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31.12.09

Zum Jahreswechsel...

gmfl10-ksw.gif... darf - indes übrigens auch wieder ein Netzlabel-Mix in Vorbereitung ist, das zu Dreikönig kredenzt werden wird - erst einmal unser aktuelles Haustierchen in die Runde winken...

... und allen, die wollen, einen guten Flug ins und durch das Neue Jahr wünschen!

Wie hoffentlich unschwer erkennbar, handelt es sich um eine kleine Flause. Die - wie selbstredend sämtliche ihrer Artgenossen, von denen sicher einige bei den treuen LeserInnen dieses Log.Buchs hausen - auch in 2010 fleissig gefüttert werden will!

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Von miss.gunst am 31.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

29.12.09

Schöner Sternchen Stechen (PRICKBOT)

rspb-ksw.gifSelber mit Nagel und Nadel Sternchen in den Himmel zu stechen ist schön - noch schöner ist es allerdings, wenn man Sterne stechen lässt. Von wem? Nun, da hätten wir doch glatt einen guten Vorschlag, der ausserdem die Herzen der Fans und FreundInnen kleiner Kunstmaschinchen höher schlagen lassen dürfte.

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Auf ein entsprechend entstandenes oder besser gesagt: gerade entstehendes nächtliches Firmament konnte stossen, wer im Mai diesen Jahres das Vergnügen hatte, die Ausstellung des zweiten "Art of the Overhead"-Festivals in Malmö zu besuchen.
[Mehr zum Festival im hauseigenen Archiv - und hätte es damals mehr Zeit gehabt, den gesamten Kulturbeutel auszupacken, dann wäre dieser Log.Buch-Eintrag auch schon ein paar Monate früher erschienen...]

rspb-g02.gifIn einer ansonsten finsteren Nische der weitläufigen Kellergemächer des alten Hafengebäudes glimmte dort mählich ein heller Stern nach dem anderen auf. Wirklich sehr, sehr schön schaute das aus. Das Einzige, was die aufwallende Rührung für einen Moment im Zaum zu halten half, war nachgerade genialisch schlichte Konstruktion, die diesen Sternenhimmel hevorzuzauberte:

rspb-g03.gifÜber der Lichtplatte eines Overhead-Projektors ist in einem Rahmen ein Stück Alufolie gespannt. Und in die werden von einem kleinen, fleissigen Roboter, der in langsamen, erratischen Bahnen auf der Lichtplatte seine Kreise zieht, von unten Löcher in der Folie gepiekt.

PRICKBOT - so heisst der kleine Sternenhimmelstecher nämlich bzw. die gesamte Installation - ist ein Werk des Kölner Künstlers und Miniaturroboterzüchters Ralf Schreiber (s.a. die mittlerweile ziemlich zahlreichen Einträge im hauseigenen Archiv).

rspb-g04.gifTatsächlich ist er ein Verwandter der nicht minder wunderbaren Overhead-Bots und gehört so gesehen auch der Grossfamilie von Schreibers Living Particles an: Wie diese nährt er sich von Licht - nur dass er eben anstatt zu zwitschern und zu summen hin und wieder vor, zurück und seitwärts ruckelt und anschliessend seine kleine Nadel hebt.

Wie zu venehmen ist, soll der PRICKBOT demnächst sogar Geschwister bekommen, die mit unterschiedlich grossen Nadeln dann noch schönere Sternenhimmel stechen können.
Anzuhimmeln aller Wahrscheinlichkeit im Rahmen des von Beyond Expression organisierten Trans/Natural-Festivals ab 27.02.2010 in Amsterdam.

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[Bildchen: Die Fotos der tief ins romantische Herz piekenden gestirnten Nacht und des kleinen Sternenstechers hat Ralf Schreiber selbst auf dem "Art of the Overhead"-Festival gemacht. Wir danken herzlichst für die Bilder und die Erlaubnis zur Reproduktion - und winken bei dieser Gelegenheit nicht nur nach Köln, sondern auch noch mal ganz herzlich nach Malmö. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 29.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

27.12.09

DIY Sternenhimmel

smsh-ksw.gifSternenzeit ist natürlich das ganze Jahr, nicht nur rund um Weihnachten und - weil weiland ja nach den Sternen gewandert wurde - in dessen weiteren Umfeld bis Dreikönig.
Und überhaupt gibt es den schönsten Sternenhimmel natürlich draussen vor der Tür.

Allerdings bekommen Menschen, die in grösseren Städten und deren Umfeld wohnen, mittlerweile nurmehr die leuchtstärksten Himmelskörper zu sehen sowie jenen, welcher dankenswerter Weise von einer engagierten Kollegin recht intensiv beleuchtet wird.

Das wiederum bringt sternenliebende ZeitgenossInnen in die Bredouille. Den Mond Anheulen geht ok - aber Sterne besingen? Klarer Fall, da muss ein eigener Sternenhimmel her. Kaufen wäre allerdings ausgesprochen schnöde, wenn es um so etwas poetisches geht. Viel schöner ist ein selbst gebastelter Sternenhimmel. Und das geht - wie der eine oder die andere vielleicht noch aus der Kindergartenbastelstunde* erinnern wird - so:

Man nehme eine einseitig schwarz beschichtete Pappe (wie guten Fotokarton) oder bemale eine weisse Pappe einseitig mit schwarzer Deckkfarbe oder beklebe sie entsprechend...

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... zücke sodann einen handelsüblichen Nagel wie diesen (Achtung, wirkt stark vergrössert - zu dick darf er nicht sein und überhaupt legt man sich am besten gleich mehrere Nägel unterschiedlicher Stärke oder Nagel und Nadel zurecht) ...
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... gehe sodann mit zarten Stichen bzw. Bohrbewegungen zu Werk ...
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... und schon beginnt, Gestirn um Gestirn ...
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... ein zünftiger Sternenhimmel zu erstrahlen (siehe unten).

Menschen mit Neigung zur wissenschaftlichen Genauigkeit werden sich eine Sternenkarte zum Vorbild nehmen wollen. Und ProfibastlerInnen vielleicht gleich Blech bohren und das Ganze von hinten beleuchten. Die einfache Variante macht aber eben auch schon Freude, zudem lässt sie sich als Grusskärtlein verschicken, wenn man die Pappe zuvor auf ein geeignetes Mass geschnitten hat. Es muss ja nicht immer per aspera ad astra gehen, oder?

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*[A propos Kindergartenbastelei. Natürlich ist dies der Ort, an dem man nicht wenige wertvolle Techniken lernt, die sich später, direkt oder leicht transformiert, höchst nützlich neuerlich zur Anwendung bringen lassen. Und im Schulbasteln gab's auch noch die avancierte Variation des Lämpchens aus mit Milchdosenlocher gebohrter Konservendose und Teelicht drin (Achtung nicht erst beim Platzieren des Teelichts ob des spitzigen Innenlebens und der scharfen Ränder: Vor allem muss man die Ravioli vorher ihrer Bestimmung zuführen und das Etikett im Wasserbad entfernen, sonst schaut's nicht ganz so traulich aus).Und dann gibt's noch weitere schöne Variationen - von denen wir mindestens einer unbedingt noch einen eigenen Eintrag widmen wollen.
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Gleichwohl müssen wir beim Sternenhimmelbasteln immer auch an das allerallerschönste Kinderbuch denken, das (und wir hatten wirklich viele) uns zu Zeiten des Aufwuchses je unter die Nase gekommen ist: Opa Huckes Mitmachkabinett von Friedrich K. Waechter - einem der grossartigsten Zeichner und Karikaturisten und eben Kinderbuchmacher, den die Welt je gesehen hat. Darin gibt es nämlich auch eine Seite, die zum Sternenhimmelbasteln einlädt. Genau genommen besteht das gesamte Buch aus wunderbaren, einfallsreich umgesetzten Einladungen, sich die Welt durch Selbermachen anzueignen. Anlässlich dieses Log.Buch-Eintrags haben wir mal nachgesehen und bestürzt feststellen müssen: Der Verlag scheint es gar nicht mehr im Programm zu haben, es ist allenfalls gebraucht zu erstehen (was aus nahe liegenden Gründen gewisse Einschränkungen für den/die ZweitbesitzerIn mit sich bringen kann - wenn es sich nicht um einen unberührten Archivalienfund handelt). Lieber Beltz-Kinderbuchverlag: Das darf eigentlich nicht sein! Habe Gnade mit der Menschheit! Kinderbücher sind prägsam, ergo eine Zukunftsinvestion - und dieses für die Hand-, Hirn- und Herzensbildung gleichermassen förderlich! Kurzum: Das wäre mal ein Beitrag zur Bildungsoffensive, der wirklich Früchte trägt!]

Von miss.gunst am 27.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.12.09

Weihnachtsbasteln

wnbs-ksw.gifWeihnachtszeit ist bekanntlich Bastelzeit - und wer behauptet, dass ausgerechnet über die Feiertage das Werkzeug beiseite gelegt werden müsste?

Ganz im Gegenteil! Denn wann sonst (ausser vielleicht nächtens) sind BastlerInnen schon so viele unbehelligte Mussestunden beschieden, an denen sich ihr Tun derart zünftig und zudem von festlicher Stimmung umflort in den häuslichen All- bzw. eben Feiertag fügt? Gibt es ein schöneres Geschenk?

Wir freuen uns jedenfalls auf eine gemütliche Bastelzeit und wünschen allen Gleichgesinnten eine ebensolche...

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[Bildchen: Liesse sich mit einigem Wohlgefallen vielleicht auch als Weihnachtskärtlein betrachten. Und ist zugleich die Auflösung des kleinen Weihnachtsrätsels, das wir letztes Jahr um diese Zeit aus gegebenem Anlass aus- bzw. der geneigten LeserInnenschaft aufgegeben haben.]

Von miss.gunst am 24.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.12.09

VIDEOEX ruft

vxc10-ksw.gifWer nicht vollauf damit beschäftigt ist, den Weihnachtsbaum zu schmücken oder letzte Wichteleien vorzubereiten, wird vielleicht bereits Pläne fürs nächste Jahr machen. Da kommt der Aufruf des Zürcher VIDEOEX-Festivals gerade recht!

vxc10-g.gifVom 22. bis 30. Mai 2010 wird im Walcheturm wieder die Crème de la Crème experimenteller Film- und Videokunst zur Aufführung kommen.

Letzterer gilt dem entsprechend auch der Aufruf, dem noch bis zum 30. Januar 2010 gefolgt werden kann: Das VIDEOEX lädt zur Einreichung einschlägiger Werke.

Details sind dem Call nebst Regularium (pdf) zu entnehmen, den man ebenso wie das Einreichungsformular (pdf) von den Heimseiten des Festivals herunterladen kann.

Von miss.gunst am 22.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.12.09

Insektenmusik im Ohrenhoch

ohism-ksw.gifDraussen vor der Tür machen sich die Insekten angesichts der winterlichen Temperaturen rar. Aber glücklicherweise ist für FreundInnen der Sechsbeiner dennoch gesorgt - besonders dann, wenn sie wie wir Insektenmusik mögen.

Im Berliner Geräuschladen Ohrenhoch - den wir diesen Sommer kennen- und umgehend lieben gelernt sowie selbstredend dann auch gleich im Log.Buch eingetragen haben (am 02.08.09) ist am heutigen Sonntag (20.12.09) sowie noch einmal in der kommenden Woche (27.12.09) die japanische Komponistin Hiromi Ishii mit zwei Stücken zu Gast.

ohism-g.gifZu dem einen der beiden - "Summer Grasses" - schreibt Ishii:

"Die Ausgangsmaterialien sind Geräusche von Insekten und Metallgeräusche. Hiroshige Ando's Druck 'Ein Bild des Lauschens von Insekten', ein kurzes Haiku von Basho Matsuo und ein Sinn für japanische Schwerter, die als Kunsthandwerk produziert wurden, inspirierten mich, eine Phantasie von Insekten und dem Metall zu kreieren."

Das klingt spannend - und das Stück selbst sicher auch.

Zum zweiten Stück - "Ryum" - wiederum, das andere Quellen hat, gibt es auf den Heimseiten der Künstlerin ein kleines Video anzusehen. Der Musik dazu kann man aber natürlich auch mit geschlossenen Augen lauschen. Die im Kopf nämlich auch ganz eigene Bilder generieren kann - was wiederum erst recht für die Klänge insektotechnioder Kreuzungen gilt. In diesem Sinne: Auf zur Lauschimagination im Ohrenhoch...

[Bildchen: Oh, wie gern hätten wir jetzt mal eben ein schönes Origami-Insekt aus Metallfolie gefaltet. Allein, dafür war keine Zeit, weshalb da leider nur eine kleiner dicker Alukäfer hockt. *schäm*]

Von miss.gunst am 20.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.12.09

flipdot hackerspace

fdks-ksw.gif"Hackerspace" ist ein Begriff, der erst einmal ziemlich abgedriftet klingt - dabei meint er doch schlicht, was er sagt: Dass Menschen, die sich experimentiefreudig ans Zerlegen, Um- und Neubauen von Hard- und Software machen, auch Raum brauchen.

Schon klar: Das populäre Bild des Hackers bannt diesen einsam an Tastatur und Schirm. Und an diesem Bild ist natürlich auch etwas dran: Tüftelei kann schnell zu einer einsamen Angelegenheit werden. Schliesslich braucht es dafür Ruhe und Konzentration.

Aber eben auch Austausch: Von Ideen, Tipps und Tricks, von Werkzeugen und von Material. Darum gibt es Hackerspaces - und einer davon ist, gerade erst gegründet und daher noch im Entstehen begriffen: flipdot.

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Die Kasseler Vereinigung, von der bereits im letzten Log.Buch-Eintrag die Rede war, geht zurück auf eine Initiative von Helmut Fligge (Elektrotechniker und Solaringenieur mit gleichzeitiger Neigung, hin und wieder auch mal Sinnlos Blinkende Objekte zu basteln), Reinhold Weber und Olaf Val (der als experimentier- und spielfreudiger Künstler und Bastler den LeserInnen dieses Log.Buchs längst kein Unbekannter mehr ist).

Im Vorfeld der Gründungsveranstaltung haben die flipdotter denn auch gleich einen einladenden Clip gedreht, in dem anschaulich erläutert wird, was denn eigentlich ein Hackerspace im Allgemeinen ist und wie gut sich ein ebensolcher in der lokalen Praxis machen kann.

Nun könnten notorische Nörgler natürlich nölen: Was geht uns eine lokale Hackerspace-Gründung in Kassel an? Kassel ist weit weg und interfiction schliesslich nicht alle Tage...

fdks-g01.gifTja, nur nicht neidisch werden. Aber darüber hinaus pflegen Initiativen, die sich unter den Vorzeichen des Austauschs und kollektiver Produktivität zusammenfinden, auch über den eigenen Radius hinaus tätig auszustrahlen.

Wie man aktuell bereits am und im flipdot-Blog sehen bzw. lesen kann, in dem über das lokale Geschehen hinaus regelmässig Interessantes gepostet wird.

Und zudem steht zu erwarten, dass sich mit der Zeit auch das flipdot-Wiki mit einschlägigen Inhalten füllen wird.

Damit die flipdotter zukünftig so richtig loslegen können, braucht es freilich noch das Allerwichtigste: Nämlich einen Raum, in dem sich der Kasseler Hackerspace dauerhafter einrichten kann.
Bei der hoffentlich alsbald von Erfolg gekrönten Suche wünschen wir natürlich Glück!

[Bildchen: Sind alle von flipdot - für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe geht ein Dankeschön an alle flipdotter. Merci!]

Von miss.gunst am 18.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.12.09

Basteln in Kassel II (flipdot @ interfiction)

if09fd-ksw.gifWeil interfiction dieses Jahr nicht nur theoretisch unter Beweis stellen wollte, dass Spielen eine konstruktive Seite hat (oder haben kann), wurde der Praxis entsprechend viel Platz eingeräumt.
Kongeniale Verstärkung bekam die Abordnung der Schweizer Mechatroniker dabei von Gleichgesinnten vor Ort.

Würdig und entsprechend aktiv vertreten von flipdot - wobei es sich auch ingesamt um eine ebenso sympathisch wie spannende Initiative handelt, die aus gutem Grund noch mit einem eigenen Eintrag im Log.Buch vorgestellt werden soll.

Als kleinen Vorgeschmack gibt's an dieser Stelle erst einmal in Form eines Stand-Bildchens einen Anker zu dem kleinen Clip*, mit dem die flipdotter den Schwung ihres interfiction-Workshops wohl am allerbesten rüberbringen... Enjoy!

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* Featuring a.o. Helmut Fligge und Olaf Val von flipdot, David Schwertgen, Paul Wiersbinski und andere bastelfreudige interfiction-TeilnehmerInnen im Vorder- und Hintergrund. Plus, unübersehbar: Arduino.
Grand Merci an flipdot und: dazu dieser Tage noch mehr...

Von miss.gunst am 16.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.12.09

Basteln in Kassel I (interfiction makeaway)

if09ma-ksw.gifNatürlich wurde und wird nicht nur in Zürich gebastelt. Weil die Schweizer Mechatroniker eine ziemlich muntere Truppe sind, missionieren sie auch an anderen geeigneten Orten - nach dem HOME MADE-Labor im Tessin und dem Basler Shitfestival wurde in diesem Jahr beispielsweise auch interfiction in Kassel beehrt.

Hier sorgte eine illustre Abordnung, bestehend aus Iris Rennert (mehr im hauseigenen Archiv), Dionys Dammann...

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... und Effi Tanner ...
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... mit dem diy makeaway dafür, dass Tag ...
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... und Nacht gebastelt wurde ...
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Woran? Nun, dazu zeigen wir jetzt erst einmal ein (1) Bildchen
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Das Werkstück selbst sowie auch jenes, an welchem oben gelötet wird, sollen bei Gelegenheit ja noch einmal einen eigenen Eintrag bekommen...


Von miss.gunst am 14.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.12.09

diy* night zürich

diynn-ksw.gifZeit für's Zürcher diy* festival - das in diesem Jahr in hochkonzentrierter Dosis verabreicht wird. Nämlich als diy* night.

Wobei einerseits ganz sicher auch wieder die Nacht zum Tage gemacht werden wird, denn das Programm ab 22:00 Uhr mit mehreren DJs (darunter Carl von micromusic, Live Klangerzeugung und Echtzeitschaltung nach Taipeh, wo derzeit Marc Dusseiller mit der hackteria weilt, düfte kaum bis Mitternacht beendet sein.

diynn-g.gifVorweg wird aber auch schon der (Nachmit)Tag Teil der diy* night sein. Schliesslich wäre ein diy* festival kein diy* festival, ohne weidlich in Workshops gebastelt zu haben. Die stehen diesmal ganz im Zeichen der Musikproduktion, von einer vergleichenden Einführung in Musikproduktionsprogramme über Ring Mods & Reverbs, Pure Data mit Arduino bis zum selbstgelöteten SMD Theremin. Ab 15:00 Uhr.

Also dann, bis dann: In der Roten Fabrik, wo seit einiger Zeit ja auch das dock18 zuhause ist, zu dem es kam von ungefähr schon so einige Einträge im Archiv dieses Log.Buchs hat...

PS: A propos dock18 - in Echtzeit mitgucken und -lauschen kann man von auswärts übrigens mittels des grossartigen dock18-TV!

[Bildchen: Eine diy-Nacht natürlich. Wie man die selbst macht, dazu demnächst mehr...]

Von miss.gunst am 12.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

10.12.09

Basteln im 21. Jahrhundert (WRT)

hckrr_ksw.gifKlingt fast genauso wie Basteln 2.0? Ganz richtig - es geht ein weiteres Mal um die Potentiale kreativer Bastelkunst und einen aktuellen Blick auf die Entwicklungen in der Szene.
Diesmal in Form eines Webradio-Tipps...

Vor einigen Wochen waren nämlich Frank Rieger und Philip Steffan im Chaosradio Express - dem zentralen Sendeorgan des Chaos Computer Club Berlin - zu Gast, um sich mit Tim Pritlove über eben dieses Thema zu unterhalten.

hckrr_g.gifBeide kennen sich in der Szene bestens aus - und Philipp Steffan betreibt mit "Robot Porn" auch ein Blog, welches entsprechenden Lieb- und Leidenschaften gewidmet ist. Und das deshalb an dieser Stelle nebenbei ebenfalls der geneigten Lektüre anempfohlen werden kann.

In besagter a href="http://chaosradio.ccc.de/cre138.html" target="_blank">Radiosendung wiederum dreht es sich um die kulturelle Produktivität, die sich der Liebe zum Technik-Basteln und dem Erfindungsreichtum einer kreativen Amateurkultur verdankt. Nicht zuletzt, indem sie in mehrfacher Hinsicht Alternativen zum stumpfen Konsum industriell gefertigter Markenprodukte schafft.

In diesem Zuge werden natürlich auch Neuigkeiten aus der "Nerdgerätebranche" vorgestellt [beiseit: toller Begriff, den wir gleich mal dankbar in unseren Wortschatz integrieren]. Wobei Nerdtum hier nicht als Exklusivvergnügen für Sonderbegabte verstanden, sondern die sympathische Aufassung vertreten wird, dass man auch Spezialwissen verständlich machen und teilen kann. Und zwar auch ganz praktisch - bis hin zur Linkliste mit Ankern zu Erklärungen von in der Sendung fallenden Sach- und Sachbegriffen und weiterführenden Quellen.

Letztere finden sich in einer kleinen Liste am Ende des Eintrags zur Sendung, den knapp zweistündigen Podcast "Basteln im 21. Jahrhundert" ebendort direkt zum online-Hören und bei Bedarf auch zum Herunterladen auf den heimischen Rechner oder ein mobiles Audiogerät.

[Bildchen: Will weniger den Gegenstand der Sendung als das Format an sich illustrieren. Denkbar frei dahinassoziiert. Das Gehackte haben wir in den Wikimedia Commons geborgt, lizensiert ist es unter cc-by-nc-sa, und unser Dank dafür gilt Rainer Zenz. Merci!]

Von miss.gunst am 10.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.12.09

make art 2009

mka-ksw.gifFLOSS steht für Free/Libre/Open Source Software. Was an sich natürlich schon eine feine Sache ist. Aber noch nicht viel über konkrete Anwendungen sagt. Neigungsgemäss fragen wir doch gleich mal neugierig: Geht da was mit Kunst?

mka-g01.gifKurze Antwort: Mais oui! Auch wenn die gerade im Feld der Künste so erbittert geführten Autorschafts- und Urheberrechtsdebatten erst mal eher Probleme wittern lassen: Da geht eine ganze Menge - und nicht erst seit gestern.

Eine gute Gelegenheit, sich auf den Stand zu bringen und mit Gleichgesinnten auszutauschen, bietet ab dem heutigen Dienstag im französischen Poitiers die aktuelle Ausgabe des "make art"-Festivals, also "make art 2009" - ein weiteres Mal organisiert von den rührigen Menschen von goto10 (mehr s.a. im hauseigenen Archiv).

Auf dem Programm stehen zahlreiche Präsentationen von KünstlerInnen und Kollektivprojekten, ein Workshop zu OS-Architektur sowie Konzerte - darunter auch als Mini-Festival im Festival eine Placard-Nacht am Donnerstag (10.12.09; mehr zu diesem speziellen Format, also den Placards bzw. Konzerten und Klangkunst für Kopfhörer, findet sich ebenfalls im hauseigenen Archiv abgelegt).

Nach der Vernissage am Donnerstag Abend leider nur für drei Tage geöffnet hat die Ausstellung des Festivals, die - was für manche, die sich derzeit an den eingangs erwähnten Debatten um Urhebberrechte vielleicht so etwas wie die Quadratur des Kreises darstellen mag - veritable Werke der Kunst präsentiert, die mit (Free/Libre/)Open Source Software entstanden sind. Die von Lafkon aka Christoph Haag und Benjamin Stephan entworfenen, schicken Poster des Festivals - von denen eines diesen Eintrag ziert - gehören übrigens dazu, sind auf der Basis von Codes der Processing-Gemeinde entstanden und mit GPL linzensiert.

Von miss.gunst am 08.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.12.09

Basteln 2.0

b20-ksw.gifMit der Versionsnummer "2.0" werden bekanntlich vorzugsweise die Errungenschaften des "Social Web", die ihnen zu Grunde liegende Software sowie die mit dieser realisierten Plattformen und Anwendungen assoziiert. Aber was haben wir uns wohl unter Basteln 2.0 vorzustellen?

Die eine oder andere Antwort auf diese Frage wird's heute Abend im Frankfurter Museum für Kommunikation geben, das wieder einmal zur KOMMbar lädt. Eben jener kleinen Reihe, bei der in der vorvergangenen Woche Gerrit Herlyn und die Kassettentanke zum Thema Mixtapes zu Gast gewesen sind (s. d. Eintrag vom 19.11.09).

b20-g.gifNun kann schon mal verraten werden, dass diesmal Ralf Schreiber (s. mehr im hauseigenen Archiv) mit seinen Living Particles, seinen Solar Sound Modules und den Overhead Bots mit von der Partie sein wird.

Woraus messerscharf geschlossen werden darf, dass "Basteln 2.0" nicht unbedingt mit Basteln am "Web 2.0" verwechselt werden sollte. Vielmehr wird es um Bastel-Netzwerke und um die Frage gehen, wie KünstlerInnen und andere Menschen mit Neigung zur analogen und digitalen Bastelei vom Austausch in solchen Netzwerken profitieren.

Zur Einführung wird daher die Autorin dieser Zeilen einen kleinen Vortrag mt Lichtbildern halten, in dem das Feld als solches sowie ausgewählte Plattformen und Projekte zur Vorstellung gelangen. Und ausserdem einen kleinen Koffer auspacken, in dem neben einem guten Buch zum Thema HOME MADE ELECTRONIC ARTS auch ein paar kleine feine Bastelprojekte und Objekte nur darauf warten, von Enthusiasten nachgebaut zu werden.

Keine Zeit heute Abend und/oder Frankfurt zu fern? Schade, aber: Na gut, dann überlegen wir doch mal, ob sich das eine oder andere Highlight früher oder später auch im Log.Buch vorstellen lässt.

[Bildchen: Geheimnisvolle 2.0-Bastelkiste. Wird heute Abend ausgebpackt...]

Von miss.gunst am 03.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)