« Basteln in Kassel II (flipdot @ interfiction) | Hauptseite | Insektenmusik im Ohrenhoch »
18.12.09
flipdot hackerspace
"Hackerspace" ist ein Begriff, der erst einmal ziemlich abgedriftet klingt - dabei meint er doch schlicht, was er sagt: Dass Menschen, die sich experimentiefreudig ans Zerlegen, Um- und Neubauen von Hard- und Software machen, auch Raum brauchen.
Schon klar: Das populäre Bild des Hackers bannt diesen einsam an Tastatur und Schirm. Und an diesem Bild ist natürlich auch etwas dran: Tüftelei kann schnell zu einer einsamen Angelegenheit werden. Schliesslich braucht es dafür Ruhe und Konzentration.
Aber eben auch Austausch: Von Ideen, Tipps und Tricks, von Werkzeugen und von Material. Darum gibt es Hackerspaces - und einer davon ist, gerade erst gegründet und daher noch im Entstehen begriffen: flipdot.

Die Kasseler Vereinigung, von der bereits im letzten Log.Buch-Eintrag die Rede war, geht zurück auf eine Initiative von Helmut Fligge (Elektrotechniker und Solaringenieur mit gleichzeitiger Neigung, hin und wieder auch mal Sinnlos Blinkende Objekte zu basteln), Reinhold Weber und Olaf Val (der als experimentier- und spielfreudiger Künstler und Bastler den LeserInnen dieses Log.Buchs längst kein Unbekannter mehr ist).
Im Vorfeld der Gründungsveranstaltung haben die flipdotter denn auch gleich einen einladenden Clip gedreht, in dem anschaulich erläutert wird, was denn eigentlich ein Hackerspace im Allgemeinen ist und wie gut sich ein ebensolcher in der lokalen Praxis machen kann.
Nun könnten notorische Nörgler natürlich nölen: Was geht uns eine lokale Hackerspace-Gründung in Kassel an? Kassel ist weit weg und interfiction schliesslich nicht alle Tage...
Tja, nur nicht neidisch werden. Aber darüber hinaus pflegen Initiativen, die sich unter den Vorzeichen des Austauschs und kollektiver Produktivität zusammenfinden, auch über den eigenen Radius hinaus tätig auszustrahlen.
Wie man aktuell bereits am und im flipdot-Blog sehen bzw. lesen kann, in dem über das lokale Geschehen hinaus regelmässig Interessantes gepostet wird.
Und zudem steht zu erwarten, dass sich mit der Zeit auch das flipdot-Wiki mit einschlägigen Inhalten füllen wird.
Damit die flipdotter zukünftig so richtig loslegen können, braucht es freilich noch das Allerwichtigste: Nämlich einen Raum, in dem sich der Kasseler Hackerspace dauerhafter einrichten kann.
Bei der hoffentlich alsbald von Erfolg gekrönten Suche wünschen wir natürlich Glück!
[Bildchen: Sind alle von flipdot - für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe geht ein Dankeschön an alle flipdotter. Merci!]
Von miss.gunst am 18.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
Kommentare
Kommentieren:
Thanks for signing in, . Now you can comment. (sign out)
(If you haven't left a comment here before, you may need to be approved by the site owner before your comment will appear. Until then, it won't appear on the entry. Thanks for waiting.)