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29.10.08

b*tong

btbs_ksw.gifWäre ja längst Zeit für eine Nachlese zum SHIFT Festival - wobei nicht nur Nach- sondern auch Mitlesen, -hören und -sehen ja auch schon während der SHIFT-Tage ganz wunderbar über den SHIFT Festival Blog möglich war. Aber das eine oder andere der vielen Highlights muss doch auch dem hauseigenen Zettelkasten einverleibt werden.

Wie zum Beispiel das Kopfhörerkonzert mit b*tong - organisiert von (wen wundert's:) unserem Basler Lieblings-Netzlabel interdisco.

btbs_g.gifWer sich an diesem Abend, Kopfhörer über den Ohren und eingekuschelt in eine warme, rote Flauschdecke, in der Kleinen Halle niedergelassen hatte, blieb. Aber wo eigentlich? Denn der Körper war dann mal weg und auf der Reise in Landschaften, die fern und doch präsent und plastisch wuchsen, sich unaufhörlich verwandelten. Kino für die Imagination. Ganz Geräusch, das nicht nur Klang, sondern mehr war - Strruktur, Körper, Raum, Architektur.

Nun sind wir ja sowieso erklärtermassen verliebt in noisige Experimente mit Gerätschaften und Field Recordings. Aber selbst Menschen, die ihre Neigungen sonst nicht in diesem Feld verorten würden, sollten sich doch gelegentlich mal die eine oder andere der Produktionen von b*tong zu Gemüte führen.

Futter für Neugierige (und zukünftige Fans) gibt es obendrein nicht nur auf Tonträgern, sondern beispielsweise auch bei archive.org, wo etwa die im Mai diesen Jahres publizierte EP-SAusgabe von microsleep wartet. Oder bei NOECHO records, wo man nach wie vor sein Album "Structures" bekommt.

Beides natürlich kein Ersatz für Live-Experimente wie eingangs besungene Reise ins Innere der Gehörgänge. Aber lecker in jedem Fall...

[Bildchen: Tatsächlich Beton, ergo nicht gleich b*tong - aber doch in einem Zustand, in dem noch alles offen ist. Das Material haben wir von den Wikipedia Commons bezogen und danken dem Spender des Ursprungsbildes sowie dem grossen GNU.]

Von miss.gunst am 29.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.10.08

shiftfestival

shb08_ksw.gifGenau: das ist der Anlass, von dem gestern bereits durch die Blume die Rede war. In Basel eröffnet heute Abend die zweite Ausgabe des SHIFT Festivals!

shb08_g.gifUnd zwar gleich mit randvollem Programm: Ab 18:00 Uhr kann man in die Ausstellung spitzen, ab 20:00 Uhr schon an einem DIY-Makeaway-Workshop teilnehmen; alternativ gibt's die obligaten Eröffnungsfestivitäten; ab 21:00 Uhr ein garantiert grossartiges Special Screening von und mit People Like Us aka Vicky Bennett - und ab 22:00 Uhr laden Fennesz und Lillevan zur audiovisuellen Konzert-Perfomance.

Alles das sozusagen zum Aufwärmen, denn ab Freitag geht es erst richtig rund, dann kommen nämlich noch eine Konferenz, zahlreiche Vilmprogramme und natürlich allnächtlich Konzerte hinzu - Tanzvergnügen nach ausgiebigem Tummeln in Theorie und Kunstpraxis eingeschlossen...

PS: Weil Wiedersehen und wieder mehrfach täglich Neues vom SHIFT Festivals lesen selbstredend Freude macht, übergeben wir an dieser Stelle an den SHIFT Festival Blog!

Von miss.gunst am 23.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.10.08

hybrides spielzeug

vdlbh_k.gifVom Hinweis auf Monkey Up! mal abgesehen gab es hier in letzter Zeit kaum etwas für die FreundInnen und Fans gehackten Spielzeugs zu lesen.
Für die nächsten Tage hätten wir da immerhin mal wieder einen einschlägigen Tipp.

Allerdings geht der in Richtung Niederlande, genauer gesagt: nach Amsterdam, wo am morgigen Donnerstag (23.10.08) - organisiert von Mediamatic - ein dreitägiger Workshop mit dem vielversprechenden Titel "Hybrid Toys" beginnt.

vdlbh_g.gifDabei soll es - was eben besonders spannend tönt - nun nicht mehr einfach ums Aufschrauben und Umbauen, Umcodieren und Reprogrammieren von ursprünglich für die Kinderstube vorgesehener Einfachstunterhaltungselektronik gehen (derlei stand im Mittelpunkt eines ersten Workshops gleichen Titels, der bereits im Januar diesen Jahres vor Ort stattgefunden hat):

"To go beyond the obvious LEDs, Tickle-me Elmos and talking dolls, we have to dive into what it means to play. We have to find out where toys are positioned in the realm of everyday objects and how technologies like the web and the Wii start to redefine their positions between the physical and the completely virtual."

Welche Optionen sich hierfür ergeben können, wird Alexandra Deschamps-Sonsino - Mitbegründerin von Tinker, der Heimat der legendären Arduino-Boards - gemeinsam mit den TeilnehmerInnen erforschen.

Ein anschauliches Beispiel dafür, was Dechamps-Sosino unter hybridem Spielzeug versteht, findet sich im designswarm ihrer Heimseiten: "The Hungries", untereinander interagierende Kuschelmonster, die sie zusammen mit Dana Gordon und Alejandro Zamudio entwickelt hat (mehr und noch schönere Bilder in der Heimat der Hungries).

Haben Wollen? Selber machen! Wobei es natürlich dummerweise just in diesen Tagen andernorts eine mindestens ebenso lockende Konkurrenzveranstaltung gibt... Genau, da war doch was? Eben...

[Bildchen: Die phantastischen Hungries müssen aus den üblichen Gründen leider zuhause bleiben; wir sind daher dem Hinweis bzw. dem Bildchen auf den Workshop-Seiten von mediamatic zum "Baby Hack" von Todd Vanderlin gefolgt. Dessen Doku-Fotos, wenngleich das Projekt vielleicht eher unter die klassische Kategorie der Hacked Toys fällt, stehen netterweise unter cc-by-nc-sa. Merci!]

Von miss.gunst am 22.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.10.08

Illustrative @ Zürich

izue08_ksw.gifIndes in Frankfurt derzeit noch die Buchmesse tobt, in deren Zuge natürlich auch so Einiges in den Kulturbeutel fürs Log.Buch wandert, muss der Tages-Tipp für heute natürlich nach Zürich gehen:
Auf zur Illustrative!

Für diejenigen, die diesem Ereignis nicht sowieso schon seit Wochen entgegenfiebern und sich dementsprechend bereits gestern beim Grand Opening getummelt haben: Wie es die Benamsung erahnen lässt, dreht sich bei diesem eine Woche währenden Anlass alles um die schöne Kunst der Illustration beziehungsweise der graphischen Gestaltung. Ergo im Prinzip um ein denkbar weites und vielfältiges Feld - wobei die Illustrative als internationales Festival natürlich für Highlights und Neuigkeiten zuständig ist.

In diesem Jahr und zur vierten Ausgabe (die ersten beiden fanden 2006 und 2007 in Berlin statt, dazu gab es 2007 auch noch eine Station in Paris) ist die Illustrative weiter gewachsen und wartet neben der Hauptausstellung noch mit mehreren thematischen Präsentationen, Workshops und anderen Sonderveranstaltungen auf.

izue08_g.gifSo gibt es beispielsweise ab heute Abend eine Schau des Vice Magazins, Vice Illustrated (die, Achtung, nur bis Sonntag 18.10. geht, s.a. Vice Events) und ab Montag eine ebensolche zu Street Art in der Schweiz, zu der auch ein von lay up organisierter Projektraum gehört, in dem - dann den Umständen entsprechend etwas strassenferner - täglich gearbeitet wird. Und vor allem werden die Nominationen und Gewinner der diesjährigen "Young Illustrator Awards" in den Kategorien "Illustration", "Buchkunst" und "Amination" vorgestellt.

Und wen es dann gleich in den Fingerspitzen juckt: Eigene kreative Aktivitäten kann man selbstredend ebenfalls entfalten: Das Magazin IDPURE veranstaltet einen Cover Contest, am Samstag (20.10.) wird ein Worksop mit dem phantastischen Gary Taxali angeboten - und wer mag, tummelt sich sogar täglich auf dem eigens eingerichteten "Drawground".

Aber ja: Selbst das ist längst nicht alles, was das diesjährige Illustrative-Programm zu bieten hat. Eine Woche lang, mit täglich wechselnden Specials - im, um und um das Festivalzentrum Messe Zürich herum...
Von daher, wie schon einleitend gerufen: Auf zur Illustrative!

[Bildchen: Nunja. Drei Buntstiftlein balancieren zu können hat natürlich nicht ganz für eine Bewerbung um den YIA gereicht. Lieber noch ein bisschen üben...]

Von miss.gunst am 18.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.10.08

papierfliegerei

dmkpf_ksw.gifFür den Fall, dass der eine oder die andere bereits plant, dem gestern annoncierten Aufruf zum "New Millennium Paper Airplane Contest" zu folgen, sollte unbedingt noch auf eine Adresse verwiesen werden, an der es sich in Sachen Papierflugzeuge bestens kundig machen lässt - inklusive Bauanleitungen für die Praxis: Die Papierfliegerei.

dmkpf_gn2.gifDieser von Dieter Michael Krone eingerichtete Hangar für selbstgefaltete Flugobjekte enthält alles, was das Herz von Papierflieger-Fans und BastlerInnen begehrt:

Wissenswertes zu Materialkunde, Physik und Geschichte der Papierfliegerei, Literaturhinweise und Links, natürlich eine grosse Galerie mit den unterschiedlichsten Modellen - sowie nicht zuletzt: Bauanleitungen satt!

Ja, wenn wir in die nur hineingeschaut hätten, als wir Freihand unser Übungsexemplar falteten... Aber für Fortbildungsmassnahmen ist es sicher nicht zu spät.

A propos: Für letztere ist sicher auch Dieter Michael Krones im vergangenen Jahr erschienenes "Handbuch der Papierfliegerei" zu empfehlen - zumal die deutsche Ausgabe des erwähnten Klassikers derzeit vergriffen ist und man allenfalls mit der englischen Vorlieb nehmen muss.

[Bildchen: Diesmal passend zum Eintrag die sogar anschaulich animierte Anleitung für ein professionell gefaltetes Exemplar. Sie stammt von Dieter Michael Krone von der Papierfliegerei - der sie netterweise ausserdem der Wikipedia sowie Nutzungen wie dieser zur Verfügung gestellt hat. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 14.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.10.08

flugzeuge bauen!

tmpac_ksw.gifZum Wochenanfang wieder einmal einen Aufruf - und zwar diesmal einer, der sich an begabte FlugzeugbauerInnen und -DesignerInnen richtet. Ein Ingenieurs-Zertifikat muss man dafür aber nicht in der Tasche haben - eher schon ein Flugticket nach New York.

Dort lädt dieser Tage die Künstlerin Klara Hobza, unterstützt von Public Art Fund, zum "New Millennium Paper Airplane Contest" ein, der am 01. November in der NY Hall of Science Hall steigen wird.

tmpac_g.gifIn selbiger Halle hat nämlich bereits 1967 ein legendärerer Papierflugzeug-Wettbewerb stattgefunden, der damals von Howard Luke Gossage zusammen mit Scientific American veranstaltet wurde und von dem Jerry Manders nicht weniger legendäres "The Great International Paper Airplane Book" zeugt, in dem die damaligen Siegerflieger abgebildet sind und zum Nachbasteln einladen.

Wer an Hobzas Hommage-Flugschau teilnehmen und einen selbstgebastelten Flieger in den Wettbewerb schicken möchte, sollte sich beizeiten anmelden und dann am besten schon mal fleissig falten. Denn die Konkurrenz wird sicher gross - und auch diesmal winkt den Auserkorenen die Veröffentlichung in einer Publikation, die anschliessend vermutlich kaum weniger gesucht sein dürfte als Manders Klassiker.

Davon, dass Klara Hobza selbst schon einige Papierflieger erfolgreich in die Lüfte hat aufsteigen lassen, kann man sich übrigens auf ihren Heimseiten überzeugen. Sogar bei Heavy Weathers - na, wenn das kein Ansporn ist?

[Bildchen: Zwar werden wir wohl leider am 01.11. nicht dabei sein können. Aber ein bisschen Trockenfalten und -fliegen, das musste einfach sein...]

Von miss.gunst am 13.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.10.08

mitternachts-lunch (WRT)

llofl_ksw.gifIst nicht so, dass es ab sofort jeden Samstag einen Webradio-Tipp in Richtung resonance geben soll. Doch wer in der vergangenen Woche das Oscillatomium-Konzert bis zum Ende (oder besonders dessen letze Stunden) mit- und dann noch ein wenig weitergelauscht hat, wird vielleicht schon ahnen, welche Sendung heute angepriesen werden soll.

Selbige gibt es nämlich in schöner Regelmässigkeit in den Nächten von Samstag auf Sonntag zu hören. Dass sie "Late Lunch with Out to Lunch" heisst, mag mit Blick auf die Sendezeit (London Time ab 23:00 Uhr, in unseren Breitengraden also mit Beginn zur Geistestunde) ein wenig irritieren.
Aber das lässt sich leicht erklären, denn das sehr sehr spät angesetze Mitternachtsmahl resultiert daraus, dass es sich eigentlich um die Wiederholung der Sendung handelt (das Original wird Mittwochs ab 14:00 Uhr bzw. CET 15:00 Uhr ausgestrahlt).

llofl_g.gifIndes wir den Wiederholungstermin gerade richtig und sehr viel passender für die Sendung finden. Was Ben Watson aus seiner schier unerschöpflichen Vorrratskammer an wunderbaren, schrägen und oftmals raren Köstlichkeiten hervorzaubert und zum "Late Lunch" kredenzt, ist nämlich genau das Richtige für nächtliche Radiostunden.

Zum Aperitif können wir vorweg einen kleinen Rundgang auf den Heimseiten von Watson empfehlen, die er zusammen mit seiner Partnerin Esther Lesie betreibt und die auf den etwas martialischen Namen "Militant Esthetix" hören. Dort gibt es unter "Audio Esemplasm" sogar zwei Hörproben mit Sendungen von diesem Jahr zu kosten.
Und ansonsten wünschen wir einfach, so ab 0:00 Uhr heute (oder an einem der folgenden Sams- bzw. Sonntage) der Webradio-Stream von resonance angeworfen wird: Guten Appetit!

[Bildchen: Tja, da waren wir wieder etwas eilig und faul - aber die eigentlich für die Ankündigung der Essbaren Landschaften gefertigte Zeichnung passte, fürs Mitternachts-Lunch natürlich leicht variiert, aus nahe liegenden Gründen einfach zu gut...]

Von miss.gunst am 11.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.10.08

on the road(s) mit alvin curran (WRT)

vaac_ksw.gifGenauer gesagt: von und mit Alvin Curran. Denn natürlich ist es der Klangkünstler höchstselbst, der uns heute Nacht zu einem "road movie" für die Ohren beziehugsweise zu einem "road audio" oder vielleicht noch treffender zu einer "road art radio hour" - kurzum: einer Radiokunststunde einlädt, die auf ferne Wege führt.

Als sein Stück "On the Roads" (2007) vor ziemlich genau einem Jahr zum ersten Mal im Rahmen der Klangkunst-Stunde von Deutschlandradio Kultur zur Aufführung (und tatsächlich Ursendug) kam, haben wir aus ziemlich unerfindlichen Gründen leider verpasst, darauf zu verweisen.

vaac_g.gifDabei klingt schon die Ankündigung ziemlich vielversprechend: Basis der Klangreise sind Field Recordings, die Curran entlang der Via Appia aufgenommen hat - wer Rom kennt und diese Gegend mit eigenen Augen und Ohren erlebt hat, wird wissen, dass eine solche Audio-Tour zugleich das Zeug zur Zeitreise hat. Zwar schreibt Curran selbst von einem "unmöglichen Versuch, die illusionäre Gegenwart des alten Roms zu erfassen" und natürlich geht es um Vergegenwärtigung - aber wer weiss schon, welche Bilder dann das Innere Auge hervorholt, wenn man sich erst einmal auf dem antiken Pflaster akustisch "on the road" begegben hat?

Vorweg schon einmal hineinhören (und vielleicht auch mit dem Träumen beginnen) kann man übrigens auf Currans Heimseiten, wo sich in der Werkliste drei Hörproben zu "On the Road" eingestellt finden.

Das Hauptgericht gibt es dann über die Welle oder den Webradiostream von Deutschlandradio Kultur, zur gewohnten Klangkunst-Radiostunde, also in der Nacht zum Freitag um 0:05 Uhr.

[Bildchen: Tatsächlich die Via Appia nahe Rom (leicht transformiert) - das Originalfoto stammt von Lora Beebe und wurde netter Weise unter GNU in die Wikipedia Commons transferiert - Merci!]

Von miss.gunst am 09.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.10.08

oscillatomium (WRT)

oamr_ksw.gifRadiokunst-FreundInnen haben allen Anlass, heute Abend den Webstream unseres Londoner Lieblingssenders resonance.fm anzuwerfen - und im Anschluss bis in den jungen Morgen dabeizubleiben.
Jedenfalls so sie geneigt sind, sich auf Schwingungen einzuschwingen.

Sarah Washington und Knut Aufermann a.k.a. mobile radio ist es zu verdanken, dass wir uns für mehrere Stunden ins Oscillatomium begeben können: Im Rahmen der Brüsseler Nuit Blanche werden sie mehrere Stunden lang live aus dem Atomium Radiokunst-Stücke senden, die sich rund um Oszillationen ranken, mit Oszillationen arbeiten und natürlich selbst Oszillationen sind.

oamr_g.gifMit von der Partie sind mehrere Stationen, die sich wie resonance.fm im Kunstradio-Netzwerk radia.fm engagieren (welchselbiges wiederum treuen LeserInnen dieses Log.Buchs aus zahlreichen vorauf gegangenen Einträgen bekannt ist): Rádio Zero aus Lissabon (wo kürzlich erst das RadiaLx-Festival stattgefunden hat), Radio Campus aus Brüssel und free103point9 aus New York.
Sowie als KünstlerInnen neben den beiden InitiatorInnen (die eine wie der andere Log-LeserInnen aus zahlreichen Einträgen und den Zürcher Radiokunstfans auch live vom Elektromagnetischen Sommer '07 sowie aus dem Walchturm bekannt) unter anderem Gívan Belá, Jacqcues Foschia, Ian Helliwell, martiensgohome, Wendy Van Wynsberghe, DinahBird und Jean-Philippe Renoult.

In diesem Sinne: Unbedingt dabei sein und den Webstream von resonance anwerfen, wenn heute Abend ab 19:30 Uhr (CEST, also unserer Zeitrechnung nach) aus der Ilya Prigogine gewidmeten Kugel des Atomium gesendet wird...

[Bildchen: Imaginiert, wie offenkundig zu erkennen, nichts weiter als eine schwingende, Schwingungen sendene Kugel. Und warum keins vom wunderschönen, grossen A.? Tja... ist nachzulesen in der Wikipedia.]

Von miss.gunst am 04.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.10.08

dock18 zurück an deck

d18o_ksw.gifFrohe Botschaft aus Zürich: Das dock18 ist zurück an Deck - mit neuen Räumen in der Roten Fabrik, so dass man dann künftig allfällige Pilgerfahrten prima mit einem Besuch in der shedhalle und/oder im Fabrik-Café am See verbinden kann.

Das Programm zur Feier der Wiedereröffnung will dabei - auch wenn es eine "Präsentation der Herbst/Winter Kollektion 08/09" verspricht - wohl weniger als Modenschau wahrgenommen werden denn als Menü.
Schliesslich hat sich das Team um Mario Purkathofer unter anderem die Einrichtung eines neuen Veranstaltungsformats vorgenommen: In Zukunft wird es im Dock18 regelmässig "Dinnershows" geben - bei denen allerdings nicht wie in den derzeit so beliebten TV-Sendungen mit Fernsehköchen kulinarische Leckereien bereitet und kredenzt werden sollen, sondern solche aus dem Metier der Elektrobastelkunst und der Medienkultur.

d18o_g.gifDem entsprechend sind beispielsweise für die erste Dinner Show am 24. Oktober denn auch Aktive aus dem Kreis der (treuen LeserInnen dieses Log.Buchs aus zahlreichen Einträgen bekannten) Digitalen Allmend als Studio-Publikum eingeladen, um das Menü zu kosten.

d18o_f.gifVorab aber bietet der heutige Abend - unter anderem mit einem VJ Slam zur Themenreihe "Don't/Eat", einer Performance mit Andres Wanners Kunstautomaten (vergangenen Winter ebenfalls bereits im Log.Buch vorgestellt), einer ebensolchen von Urs Dubacher sowie weiteren AkteurInnen aus dem Umfeld des Atelier Anorg und der SGMK - Gelegenheit zur Feier des Einstands. Und wird sicher auch - das Motto "Don't/Eat" sachte unterlaufend - Appetit machen auf das, was in den kommenden Monaten folgt...

PS: Um nochmal auf die potentiellen Synergien der neuen Lokalität zurückzukommen: Auch in der shedhalle wird heute Abend eröffnet. Das Motto für die vierte Phase der Projektreihe, Paradoxien und Missverständnisse, mag für sich genommen erst mal ziemlich schwierig und ergo wenig einladend klingen - aber eben die Frage, wie sich Paradoxien und Missverständnisse konstruktiv aufdröseln lassen, ist dabei ja der Punkt. In diesem Sinne: Sicher gut als Apéro für die obig empfohlene Feier geeignet...

[Bildchen mittig rechts: Demonstriert mit dem Balneum Mariae die moderne kulinarische Variation auf eine Technik, der sich schon die alten Alchemisten bedienten - bei denen es ebenfalls weniger um Essbares denn ums Erfinden ging. Insofern passt's vielleicht zu "Don't/Eat" - und in jedem Fall sei Wikipedia-Commons-Spender Antoinel für das zugrunde liegende Foto gedankt und dieses dem grossen GNU gewidmet.]

Von miss.gunst am 03.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.10.08

olaf val, monkey up!

Hoch den Affen! Aber nicht auf die Bäume. Denn der Aufruf ist in diesem Fall ein Ausstellungstitel - der uns am bzw. ab dem heutigen Abend ins Basler [plug.in] locken soll.
Dort eröffnet nämlich eine Einzelschau mit mehreren Arbeiten von Olaf Val.

FreundInnen elektronischer Basteleien dürfte er vielleicht noch über die Mignon GameKit-Workshops in Erinnerung sein, zu denen es vergangenes Jahr ja auch einen Log.Buch-Eintrag gab.

ovhaw_g.gifEbensolche wird man auch wieder in den kommenden Wochen besuchen können - und dabei gleich mit der jüngsten Entwicklungstufe, dem Mignon GameKit 2.0 basteln dürfen.

Vor allem aber bietet die Ausstellung selbst natürlich Gelegenheit, Olaf Val endlich auch als Künstler kennenzulernen.
Dass es dabei in Sachen Elektrobastelei nicht weniger "hands on" zugeht als in den Workshops, kann ein Blick ins Werkarchiv verraten, wo schöne Sachen wie eine aus grossen, blinkenden "Pixeln" bestehende Kletterwand namens DIGIGRIPPER oder die swingUPgames schon mal Appetit auf die Bekanntschaft mit neuen Arbeiten machen.

Und schliesslich heisst das Ganze ja auch "monkey up!" - was eben nichts mit behaarten Primaten zu tun hat, sondern im Elektrobastler-Jargon schlicht das rasche, aber patente Zusammenlöten von Zuhandenem meint.

[Bildchen: Monkey(s) up!, insofern auch mal wieder auf die ziemlich schnelle Schnelle zusammengefrickelt. An Hardware haben wir aber dann doch nur die Rückseite eines AMD Sempron Prozessors verwendet, die darkone dankenswerter Weise der Wikipedia unter cc-by-sa-Lizenz zur Verfügung gestellt hat. Merci!]

Von miss.gunst am 02.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)