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30.09.09

BASICODE radio

rgdjr_ksw.gifLeider kein Webradio-Tipp. Aber man kann ja nicht immer alles haben. So wird's wenigstens eine Empfehlung für jene, die gelegenheitshalber heute Abend (30.09.09) in Berlin zu einer Veranstaltung zu pilgern in der Lage sind.

Dort wird nämlich - passend zum deutsch-deutschen Feierjahr - im Rahmen der Reihe "DT 64"ein kundiger Rückblick auf ein spannendes Stück Radiogeschichtegeworfen. Und zwar, wie der Titel verrät - speziell auf das Jugendprogramm des Rundfunks der DDR.

Dass es da so einige spannende Entdeckungen zu machen gibt, dürfte wohl auch der heutige Abend belegen. Da geht es nämlich unter dem vielversprechenden Titel "Familie Völz und die Computer" um die Nutzung von BASICODE - also jene auf BASIC aufsetzende Programmiersprache, die in den 1970ern als "Esperanto für Computer" die frühen Heimcomputer-Fans begeisterte.

rgdjr_g.gifIn der DDR hat sich seinerzeit der Physiker und Informationswissenschaftler Horst Völz um die Verbreitung von BASICODE verdient gemacht - unter anderem, indem er Kurse für den Computer-Club entwickelte und für deren Ausstrahlung, inklusive Code, im Jugendradio sorgte.

Horst Völz wird beim heutigen Abend in der DT 64-Reihe (die übrigens von Dunja Funke und Moritz von Rappard, der schon im seligen Tesla Berlin Radio-aktiv war - ersonnen und organisiert worden ist) anwesend sein. Mit von der Partie sind ausserdem Joachim Bauman, seines Zeichens zu DDR-Zeiten Redakteur des REM-Computermagazins und Ralf Homann, der unter anderem das Experimentalradiostudio der Bauhaus Universität Weimar aufgebaut und lange Zeit geleitet hat. Kurzum: Es werden sicher spannende Stunden werden...

[Bildchen: Schaut vielleicht etwas komisch aus, schemenhaft und verpixelt-verschwommen? Liegt daran, dass es ein passendes DDR-Radioempfangsgerät zu imaginieren galt. Und das ist ohne Kenntnisse der Materie bekanntlich eher schwer.]

Von miss.gunst am 30.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.09.09

atoms & bits

aubi_ksw.gifKlein Klein aufs Ganze gehen? Analog und digital? Klingt ja fast nach den kürzlich umschwärmten "Little Bits".
In Berlin ist unter obigem Namen und mit dem sprechenden Untertitel "Making Thinking Doing" nun ein Festival ausgerufen worden, das "Visionäre, Baustler, Aktivisten, Geeks, Kreative - eben alle, die eine neue Kultur des Selbermachens zelebrieren" versammeln will.

Das müssen wir natürlich näher beäugen.
Auf den Heimseiten von "atoms & bits" blinkt denn auch gleich eine ganze Liste von Themen, denen HeimwerkerInnen (i.u.S.) denkbar zugeneigt sein dürften: Um die "Lust am Bausteln (DIY)" und um "Neue [sic} Formen der Arbeit (Coworking)", um eine "Kultur der Offenheit (OpenEverything / Creative Commons)" und um "Neue und offene Formen der Politik" sowie nicht zuletzt um "Aktuelle Formen des Kunst- und Kulturschaffens (Art of Production of Art)" soll es gehen.

Alles das während stolzer zehn Tage (a&b festival) sowie an diesem Wochenende (26./27.09.09) auch auf einer in BarCamp-Form veranstalteten Konferenz.

Mehr Einblick in Pläne, Pojekte und Perspektiven ist im begleitenden Blog zu erhalten - wobei der ebenso wie die Seiten selbst ein kleinwenig unübersichtlich ist (was wohl ein bisschen mit der programmatische Offenheit der Organisation zu tun hat, in welcher sich insbesondere kleinste Teilchen wie Atome und Bits gern mal verlieren).

Aber wie auch immer. Grundsätzlich schaut das nach einer ganz sympathischen Sache aus. Sollte, wer die Gelegenheit dazu hat, beschnuppern und womöglich eben auch aktiv einen Beitrag anbieten.

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Nur: Wenngeich wir ja ahnen, wo der gute Gedanke mit den a und b herkommt (Hallo Donna Haraway) - ob atoms&bits wirklich "die kleinsten Elemente unserer modernen Gesellschaft" sind, zumal wir ja doch niemals modern gewesen sind, nunja. Das wagen wir mal zu bezweifeln.

[Bildchen: Kleinste Teile. Ganz gross.]

Von miss.gunst am 26.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.09.09

ruf nach musik von und für massen

mufom_ksw.gifStummfilm mal anders - nämlich ganz zeitgemäss als Videoclip, der mit eigenen Sounds ausgestattet werden will. Und natürlich so, dass das Ganze dann massenhaft angeschaut, heruntergeladen, kommentiert und wieder mit jeweils eigenen Vertonungen versehen werden kann.

Oder - unte Beibehaltung des Sounds - mit neuen Bildern?
Werden wir sehen.

Denn erst einmal ist "Music from the Masses" ein Projekt, das zum Mittun aufruft - eben dazu, massenhaft Musik für die Massen an Clip-Fans zu produzieren, die sich auf den üblichen verdächtigen Plattformen tummeln. Genauer gesagt (eben drum heisst's "from"): Wir Masse sollen das mal schön selbst erledigen.

In die WWWelt gesetzt von Matthias Fritsch - einem Künstler, der mit besagten Massen bzw. ihrer Aktivierung schon Erfahrung hat: Seine eigentlich erst eimal nicht unter Hitverdacht stehende Arbeit "Kneecam"* wurde nämlich, nachdem sie ein Netznutzer ohne Fritschs Wissen auf eine Videoplattform gestellt hatte, quasi über Nacht als "Techoviking" zum millionenfach angeklickten und schon bald mit unzähligen Variationen bedachten Superding.
[* hier unbotmässiger Weise aus dem Rahmen extrapoliert - sollte man eigentlich brav über die Hauptseite in der Kategorie "works" betrachten... also selbige auschlagen, scrollen, scrollen...]

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Ob nun auch eins der Videos von Music for the Masses vergleichbare Erfolge feiern wird? Nun, dazu kann man jetzt einen Beitrag leisten - ein klitzekleines Talent zum Tonsatz voraugesetzt...

PS: Steilvorlagen gibt's schon jede Menge anzuschauen aus den vorauf gegangenen Phasen des Projekts... Ziemlich ladeintensiv, drum verankern wirs hier nicht...

[Bildchen: Bei aller grundsätzlichen Sympathie für das Projekt: Musik von den Massen, das ist so eine Sache, sobald ihr gelauscht werden muss...]

Von miss.gunst am 22.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

19.09.09

la soirée des bricoleurs

dkoaf10_ksw.gifSo, nun braucht es aber doch noch einmal einen ganz speziellen Wink in Richtung Fribourg - wo nach wie vor das Festival zum zehnten Geburtstag von [anyma] steigt. Denn, a propos steigt: Die Grande Fête des Festivals findet am heutigen Samstag (19.09.) Abend statt.

Auf dem Programm steht nämlich eine Soirée des Bricoleurs - also ein Abend der Bastler. Und natürlich sind dabei eine ganze Reihe hochgeschätzter KünstlerInnen aus dem Radius von HOME MADE mit von der Partie:
Beispielsweise Florian Kaufmann (mehr im hauseigenen Archiv) und Michael Gianfreda (dito), Bernhard Wagner (dito).

Markus Haselbach und seine Mitstreiter von der Schweizerischen Gesellschaft für Mechatronische Kunst, die über die Woche diy makeaway-Workshops veranstaltet haben, werden sich zum diy kamikaze orchestra formieren und ein kleines Ständchen geben eine rauschende Lötperformance mit musikalischem Mehrwert veranstalten.

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Und ausserdem gibts - was auch immer das genau sein mag - einen Cosmic Gluntsch mit Maya Leibundgut und Claude Winterberg.

Wann und wo? Beim Festival 10 ans von [anyma] - und in diesem Fall im guten alten Belluard ab 20:00 Uhr.

[Bildchen: Stammt von einem früheren Auftritt des diy kamikaze orchestra - und von Herrn Sternenjäger, der selbigen fotografierte und dem unser Dank gebührt. Merci!]

Von miss.gunst am 19.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.09.09

ruf vom belluard

spiju_ksw.gifWenn wir gerade schon nach Fribourg schauen: Dort gibt es bekanntlich das wunderbare Fort Belluard, in dessen altehrwürdigen Gewölben derzeit auch das bereits beschwärmte und besuchenswerte Festival zum zehnten Geburtstag von [anyma] gastiert. Und dort hat auch das gleichnamige Festival Belluard seinen Sitz.

spiju_g1.gifSelbiges wiederum hat in jedem Jahr ein Schwerpunktthema, zu dem KünstlerInnen aller Disziplinen mit ihren Produktionen eingeladen werden - und es gibt auch Mittel, um speziell für diesen Anlass etwas Neues auf die Beine zu stellen.

Hierfür gibt es jeweils eine Ausschreibung, auf die sich kreative KandidatInnen bewerben können. Aktuell - das Festival 2009 ist gerade zuende gegangen - läuft nun diejenige für 2010.
Und die ist zweifelsohne schon wieder so lecker, dass sie an dieser Stelle weitergereicht werden soll.
Der "Appell à la création" bzw. besagte Ausschreibung lautet nämlich auf das Thema "Urban Myths" bzw "Urbane Mythen".

Kommen die Spinnen aus der Yucca-Palme? Oder nisten sie eher in einer Wange, welche der Unaussprechliche geküsst?
Tja, das gilt es herauszufinden bzw. erst einmal Vorschläge für geeignete Recherchemethoden zu unterbreiten...
Für Letzteres ist noch bis 19.10. (dieses Jahres) Zeit. Also, dann mal ran an den Speck die Spinnen!

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Von miss.gunst am 16.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.09.09

anyma festival

af10a_ksw.gif[anyma] ist in der vergangenen Woche zehn Jahre alt geworden. Dem in Fribourg ansässigen Kunst-Kollektiv - aus dessen Werkstatt der Videobass und zahlreiche andere spannende Entwicklungen stammen - zum Geburtstag zu gratulieren: Das allein wäre schon Grund genug, in die schöne Stadt an der Saane zu reisen.

Nun wären umgekehrt [anyma] aber nicht [anyma], wenn sie sich nicht selbst schon etwas Passendes einfallen lassen hätten, um das Geburtstagsfest zünftig zu begehen. Das haben sie natürlich.

Sie laden zu einem "festival 10 ans" - bei dem es, wie's sich für eine dem kreativen Basteln zugeneigte Vereinigung gehört - nicht nur Kaffee und Kuchen gibt. Sondern genau jene Spezereien, die auch dem Freundeskreis am Besten munden: Ausstellungen, Konzerte und Workshops satt!

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Das ganze phantastische - und von den Jubilaren selbst gestemmte - Programm lässt sich den eigens hierfür eingerichteten Heimseiten des Festivals entnehmen.
Und wir ziehen da erstmal den Hut, werfen Blumen und empfehlen wärmstens: Wer kann, fahre hin!

Von miss.gunst am 14.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

10.09.09

little bits

tlbtlb-ksw.gifEin ganz bescheidener Name: "little bits". Trifft rein äusserlich auch zu - aber es handelt sich um richtig tolle kleine Teile.
Und, wenn man das mal so sagen kann, eins der absoluten Highlights unter den Projekten, die es auf der diesjährigen ars electronica zu sehen gab.

tlbtlb-01g.gifZu entdecken waren sie in der bereits entsprechend annoncierten Ausstellung des MIT Media Lab im Rahmen von Campus09.

Das Basisprinzip von little bits sind kleine Leiterplättchen, die vorweg bereits so weit zurechtgelötet und mikromontiert sind, dass sie auch von Menschen ohne weitergehende Kenntnisse in Elektrotechnik und Programmierung verwendet werden können. Die auf unterschiedliche Einsatz-Optionen hin vorbereiteten "Kleinen Teile" können dann nach dem Bausteinprinzip frei miteinander kombiniert werden - zusammengesetzt bzw. gehalten werden sie von Magneten.

tlbtlb-02g.gifWenn man sich also die richtigen Bausteinchen holt, kann man im Prinzip sogar klick-klack eine Kaffeemaschine zum Laufen bringen - wie eins der Little Bits-Videos auf Vimeo anschaulich demonstriert.

Alles Wissenswerte über die tollen Kleinen Teile lässt sich auf der Heimseite des Projekts erfahren. Und eine kompakte Einführung im Clip-Format gibt es auch dazu.

Bleibt HOME MADE-seitig eigentlich nur, vor Ayah Bdeir (die beiseit bemerkt übrigens schon reihenweise spannende Projekte entwickelt hat, unbedingt anschauen!) und ihrem Team den Hut zu ziehen:
Die little bits sind wirklich toll - zumal sie OS entwickelt worden sind. Sie laden also zur aktiven Beteiligung.
Auf dass sich die Familie der Kleinen Teile in Zukunft noch weiter mehrt...

[Bildchen: Auch kleine Teile. Aber offenkundig nicht die little bits, von den obig die Rede ist. Tatsächlich sind diese hier aus dem Sommercamp im Ticino entlaufen. Ja, dazu gibt's demnächst auch nochmal mehr... ;)]

Von miss.gunst am 10.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.09.09

DIY @ ars electronica ... (ff)

blt2blt2-ksw.gifWeidlich sondiert und vieles eigenhändig ausprobiert. Und siehe da: Die zum Start des diesjährigen Festivals gestellte Frage lässt sich - kaum anders als erwartet - tatsächlich mit einem entschiedenen JA beantworten.

Zwar setzt die ars electronica, zumal was ihre Aushängeschilder - allen voran den Prix und das in diesem Jahr wieder neu eröffnete ars electronica center - betrifft, im Grossen und Ganzen nach wie vor auf High End Technologie und deren möglichst glanzvolle Repräsentation.

Aber es gibt eben doch auch jede Menge spannender Arbeiten und Ansätze zu entdecken, die sehr viel näher am medialen Alltag und dessen potentieller Mitgestaltung operieren.

blt2blt2-g01.gifErwartungsgemäss in besonders hoher Dichte dort, wo sich der Nachwuchs vorstellt - also in den Ausstellungen des diesjährigen Campus. Wobei die eine der beiden Campus-Ausstellungen - "The Royal Interface Culture Masquerade Ball" mit Projekten von Studierenden des an der Kunstuniversität Linz angesiedelten Studiengangs Interface Cultures - DIY sogar ziemlich prominent zum Claim erklärte. Indes die versammelten Arbeiten grossenteils DIY-Kulturen eher auf einer Meta-Ebene adressier(t)en.

Die zweite Campus-Schau wiederum wurde vom MIT Media Lab bestritten - was bei manchen vorweg vielleicht erst einmal High End in jeglicher Hinsicht assoziiert. Doch just hier reihten sich dann regelrecht die Perlen kreativer Bastelkultur.

Und auch in den übrigen Ausstellungen bzw. an den übrigen Ausstellungsorten der ars - der "Human Nature Exhibition" im Brucknerhaus, "Cyberarts 09" [sic] im Offenen Kulturhaus und sogar im glitzernden ars electronica center, wo es gleich mehrere Themenausstellungen sowie Highlights aus der ständigen Präsentation bzw. den sogenannten "Labs" zu sehen gab, liessen sich einige einschlägige Projekte entdecken.
Ganz zu schweigen von den vielen Speziallokationen und -präsentationen, darunter auch Wohnmobil und Zelt der Migrating Art Academies, die - wie dereinst Courbet vis-à-vis der Akademieausstellung - gegenüber dem AEC campierten.

blt2blt2-g.gif Tja. Was erstmal natürlich nur grob das Terrain beschreibt. Anschaulicher kann's dann wohl erst auf dem Wege einer genaueren Einsichtnahme in einzelne Projekte werden...

[Bildchen: Für einmal noch eine Fortsetzung einer Variation von DIY-Hybridnatur. Wie bereits beschrieben der Versuch einer Kreuzung des diesjährigen ars-Themas (das in den nächsten Einträgen, soviel kann man schon verraten, tendenziell zu kurz kommen wird) mit der von uns so hoch geschätzten Low Tech-Bastelei...]

Von miss.gunst am 08.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.09.09

wiederhole wiederhole (WRT)

wdhwdh-ksw.gifGenauer gesagt: Grund zur Freude, denn es gibt eine Wiederholung von "Wiederhole 1-8"!
Wie bitte? Doch doch - und auch die etwas kryptische Überschrift des Eintrags bringt den Sachverhalt tatsächlich auf den Punkt.

"Wiederhole 1-8" ist nämlich ein Hörspiel, das der von uns über alle Massen geschätze Paralektronoiker (und Paralektronoia-Forscher) Felix Kubin ursprünglich 2008 für den WDR entwickelt hat.

wdhwdh-g1.gifErstausgestrahlt wurde es seinerzeit am 01.12.2008 - ohne dass es an dieser Stelle eine entsprechende Lauschempfehlung gegeben hätte. Auch auf die ja sonst bei radiophoner Klangkunst so seltene Option, den Genuss in den Wochen darauf noch per Podcast ab- und nachzuholen, gabs damals keinen Hinweis. Seither winden wir uns in tiefer Scham. [Naja, angelegentlich jedenfalls.]

Morgen zu denkbar früher zu wie üblich für Radiokunst tendenziell nachtwachender- oder schlafender Stunde nun winkt endlich die Erlösung aus dem Gewissensgrab: Ab 0:05 wird nämlich bei Deutschlandradio Kultur eine Wiederholung der Sendung ausgestrahlt [Tatsache: an einem Montag - nicht in der Reihe Klangkunst, sondern im benachbarten Genreschächtelchen namens Freispiel].

Womit dann endlich auch noch ein Wort über den würdigen Gegenstand verloren werden kann, dem sich das Ganze widmet und welcher auch (noch vor! der üblichen Schwärmerei) der Grund dieses eindringlichen Hinweises ist: "Wiederhole 1-8" handelt von Gebrauchsanweisungen. Also von jenen gern allen möglichen käuflich zu erwerbenden Dingen beigebenen Zettelchen, die uns - so wir in der Lage sind, ihre sehr eigene Sprache zu verstehen - mitunter sehr absurde Handlungen diktieren wollen. Eine Lektüre, die bekanntlich besonders dann lohnt, wenn man nicht auf sie angewiesen ist...

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Und da wir hier im HOME MADE-Logbuch ja stets interessiert sind, wie's funktioniert, wird das Datum - auch wenn es ja eigentlich ein Webradio-Tipp ist - im Zettelkasten notiert.

Von miss.gunst am 06.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.09.09

DIY @ ars electronica ...?

bltblt-ksw.gifWie jedes Jahr im September lockt Linz zur ars electronica - und heuer vielleicht sogar noch etwas mehr, weil speziell zum Kulturhauptstadtjahr auch sonst vor Ort so noch so Einiges aufgeboten wird.
Da sollte sich doch auch für BastlerInnen etwas finden lassen!

Das aktuelle Motto "Human Nature" durch die DIY- bzw. Bastel-Brille zu betachten, dürfte zwar tendenziell in eher problematische Gefilde führen (wenn man sich nicht aufs Philosophieren beschränken will - und selbst dort ist die alte Frage nach dem Sich-Selbst-Machen ja schon komplex genug).

Andererseits haben Vorstellungen entsprechender Vorstösse seitens der KünstlerInnen auf der ars längst Tradition - geballt gab es sie beispielsweise auf der Ausgabe 1993 ("Genetische Kunst - Künstliches Leben"), zu der Peter Weibel seinerzeit den "Achten Tag der Schöpfung" ausgerufen hatte.

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Und zudem wäre die ars nicht die ars, wenn es nicht jenseits des Hauptthemas unzählige spannende Dinge zu entdecken gäbe. So eben auch zur DIY-Kultur und anderen im hauseigenen Einzugsgebiet liegenden Themenfeldern - mehr dazu dann in den nächsten Tagen ff., will ja alles erst einmal erkundet werden...

[Bildchen: Nicht unbedingt menschlicher Natur? Nunja. Ein veritables Plantimal bzw. eine genseitig menschelnde Pflanze stellt beispielsweise Genkanin-Vater Eduardo Kac auf der ars vor - und ist dafür auch mit der Goldenen Nica in der Kategorie Hybrid Art bedacht worden. Unsere Pflanzentierchen hier hingegen sind ganz schlicht der traditonellen Herbstbastelei entlehnt. Wobei letztere, im Licht der aktuellen ars betrachtet, vielleicht ja schon immer... aber solche Spekulationen stehen wohl trotzdem erstmal auf einem *ähm* anderen Blatt...]

Von miss.gunst am 04.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.09.09

ruf vom pixelstorm award 2009

pstw09-ksw.gifIndes wir nur ungern die kleine Reihe zur aktuellen Arbeitswoche für experimentalelektronische Bastelkultur unterbrechen, gilt es zwischendurch wieder einmal einen Ruf weiterzureichen.
Es ruft schliesslich nicht irgendeiner. Sondern wieder einmal der pixelstorm award.

Und wie in jedem Jahr wird man wieder in der heissen Phase - die diesmal am 090.09.09 beginnt und am 30.09.09. endet - eine digitale Produktion auf die hauseigene Plattform aufladen können, die anschliessend von einer internationalen Jury und vom Publikum bewertet wird.

pstw09-g.gifDas Thema des Jahres ist diesmal: Translation/Übersetzung.
Passend in jeglicher Hinsicht, denn es handelt sich heuer um den ersten transnationalen pixelstorm award - was wiederum einen kühlen Grund darin haben dürfte, dass Andres Wanner kürzlich nach Kanada gezogen ist.

pstw09-g2.gifNäheres dazu (nicht zum Umzug, sondern zum Thema) lässt sich ebenso wie die technischen und formalen Details dem Call 2009 entnehmen.

In diesem Sinne geht an die PixelstürmerInnen der Aufruf: Pumpt schon mal Eure Flügel, denn ab dem 09.09. heisst es dann: Go!

Von miss.gunst am 02.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)