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14.02.09

köstlichkeiten für parasiten

bmpd_ksw.gifNicht der Philosophie, noch der Biologie verdankt sich dieser Eintragstitel. Sondern, wer hätte das gedacht, die !Mediengruppe Bitnik - die sich auf diese Weise fröhlich eine Diskreditierung aneignet, mit der sie vor einiger Zeit mal anlässlich seiner Aktion "Opera Calling" bedacht worden war.

Bekanntermassen ist Letztere ein derartiger Erfolg gewesen, dass über Erstere (abgesehen mal davon, dass sie rhetorikhistorisch als ziemlich ungeschickt bezeichnet werden muss) eigentlich schon das Gras gnädigen Vergessens hätte gewachsen sein können. Aber anlässlich einer Retrospektive packt man eben alles aus der Kiste, was dazu gehört.

bmpd_g1.gifRetrospektive insofern, als Bitnik mit Parasite's Delight beziehungsweise der gleichnamigen Ausstellung bei Binz39 die Zeit ihres zweijährigen Atelierstipendiums beschliessen, das sie von der Stiftung erhalten hatten. Und in der haben sie ja auch in der Tat so einiges auf die Beine gestellt (mehr dazu nicht nur auf der Heimseite der Bitniks, sondern auch im hauseigenen Archiv).

Daher zeigen sie vor Ort auch nicht nur die wichtigsten Projekte der letzten Jahre - neben "Opera Calling" und "Download Finished" (2007) sind das "Our Man in India" (2008) und, ganz frisch, "CCTV: A Trail of Images. Die unsichtbare Stadt – Tools für Sousveillance" (2009).

Da zum Rückblick eigentlich auch die Serie "A Hack A Day" gehört, die sie in Zürich und andernorts veranstaltet haben, sich Aktionstage aber noch schwerer ausstellen lassen als die ebenfalls auf Interaktionen setzenden Projekte, gibt es heute (14.02.09) Abend Nacht zudem eine A HACK A NIGHT #11: OUR OWN PRIVATE PIRATE TV SESSION: "An evening of vicious audio, fierce visuals, elated air waves and flickering tv sets", wie die Ankündingung bei Binz39 verspricht.
Mit dabei: Serhat Köksal, Alexander Tuchacek von Knowbotic Research, Raffael Dörig, Adnan Hadzi und natürlich die !Mediengruppe Bitnik höchstpersönlich.
Ab 20:00 Uhr in der Binz39 und allem Vernehmen nach auch mit einiger Ausstrahlungskapazität über diesen Ort hinaus...

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[Bildchen: In Ermangelung anderweitigen Illustrationsmaterials haben wir versucht, auf unsere Weise einen sinnfälligen Zusammenhang zwischen Köstlichkeiten für Parasiten und (potentiellen) Überwachungstechnologien herzustellen. In diesem Fall in der Hauptrolle: Familie Pediculus humanus var. capitis, beim Sonntagsausflug mit Picknick sozusagen selbst ein Teil der Aussicht, die sie geniesst. Oder wie sagte doch gleich Novalis...]

Von miss.gunst am 14.02.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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