fortbewegungsform animieren (die Musik kommt dann sozusagen von selbst ins Spiel, wenn man von Feld zu Feld hupfend jubelt und/oder japst); und Yukio Fujimoto bringt in "18 x 18 (beckoning and spreading)" kleine Spieluhren gross heraus.

Dazu gibts dann noch täglich Diaprojektionen von Ludo Engels, Tamara Lorenz und Tina Tonagel (s.a. im hauseigenen Archiv) und sowie Automatische Konzerte von Kirsten Reese, Andreas Wagner und Anne Wellmer.
Letztere am heutigen Eröffnungstag um 16:30 Uhr und 17:15 Uhr; ansonsten bis zum 29.06. täglich um 19:00 Uhr.

[Bildchen: Die Deutzer Brücke, von uns unbotmässig so transformiert, dass unter ihr ein paar Klänge hängen - wobei sich Brückenmusik-BesucherInnen natürlich nicht auf den Kopf stellen müssen, um die Installationen und Konzerte lauschend zu erkunden. Dank geht an Andreas Toerl, der das prächtige Original fotografiert und in die Wikipedia Commons gespendet hat. Und Merci für den Tipp an Tina Tonagel - die übrigens gerade auch mit dem Marler Videokunstpreis ausgezeichnet worden ist. Was wir, als erklärte Fans von Overhead-Kunst im Allgemeinen und besonders - a2d2a olé - von analogem Video, natürlich grossartig finden. Gratulation!]

Von miss.gunst am 22.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.06.08

make art 2008 ruft

maca08_ksw.gifGute Gründe, sich mit freier Software zu beschäftigen bzw. sie zu nutzen gibt es viele. Nicht nur in der und für die Kunst.
Für das diesjährige make art-Festival, das sich speziell für OS in der künstlerischen Arbeit mit digitalen Medien interessiet, werden nun Beiträge gesucht.

Das von der Initiative goto10 ausgerichtete Festival, das diesmal vom 24. bis 30. November (und wie jedes Jahr im französischen Poitiers) stattfinden wird, hat dieser Tage folgenden Ruf publiziert:

maca08_g.gif

MAKE ART 2008 - OpenOS : CALL FOR PROJECTS

Make Art is an international festival dedicated to the integration of
Free/Libre Open Source Software (FLOSS) in digital art.

The third edition of make art - OpenOS - will take place in
Poitiers (FR), from the 24th to the 30th of November 2008.

make art offers performances, presentations, workshops and an
exhibition, focused on the blurred line between art and software
programming.

We're currently seeking new, innovative FLOSS based works and projects: music and audiovisual performances, presentations, software
demos, and installations.

This year make art focuses on the *OpenOS*: artistic, free, creative use of the Operating System, hackability and modularity of FLOSS and
GNU/Linux, scripts as digital glue between applications, enhanced
possibilities for the technical expression of ideas, user empowerment and artistic freedom.

Alles Wissenswerte inklusive Einreichungsformular ist auf den Seiten des Call for Projects abzuholen - und eingereicht werden können die Vorschläge bis zum 25.06.2008.

Von miss.gunst am 21.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.06.08

volksmusik vom mars (WRT)

mmu_ksw.gifUnd wieder mal ein Mittwochs-Webradio-Tipp, der auf eine Sendung des WDR Studio Elektronische Musik verweisen will.
Dort gibt es seit einiger Zeit eine Reihe-in-der-Reihe namens "Nexus", in der Produktionsnetzwerke bzw. -kollektive vorgestellt werden - und diesmal ist die legendäre Computermusik-Netzwerkband "The Hub" aus Kalifornien an der Reihe.

Selbige wurde Mitte der 1980er Jahre von Pionieren des Metiers in der Bay Area begründet und ist - in wechselnder Zusammensetzung - bis heute aktiv.

mmu_g1.gif"Nexus (6): The Hub" verspricht mit den vier angekündigten Stücken nicht nur eine kleine Retrospektive, sondern stellt mit "Martian Folk Music" (1980) auch gleich noch deren unmittelbare Vorläufer, die "League of Automatic Music Composers" vor.

Zur Einstimmung empfehlen wir wärmstens die Lektüre der kleinen Geschichte dieser beiden Formationen, welche die beiden Mitbegründer John Bischoff und Chris Brown 2003 unter dem Titel "Im Netz zuhause: Experimentelle Musik in der Bay Area" für das Projekt CROSSFADE : sound travels on the web aufgezeichnet haben - wo man sich zudem auch zwei Stücke der beiden anhören kann.

Und dann heisst es ab 23:05 Uhr: Auf in den WDR3-Webradio-Stream, um der Volksmusik vom Mars zu lauschen...

[Bildchen: Nur ein Notbehelf, auf die Schnelle: Aber digital ist es, Mars ist drin und Musik auch...]

Von miss.gunst am 18.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.06.08

atelier simulant @ romainmôtier

dbas08_ksw.gifWie in jeder Sommersaison wird auch heuer wieder das Pilgerhaus L'Arc in Romainmôtier für konspirative Zusammenkünfte von KünstlerInnen mit Neigung zur experimentellen (Elektro-)Bastelei und BastlerInnen mit Neigung zur Kunst genutzt.
Beispielsweise, um an Protoypen zu arbeiten.

dbas08_g1.gifSelbige stehen jedenfalls im Mittelpunkt der Einladung, die dorkbot swiss* für die aktuelle Woche ausgeschrieben hatte:

"das atelier simulant konzentriert sich auf die erstellung von prototypen. die teilnehmenden bringen ihre persönlichen projekte mit und vermitteln über die im atelier entstehenden simulationen ihre individuelle arbeitsstrategie. ziel der atelierwoche in romainmôtier ist nicht das realisieren, sondern das simulieren von ideen. ob dies mit hilfe von pappmodellen oder freiluft performances geschieht, bleibt jedem einzelnen selbst überlassen."

dbas08_g2.gifUnd wie der Flyer zur Veranstaltung verrät, sind nicht wenige Interessierte der Einladung gefolgt.
Ob es auch diesmal wieder am Wochenende einen Tag der Offenen (Atelier-)Tür gibt, wurde angesichts des seinerseits ziemlich offenen Arbeitsvorhabenes passender Weise ebenfalls offen gelassen.

Immerhin hat Monya Pletsch, die das Ganze für dorkbot swiss organisiert, einen eigenen Weblog für das Atelier Simulant eingerichtet.
In selbigem herrscht zwar bis dato eher die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der dann mutmasslich bzw. dem Thema angemessen auch eher in den Köpfen und im Atelier selbst denn durchs online-Schrifttum wehen wird.

Aber falls es früher oder später am einen oder andern Ort zu einer Präsentation von Protoypen im oder aus dem Atelier Simulant kommen sollte, dürfte sich dort sicher rechtzeitig ein Hinweis finden. Neugierig, wie wir selbst in Sachen Prototypen sind, werden wir die Augen sowieso offenhalten und etwaige Neuigkeiten weiterreichen. Versprochen.

*Autsch, die Heimseite bzw. das Tiki scheint gerade flach zu liegen. Wünschen wir mal baldige Genesung bzw. Reparatur...

Von miss.gunst am 17.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.06.08

ruf vom videopark broll

vpb0_ksw.gifAnfang April gab es im Lodypop bereits die erste Serie zu sehen, nun ruft der Videopark Broll erneut zu Einreichungen auf, die dann sowohl vor Ort in Basel als auch online präsentiert werden sollen.

vpb0_g2.gifDer Videopark ist eine online-Videogalerie, die der Basler Jan Voellmy 2007 ins Leben gerufen hat. Hinter der Galerie Helga Broll wiederum - die einige schon über diverse Aktivitäten im Kaskadenkondensator und im Lodypop kennen werden - verbergen sich stehen drei Künstlerinnen aus Hamburg und Basel: Chris Regn, Lena Eriksson und Alex Vögtli, die unter diesem Label gemeinschaftlich Kunstförderung betreiben, Projekte und Ausstellungen organisieren sowie Künstlerinnen Platz für die Präsentation ihrer Arbeiten bieten.

Ein solches Format ist eben auch der Videopark Broll, von dem der aktuelle Ruf ausgeht. Eingesandt werden können Clips bzw. MiniDV-Bänder zu folgenden Themen und bis zu folgenden Terminen:

Noch bis zum 21. Juni 2008 Traum und Zukunft Fasst für uns die ganze Breite zwischen visionärer Revue, Science Fiction, Sehnsüchten, Gender, Zwischenbildern, Licht und Schatten, Falten legen, künstlichen Welten, provisorischen Idealen, Reflektionen, surrealen Entwürfen, handfesten Erfindungen, dem Unheimlichen, Übertragungen und des Blinzelns zwischen Realität, Illusion und Utopie

Und bis zum 21. Oktober 2008
Bühne frei
Für Statements und das, was wir schon immer mal sagen wollten, für Eingriffe ins Bild, für Tricks, für Schlager, für Tiernummern auf Augenhöhe, für das was besser als echt ist, für Verwandlungen und das Zurückverwandeln, für 400% Emotion quasi aus dem nichts, das Feuerwerk, für das Atmen können, den Machbarkeitswahn und Transformationen

SCREENINGS sind jeweils ca. 1 Monat nach Einsendeschluss. Ort und Termine werden noch bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Beiträge auf MiniDV, PAL 4:3 (nicht anamorphotisch), mit maximal 4 Minuten Länge.
Meldet die Beiträge mit folgenden Infos bitte per Mail bei uns an.

Vorname, Name:
--------------------------------------------------
Titel der Arbeit:
--------------------------------------------------
Ort, Herkunftsort:
--------------------------------------------------
Entstehungsjahr:
--------------------------------------------------
Dauer:
--------------------------------------------------
Originalmaterial, Ausgangsmaterial (Super8, Mobiltelefonfilme, Computerprogramm, DVcam...):
--------------------------------------------------
Synopsis (Kurzbeschreibung):
--------------------------------------------------
Themenbereich, Kategorie (siehe unten):
--------------------------------------------------
Kontaktadresse:
Name
Strasse, Nr
Ort
Telefon
mail

Rückfragen und Anmeldungen an: mail [at] videopark.org
Und sendet das Band per Post an:

Lodypop
Videopark Broll
St. Johannsvorstadt 72
CH-4056 Basel

Wer wissen will, wohin es geht und wie das Ganze dann präsentiert wird, kann sich vorab auch noch einmal die Dokumentation und die Videos der ersten Reihe namens "Szenen aus dem Alltag" anschauen - und zwar sowohl auf den Seiten des Videopark als natürlich auch direkt beim Videopark Broll.

vpb08_g1.gif

Von miss.gunst am 16.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.06.08

öffentliches stricken

wkd08_ksw.gifSträflich spät, aber ganz unterschlagen wollen wir ihn eben doch nicht: In die stets wachsende Schar weltweiter Aktionstage hat sich nun auch ein World Wide Public Knit Day eingereiht.

Nun muss Stricken, Häkeln und Sticken natürlich sowieso nicht im stillen Kämmerlein stattfinden. Schliesslich ist Handarbeiten seit einiger Zeit - unter anderem ja auch in der Kunst - derart en vogue, dass man drinnen wie draussen, on- wie offline alle naslang entprechend erstellten Kreationen sowie eben auch deren KreateurInnen begegnet.

wkd08_g.gifUnd selbst dort, wo man sich explizit auf klandestine Strickzirkel bezieht (s. d. Eintrag vom 30.12.05 zum Revolutionary Knitting Circle), wird deshalb noch lange nicht die Öffentlichkeit gescheut - ganz im Gegenteil geht es gerade darum, selbige für politische Statements zu schaffen und zu nutzen.

Der World Wide Public Knit Day, 2005 von Danielle Landes begründet, hat sich da eher der Basisarbeit lokaler Gemeinschaftsbildung verschrieben.
Um ihn zu begehen, muss man sich eigentlich nur bzw. -geneigten zum bezeichneten Datum - dem 14.06. - mit Gleichgesinnten zusammenfinden und fleissig der Nadelarbeit frönen.

Hiefür allerdings stellt Landes zum einen ein Sortiment an Blanko-Einladungen und anderen Materialien zur Verfügung, die auf das eigene Projekt zugeschnitten und dann per Mail, per Web oder ganz klassisch in Form von Flyern verteilt werden können. Zum anderen lassen sich die geplanten Veranstaltungen dann auch auf der World Wide Public Knit Day vermelden, wo umgekehrt dann Mitstrickwillige nach Strickkreisen in ihrer Nähe suchen können.
Und wenn man dann (s)einen gefunden (oder selbst einen begründet) hat - wer weiss, vielleicht wird ja mehr und wohlmöglich sogar ein ganz revolutionärer Strickzirkel daraus?

Heuer noch einen kleinen hausgemachten "Kip" (= Knitting in Public)-Kreis ins Leben zu rufen, werden wir wohl auf die Schnelle nicht mehr schaffen - zumal wir eh anderweitig alle Hände voll tun haben und uns ausserdem mit unserer eigenen kleinen Werkgemeinschaft schon gut versorgt wähnen dürfen.
Aber wie das mit Jahrestagen so ist: Sollte es ja im nächsten wieder eine Chance geben...

[Bildchen: So schaut eine Blanko-Einladung zum aktuellen World Wide Public Knit Day aus. Logo und Gestaltung: Danielle Landes.]

Von miss.gunst am 14.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.06.08

diy organisation

piac08_ksw.gifWie selbstorganisierte Projekte am besten angegangen werden bzw. funktionieren? Ein Pauschalrezept gibt's dafür naturgemäss nicht. Aber schauen, wie es andere machen, kann doch den einen oder anderen hilfreichen Hinweis liefern. Und auch sonst ist so ein Blick über den Gartenzaun ja meistens interessant.

Einen ebensolchen bietet eine kleine Reihe von Interviews, die im Zuge des vergangenen Pixelache Festivals geführt und nun online publiziert worden sind.

piac08_g.gifLetzteres, seit 2002 als "festival of electronic art and subculture" im Pixelache Netzwerk eingeführt, hiess heuer nämlich "Pixelache University" und hatte das Thema Lernen bzw. Weiterbildung ins Zentrum gestellt. Und natürlich auf seine Weise umgesetzt.

Wer die Bildungsmassnahme im März verpasst hat, kann etwaigen Nachholbedarf übrigens auch in der mittlerweile recht reich bestückten Dokumentation zu stillen versuchen. Und nun eben auch nachlesen, was Douglas Reppetto für dorkbot oder David Cuartielles für Arduino bzw. die Arduio Foundation auf die Fragen der Festivalorganisatoren geantwortet haben.

Von miss.gunst am 11.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.06.08

fisch disch

fidi08_ksw.gifNein, mit einem fish dish bzw. einem Fischgericht wird hier nicht gelockt. Eher schon will der Titel der Veranstaltung abzüglich des weichen Zungenschlags gelesen werden - auch wenn man ihn vielleicht nicht so hart beim Wort nehmen muss, wie er dann klingen kann...

fidi08_g.gifUnd: wie es dann klingen kann, wenn sich die Akteure des Abends über ihre Gerätschaften beugen.
Geladen wird nämlich wieder einmal zu einem kleinen Noise Festival, für dessen Programm mit Theo Goodman a.k.a. buckettovsissors ein auch treuen LeserInnen nicht ganz unbekannter Experte in der Kunst des Krachmachens verantwortlich zeichnet.

Tatsächlich musste seine feine, aber naturgemäss ebenfalls nicht gerade von zartem Pegel geprägte Konzertreihe "Krach im Hinterhaus" leider aus dem Offenbacher Stammsitz weichen, weil sozusagen drin war, was drauf stand. Dank Stefan Beck haben die FreundInnen des elektronischen und elektroakustisch erzeugten Geräuschs mittlerweile aber eine passende Bleibe im multi.trudi gefunden.
Und so können wir uns unter anderem auch auf ein Wiedersehen und -hören mit einigen der Beteiligten des bizaar x vom vergangenen Samstag freuen:

Der Warst wird ebenso wieder aufspielen wie Tobias Schmitt - diesmal allerdings nicht gemeinsam mit Lasse-Marc Riek bzw. als Waldlust, sondern solo als Suspicion Breeds Confidence. Hinzu kommt noch ldx40 (den wir leider beim bizaar x nicht dabei hatten). Und natürlich wird sich auch Gastgeber buckettovsissors die Ehre geben.

Alles dies (und wohlmöglich noch einiges mehr) im multi.trudi, derzeit im Pförtnerhaus der Frankfurter Hohenstaufenstrasse 13 angesiedelt, ab 20:00 Uhr. 18:00 Uhr, es wird nämlich auch aufgelegt. Und zwar was auch immer wer auch immer mitzubringen lustig ist, auf den Grill.

[Bildchen: Zeigt, wie unschwer erkennbar, den Flieger zur Veranstaltung. Der leider in unserer Rocktasche ein wenig gelitten hat. Aber die gegen derlei unempfindliche digitale Variante - s. oben links - zierte noch den zunächst kommunizierten Beginn ab Acht, daher darf sie nur im Ausschnitt glänzen.]

Von miss.gunst am 07.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.06.08

lauter laute (WRT)

vcl_ksw.gifZeit für einen Webradio-Tipp ist es eh längst mal wieder. Und da in der Klangkunst-Reihe von Deutschlandradio Kultur diesmal die Ursendung eines Stückes ansteht, in der einer wichtigen Referenzfigur für angewandte Radiotheorie Reverenz erwiesen wird, ist er in diesem Fall auch süsse Pflicht.

Heute nacht bzw. morgen früh (genauer gesagt: am 06.06.08 um 0:05 Uhr, weshalb wir wie immer Tags vorher winken) wird nämlich ein Stück ausgestrahlt, das auf den schönen Titel "Velimir oder Chlebnikovs Karneval der Worte" hört.

vcl_g.gifSoweit der Ankündigung zu entnehmen, soll es zwar nicht um Chlebnikovs "Radio der Zukunft" gehen, das im gleichnamigen Manifest bekanntlich als "... der grosse Zauberer und Verzauberer ..." gefeiert wird. Sondern um Transformationen zweier Texte, die der russische Dichter während des Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik geschrieben hat.

Aber wenn Bojidar Spassov und Ulrich Land ihr Opus als "Musik-Hörstück für Laut-Sänger, Laut-Sprecher und andere Laut-Quellen", dann klingt das doch in jedem Fall schon mal vielversprechend und ziemlich radiogen. "Chlebnikov mit digitalen Mitteln"? Wir sind gespannt!

[Bildchen: Dochdoch. Mindestens in Spurenelementen ist Chlebnikov auch hier anwesend gewesen...]

Von miss.gunst am 05.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.06.08

wie kranke ideen entstehen

wkge_ksw.gifKlingt schwer nach Psychopathologie. Ist aber doch eher als etwas kokette Anspielung auf gewisse Rezeptionsmuster gegenüber wuchernden Kunstformen gemeint und könnte ebensogut lauten: Wie gute Ideen entstehen.

Jedenfalls kündigt mit dieser Wendung Max Andersson sich selbst bzw. einen Vortrag an, den er an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung halten wird.
Und den wir als Fans kranker Ideen des Schweden einfach empfehlen müssen.

Über den Vortragstitel haben wir nolens volens aber doch noch ein bisschen grübeln müssen. Und uns im Vorfeld die folgende Theorie zuechtgelegt:
Mal angenommen, in einem lauschigen Winkel unseres hohlen Köpfchens schlummert ein guter Gedanke.

wkge_g1.gif

Glücklich, zufrieden - wie hier im Detail unschwer zu erkennen:

wkge_g2.gif

- und rundum gesund reift er dort heran, bis wir seiner gewahr werden...
wkge_g3.gif

... und natürlich der Meinung sind, dass sie einfach herausmuss, so eine glorios gute Idee.
wkge_g4.gif

Was für selbige aber unter Umständen ...
wkge_g5.gif

- die genau genommen bzw. betrachtet in der Natur der Sache liegen mögen -
wkge_g6.gif

... ganz ungute Folgen haben kann:
wkge_g8.gif

Ja, so schnell kann's gehen, dass kranke Ideen entstehen bzw. gute Gedanken ernsthaft erkranken...

Von miss.gunst am 04.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.06.08

exonemo @ plug.in

emae_ksw.gifDie sprichwörtliche Post geht diese Woche natürlich in Basel ab - wenngleich dem Anlass entsprechend eher nicht in Sachen DIY-Kultur.
Mindestens einen Hinweis wollen wir aber doch dem Log.Buch einverleiben: Im [plug.in] ist bzw. sind ab heute nämlich exonemo zu Gast.

Der japanischen Künstlergruppe, die allem Vernehmen nach tatsächlich das erste Mal in de Schweiz (und überhaupt nach Europa) geladen ist, verdanken wir bekanntlich so sympathische Projekte wie "Roadmovie", mit dem man per Papiermodell zum Selberbasteln, das sich daheim parallel zur online-Doku bewegen liess, an einer Busreise teilnehmen konnte, mit der in 2005 deutsche und japanische Künstler über die Insel tourten.
Und dem einen oder der anderen dürften sie auch noch über ihre Beteiligung am 56kTV-Bastard Channel in Erinnerung sein.

emae_g.gifFür das [plug.in] haben sie nun mit UN-DEAD-LINK ein neues Projekt realisiert, das sich mit dem Verhältnis zwischen dem Tod in der physischen Welt und jenem beschäftigt, den die digitalen Stellvertreter der Menschen in der virtuellen Welt von online-Umgebungen wie Computerspielen erleiden.
Und parallel dazu wird auf der Liste noch ihre DamatsuMouse präsentiert - die neugierige Nicht-zur-Messe-Fahrende aber auch online bei Art-On-The-Wire bewundern können.

[Bildchen: Ist natürlich nicht die DamatsuMouse von exonemo. Sondern wie so oft weitgehend frei bzw. in diesem Fall eher am aktuellen Projekt der Gruppe entlang assoziiert der Geist einer mausetoten Computermaus, deren Originalleichnam immerhin von einem japanischen Wikipedianer namens Qurren gespendet wurde. Dafür danken wir ihm und dem grossen GNU.]

Von miss.gunst am 02.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.06.08

ein haus als instrument

ptb_ksw.gifDass Architektur als Klangkörper funktionieren kann, hat in den vergangenen Jahren immer wieder zu spannenden Experimenten geführt. Beispiels- und in denkbar unterschiedlicher Weise bei Marc Bain, Andres Bosshard oder C.M. von Hausswolff, um nur mal ein paar der KünstlerInnen zu nennen, denen in diesem Log.Buch bereits die eine oder andere Zeile gewidmet worden ist.

ptb_g.gifMag sein, dass David Byrne erstmal eher unverdächtig erscheint, in diese Linie eingereiht zu werden. Mindestens haben die Talking Heads seinerzeit mit "Burning Down The House" eine etwas andere Umgangsweise mit Gebäuden besungen - nach der sich eine Umnutzung zum Instrument tendenziell erübrigen dürfte.

Lässt man solche Spässe beiseit, ist es allerdings dann doch nicht gar so ungewöhnlich, bei Byrne auf ein entsprechendes Projekt zu stossen. Schliesslich hat er sich in den vergangenen Jahren immer wieder und mit ziemlich spannenden Interventionen an der Schnittstelle von Musik- und Kunstproduktion bewegt.

Dieser Tage - genauer gesagt: Seit dem vergangenen Freitag und bis einschliesslich heute (01.06.08) gibt es nun in New York seine Installation "Playing the Building" (2005/2008) zu sehen, zu hören - und zu bespielen.
Nur zu gern hätten wir da vor Ort vorbeigeschaut. Liegt leider nicht um die Ecke - aber ein Eintrag ins Log.Buch, der muss schon sein.

[Bildchen: Hat natürlich nichts mit dem hier besungenen Projekt zu tun. Wie das ausschaut(e), kann man im Archiv bei creativetime.org bewundern. Au naheliegenden Gründen haben wir selbst eine Heim-Orgel gebastelt. Das verlassene Haus spendete Milwaukee3181 in die Commons bzw. die Public Domain, die schöne Orgel fand dank einer Zeichnungs-Spende von Pearson Scott Foresman in ebendiese. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 01.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)