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29.03.09

wart mal! (WRT)

wmbe_ksw.gifZum schönen Sonntag eine Kombination aus Konzert- und Webradio-Tipp.
Zusammen mit seinem Kollegen Urs Leimgruber wird Simon Berz heute nachmittag an einem für ersteren Zweck vielleicht ungewöhnlich anmutenden, aufgrund seiner Architektur jedoch eine ideale Akustik bietenden Ort aufspielen: Dem Wartesaal des Bahnhofs Enge.

Die Einladung zu diesem Ereignis ist derart nett formuliert, dass wir gar nicht anders können, als sie im Wortlaut wiederzugeben:

Liebes Ohrenpaar!

Warten lohnt sich, speziell am kommenden Sonntag.

WARTESAALKONZERT
Bahnhof Enge Zürich
Urs Leimgruber; sax
Simon Berz; manipulated instruments
Sonntag, 29. März 2009 17 Uhr

wmbe_g.gifWARTESAAL ENGE
Der einzigartige Wartesaal im Bahnhof Enge besticht durch seine kreisrunde Form und eine ausserordentlichen Akustik. Die zwei Musiker Urs Leimgruber und Simon Berz treffen musikalisch im Wartesaal mit unterschiedlichsten Instrumenten aufeinander. Die Passanten und Wartenden werden zu Klangzeugen zweier Musiker, die mit sich und dem Raum in Kontakt treten. Es entstehen Klangwolken, die sich zögerlich aufbauen und sich mit den Bahnhofsklängen vermischen. Die Musiker suchen akustische Überraschungen und gehen mit Ihren Instrumenten lustvoll und feinfühlig auf sich und ihre klangliche Umwelt ein.
Das Konzert wird aufgezeichnet und am selben Abend auf Radio LoRa Zürich in der Sendung SO21 BADABUM um 21.45 Uhr ausgestrahlt.

Herzlichst
Simon

Ohrenpaare, die sich nicht zur Tea Time (Achtung, Sommerzeit!) im Wartesaal einfinden können, bekommen also noch einmal heute Abend beim ja auch prima via LoRa-Webradio zu belauschenden SO21 (mehr dazu auch im hauseigenen Archiv).

[Bildchen: Der Flyer zur Veranstaltung. Das vorfreudig dem Konzert entgegenlauschende Ohrenpaar schaut ihn grad an und ist deswegen nicht mit im Bild.]

Von miss.gunst am 29.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.03.09

fumetto nullneun

ffl09_ksw.gifRauchzeichen über Luzern? Die aber vielleicht ein wenig wie Sprechblasen ausschauen? Ganz genau, es ist wieder soweit: Fumetto-Zeit!
Nachdem rings in der Stadt schon seit einigen Tagen die Satelliten blinken, gehen nun auch im Festivalzentrum die Lichter an.

Eine ganze Woche lang wird die Stadt am See im Zeichen gezeichneter Bilder und Geschichten, auch bekannt unter dem Codenamen Comics stehen.
Mit Inter- und nationalen Ausstellungen, Mini-Messe, Lesungen Signierstunden, Vilm-Programmen, Workshops, Bar und Party. Undundund.
Da gucken wir als treue Fans ab morgen schon noch etwas genauer hin. Und wünschen für heute erstmal einen guten Start!

ffl09_g.gif

[Bildchen: Dem Eintrag entsprechend einfach als Einstiegsgruss gedacht. Wobei wir uns wie weiland schon mal wieder vom schönen Namen des Festivals inspieren liessen und dann ganz fest ans Fumettowunderland dachten. Ob uns da wohl etwas durcheinander geraten ist? ]

Von miss.gunst am 28.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.03.09

oh no? oh yes!

lwrp_ksw.gifMontag gesehen, gleich für einen Eintrag vorgemerkt - und mittlereile macht er schon (blog)weltweit die Runde: Ein kleiner Pappkamerad, der uns ein Schildchen mit den mahnenden Worten "The End is Near" entgegenreckt.

lwrp_g.gifNicht, dass wir die Warnung beim Wort nehmen würden. Aber wenn Endzeitstimmung derart herzig vorgetragen wird wie von dem Roboter, den Larry West aka Mark Skull aka gebastelt und in den Strassen von Philadelphia ausgesetzt hat, dann muss einem doch das Herz erweichen. Und die Botschaft will an andere Fans von Sad red robots weitergegeben werden.

Für diejenigen, die durch die Strassen seiner Heimatstadt streifend des Demo-Bots ansichtig werden, hat Larry West eigens einen FlickR-Pool eingerichtet - der sich aber natüürlich auch einfach nur mit teilnahmsvollem Wohlgefallen aus der Ferne betrachten lässt. Und damit der Kleine fürderhin auch weltweit FreundInnen sammeln kann, gibt es nun sogar eine MySpace-Seite. Bräuchte dann wahrscheinlich als nächstes auch eine auf Facebook - aber ob die pessimistische Papprobos aufnehmen? Eher nicht, ist ja kein sehr vielversprechendes Kundenprofil... andererseits: mit Blick auf die soziale Dynamik bzw. die nachfolgende Fangemeinde... wer weiss...

Apropos Fangemeinde: Nicht nur in Philadelphia hat der Larry-West-Robot schnell eine ebensolche gefunden - sondern innert weniger Tage eben schon wwweit.
Und wir zählen uns (in diesem Fall mal ohne rot zu werden ins Horn soziodynamisch gepushter Aufmerksamkeitsökonomie trötend) gern dazu.

[Bildchen: Oh Yes! Der Larry-West-Robot in voller Pracht, da sein Kreator die Porträts nettereise unter cc-by-nc-nd in besagten FlickR-Pool gestellt hat. Merci!]

Von miss.gunst am 26.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.03.09

noise im rondell

rnkm_ksw.gifMit denkbar schlechtem Gewissen, weil es idealerweise einen entsprechenden Hinweis schon vergangenen Freitag und in jedem Fall früher hätte geben sollen, weil auch heute auf den letzten Drücker:
Für Noise-FreundInnen, die sich in der Nähe von Maastricht aufhalten, hätten wir da nämlich noch einen prima Tipp...

rnkm_g.gifKaspar König veranstaltet derzeit in seinem Projektraum "Het Rondeel" eine kleine Konzertreihe.
Den ersten Abend - mit Adam Leb, Kim Laugs und Rinus van Alebeek (s.a. im hauseigenen Archiv) sowie den enfants bendibles, die uns schon beim Zürcher diy*-Festival beglückten - haben wir eben schnöderweise anzukündigen verpasst (obwohl eine gute Entschuldigung dafür - dazu demnächst dann noch mehr...).

Umso wärmer wollen wir nun den zweiten Abend der Reihe empfehlen: Heute ab 21:030 Uhr sind mit Marc Chia aka one man nation aus Singapur, Dave Philipps aus Zürich und Juan Mota aka c-utter aus Barcelona (hat eine ganze Menge EPs auf archive.org, falls jemand mal vorlauschen will) nun veritable Noise-Prominenz zu Gast.

rnkm_g2n.gifDer dritte Teil der Reihe wird dann kommenden Freitag (27.03.09) folgen - einfach schon mal vormerken. Und wenn wir's nicht verschusseln, gibt's an dieser Stelle den passenden Kalendereintrag dazu...

[Bildchen: Ausser, dass uns Kaspar "the darkest and most brutal sonic explorations in human emotions transmitted through physical performance" verspricht und wir deshalb Noize-Band zum Porrät bitten wollten, hats eigentlich nix mit obig besungenem Konzertabend zu tun. Angeschlurft gekommen ist nämlich nur ein Schlagwerker, der offenkundig eher unplugged arbeitet. Aus Mitleid haben wir dann dem armen genervten Schädelchen noch einen mp3-Player geschenkt. Nunja. Bessere Musik hat das wohl auch nicht ins Bildchen gebracht.]

Von miss.gunst am 23.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.03.09

DIY Wolken

wsm01_ksw.gifWie man selbst Wolken macht? Weiss - mindestens ansatzweise - wohl jede(r), die oder der gelegentlich Wasser kocht.
In der Küche kann man solche selbstgemachten Wolken allerdings selten gut gebrauchen.
Willkommener sind sie andernorts.

Beispielsweise auf Bildern. In Öl oder aquarelliert machen sie nicht nur in der Landschaftsmalerei einiges her, wie ein Besuch im nächstgelegenen Kunstmuseum anschaulich bestätigen wird.
In der Fotografie wiederum schätzt man sie schon der Lichtqualität wegen vor der Kamera. Und natürlich sollten sie dann auch auf dem Fotohimmel gut ausschauen. Genau das ist - anders als bei den gemalten Wolken - aber nicht immer der Fall. Schliesslich lassen sich Wolken nicht einfach dazu bitten, möglichst fotogene Formationen anzunehmen.

wsm01_g.gifIn Zeiten digitaler Bildgeneration bietet es sich insofern nachgerade an, sich im Fall des Falles selbst zu behelfen. Und damit wären wir wieder bei der eingangs gestellten Frage angelangt.

Einschlägige Antworten bzw. Anleitungen bietet beispielsweise Don Baumanns Artikel "Wolken Marke Eigenbau", der kürzlich in der Netzwelt von Spiegel online erschienen ist.

Für diejenigen, die es danach drängt, sich weitere einschlägige Kenntnisse zu verschaffen: Don Baumann ist zusammen mit Christoph Künne Herausgeber bzw. Macher einer einschlägigen Fachzeitschrift namens DOCMA - Magazin für digitale Bildbearbeitung - auf deren Heimseite es übrigens auch eine ganze Sparte mit "Tipps & Ticks" gibt. Das Wolkenmachen ist dort zwar nicht dabei, aber die durchaus verwandte Kunst, einen neuen Himmel zu machen. Je nach Bedarf angemessene Bewölkung inklusive.

[Bildchen: Wir haben uns auch mal an Wolken Marke Eigenbau versucht. Allerdings auf unsere Weise. Nein, aus diesem Strato-Cumulus regnet es vermutlich so schnell nicht. Wir üben derweil noch ein bisschen weiter...]

Von miss.gunst am 18.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.03.09

ruf vom overhead festival

ohp09_ksw.gifDie Woche beginnen wir gleich wieder mit einem Ruf. Der kommt - und als Fans der Überkopf-Lichtwerfer ist uns dies mitzuteilen selbstredend eine besonders grosse Freude - vom Overhead-Festival.

Nachdem seit dessen erster Ausgabe - Art of the Overhead (s.d. Eintrag vom 22.11.05) - doch schon einige Jahre ins Land gegangen sind, soll es nun vom 15. Mai bis 05. Juni in Malmö endlich eine Fortsetzung geben.

ohp09_g1.gifZu diesem Behufe stehen auf den Heimseiten des Festivals nun besagter Ruf nach Projekten ("Call for Overheads OHPen Surface") - das können Installationen, Performances oder auch einfach gestaltete Overhead-Folien sein - sowie ein entsprechendes Einreichungsformular in Form praktischer pdf-Files bereit.
Letztere sollten projektionsfreudige FreundInnen des vom Aussterben bedrohten Apparats, die etwas zum Festival beisteuern wollen, bis zum 30.03. ausgefüllt und abgeschickt haben.

Näheres zum Thema des Festivals - das diesmal, wie schon der Titel OHPen Surface verraten kann, einen kritischen Blick auf technologische Standards und deren Effekte werfen will - ist ebenfalls im Call nachzulesen.
Wie schön sich Schein heutzutage werfen lässt, wird dann ab Mitte Mai in Malmö zu bewundern sein...

ohp09_g2.gif

[Bildchen: Sind die äusserst ansehnlichen Overhead-Projektoren, die den Call und die wie schon 2005 äusserst ansprechend gestaltete Heimseite des Overhead Festivals zieren. Merci an Tina Tonagel für den Tipp!]

Von miss.gunst am 16.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.03.09

ruf nach kollaborativen initiativen

cgbc_ksw.gifUnd noch einmal etwas aus dem Zürcher dock18 - nämlich mit einem Ruf, den wir ausgesprochen gerne weitergeben wollen. Gerichtet ist er an Menschen, die sich für gemeinschaftlich betriebene Experimentalkultur im Feld der Elektro-Bastelei interessieren und idealerweise in der Region Zürich beheimatet sind.

Im Folgenden nun erst einmal der Ruf bzw. Ausschreibungstext in Originalkopie*:

Das Dock18 geht in die zweite Saison mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema 'BE COMMUNITY!', April - Juni 2009. Während 8 Abend-Veranstaltungen werden verschiedene Schweizer Online und Offline Communities beleuchtet.

cgbc_g1.gifIm Rahmen dieses Themas betreibt die SGMK an 3 Sonntagen das 'Electronic SGMK Community Lab', als physische und mechanische Repräsentation der DIY-Community. Dazu suchen wir eine Person die Lust und Interesse hat, mit Hilfe von anderen TüftlerInnen ein eigenes Projekt zu verwirklichen. Das Thema ist offen, es
besteht die Möglichkeit sich direkt mit dem Raum Dock18 auseinanderzusetzen oder ein grösseres elektronisches Experiment aufzubauen.

Aus den bis 31. März eingereichten Projekten wird von uns, SGMK und Dock18, eines ausgewählt und darauf werden in einer zweiten Runde Kollaboratoren gesucht, die an den 3 Sonntagnachmittagen aktiv mitarbeiten werden. Das Dock und die SGMK stellt verschiedene Werkzeuge und Bauteile zur Verfügung. Die Vorstellung des ausgewählten Projektes findet während der Saison-Opening am 10. April statt.

Wer Lust hat sich genauer zu informieren, den Raum anzschauen und zusammen zu plaudern, soll doch am nächsten Electronic Brunch am nächsten Sonntag, 8. März, ins Dock18 kommen. [jenun, dieser Termin ist wohl definitiv vorbei - aber so eine Besichtigung lässt sich bei Bedarf sicher nachholen...]

Und nun noch einmal die wichtigsten Daten in Kürze:

Was: CALL FOR COLLABORATIVE COMMUNITY PROJECT
Deadline für Projektvorschläge: 31. März 2009
Vorstellung des ausgewählten Projektes in Zürich: 10. April 2009

Termine für das Electronic SGMK Community Lab:
Jeweils 1x monatlich Sonntag Nachmittag ab 14:00 Uhr
26. April 2009 - 17. Mai 2009 - 07.Juni 2009

Schlusspräsentation während dem Saisonschluss-Event,
dock18 & Rote Fabrik, 26.-28. Juni 2009

Und wohin sollen die Vorschläge geschickt werden? Hoppla, das stand leider nicht so explizit im Ruf bzw. der Einladungsmail verzeichnet.
Aber aus den Daten kombinieren wir neunmalschlau: Mit einer Sendung an die Schweizer Gesellschaft Gesellschaft für Mechatronische Kunst (info@sgmk-ssam.ch) liegt man sicher nicht falsch...

* Naja, fast: An einer Stelle mussten wir leider wg. eines bereits vergangenen Termins etwas streichen. Und an einer anderen haben wir uns eine klitzekleine Ergänzung erlaubt, da offenkundig etwas fehlte.

cgbc_g2.gif

[Bildchen: Imaginiert eine von dieser Idee elektrisierte Gemeinschaft - und ist zugleich eine Hommage an eine demnächst per EU-Verordnung zum Aussterben verurteilte Erfindung, die ja nun nicht umsonst so manchen namhaften Bastler (ja natürlich denken wir da an einen ganz bestimmten Ingenieur, dem nichts zu schwör) als helfendes Händchen Birnlein zur Erleuchtung führte...]


Von miss.gunst am 09.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.03.09

kompressionsartefakte

atf_ksw.gifKompressionsartefakten begegnet man für gewöhnlich eher unverhofft. Allerdings immer öfter in einer Zeit, da eigentlich ständig Daten durch Kanäle geschoben werden müssen, die zuvor nach einer entsprechenden Verdichtung verlangen. Mit Kunst hat das zwar erst einmal nichts zu tun.

Gleichwohl spricht doch nichts dagegen (um nicht zu sagen: angesichts ihrer Unvermeidlichkeit nachgerade viel dafür) Kompressionsartefakten etwas abzugewinnen und den ästhetischen Wert schätzen zu lernen, den sie für sich genommen zweifellos besitzen.

atf_g1.gifDa wir diese Auffassung schon etwas länger vertreten, haben wir selbtredend gleich freudig aufgemerkt, als uns die folgende Einladung erreichte:

"Hochverehrte Damen, schwer geschätzte Herren, es sei in diesen bösen Zeiten die Stunde gekommen, da ich allem Widrigen zum Trotze neuerlich verschwurbelte Wunderworte in den Äther pumpe. Sowieso schon wieder fett spät, jedoch haben sowohl mein Rechenknecht wie auch ich vor einiger Zeit diverse schändliche Mikroben eingekörpert, worunter sowohl die beiderseitige Leistungsbereitschaft ebenso wie die Kommunikation untereinander litt. Dass der Weltschmerz aufgrund dieser und anderer Gegebenheiten, deren Erörterung ich dem Leserling/ der Leserline zu ersparen gedenke, aus seinen verwitterten Verstecken kriecht und ab und an mal böse zupetzt, ist wohl nicht weiter verwunderlich. Doch genug mit dem Geflenne.

atf_g2.gifDer Zweck der Botschaft liegt in froher Kunde:
Am Samstag, den 7.3. findet ab 20:00 Uhr die Vernissage meiner Ausstellung 'Kompressionsartefakte' im Hafen 2 in Offenbach statt.
Zu diesem Anlass werde ich es mir nicht nehmen lassen, vor Ort und Stelle audiovisuell Live zu performen.

Es fühle sich also hiermit bitte die komplette kunterbunte Warstletter-Empfängerschar aufs allerherzlichste zu diesem Anlass und Termin eingeladen. Bringt alle eure Leute mit. Randalierende Stinkmolche werden jedoch nur unter Vorbehalt wilkommen geheissen.
Hust,
Simon Schäfer"

Ja genau, ganz richtig: Der wunderbare Warst (s.a. im hauseigenen Archiv) lädt ein. Mit leckersten Kompressionsartefakten! Da lohnt es sich in jedem Fall dabei zu sein.
[Ausser für randalierende Stinkmolche natürlich. Liebe randalierende Stinkmolche: Ist ja alles gelogen, was da oben steht. Kompressionsartefakte sind eigentlich ganz langweilig und doof und man muss auch nicht nach Offenbach fahren, um sich welche anzugucken. Hat es auch im Fernsehen und auf dem PehZeh. Bleibt also mal schön zuhause, legt die Füsse Flossen hoch und lasst die Stinkdrüsen lüften.]

atf_g3.gif

[Bildchen: Ja logo. Des Warsts Kompressionsartefakte schauen ganz anders aus und hören sich auch ganz anders an. Aber hier hatten wir nun mal diese im Gehege. Das rechts ist übrigens in liebevoller Handarbeit komprimiert.]

Von miss.gunst am 07.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.03.09

syndrome wpw in concert

rswpw_ksw.gifWie oft Richtung Wochenende muss man tatsächlich würfeln, welche Abendveranstaltung der geneigten Log.Buch-LeserInnenschaft ans Herz gelegt werden soll.
Haben wir gemacht und die Augen sind für Zürich gefallen.

rswpw_g.gifDort lädt das dock18 für die heutige Nacht zu einem Remote-Concert mit Syndrome WPW aus Lausanne.

Wem diese Ankündigung so gar nichts sagt, sei zum einen ein Besuch auf den Heimseiten von Syndrome WPW aka Serge Teuscher ans Herz gelegt. Dort kann man dank eines mit ausgewählten Live-Konzert-Clips und Muzik bestückten Buffets schon mal ein wenig Suppe fassen, um den Appetit aufs anstehende Supper noch ein bisschen zu steigern.

Zum anderen muss man sich - und zwar zumal dann, wenn man dummerweise gar nicht in Zürich weilt - auf der Zunge zergehen lassen, was "Remote Concert" bedeutet: Syndrome PWP kommt nämlich gar nicht in Persona an die Limmat, sondern sendet aus dem Lausanner Radiostudio von Fréquence Banane live in die Rote Fabrik.
Und eben deshalb wird, wo ja sowieso schon mal eine flinke Verbindung zwischen A und B L und Z stehen muss, das Ganze obendrein direkt noch über dock18-tv in die grosse wwweite WWWelt ausgestrahlt.

Heisst also: Auch anderswo kann man des Syndrome WPW-Konzerts teilhaftig werden. Und wenn es einen HotSpot hat, im Prinzip sogar beim Konzert oder im Club der alternativen Wahl.
Ist ja nicht wirklich so, dass uns der Sinn nach einem solchen Multi-Tasking stünde. Aber die Option an sich ist schon phänomenal - obwohl wir am Ende dann wohl doch wieder würfeln werden...

Falls es jenseits des Zufalls und des Augenauszählens aber noch eine Entscheidungshilfte brauchen sollte: Michaelmusic, Ohrstrom und max dunkelrot sind nicht nur per Remote mit dabei, sondern tatsächlich live vor Ort.

Von miss.gunst am 06.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.03.09

paraflows 2009 ruft

pfw09c_ksw.gifSchon länger keinen Ruf weitergereicht - dieser könnte vielleicht auch für BastlerInnen interessant sein:
Er kommt vom Wiener paraflows Festival, das dieses Jahr zum vierten Mal stattfinden wird (mutmasslich im September/Oktober, so war das jedenfalls bislang).

Nun sucht das Festival für "Digital Arts and Cultures" (also digitale Künste und Kulturen) erst einmal nach Projekten, die sich im Radius des für 2009 gewählten Schwerpunkt-Themas liegen, das auf den vielversprechenden Namen URBAN HACKING hört:

"Wir sind interessiert an Projekten zur Nutzung, Intervention, Hacking und Bespielung von urbaner Öffentlichkeit. Wie können Freiräume geschaffen, entdeckt und genutzt werden? Wie verhält sich künstlich organisierter Raum zu natürlichem? Wem gehört Stadt/Straße/Netz und ihre Infrastruktur? Welche Rolle spielt Technologie im Urbanraum? Wie können soziale Strukturen gestaltet und umgestaltet werden? Wie kann der öffentliche Raum durch 'urban hacking" neu gedacht, inszeniert und 'gelebt werden? Inwieweit kann das Aufbrechen des öffentlichen Raums helfen Protest zu herrschenden Zuständen, der Werbung oder Konsumverhalten zu manifestieren?"

Weitere Details der Ausschreibung sind auf den Heimseiten von paraflows nachzulesen (wo man zur Hintergrundinfo auch die Archive der voraufgegangenen Ausgaben durchstöbern kann) - aber Interessierte Stadt-Hacker sollten sich ein bisschen sputen, den am 15.03. fällt das Hackebeilchen für die Einreichungsfrist.

pfw09c_g.gif

[Bildchen: Nun, es gibt viel zu tun - hacken wir es an...]

Von miss.gunst am 05.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.03.09

canbots

kdak_ksw.gifA propos Falten falten. Es muss natürlich nicht immer von Pappe sein, was sich da mit wenigen oder mehr mal mehr mal weniger geschickten Kniffen fabrizieren lässt.
Da hätten wir doch glatt noch eine passende Alternative.

Zwar nicht mit Anleitung zum Nach- bzw. Eigenbau. Aber manchmal macht es ja auch einfach Spass, die Dinge anzusehen, die andere gebastelt haben.

Wie beispielsweise im Fall der Canbots, die sage12888 in seinem Etsy-Shop anbietet.
Einer schöner als der andere. Recycling-Origami von Feinsten. *hach*

kdak_g.gif

[Bildchen: Ist natürlich kein Canbot. Waren zu ungeduldig, eine Anfrage in Sachen Abbildungsgenehmigung zu starten. Und weil wir leider auch nicht so gut Falten falten können, ist netterweise Fuddel, der Vetter von Kuddel eingesprungen. Wobei: Ist auch ohne Schere, Kleber oder Schweissnaht gestaltet. Immerhin.]

Von miss.gunst am 02.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.03.09

DIY geldautomat (kriegerowski & tempel)

ebga_ksw.gifZugegeben: Zu den architektonischen Blickfängern à la Eiffelturm, Golden Gate oder Neuschwanstein, die man sich gern im Kleinformat fürs heimische Regal nachbasteln möchte, zählt ein solcher Apparat eher nicht. Und ganz so slick und schick wie ein Designer-Papertoy kommt er auch nicht daher.

ebga_g1.gifDennoch stellt er ja für manche eine Pilgerstätte dar. Und eine Art Objekt des Begehrens - mindestens mittelbar, wobei ja eigentlich nur eine Station auf dem Weg zum wie auch immer vermeintlichen Ziel.

Wen es nun nach einem kleinen Hausaltärchen im Eigenbau gelüstet, sollte gelegentlich mal bei Christoph Tempel und Christine Kriegerowski vorbeischauen. Für ihr Projekt "Umzäunte Gemeinsachaft" haben die beiden nämlich einen tollen Bankomaten entworfen, der bis vor kurzem zusammen mit einem nicht minder attraktiven Jobcenter-Automaten (s. Fotos) im GEHAG-Forum Berlin zu bewundern war.

ebga_g2.gifUnd für besagten Bankomaten gibt es eben Ausschneidebogen (pdf) zum Selberbasteln.
Das finden wir natürlich super. Auch wenn uns dann vom Display, *huch*, irgendwie eine ganz seltsame Botschaft entgegenwinkt.

Die Steilvorlage in Lebensgrösse im Originalformat ist übrigens seit vergangenen Freitag und noch bis zum 26.04.09 in Hamburg bei white trash contemporary zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung "Cash Cow Flow" - was ja vielleicht noch Hoffnung auf eine wie von Zauberhand veränderte Display-Meldung zum Kontostand macht...

[Bildchen: Wir haben uns erstmal freestyle einen kleinen GeldKontoasuzugsautomaten gebastelt. Am Resultat der Ausgabe ändert das aber offenbar leider nichts...]

Von miss.gunst am 01.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)