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31.08.08

grosse vögel, kleine vögel

bsot_ksw.gif... sind gestern (30.08.) in der Rotunde der Schirn Kunsthalle in Franfurt gelandet. Und werden dort wohl noch ein Weilchen nisten
Eine unerwartete Oase aus Klang mitten in der Stadt, in farbiges Licht getaucht, die allabendlich wie eine Fata Morgana für ein paar Stunden erscheint und dann wieder vergeht.

Angelockt hat die Vögel, zwei Zwergohreulen übrigens, Bernhard Schreiner (feld, Archiv). Eingefangen hat er aber nur ihre Stimmen. Schnäbelndes Gurren, das sich bestens mit dem körperlosen Schnarren der Schaltungen versteht. Das heisst: Im Grunde will man gar nicht unterscheiden zwischen dem Gesang aus Gefieder und dem, der von Impuls zu Impuls hüpft. Oder genauer gesagt, hingehört, im Puls selbst ist.

bsot_g2.gifBevor es dämmerte und dann, Schein geworfen, gleich wieder blauer Morgen werden konnte in der Lichtung gab es - allerdings nur für einmal - noch ein Konzert. Olivier Messiaen, dessen hundertsten Geburtstag es in diesem Jahr zu begehen gilt, und Martin Schmalz, der gerade mit einem Kompositionsstipendium in Frankfurt weilt - gespielt von MusikerInnen der Jungen Deutschen Philharmonie, die dem Franzosen mit ihrem diesjährigen Freispiel eine besonders schöne Hommage kredenzt.

Was im übrigen auch für Schreiners o.T. (presque rien n°2, blau) gilt. Allem voran der Vögel wegen, und nicht nur, weil es ursprünglich Messiaens Schüler Luc Ferrari war, der einer der beiden Zwergohreulen seinerzeit zärtlich die Stimme stahl.

Die Oase (presque rien) noch bis um 05.09. jeden Abend ab 20:00 Uhr in der Rotunde der Schirn; das Freispiel der Jungen Deutschen Philharmonie für Olivier Messiaen ebenfalls, aber an anderen und welchselnden Orten (Programm als pdf).

[Bildchen: Nun, was wohl anderes als zwei Zwergohreulchen, ein wenig wenigstens in Blau getaucht. In ganzer Gefiederpracht sind sie auf einem Foto zu bewundern, das Antonio De Lorenzo und Marina Ventayol machten und dessen hier verwendete und weiter transformierte Bearbeitung von Dysmorodrepanis dankenswerter unter cc-by-sa lizensiert und in die Wikipedia Commons gestellt worden ist.]

Von miss.gunst am 31.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

30.08.08

home made (in) concert @ les digitales

ldlcf08_ksw.gifAls Krönung der Bastelwoche (und leider auch zu deren Abschluss) gibt es am heutigen Samstag richtig etwas zu sehen hören und zu sehen: HOME MADE in concert.
Und zwar auf einer denkbar passenden Bühne.

ldlcf08_g2.gifDie fleissigen FricklerInnen sind nämlich zu Gast bei Les Digitales bzw. der diesjährigen Ausgabe von und in La-Chaux-de-Fonds.

Wobei an dieser Stelle einzugestehen wäre, dass wir schon vergangenen Freitag hätten heftig winken können: Da waren bereits beim Lausanner Konzertabend keine Geringereren als Strotter (s.a. mehr im hauseigenen Archiv) und - mit Defects Per Billion - Flo Kaufmann (dito) mit von der Partie. [Btw., die Defekte kann man, falls verpasst, heute nochmals im Sauerkraut Bern erwischen.]

Die Digitales sind als Konzertfestival natürlich weniger zum Mitbasteln als zum Mitschwingen gedacht (wobei es im kiosque à musique auch eine Ausstellung mit Arbeiten von sapristi & co aka Emeline & Silvio gibt). Aber am Ende einer langen Arbeitswoche kann man sich das ja getrost einmal gönnen. Stehen jedenfalls von ATOLL über Feldermelder bis hin zu Herrn Baron von Öctø Püss et le bruit qui court viele leckere Acts auf dem Programm...

Von miss.gunst am 30.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.08.08

kunstgeburtstag ff. (WRT)

ab08drk_ksw1.gifSieht fast so aus, als würden sich diesen Sommer sämtliche Sender bzw. -formate mit Neigung zur Radiokunst aufs Feiern eingeschworen haben.
Aufs Kunstgeburtstag(s)-Feiern, um genau zu sein.

Denn nachdem wir Anfang des Monats schon einen entsprechenden Webradio-Tipp für den reDeSigning the future ... remix bei SWR2 ars acustica abgeben konnten, steckt in der Nacht zum morgigen Freitag (wie immer ab 0:05 Uhr) nun auch Deutschlandradio Kultur in seiner Klangkunst-Reihe die Kerzen auf dem Kuchen an.

ab08drk_g.gifUnd wie der Titel "Young and Restless - Art's Birthday 2008 (2)" verrät, sogar schon zum zweiten Mal in kurzer Folge. Letzte Woche gab's nämlich bereits "Young and Wild - Art's Birthday 2008 (1)".

Beide Sendungen sollen eine Nachlese zu jener bieten, die pünktlich zur eigentlichen Festivität am 18.01.08 ausgestrahlt wurde ("Forever Young"). Wie das am 22.08. klang, ist uns leider entgangen, heute Nacht bietet sich also eine neue Chance. Wobei das Ganze - anders als beim SWR - wohl eher auf ein Wiederhören hinauslaufen wird.

Nun, aus treuer Kunstgeburtstagsfan-Perspektive sagen wir da doch: Immer gern - warum auch nicht?

[Bildchen: Indes die Ankündigung beider Geburtstagsprogramme bei Deutschlandradio Kultur ein Schwamm ziert, finden wir das Motto "Schwamm drüber" etwas schnöd und bleiben lieber bei der traditionellen Torte. Das mehr als lecker ausschauende Vorbild danken wir Joey Gannon und stellen auch unsere Mutante unter cc-by-sa.]

Von miss.gunst am 28.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

27.08.08

fensterln beim basteln

sgmkj08_ksw.gifSeit Montag knistert und rumort es auf dem sonst äusserst idyllischen und auch netztechnisch ziemlich abgelegenen Hochplateau von Les Pontins im Berner Jura.
Und sendet da vielleicht sogar etwas? Da müssen wir doch dringend mal nach dem Rechten schauen...

... und siehe da: Im auf Fotografien eigentlich unverdächtig dreinblickenden Landhaus La Chatelaine - in dem man sonst eher rastende Wanderer oder Ruhe suchende Städter vermuten würde - haben sich offenbar einige jener ziemlich seltsamen Menschen eingenistet, die gerne ebenso seltsame (sowie noch viel seltsamere) Dinge mit Elektrizität nahezu allem veranstalten, was ihnen als willfähriges Bastelmaterial in die Finger gerät.

Wenn man es nun den Kühen nachtut und zutraulich etwas näher tritt, sieht man vielleicht schon auf dem Weg das eine oder andere unter normalen Bergweltumständen eher merkwürdig anmutende Arrangement:

sgmkj08_g1.gif

[Ja genau, dieser rastende Wanderer hat anscheinend nicht nur sein Picknick ausgepackt...]

sgmkj08_g2.gifErst recht Erstaunliches lässt sich dann aber rings des Hauses beobachten.

Da wuchern nicht nur wilde Drahtwindungen.
Sieht vielmehr ganz danach aus, als sei da bereits etwas mit beweglichen Gliedern entstanden, dass dann in den nächsten Tagen vielleicht sogar eigenmächtig auf Wanderschaft gehen wird???

Ohlala. Wie gut, dass Welt am Draht mittlerweile auch drahtlos erreichbar ist.

Denn da bleiben wir natürlich auf jedem Fall dran und werden weiter fensterln gehen...

[Bildchen: Ganz genau. Das kleine Schwarzweisse ist nämlich - obgleich in geographischer Nähe zu einem äussert anmutigen Landschaftsprospekt aufgenommen, kein Sonnenauf- oder untergang in den Alpen.

Grand Merci an Markus Haselbach von der SGMK, die - wie es die Quellen murmeln bzw. wir mit einer gewissen Bestimmtheit vermuten dürfen - da wohl mal wieder ihre Finger im Spiel hat...]

Von miss.gunst am 27.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

25.08.08

Essbare Landschaften (WRT)

edbl_ksw.gifFreundinnen und Freunde von Field Recordings aufgemerkt: Auf resonance fm London beginnt heute eine Reihe mit Sendungen, die auf diesem Terrain schwelgen und schwelgen lassen - was in diesem Fall sogar wörtlich zu nehmen ist.

Edible Landscapes heisst das Projekt, in dessen Rahmen Reisen in die unterschiedlichsten Gefilde unternommen werden, in denen Hören einen umfassenden sinnlichen Genuss bedeuten kann.

Zwar dürfte wohl nicht alles, was dabei zu erlauschen sein wird, den Verdauungsapparat im engeren Sinne betreffen:

edbl_g.gif

"Gloucester cathedral, Elephant & Castle, Romanian sheep and sheperds. The horns of Napoli, vile weather in north London, lightning storms in southern Italy, fireworks in Lewes, carnivals in Mexico. Food being prepared and food being eaten. The sounds of a crop circle being constructed, rural rambles and urban yomping; domestic nothingness and somethingness. The truth about super markets, meat markets, cattle markets, and fruit markets and plenty of action and inaction on buses, trains, planes and tubes and many places inbetween."

Aber wie die hier zitierte Ankündigung und natürlich auch der Titel der von Richard Thomas editierten Serie mit Beiträgen zahlreicher KünstlerInnen, RadiomacherInnen und anderer Kulturschaffender versprechen, nehmen Nahrungsmittel - vom Rohstoff über die Ware und deren Handel bis zur Zubereitung und Konsumption - hierbei einen zentralen Stellenwert ein.

Kurzum: Das klingt schon vorweg sehr lecker und wird es auch sicher werden. Akustische Mitesser können sich vom heutigen Montag (25.08.) bis einschliesslich Freitag (29.08.) täglich zu Tisch einfinden - und zwar, so sie nicht sowieso in London weilen und resonance auf fm empfangen könne, per Webstream jeweils um 12:00 Uhr zum Mittags- und um 0:00 Uhr zum Nachtmahl (wobei, notabene, in der kontinentalen Zeitzone jeweils eine Stunde zuzugeben ist).

Von miss.gunst am 25.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.08.08

neuer aufruf an anonyme zeichner

azaz082_ksw.gifNachdem wir bereits Anfang des Jahres einen Aufruf an anonyme Zeichner weitergegeben haben und zumal jener, welcher uns aktuell erreichte, von denselben Organisatorinnen stammt wie ersterer, könnte im Grunde ein schlichtes Re-Blogging des Beitrags vom Januar reichen.

Wie schon damals und nunmehr schon zum neunten Mal, werden von blütenweiss Berlin Anonyme Zeichner dazu eingeladen, Arbeiten einzureichen. Wobei sich die Anonymität natürlich erst einmal auf den Vorgang der Einreichung selbst bezieht (indes Menschen, die ihre Zeichnungen stets inkognito publizieren, sicher nicht von der Teilnahme ausgeschlossen sind).

Worum es geht, hatten wir eigentlich schon im Januar wortreich erläutert und versuchsweise illustriert. Aber mindestens dieser Satz aus dem Aufruf ist so schön, dass man ihn gerade noch einmal laut lesen kann:

"Gängige, kunstmarkttypische Mechanismen wie zum Beispiel die Wichtigkeit des Künstleregos, Preisbildung, sowie vorgefertigte, einem bestimmten Kunstkontext zugeordnete Qualitätsurteile sollen im Rahmen der Aktion auf experimentelle Art und Weise auf den Kopf gestellt werden: Die Künstler lassen sich darauf ein, ihre Person zugunsten des eigentlichen Produktes, Ihrer künstlerischen Arbeit, in den Hintergrund zu stellen."
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Ausserdem hat sich für diesmal auch die Adresse geändert, an die einreicht und an der dann auch ausgestellt werden soll: Bis zum 31. Oktober (2008) mögen die anynonem Werke nämlich dem Kunstraum Kreuzberg zugesandt werden. Auf dem Postweg, mit Rückporto und insofern natürlich bis zu diesem Punkt nicht ganz so anonym.

[Bildchen: Im Anschluss an unsere beiden Versuche vom letzten Mal, zeichnerische Anonymität zu erlangen, haben wir noch zwei neue Variationen erprobt. Oben links angedeutet und unten ausgeführt die klassische konstruktivistische bzw. vielleicht eher noch minimalistische Lösung. Oben mittig zur Abwechslung mal eine ganz andere Strategie: Einfach so schnell bewegen, dass man nicht erkannt werden kann. Neinein, Einreichen werden wir auch diesmal nicht, wir üben ja nur.]

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Von miss.gunst am 24.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.08.08

aber herzlich (ff.)

ddli_ksw.gifAn einen ganzen Einminuten-Clip wollten wir uns auf die Schnelle nun doch nicht wagen - denn wir wissen ja sehr wohl, wieviel Arbeit schon in weit weniger Sekunden steckt.
Aber die gestern nur angedeutete Animationsimagination bzw. Imaginationsanimation verlangte doch nach Vervollständigung.

Also haben wir, in Hommage an Terry Schaufelbergers Festival-Installation "Das (grosse) Duell" für einmal einen duellierungswütigen Zeitgenossen aufgerufen, der dann natürlich auch unverzüglich - Pech und Schwefel im Anschlag - angetreten ist:

ddli_gk1.gif

Dem gegenüber seien nun, im Zuge einer absoluten Wahlfreiheit der Waffen, die Vorteile konsequenter Freundschaftlichkeit ins Feld geführt:
ddli_gk2.gif

Was offenbar selbst Pech und Schwefel sehr viel sympathischer finden:
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Von miss.gunst am 23.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.08.08

kurz, aber herzlich

omffa_ksw.gifWie schon gute Tradition, wollen wir auch in diesem Jahr wieder den Hut vor jenen ziehen, die es wirklich schaffen, sich kurz zu fassen. Und wie KurzfilmfreundInnen ahnen werden: Mit "kurz" ist im Grunde "kürzest" - und mit dieser Einleitung das One Minute Festival in Aarau gemeint.

Heute (22.08.) Abend beginnt nämlich die diejsährige Ausgabe des intnationalen Film & Videofestivals für die kompakte Würze - und startet gleich durch mit einer langen Nacht des kurzen Vilms. Wieviel es da zu gucken gibt in mehreren Stunden, die ausschliesslich aus Videos und Filmen bestehen, welche höchstens (!) sechzig Sekunden währen, mag sich jede/r selbst ausrechnen.

omffa_g1.gifAb morgen gibt es dann wie gewohnt ein Ganztages-Programm (Überschau als pdf), zu dem neben den zahlreichen Wettbewerbs- und Spezialschienen mit Spiel-, Experimental- und Animationsvilmen auch zwei Installationen gehören, die ab morgen Nachmittag im Kunstraum Aarau zu sehen sind:

Zum einen "Tempo Fugato" von Marianne Büttiker, ein poetischer Bild-Transfer, mit dem - so verspricht es die Künstlerin - Fragmente aus dem Tagebuch ihres Genueser Atelierstipendien-Aufenthalts in Form einer (Video-)Raumzeichnung wiedererstehen sollen.

Zum anderen lädt Terry Schaufelberger zum "Grossen Duell", bei dem die Zuschauer aktiv eingreifen und per Zeichenstift das Geschehen (und wohlmöglich auch den Ausgang der Auseinandersetzung) mitbestimmen können. Wer seine eigenen gezeichneten Charaktere ins Rennen schicken will, ist dazu herzlich eingeladen - es steht nämlich auch ein Scanner bereit.

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Ob es dann wohl auch gestattet ist, einander allenfalls mit Kuchen oder Seifenblasen zu bewerfen oder Blumen zu tauschen?
Wird sich sicher weisen. In jedem Fall eine grossartige Idee!

[Bildchen: Von Schaufelbergers Einladung inspiriert, haben wir in einer Einminutenskizze mal schnell eine potentielle Duellantin imaginiert. Die Kampfseifenblase sieht harmlos aus? Wer das meint, hat sie noch nicht im Einsatz gesehen. Nur so viel sei verraten: Wie es sich für eine mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Geheimwaffe gehört, wird sie auch nicht so mirnichs, dirnichts platzen. Vielmehr wird die Gegenseite freundschaftlichst eingeseift...]

Von miss.gunst am 22.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.08.08

dhomont (WRT)

fdmr_ksw.gifWie oft geht unser Webradio-Tipp für den Mittwoch an das WDR Studio Elektronische Musik - wird heute aber zudem noch mit einem internationalen Extra verknüpft.

Im Mittelpunkt der aktuellen Sendung, die heute zur gewohnten Stunde ab 23:05 Uhr ausgestrahlt wird, sollen nämlich Werke von Francis Dhomont stehen.

Die Ankündigung verspricht mit Ausschnitten aus verschiedenen Werken des Pioniers und Doyens der akusmatischen Musik einen "Blick hinter die Kulissen und ein(en) Werkstattbericht" zu bieten, was ja allemal ziemlich spannend klingt.

Denjenigen, die vorab und/oder hernach noch weiter in Dhomonts Klangwelten einsteigen möchten, können wir wunderbarer Weise bei dieser Gelegenheit gleich noch einen weiteren Webradio-Tipp mit ans Herz legen.

fdmr_g.gif

Im kanadischen Montréal - Dhomonts zweiter Heimat, wo der Franzose über zwanzig Jahre gelebt und gelehrt sowie unter anderem auch die Communauté électroacoustique canadienne (bzw. englisch: The Canadian Electroacoustic Community, kurz CEC) mitbegründet hat - gibt es nämlich den Vertrieb DIFFUSION i MéDIA / electrocd bzw. ÉlectrO-CD, der auf die gleichnamige Initiative von Mitgliedern der Groupe de recherches musicales (GRM) in Paris zurückgeht und entsprechend auf CD-Publikationen aus dem Feld der elektro-akustischen Musik spezialisiert ist.

Bei DIFFUSION i MéDIA / electrocd kann man nun aber nicht nur Werke von Francis Dhomont erstehen, sondern sie (wie diejenigen zahlreicher anderer KünstlerInnen, die der Vertrieb vertritt) auch über das hauseigene Webradio hören. Womit sich dann natürlich weit mehr als eine nächtliche Radiostunde bestreiten lässt...

[Bildchen: Dhomonts Musik will natürlich mit dem Inneren Auge gesehen werden. Insofern eher entfernt ein lichter Gruss an seine zweite Heimat, die uns auch sonst und sowieso ans Herz gewachsen ist. Vor-Bild war in diesem Fall ein Foto von Montréal bei Nacht, das MinhCuongTran grosszügiger Weise unter cc-by-sa in die Commons gegeben hat. Merci!]

Von miss.gunst am 20.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.08.08

superoorsworld!

suo_ksw.gifUm die Woche wieder einmal mit einer kleinen Leckerei aus den Gefilden der wunderbaren Webcomics zu starten: Da gibt es einen ganz besonders feinen, der obendrein noch an den jüngst wieder aufgenommenen Strang zu 8bit anknüpfen lässt.

Superoorsworld!
Bereits zwei prächtige pdf-Episoden hat der französische Künstler Jonathan Silvestre* ins Netz gestellt, die dazu einladen, in die wilde und bunte Welt des pixelohrigen Superbärchens einzutauchen.

suo_g1.gifGleich in der ersten, "PRINCESS SOS (pdf)" muss es eine klassische Aufgabe erledigen und - wie das in Märchen und Games so üblich ist - eine entführte Prinzessin aus den Klauen fieser Widersacher berfreien. In "FUTCHEBOF" (pdf) wiederum versucht der Superheld auch noch Superfussballer zu werden. Na, ob ihm das gelingt?
[Beiseit: Nichtfrankophone ComicfreundInnen müssen übrigens nicht fürchten, dass die Antwort auf diese Frage für sie kryptisch bleibt: Das Superbärchen kommt, ganz wie ein Game, ohne Worte aus.]

Wer sich das Warten auf die bereits angekündigte dritte Superoors-Episode verkürzen will, darf sich übrigens ein Set der Super-Charaktere herunterladen und selbst am Spintisieren mit Super-Ours Superoors versuchen. Die hat Silvestre nämlich - wie man es sich für einen Sprite mit sicherlich rasch wachsender Superbärchenfangemeinde nur wünschen kann - in einem kleinen Päckchen zum herunterladen ins Netz gestellt. (Achtung, das Bärchen schnarcht!)

suo_g2.gifOhjagenau: Die wunderbare Wunderwelt des Superbärchen ist wunderbarerweise unter cc-by-nc-sa Lizenz gestellt! Weshalb wir diesen Eintrrag auch glücklich mit Superbärchen und Supercharakteren illustrieren können. Was natürlich besonders super ist...

[Bildchen: Oben rechts sieht man - in Superepisode eins - den Superbären in Aussicht auf eine entsprechende Entlohnung bei Befreiung der Prinzessin hunderfache tausendfache Honigkraft ausstrahlen. Und unten links unser erster kleiner Versuch, selbst einen Superbärenstrip zu basteln und den schnarchenden Superbären in Sphären zu versetzen, wo die Rüsselei am wenigsten stört... Hoffen, geholfen zu haben...]

[* PS: Ja, Jonathan Silvestre hat im Prinzip auch eine Heimseite. Aber die verankern wir momentan mal noch nicht, weil es noch keine Indexpage gibt und man dort gleich ins Innerste der Verzeichnisse blicken (und gelangen) kann. Was ja vielleicht nicht im Sinne ihres Besitzers ist. Den Hinweis auf den Superbären fanden wir übrigens bei Drawn!, was auch ein Superblog ist.]

Von miss.gunst am 18.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.08.08

badabum on air (WRT)

bso2101_ksw.gifGerade noch rechtzeitig trudelt der Flyer ein, um den Webradio-Tipp des Tages weitergeben zu können.
Wobei es nicht der letzte seiner Art sein wird - denn es handelt sich um eine sonntägliche Serie, die mit der heutigen Sendung beginnt.

Simon Berz, der gerade vergangene Woche erst mit der DIY-Parade durch Zürich zog, geht nun nämlich auch on air. Und zwar regelmässig zum beliebten (und in diesem Log.Buch ja ebenfalls schon öfter vermerkten) So21-Sendetermin - eben Sonntags - auf Radio LoRa.

bso2101_g.gifFür heute steht nun laut Ankündigung erst einmal Folgendes auf dem Programm:

Unter Leitung von Simon Berz und Andrew Phillips werden unveröffentlichte Konzerte des Labels seit dem Bestehen 2001 zu hören sein. (z.B. das BADABUM-Konzert Bioelektrik mit APPARAT, shitkatapult Berlin 2004). Zudem ist die Crew von Kombinat08 im Studio anwesend und gibt Einblick in das einwöchige gemeinsame Schaffen von Künstlerinnen und Jugendlichen.

Also: Radio einschalten bzw. in den Webradio-Strom von Radio LoRa springen. Spätestens ab 21:45 Uhr, wenn das Badabum-Special beginnt. Aber im Grunde getrost schon ab 21:00 Uhr, denn dann startet die So21-Sendung als solche - erst einmal mit einem Dreiviertelstündchen grauton, was ja auch meist ziemlich lecker ist...

Von miss.gunst am 17.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.08.08

radio MACBA (WRT)

wrmcb_ksw.gifDarf es zum Wochenende vielleicht wieder ein Webradio-Tipp sein?
Da hätte es doch einen - sogar mit allem Vernehmen nach kontinuierlich ausgebautem und zudem für Klangkunst-FreundInnen jederzeit erreichbarem Programm.

Nachdem wir gerade gestern (primär auf FM, aber im Übrigen natürlich auch per Webradio zu vernehmen:) in unserer GUNSTradio-Sendung auf dem Frankfurter radio x eines der aktuellen Projekte von Radio MACBA vorgestellt haben, sollte es eigentlich auch im Log.Buch nicht länger fehlen.

wrmcb_g.gifRadio MACBA, im Hause des Museums für Zeitgenössische Kunst in Barcelona (Museu d’Art Contemporani de Barcelona) angesiedelt, sendet zwar nicht on air, sondern ausschließlich übers WWW. Das heisst: Genau genommen handelt es sich auch um gar kein Radio, sondern um Podcasts, die man sich entweder online anhören oder auch herunterladen bzw. per iTunes abonnieren kann. Aber das tut der guten Sache eigentlich keinen Abbruch.

Nicht nur steht dort in der von Barbara Held und Pilar Subirà betreuten Klangkunst-Reihe "Curatorial" geradet ein Special namens "Radioaction III" auf dem Programm, das gemeinsam mit dem treuen LeserInnen dieses Logs aus mehreren Einträgen bereits bestens bekanntenNew Yorker Kunstradio free103point9 entstanden ist. Es versammelt zwölf Stücke, die konzeptionell an die Idee von Radio als Medium, Instrument, Material und/oder Thema anknüpfen (mehr dazu und zu den beteiligten KünstlerInnen bei free103point9).

Auch sonst hat Radio MACBA so einiges Spannende zu bieten. So gibt es aktuell etwa in der Reihe "Research" zwei Sendungen, die dem klangkünstlerischen Werk von Francisco López (s. auch im Log.Buch-Archiv) gewidmet sind, unter den "Specials" ein ebensolches zu Juan Muñoz' Radioarbeiten und in der das Ausstellungsprogramm des Museums begleitenden Serie "Son(i)a" (leider die einzige, die unter cc lizensiert ist) eine Sendung zur Schau "Possibilitat d'acció. La vida de la partitura"("Possibility of Action: the Life of the Score"), welche sich den Formen der zeitgenössischen musikalischen Notation widmet.

In Summa hat Radio MACBA bereits jetzt mehr im Kasten, als sich an einem einzigen Sommerwochenende nachlauschen lässt. Und sicher wird das Archiv noch weiter wachsen - wir bleiben also dran...

[Bildchen: Zeigt eigentlich einen Sendemast bei Königs Wusterhausen - also denkbar weit von Radio MACBA entfernt. Aber es gibt tatsächlich einen Konnex. Das schöne Foto, das Wikipedianer Marcus T. Jaschen unter cc-by-sa den Commmons übergab, erinnerte uns fern nämlich an jenes, welches das Cover der von free103point9 herausgegebenen CD zu Radioaction III ziert.]

Von miss.gunst am 16.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.08.08

runde pixel invasion

spispi_ksw.gifPixel sind im Grunde nicht quadratisch und ergo muss man auch nicht nach runden rufen. Aber was, wenn diese Vorstellung doch mal vor dem geistigen Auge vorüberzieht?

Das tat sie eben just gestern, wohl angeregt vom Wiedersehen mit den analogen Arkaden aus dem Hause MOBILESKINO.
Der kleine Invador (Invader, Invadeur?) wurde zwar digital handgemalt bzw. -geschnitten. Ruckelt aber gerade so wie auf einem alten Projektor, oder?

spispi_k.gif

Von miss.gunst am 14.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.08.08

mobiles kino video

mkvt_ksw.gifGleich noch ein kleiner Nachschlag für die 8bit-FreundInnen - aber nicht nur für diese. Es gibt nämlich wieder etwas von MOBILESKINO zu vermelden (ja genau, das sind die Macher der wunderbaren Game Arcade und anderer spannender Projekte, die analoge und digitale Medienkultur auf unterschiedliche Weise ineinander übersetzen).

mkvt_g.gifDaniel Bossart aka bossART hat vor einigen Monaten schon für telebasel mash tv ein schönes kleines Porträt über das Elektrobricoleur-Kollektiv gedreht - und auch im Wildpark von polylog.tv eingeheht, wo es nun eben zu bewundern ist.

Fanden wir grad dieser Tage per Zufall. Und stecken wir natürlich gleich zu den Einträgen unserer kleinen Sammlung mit MOBILESKINO im hauseigenen Archiv.

[Bildchen: Sieht so gar nicht nach Arcade-Kino aus? Stimmt. Was das soll, wird sich aber noch weisen...]

Von miss.gunst am 13.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.08.08

superbutton (mit WRT)

lbtq_ksw.gifSchon sehr sehr lange nichts mehr für FreundInnen der 8bit-Kultur dabei gewesen. Das müssen wir dringend ändern. Und schauen uns doch gleich mal um, was es in der Szene an aktuellen Leckereien gibt.

Als da wäre beispielsweise unter den jüngeren Netzlabels der 2006 gegründete Superbutton, dessen Veröffentlichungen symapthischer Weise der Gemeinde allesamt gemeinfrei unter Creative Common-Lizenz kredenzt werden.

lbtq_g.gifGanz wunderbar zur Sommersaison passt beispielsweise das vorletzte Release, das im Juni als zweite Kompilation der Superknöpfe mit dem schönen Titel "LittleBit2Quick"* erschienen ist.
[*Da der Superbutton keine internen Sprungmarken hat, direkt zur entsprechenden Seite bei archive.org verankert - bei Superbutton selbst kann man die einzelnen Stücke aber ebenfalls direkt anhören bzw. bequem das zip von archive.org abrufen.]

Gewissermassen ein All Stars-Aufgebot des Freundeskreises, bei dem man entsprechend viele Zuckerl von Bit-Bricoleuren findet, die schon zuvor mit leckeren Superknopf-Publikationen erfreut haben.
Wenn es noch eine persönliche Empfehlung sein darf: In jedem Fall "In the Raw" von Stay Ali.
Und wer die schwedische 8bit-Diskokugel noch nicht kennt, sollte sich bei dieser Gelegenheit gleich noch die beiden EPs zu Gemüte führen, die bei Superbutton erschienen sind.

Last but not least: Ist natürlich kein echtes Webradio, was sich da auf der Heimseite im Fensterchen öffnet. Aber im Bedarfsfall doch so gut wie, weshalb wir das Ganze einfach mal in die Webradio-Tipps reihen.

[Bildchen: Ja, ziemlich zünftige Cover haben die Superbutton-EPs obendrein. Dieses hier gehört natürlich zu "LittleBit2Quick" und ist als Teil des Gesamtpakets unter cc-by-nc-sa lizensiert. Aber wer hat's gemacht? Vielleicht Superbutton-Betreiber McFiredrill selbst.]

Von miss.gunst am 12.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.08.08

ruf vom diy festival 08

difz08_ksw.gifWieder ein Ruf, der schleunigst weitergegeben werden will: Auch in diesem Jahr wird nämlich wieder ein diy*-Festival in Zürich stattfinden.
Und in guter Tradition lädt die Schweizer Gesellschaft für Mechatronische Kunst als Ausrichterin dazu ein, mit dabei zu sein.

Stattfinden wird das Ganze wieder Anfang Dezember, genauer gesagt von Freitag, den 05.12. bis Sonntag 07.12.08.
Und wieder ist das Dynamo die gastgebende und denkbar zünftige Lokation.

Dass das Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Workshops und Vorträgen so lecker werden wird wie in den vergangenen Jahren ist eigentlich eh vorweg schon ausgemacht - aber wie es sich für ein diy-Festival gehört, kann man dazu auch aktiv einen Beitrag leisten.

difz08_g2.gif

Näheres dazu findet sich im Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen und Projekten, der auf den Seiten des diy*-Festival sowohl in einer deutschsprachigen Version als auch in französischer Fassung jeweils als pdf verfügbar ist.

In diesem Sinne: Do it yourself (nämlich einen Beitrag einreichen) ... and then (dem Motto des diesjährigen Festivals folgend:) let's do it together...

Von miss.gunst am 11.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

10.08.08

rss art (nyffeler)

fnra_ksw.gifZum schönen Sonntag ein besonders schönes (Netz-)Kunstprojekt, das zudem - was die ganze Sache nochmals schöner macht - auf die eine oder andere Weise zum Mittun animieren will.

Obendrein kommt es von einer Künstlerin, die auch sonst allerlei Beglückendes produziert - wie beispielsweise das frenZINE, auf das kaum vom Ungefähr schon in diesem Log.Buch eine kleine Ode verfasst worden ist. (Ja, das frenZINE gibt es nach wie vor - die bis dato jüngste Ausgabe ist dem Thema "Schlafwandeln" gewidmet und steckt, wie immer bei Franziska Nyffeler, voller wunderbarer Bilder und tagheller Träume...).

Nun hat Nyffeler also ein neues Projekt ins Leben gerufen - und man könnte beinahe sagen, eine neue Gattung; "RSS Art".
In guter Tradition der Mail Art bzw. diese auf die Web 2.0- [nja, schreiben wir doch einfach mal:] Netzkonditionen weiterdenkend und -führend gibt es Kunststücke im Abonnement bzw. für diejenigen, die lieber nach Gusto und Zufall gucken kommen, auch ohne letzteres:

"While Mail Art etc. are sent out actively to their respective recipients, with RSS Art the recipient has to get active and subscribe to the feed. Or visit the website. We feel this to be a very viable art form for our times, in which people suffer from information overload and are getting bombarded with unsolicited emails left and right."

Was Nyffeler über ihr Projekt schreibt, lässt sich natürlich sowieso nur unterzeichnen. Obendrein hat sie ihre RSS Art aber auch noch in anderer Hinsicht hundert Prozent netz- bzw. webgerecht formatiert: Nicht nur sind die einzelnen Kunstpoststücke unter einer Creative Commons-Lizenz by-nc publiziert, die das Weitergeben ermöglicht. Sie ermutigt auch dazu, selbst tätig zu werden und sich in die vielleicht bald ja schon wachsende Gemeinde von RSSartists einzureihen. Dazu muss man natürlich erst einmal Bilder träumen. Doch bei so einer schönen Steilvorlage fällt das vielleicht ja gar nicht so schwer...

fnra_g.jpg

[Bildchen: Ist das RSS Art Kunststück vom 23.04.2008 (cc-by-nc Fransziska Nyffeler natürlich), das wir zugegebener Massen auch wegen unserer Neigung zu dahinsterbenden Medien ausgewählt haben.]

Von miss.gunst am 10.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.08.08

DIY Parade

dpzh01_ksw.gifVom Main direkt an die Limmat, wo heute Mittag nämlich eine ganz besondere Demo steigt, die sich Freundinnen und Freunde hausgemachter Musikinstrumente und mobiler Klanginstallationnen nicht entgehen lassen sollten.

Simon Berz von Badabum lädt dazu ein, sich ab 13:00 Uhr der "1. DIY PARADE & PLUGIN PARTY" anzuschliessen:
"Selbst 'gehackte' oder selbstgebaute Instrumente mitnehmen und selber an der DIY Parade an der Zürcher Limmat nächst des Dynamo abrocken.
Das nötige UMPF kommt von simnbe, ME-schelle und Uwe Schüler", verspricht die Einladung.

Und dann steht da noch: "Jeder ist ein Hacker!"
"Hört, hört", könnte man da jetzt rufen. Und so ist es wohl auch gemeint...

dpzh01_g.gif

[Bildchen: Wir haben das Motto mal spasseshalber ernst genommen und uns einen Paradewagen gebaut, der zugleich Instrument ist und eines hackt. Das bedauernswerte Janko-Piano bekamen wir von Wikipedia Commons-Spender Thuen und unter der Hut des grossen GNU; die rhythmisch zuhauenden Schlagwerkbeilchen sind Abkömmlinge jener Axt, die B. Gliwa unter cc-by-nc-sa in die Commons entliess und dann brauchten wir noch ein Teil wie dies von Kokiri (GNU) sowie natürlich Räder (Mercis an HarrisonB), um den Paradewagen dann auch zünftig durch die Strassen ziehen zu koennen...]

Von miss.gunst am 09.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.08.08

station rose @ yachtclub

stryc_ksw.gifNach der doppelten Portion Schwanengesang auf die analoge Kassettenkultur sollte es gut tun, sich zur Abwechslung mal wieder digitalem Optimismus zuzuwenden.
Dazu gibt es heute Abend (08.08.08) in Frankfurt eine ideale Gelegenheit.

Und zwar lädt bzw. laden Station Rose - Elisa Rose und Gary Danner, netizens der ersten Stunde und seit zwanzig Jahren gemeinsam auf dem Feld der digitalen Medien und Künste aktiv - zu einer sommerlichen Jubiläumsfeier ein.

stryc_g.gifBegangen wird diese an einem denkbar bukolischen Ort, nämlich in Hans Romanovs wunderbarem Yachtclub, der nahe der Alten Brücke am Mainufer ankert.

Um 23:00 Uhr wird es eine (Vor-)Premiere des jüngsten Werks der beiden geben und der Vilm "20 Digital Years - the Movie" gezeigt. Und drumherum wird man auf schwankenden Planken und bei hoffentlich angenehm lauem Abendwind über den Wassern Getränke und Musik geniessen können, welchletztere von Gary verantwortet wird, indes die Visuals dazu wie immer von Elisa kommen.

Wer im Vorfeld noch einen audiovisuellen Aperitif nehmen möchte, sollte es nicht versäumen, angelegentlich auf der Heimseite von Station Rose einzukehren. Aber Obacht mit der Dosierung. Schaut schliesslich nicht gut aus, wenn man schon sturztrunken auf die Party wankt...

[Bildchen: Ist weder der Flyer zum Fest noch sonst eine Station Rose-Produktion. Ersteren wollten wir trotz Ermutigung der beiden lieber nicht verwenden, weil wir in Sachen Wiedergaben ja so penibel sind. Ergo versucht - immerhin in schönem STR-Pink und visuell thematisch passend - selbst eine Gratulationskarte zu basteln. Für den Yachtclub (natürlich nicht der Frankfurter, sondern der von Kaunas) unter cc-by-sa danken wir Wikipedia Commons-Spender Wojsyl und für die wunderbare Hybridrose unter cc-by Ulf Eliasson.]

Von miss.gunst am 08.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.08.08

tape talks

ttt_00_ksw.gifWie eigentlich abzusehen, hat uns die Lektüre der drei gestern empfohlenen Artikel auch selbst nicht ganz unberührt gelassen. Allein schon, weil wir uns ja auch sonst gern Gedanken über instabile Medien, verfallende Daten und den Staub der Zeit machen.

Ergo haben wir dann doch ein wenig Trauerarbeit in Sachen Kassettenkultur geleistet, nach den sterblichen Überresten dahinscheidender Magnetbänder Ausschau gehalten und unsere Ohren gespitzt, um den Unterhaltungen der Untoten zu lauschen...

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Fortsetzung folgt...

Von miss.gunst am 07.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.08.08

the tape is dead (long liveth the tape)

ttid_ksw.gifDie Kassette ist tot? Nun, dass sie zu den vom Aussterben bedrohten Arten Medien gehört, wissen wir schon lang und haben uns ja auch in diesem Log.Buch bereits weidlich darum bemüht, dem ein wenig entgegenzuwirken.

Anstelle einer Kondolenzliste gibts deshalb zum Thema auch heute lieber Lektüre-Tipps in diesem Sinne: Gleich drei lesenswerte Artikel, die sich zwar einerseits mit dem Dahinsterben der Kassettenkultur befassen, aber zugleich auch diverse Anregungen zu konstruktiver Trauerarbeit bereit halten.

ttid_g.gifDer eine ist jüngst unter dem Titel "Say So Long to an Old Companion: Cassette Tapes" in der New York Times erschienen, der andere - auf ersteren aufsetzend - bei Telepolis ("Das lange Ende der Kassette...").

Beide listen eine ganze Reihe von Projekten, und in Letzterem findet sich denn auch der Verweis auf die dritte Lektüreempfehlung des Tages, nämlich Malte Mühles Artikel "Nimm mein Mixtape, Baby!", der am 03.07.08 in der Hannoverschen Allgemeinen erschienen ist.

Also: Lesen, so lange es den Gegenstand, dem die drei Texte huldigen, noch gibt? Nun ja, wer weiss. Angesichts des Verfalls digitaler Daten im Netz überleben vielleicht sogar manche Magnetbänder noch etwas länger...

[Bildchen: Zeugen zwar einerseits von unserer tiefen Trauer. Aber nicht von Ungefähr handelt es sich um weisse Schleifen. Wir meinen ja eigentlich, wie oben bereits ausgeführt: Heiter weiter so lange es noch geht. Aber mehr dazu dann morgen...]

Von miss.gunst am 06.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.08.08

reDeSigning the future remix (WRT)

ab08rem_ksw.gifWie schon öfter an einem ersten Dienstag im Monat geht unser heutiger Webradio-Tipp in Richtung SWR2. In der Reihe ars acustica steht nämlich wieder einmal eine besonders spannende Sendung auf dem Programm.

Als Ursendung und noch dazu mit Live-Bearbeitung soll es ein Remix ausgewählter Produktionen der diesjährigen Feiern zum Kunstgeburtstag geben (mehr zu Kunstgeburtstagen im Allgemeinen sowie speziell zum Jubeltag 2008 natürlich auch im hausgeigenen Archiv).

ab08rem_g.gifBeteiligt sind am "reDeSigning the future ... remix" der niederländische Vokalartist und Performer Jaap Blonk, der deutsche Minimal-Elektroniker Markus Popp, österreichischen Musiker und Geräuschforscher Martin Brandlmayr und Werner Dafeldecker´(s.a. Polwechsel) sowie der Saxofonist Matthias Schubert.

Ergo denkbar unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten mit ebenso unterschiedlichen ästhetischen Präferenzen, Vokabularien und Methoden. Kurzum: Das Ganze verspricht eine ziemlich spannende und abwechslungsreiche Angelegenheit zu werden.

Zu guter Letzt noch eine frohe Botschaft: Diejenigen, die nicht heute Nacht ab 23:05 Uhr das Öhrchen ans Radio pressen bzw. in den Webstream tauchen können, haben übrigens im Anschluss noch eine Woche lang die Möglichkeit, sich die Aufzeichnung online anzuhören (mehr dazu vermutlich hier).

[Bildchen: Ist natürlich ein Remix des Extremkitschs, den wir seinerzeit als überzuckerte Kunstgeburtstagstorte im entsprechenden Eintrag aufgefahren hatten. Je nun...]

Von miss.gunst am 05.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.08.08

diesel sweeties e-books

dswcb_ksw.gifZum Wochenbeginn wieder ein Zuckerl für Fans von Webcomics: Und zwar in Sachen Diesel Sweeties, die wir ja schon vor einiger Zeit mal mit einem Eintrag bedacht hatten.

Gerade diejenigen, die erst spät entdeckt haben, wie gut die tägliche Dosis Diesel Sweeties ihnen bekommt, werden sich über die Neuigkeiten freuen, die es zu vermelden gilt.

dswcb_g1.gifDie mittlerweile schon legendären ersten Folgen des leckeren Webcomics kann man sich nämlich nun auch kompakt in Form von praktischen Diesel Sweeties Webcomic Books im pdf-Format einverleiben.
Das Beste daran: Sind selbstredend die Inhalte. Aber gleich danach in der Rangfolge steht die frohe Botschaft, dass auch die E-Books zum freien Herunterladen verfügbar sind.

Womit im Prinzip genug Geld in der Börse übrig bleiben sollte, um vielleicht endlich ein elektrisches Schaf T-Shirt mit einem elektrischen Schaf darauf zu erstehen. Ziemlich zünftig und sehrsehr schick, s. d. Objekt der Begierde mit passendem Diesel Sweetie dazu. Oder doch lieber ein Paar der neuen Pixel Socks, damit man endlich auch zeigen kann, worauf man steht?

[Bildchen: Ein Grand Merci geht, wie schon beim letzten Mal, an Richard Stevens. Auch dafür, dass er uns nach wie vor treu mit der täglichen Dosis Diesel Sweeties beglückt - und das bei gestiegenen Rohstoffpreisen...]

Von miss.gunst am 04.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.08.08

sound + space (smc08)

sis08_ksw.gifIst heute schon der Abschlusstag - aber für die Annalen soll trotzdem noch auf die diesjährige DEGEM-Konferenz "Sound und Space" verwiesen werden, die in Kooperation mit den bereits mit einem eigenen Eintrag bedachten inventionen08 in Berlin ausgerichtet worden ist.

sis08_g2.gifUnd zwar schon allein deshalb, weil es auf den Heimseiten der Konferenz auch eine Abteilung mit den "Proceedings", also den Materialien zu den Vorträgen gibt.

sis08_g1.gifErgo hat man so einiges Anregende zu schmökern, selbst wenn man nicht an der Konferenz teilnehmen kann bzw. konnte. Wie beispielsweise Simon Emmersons Text zu "Memory and Space" (pdf) oder Marilou Polymeropoulous Überlegungen zu "Sound in Cyberspace: Exploring Material Technoculture" (pdf). Um nur mal zwei weiterzuempfehlen, die wir den eigenen Neigungen entsprechend herausgepickt haben.

Ist natürlich nicht dasselbe, wie den Vorträgen bzw. Präsentationen beizuwohnen. Aber als kleine Theorieinfusion für das sonntägliche Teestündchen doch durchaus tauglich.

Von miss.gunst am 03.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.08.08

dorkbot swiss Valbella8

dsv8_ksw.gifNeue Aktivitäten bei den Schweizer dorkbots, die sich diesmal als "people doing strange things with communication" formieren.
Hintergrund ist die Kooperation mit einem Projekt, das auf seine Weise ebenfalls neue Wege geht.

dsv8_g1.gifValbella8 ist Medienprojekt von Menschen mit geistiger Behinderung, die Radio und Fernsehen produzieren. Für Menschen mit und ohne geistige Behinderung.
Und noch viel mehr.

Wer Valbella8 und die Beteiligten näher kennenlernen möchte, kann natürlich erst einmal die Heimseite des Projekts studieren (gibt auch ein hübsches Brevier im pdf-Format zum herunterladen).

Heute gibt es aber zudem auch eine schöne Gelegenheit, sich das Ganze mal aus nächster Nähe - also vor Ort in Valbella - anzuschauen und den MacherInnen persönlich zu begegnen. Unter oben bereits zitiertem Motto laden dorkbot swiss und Valbella8 zu einem Tag der offenen Tür ein, bei dem es mit Podiumsgespräch, Grillen und Konzert zur Sache bzw. um die Sache(n) geht, die in diesem Sommer starten soll(en).

Valbella8 haben viel vor - aber eben auch Potential: "Die Brillianz einer von der Norm abweichenden Denk- und Lebensart wird in TV, Radio, Zeitung und im Internet für Abwechslung sorgen."
Besser kann man es nicht sagen. Wir wünschen Valbella8 einen grandiosen Start, viele UnterstützerInnen und viel Erfolg!

Von miss.gunst am 02.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.08.08

frequenzwechsel im KunstWerk

fqwk_ksw.gifHeute startet im KunstWerk Köln ein Projekt, das KlangkünstlerInnen ins Rheinland locken könnte.
Es steht nämlich (ein) Frequenzwechsel auf dem Programm.

fqwk_g1.gifUnter diesem Rubrum lädt das Elektronik Ensemble "NooK", bestehend aus Gerriet K. Sharma und Dirk Specht, in ein "Audiovisuelles Labor", in dem die beiden über eine Woche lang gemeinsam mit Gästen arbeiten wollen:

"Die Gesamtsituation der Ausstellungshalle wird in verschiedene Raumzonen / akustische + visuelle 'Inseln' / variable Produktionsorte, Aktionsbereiche unterteilt.

Zu den Themen 'Interferenz', 'AntiAmbient' und 'XOR - Play' werden mit eingeladenen Gästen – Matthias Neuenhofer(Videokünstler, Köln), Peter Plessas (Komponist, Graz), Volker Hennes (Komponist, Köln), Tobias Grewenig (Medienkünstler, Augsburg), Frank Keutgen (Bildhauer, Plombieres) – vor Ort Positionen erarbeitet, die innerhalb des Ausstellungszeitraumes der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Darüberhinaus ist es nach Absprache möglich, während des 'Erarbeitungszeitraums' die Arbeitsmethoden und den Produktionsprozess der beteiligten Künstler kennenzulernen."

fqwk_g2.gifEröffnet wird das Ganze heute (01.08.08) Abend ab 19:00 Uhr, der Frequenzwechsel per se läuft dann noch bis 08.08. inklusive und soll dann mit einem Konzertabend schliessen.

Öffnungszeiten:
Donnerstag + Freitag 17-20 Uhr, Samstag 14-17 Uhr

'Showtime'/Konzerte:
Fr. 01.08. (Eröffnung)
Mo. 04.08. und Do. 07.08.
Fr. 08.08. (Finissage)
... jeweils 20:00 Uhr

Ort:
KunstWerk Köln e.V.
Deutz-Mülheimer Straße 127-129 - 51063 Köln

[Bildchen: Nicht der, aber ein Frequenzwechsel. Bzw. genau genommen eine gemein erzwungene Modulation. Mangels geeigneterer Alternativen einfach selbst gebastelt.]

Von miss.gunst am 01.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)