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30.05.09

psychedelische torschlussparty (AOH)

pscp_ksw.gifKeine Sorge: Da wir ja nun gerade erst Schwung genommen haben, soll die Berichterstattung vom diesjährigen "Art of the Overhead" schon noch ein Stückchen weitergehen.
Das Festival selbst freilich und die zugehörige Ausstellung feiern heute (30.05.09) bereits in Richtung Finale.

Übrigens, da wir gerade bei der österreichisch-japanischen Freundschaft im Zeichen von Coded Cultures waren bzw. sind:

Auch bei AOH ist Japan dieses Jahr gut vertreten - und das gilt insbesondere auch nochmal für das Programm der Psychedelic Closing Party (pdf).

pscp_g.gifFreuen können sich Finnissage-BesucherInnen auf und an: OHPia mit Mickey Guitar aka Ken Matsutani, Mako Ishizuka mit DJ Kristian Nihlén, Junichi Okuyama - ergo einer starken Besetzung aus dem Land der Kirschblüte von Maywa Denki (s. a. den Eintrag vom 02.07.06) - sowie den/dem residenten DJ Projector. Und einer perfomativen Entfaltung der in der Ausstellung selbst zum DIY-Teach-In verfügbaren Mappen mit den Folien zur Geschichte der Overheadprojektoren (und -patente) durch die beiden Kuratoren, also Linda Hilfling und Kristoffer Gansing.

In jedem Fall dürfte garantiert sein, dass die zu Hochzeiten der psychedelischen Partykultur gepflegte Neigung zum Multi-Media-Experiment auf Low Tech-Basis mit gutem Schwung weitergeführt wird. Da wären wir natürlich gern dabei gewesen - aber da wir ja nun einige Kilometer Luftlinie entfernt bei Coded Cultures weilen, wird's diesmal keinen Bericht geben können bzw. muss es bei der Empfehlung bleiben...

Von miss.gunst am 30.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.05.09

coded cultures

ccu09_ksw.gifKaum angesetzt, müssen wir unsere kleine Reihe zur Art of the Overhead kurz unterbrechen - aber natürlich aus gegebenem Anlass, denn gestern ist in Wien ein nicht weniger einschlägiger Anlass an den Start gegangen: Die zweite Coded Cultures Conference.

Dass das eines spannende Sache wird, mag bereits ein flüchtiger Blick aufs Programm nahe legen.
ccu09_g.gifWas aber wohl weder der Titel noch der sowohl in Konferenz und Künstler-Panels als auch in der Ausstellung angelegte Austausch mit Japan vorweg ahnen lassen (nunja - dafür muss man ganz einfach wissen, was dem Team von 5uper.net schon seit je am Herzen bzw. im Aktivitätsradius gelegen ist): Für FreundInnen der DIY-Kultur ist so Einiges dabei.

Mehr dazu (so stehts jedenfalls auf der hauseigenen Agenda bzw. in der imaginiären Liste der zehn besten guten Vorsätze) im Anschluss - denn erst einmal werden wir uns vor Ort tummeln.

Für heute erst einmal die Empehlung: Wer am Pfingstwochenende seine Ausflugskutsche in Richtung Wien lenken kann, sollte am besten gleich selbst am Ort des Geschehens vorbeischauen...

Von miss.gunst am 28.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.05.09

laterna fantastica (milkmilklemonade, AOH)

flgoh_ksw.gifAber ja: Der historische Apparat, mit dem man Phantasmagorien an die Wände zauberte, heisst Laterna Magica.
Und selbstredend ist diese Tradition auch ganz nah, wenn sich MilkMilkLemonade um den Overhead-Projektor versammeln. Doch warum erscheint dann ein grob gepixeltes "Loading..." auf dem Schirm?

8-Bit-EnthusiastInnen haben bei den Aufführungen in der Tat ebenso viel zu jubeln wie FreundInnen historischer Projektionskunst, wenn MML ihr "Speedy Happy Dangerbear Game" anwerfen.
Genau genommen hängt das eine mit dem anderen sogar ursächlich zusammen:

"Milk Milk Lemonade were the kids whose parents couldn't afford a Spectrum or an Atari, so they made their own computer game with the aid of analogue, OHP technology. So far, they've completed level 2., but they're pretty sure what might happen in levels 3, 4 & 5 ..."

Ehrlich gesagt: Das Mitleid ob der schmalen elterlichen Geldbörse hält sich angesichts der kreativitätsfördernden Konsequenzen arg in Grenzen.

flgoh_g.gif

In Malmö bei "Art of the Oerhead" wurden nämlich alle Levels durchgespielt - und es war schlichtweg grossartig, dabei zu sein und mit dem kleinen Eisbären mitzufiebern, der zunächst auf der heimischen (Eis-)Scholle, dann an einem karibischen Strand, hernach in einer zunehmend in apokalyptische Auflösungszustände trudelnde Grossstadt Punkte heimste, um am Ende... aber wir wollen ja nicht alles verraten.

Schliesslich können Neugierige ("Mama, when does the Icebear appear?!") ja selbst mal dafür sorgen, dass MilkMilkLemonade in ihrer Nachbarschaft ein Gastspiel gibt und zur Fantastic(oh!) Magic Lantern Show lädt. Und dann alle Levels spielt...

[Bildchen: Kein wirklicher Ersatz für die grossartigen Screens von MilkMilkLemonade - und noch nicht mal ein Eisbär. Nunja. Aber warum nicht auch mal einem kleinen Projektor die Chance geben, zu punkten. Und sei es nur auf Level 0,5....]

Von miss.gunst am 26.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.05.09

videoex 09

vx09_ksw.gifEigentllich hatten wir ja eine Bastel- und Baustellen bedingte Sendepause einlegen wollen... aber nicht allein der Treue wegen muss auch ein Päuschen mal pausieren, wenn in Zürich wieder Zeit für videoex ist.

Gibt dieses Jahr nämlich unter anderem (oder vielleicht besser: allem voran) ein Spezialprogramm mit finnischen Gästen - und auf diesem Wege auch ein Wiedersehen mit einigen treuen Log.Buch-LeserInnen aus einschlägigen Einträgen bekannten Künstlern zu feiern.

vx09_g.gifBeispielsweise mit Mika Taanila (s.a. im hauseigenen Archiv) - noch sensationeller aber vielleicht, dass man im Programm "Pioneers I" sogar eine Arbeit von Erkki Kureniemmi (s. a. im hauseigenen Archiv) daselbst zu sehen bekommt.

Und sogar das kürzlich an dieser Stelle aus gutem Grund bejubelte finnische Sauna-Kino der Brüder Renvall ist mit von der Partie!
*yay*

Da wünschen wir natürlich frohes Schwitzen und Schauen - auf nach Zürich zum videoex!

Von miss.gunst am 24.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.05.09

art of the overhead rules again (AOH)

aoh09p_ksw.gifHeiss ersehnt und freudigst erwartet: Heute (22.04.09) startet im schwedischen Malmö das Hauptprogramm des zweiten internationalen Festival für FreundInnen der Kunst und Musik mit dem Tageslichtprojektor.*
"OHPen Surface" ist diesjährige Ausgabe von "The Art of the Overhead" überschrieben - und nicht umsonst zwischerts da zwischen den Zeilen "oooOHhhhhhh! OooHhhlala oooOHhhhhhh!"

aoh09p_g.gifNachdem die Premiere von/mit AOH 2005 bekanntlich in Kopenhagen stattgefunden hat, sind Linda Hilfling und Kristoffer Gansing diesmal über den Öresund nach Malmö gezogen, wo der in den Docks gelegene Stapelbäddsparken dem AOH temporäre Bleibe bietet.

Auch diesmal lockt wieder ein reiches Programm mit einer grossen Ausstellung, in der neben zahlreichen neuen Arbeiten auch das festivaleigene Recherche-Archiv zur Technik- und Mediengeschichte der Overhead-Projektion sowie die wachsende Sammlung von Folien mit künstlerischen und wissenschaftlichen Präsentationen gesichtet werden können.

Damit nicht genug, gibts sowohl an diesem Wochenende als auch eine Woche später zur Finissage Konzerte, Performances, Performance-Lectures und Vorträge mit dem und rund um den Overhead.

Wer kurz entschlossen noch nordwärts aufbrechen will (was wir nur allerwärmstens empfehlen können) und schon mal vorfreudig einen Blick auf die versammelten Highlights werfen möchte, mag vielleicht in der pdf-Broschüre blättern, in der alle Beteiligten kurz vorgestellt werden.

Ansonsten und für alle Daheimgebliebenen wirds dann demnächst an dieser Stelle, also im Log.Buch, den einen oder anderen Eintrag geben. Denn (grosse Freude, die sich nur schwer verhehlen lässt:) Wir fahren hin!

* Ja, die gleichnamige Arbeitsgemeinschaft - also Kunst & Musik mit dem Tageslichtprojektor (mehr auch im hauseigenen Archiv) - sind natürlich ebenfalls mit von der Partie und haben in den vergangenen Tagen sogar mit anderen KünstlerInnen fleissig in eben jenem Workshop gewerkelt, für den vor einiger Zeit an dieser Stelle ein Aufruf zu lesen war. Die Ergebnisse werden uns selbstredend nicht vorenthalten, sondern ebenfalls in der Ausstellung präsentiert.

Von miss.gunst am 22.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.05.09

ausserdem

kldi_ksw2.gif... wird, indes die Warteschlange wächst und wächst und wächst...

... im sogenannten Stillen bzw. im Hintergrund schon seit einiger Zeit besonders fleissig gebastelt. Ja, übrigens auch zur Abwechslung mal ganz wortwörtlich gedichtet und geklebt ...

kldi_g.gif

Mehr demnächst!

Von miss.gunst am 21.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.05.09

glockenspiel ff (friedman)

dfof_ksw.gifMit erklecklicher Verspätung, aber dennoch: Wieder einmal ein Eintrag für FreundInnen der Kunst des Glockenspiels. Wenngleich er nun nur noch für den Zettelkasten ist.

Kunst am bzw. mit dem Carillon gab es diesmal (und leider auch nur an einem einzigen Tag) im Rahmen des Projekts "Playing the City"*, das Matthias Ulrich Ende April bis Anfang Mai für die Frankfurer Schirn Kunsthalle realiert hat. Zweieinhalb Wochen mit Aktionen und temporären Eingriffen von KünstlerInnen im (mehr oder weniger) öffentlichen Raum, die eben diese Öffentlichkeit auf ihre Potentiale abklopfen sollten.
[* Noch, dh zu Eintragszeitpunkt, existiert die Seite - da zu einem bewusst auf Zeitlichkeit angelegten Projekt ist freilich die Frage: Wie lange noch. Falls also nicht mehr, gehört das quasi zum Konzept...]

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Ín diesem Rahmen hat Dara Friedmann - den meisten vielleicht eher über ihre Videoarbeiten bekannt (z.B. über ihre Ausstellung im Kunstmuseum Thun 2002) - eine Experimentalanordnung weitergeführt, die sie erstmals 2007 in New York realisierte. Dort mischten sich Freiwillige - vom Parkwächter bis zur Sekretärin - unauffällig unter die PassantInnen, um dann mehr oder weniger unvermittelt aus vollem Halse einen bekannten Musical-Song zu schmettern.
[Einen Text zu dieser Arbeit, passender Weise "Musical" benamst, kann man beim New Yorker Public Art Fund finden; einen Bericht mit Bildern von Campbell Robertson bei Newsgrist.]

In Frankfurt wurde das, was in New York durchaus auch schon als Idee im Hintergrund stand - nämlich einem "Ohrwurm" (*, s.o.) zur Sichtbarkeit zu verhelfen - nun mit verschiedenen "Verstärkern" geprobt: Friedman hatte eine Reihe von StrassenmusikerInnen eingeladen, an verschiedenen Orten mit ihrem jeweiligen Instrument und natürlich Stimmzugabe "You can't always get what you want" von den Stones zu intonieren. Die Besonderheit in diesem Fall: An allen diesen Orten gab es im Anschluss ein Echo, das den "Ohrwurm" noch einmal bekräftigend repetierte und auf seine Weise weitertrug.

Dazu gehörte die Audio-Anlage eines lokalen Kaufhauses, die Orgel des Kaiserdoms und schliesslich - bzw. genau genommen zuerst, denn die Aktionen fanden nur an wenigen Tagen statt und diese hatte den Anfang gemacht: Das Carillon der direkt am Römer gelegenen Alten Nikolaikirche.
[... die, beiseit, übrigens auch eine eigene Heimseite hat, auf der es weitere Informationen zum Carillon gibt und sogar Klängen des Glockenspiels gelauscht werden kann.]

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Das "Ohrwurm"-Konzert vor Ort war - dank aller Beteiligten, und ganz besonders der engagierten Carilloneurin der Nikolaikirche - ein Erlebnis für sich. Und hat sicher auch den einen oder die andere Ortsansässige darauf aufmerksam gemacht, dass es an dieser zentralen Stelle eigentlich regelmässig Live-Konzerte hoch oben in der Luft gibt, die auf ihre Weise Klänge in den Himmel und in die Gehörgänge tragen. Ob sich Dara Friedmans "Ohrwurm" - von seinen anschliessenden Auftritten einmal abgesehen - dann wirklich noch weiter verbreitet hat, wissen wir allerdings nicht...

[Bildchen: So ungefähr ist's gewesen, ganz bestimmt. Für die Fotografue des Glockenturms danken wir herzlich Wikipedia Commons-Spender Mylius, der sie unter cc-by-sa lizensiert hat - was folglich auch für unser Bildchen gilt.]

Von miss.gunst am 18.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.05.09

seid gemeinschaft

bcd18_ksw.gifWie es aussieht, hat der vor einiger Zeit auch an dieser Stelle verbreitete Ruf nach kollaborativen Initiativen Gehör gefunden: Die daraus erwachsene Reihe "be community" geht nämlich bereits in die dritte Runde.

Das Dock18 lädt heute (15.05.09) wieder zu einem entsprechenden Abend in die Rote Fabrik.

Nach einem Apéro(ab 19:00Uhr) gehört das Feld erst einmal Roman Bleichenbacher von codecheck.info (s.a. mehr im hauseigenen Archiv).

bcd18_g.gif

Im Anschluss gibt sich (und uns) Ubergeek Amy Alexander die Ehre mit einemlive aus San Diego ein "CyberBroadband-Konzert".

Weitere Highlights: Eine Nacht-und-Nebel-Lecture von Stfan Kluge vom Open Surce FilmNetzlabel VEB Film Leipzig. Sowie ein Remote-Konzert von und mit Church of Noise (*äh* - welcher eigentlich?) aus Stuttgart.

Wie immer wird alles dies live über das tolle DOCK18-TV übertragen. Also: Seid Gemeinschaft und seid dabei!

[Bildchen: Haben wir einfach mal in die DOCK18-TV-Seite hineinimaginiert, was hier später passiert. Vom einsamen Bad des Solitärs in einem See von Selbstmitleid - hin zur glücklichen Glaubensgemeinschaft der Church of Noise...]

Von miss.gunst am 15.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.05.09

videoman @ mapping festival

mfbt_ksw.gifIn Genf läuft bereits seit vergangenem Wochenende (und noch bis zum kommenden) das mapping festival 2009, das wir natürlich wie je allen an AV-Experimenten Interessierten wärmstens empfehlen wollen. Und zwar nicht zuletzt, weil es auch für Fans selbst gebastelter Gadgets etwas zu sehen gibt.

Am heutigen Mittwoch eröffnet(e) nämlich in der Galerie Labo - in der auch einige der Workshops des Festivals stattfinden - eine Ausstellung des mexikanischen Künstlers Fernando Llanos, der als "Videoman" einfallsreiche Lösungen für mobile Projektionen bzw. Projektionsperformances entwickelt (einige Zeichnungen dazu kann man online auch auf seinen Heimseiten bewundern).

mfbt_g.gifWährend des Festivals wird er zudem zusammen mit seinem Chihuahua - den er für diese Zwecke bereits einschlägig ausgestattet hat - die Genfer Strassen unsicher machen.

Nebenbei, aber nicht zuletzt: Unbedingt lohnt es sich auch, auf den überhaupt sehr schönen Heimseiten des Künstlers weiter zu gründeln. Da gibt es viele leckere Sachen zu bestaunen, und wiederum so Einiges, was direkt im Interessenradius von HOME MADE liegt. Wie es der Zufall so will, hat er - zugänglich über den Anker zum Flug FVIDEO 737 - unter anderem 2004 ein Projekt namens "Hand Made" (bzw. "hecho al mano") realisiert, für das er wunderschöne kleine Kameras, Kassetten und andere Medien-Apparate gebastelt hat. Das Katalogzine dazu kann man nach wie vor als pdf herunterladen!

[Bildchen: Einen mobilprojezierenden Chichuahua können wir nicht bieten. Dafür haben wir ein eigens gezüchtetes Beamertier. Seine Mama wurde Wikipedia Commons-Spender Marke freundlicher Weise unter GFDL publiziert - was nun auch für unser Beamertierchen gilt.]

Von miss.gunst am 13.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

10.05.09

wellen der welt (wildproject)

wprww_ksw.gifSchon lang zum schönen Sonntag keinen Lesetipp mehr geboten? Da hätten wir doch glatt etwas besonders Feines aus der (mittlerweile ins monströse gewachsenen) Warteschlange.
Ein elektronisches Zeitschriftenprojekt, das wir sowohl im Allgemeinen wie insbesondere mit seiner aktuellen Ausgabe empfehlen wollen.

Selbiges trägt den Titel "Wildproject" und ist die Revue des gleichnamigen Verlags, der inzwischen auch begonnen hat, schöne Bücher herauszugeben.
wprww_g.gifUnd wie vielleicht noch nicht der Titel ("wild" nennt sich ja Einiges), wohl aber der Untertitel "l'ecologie culturelle" verrät, dreht sich dabei alles um künstlerische und kulturelle Auseinandersetzungen mit Ökologie.

Nun gab's vor bald vier Jahren in diesen Log.Buch ja schon einmal einen Eintrag zur Acoustic Ecology - und wer die dort ausgelegten Stränge (und andere wie die für KlanggärtnerInnen, für Vogel-, Insekten- oder WassermusikfreundInnen usw.) wieder aufnehmen möchte, ist bei der Wildproject-Revue per se und namentlich bei der aktuellen Ausgabe ganz bestimmt an der richtigen Adresse.

Die derzeit neueste Nummer 4 vom März 2009 ist nämlich den "ONDES DU MONDE : TERRITOIRES SONORES DE L'ECOLOGIE" gewidmet. Worüber wir jetzt an dieser Stelle keine Romane schreiben werden - denn gelesen werden wollen ja die wirklich lesenswerten Essays selbst...

Von miss.gunst am 10.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.05.09

diy e-tronic freaks @ bern

rlfb09_ksw.gifFreundInnen der DIY-Elektrobastelei mit besonderer Neigung zur Robotern sollten sich schleunigst nach Bern begeben: Dort findet nämlich ab dem heutigen Donnerstag (07.05.) bis einschliesslich Samstag wieder einmal eine Zusammenkunft einschlägig orientierter Aktiver statt.

Zwar gibt es nebenbei die erst einmal traurig tönende Botschaft zu vermelden, dass das eigentlich dieser Tage vor Ort geplante "roboloco - Festival für Maschinenkunst und Robotik" aus organisatorischen Gründen abgesagt werden musste.

rlfb09_g.gifGleichwohl wird in der Reitschule so Einiges geboten: Jeden Abend ab 21:00 Uhr laden rozzobianca ("and friends") mit Performances und bzw. in Installationen zum "Musik Roboter Objekt Theater Spektakel" mit dem viel versprechenden Titel "Six Freaks Under" ein (kleine Anspielung wohl nicht nur auf die gleichnamige TV-Serie, sondern auch auf die entsprechend benamste Ausstellung, die vor einiger Zeit in der Berner Kunsthalle stattgefunden hat).

Und wenngleich sie nun eben kein ganzes Festival auf die Beine stellen konnten, werden die fleissigen Mechatroniker von der SGMK doch immerhin - und unterstützt von FreundInnen - mit einigen diy*-makeaway-Workshops zugegen sein.

Und schliesslich lädt auch noch die !Mediengruppe Bitnik (mehr auch im hauseigenen Archiv) zu CCTV-Stadtspaziergängen ein. Klingt doch fein!

Von miss.gunst am 07.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.05.09

AR scratching

scrscrscr_ksw.gifEigentlich eine klassische Tonträgermanipulations- und Soundgenerationstechnik aus der Vinyl-Ära: Das Scratching.
Und etwas, das man - Eingriff hin oder her - vielleicht nicht sofort mit kreativer Bastelkunst in Verbindung bringen würde.

Wie hiess das doch seinerzeit auf gut Hessisch, cf. the famous and talented Rodgau Monotones? "Eeeh, was machst'n Du da mit mei'm Pladdeespieler?" "... kabbuttt" - "Dreggsagg!!"

scrscrscr_g1.gifNun haben Künstler wie Strotter (s.a. im hauseigenen Archiv), dass die richtige Mischung aus brachialem und sensiblem Umgang mit Material und Technik auf dem Feld des Turntableism durchaus einen innovativen Zug zeitigen kann. Aber an Scratching düften doch eigentlich die Wenigsten denken, wenn seine Nähnadeln beharrlich über mit Heftpfaster beklebte schwarze Scheiben schaben.

Tatsächlich sind jüngst jedoch auch Verfahren entwickelt worden, die das Scratchen im klassischen Sinne weiterbringen wollen - und zwar so, dass der Tonträger selbst dabei eine bislang unbekannte Überlebenschance erhält:

Zunächst einmal hat Todd Vanderlin eine einfache, aber effektive Methode entwickelt, bei der AR (= Augmented Reality)-Transfers mittels Markern eine zentrale Rolle spielen.*
Wie das ausschaut und (wie gut das) funktioniert, kann man in einem kleinen Lehrfilm bestaunen, den Vanderlin bei vimeo abgelegt hat.

scrscrscr_g3.gif[* Denjenigen, die sich zu diesem Thema noch ein wenig solides Basiswissen erwerben wollen, sei ein Aufsatz (pdf) von Markus Färber empfohlen, der auf den Seiten der Distributed Systems Research Group der ETH Zürich zu finden ist.]

Und um noch eins drauf zu setzen, hat dieser Tage Theodore Watson von F.A.T. (Free Art & Technology) mit einem kleinen Spezialanwendung für einen beliebten mp3-Player nachgelegt. Konzeptuell und technisch gesehen ist sein Plattendrehen auf dem iPod (und auch dazu gibts natürlich einen Clip) zwar doch nochmal etwas anderes.
Aber zweifelsohne auch sehr schick.

scrscrscr_gg.gif

[Bildchen: Gemeine Krätze in Aktion - vielleicht hülfe da auch eine AR-Transformation, um die Haut der kleinen Scheibe zu retten? Seine Ahnin - echtes Vinyl - wurde den Wikipedia Commons unter GDFL spendiert, daher ist auch dieses Schreckensszenario entsprechend lizensiert.

Von miss.gunst am 03.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)