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30.03.10

Klangspaziergang durch Kalifornien

kklsp-ksw.gifEigentlich hatten wir anlässlich des elektrosmog festivals nach all den Reisen durchs All zur Abwechslung wieder mal festen Boden unter die Füsse bekommen wollen. Darum steht nach den Soundtransit-Flugreisen nun eine Landung an. Und warum nicht im schönen Kalifornien?

Dort lädt nämlich das Projekt "Listening to Nature" zu Klangspaziergängen durch die verschiedenen Regionen des Landes ein.

Zum Einstieg bekommt man eine Karte vorgelegt, über die man die Region für den jeweiligen Spaziergang auswählen kann. Dort angekommen, werden die geographischen und landschaftlichen Konstellationen geschildert und eben einige Bewohner vorgestellt, deren Stimmen in ihrer natürlichen Umgebung sich nun lauschen lässt.

So spreizen sich an der kalifornischen Küste eben nicht (wie man das bei der Imagination der entsprechenden Region vielleicht erst mal vor Augen hat) nur braungebrannte Starlets und SurferInnen, sondern auch Seeelefanten bzw. -löwen. Und dass die Wüste natürlich nicht nur - wie bei Walt Disney legendär ins Bild gesetzt - visuell lebt, sondern auch akustisch, stellen unter anderem Exemplare der Gattung Bufo punctatus unter Beweis.

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Initiiert und erstellt wurde Listening to Nature von Paul Matzner, dem Kurator der California Library of Natural Sounds, die ihrerseits am Oakland Museum of California angesiedelt ist. Übrigens kein Haus wie das Smithsonian, das ausschliesslich der Naturkunde gewidmet wäre, sondern so etwas wie ein Landesmuseum mit vielfältiger Sammlung, das 1969 als "Museum for the People" gegründet wurde.

Von miss.gunst am 30.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.03.10

Klangflugreisen (SoundTransit)

strst-ksw.gifEine weitere Variation der akustischen Zimmmerreise, die zugleich mit einer Klangkartierung arbeitet. Und in diesem Fall kann man sogar Flugreisen buchen!

SoundTransit - das klingt natürlich erst einmal so, als würden sich die Klänge selbst auf die Reise machen. Was sie, so gesehen, sogar ebenfalls tun.

Erst einmal handelt es sich bei diesem Projekt - hinter dem die KünstlerInnen Derek Holzer (mehr im hauseigenen Archiv), Sarah Kolster und Mark Boon stehen - eben tatsächlich um eine gelungene Kombination von Klangkartierung und Zimmerreisebüro.
Der Kern des Ganzen ist eine offene Plattform für Field Recordings, auf die unter creative commons lizensierte Sounddateien geladen, mit einer Kurzbeschreibung versehen und natürlich auf der Landkarte verortet werden.

Reisewilligen stehen verschiedene Wege offen: Man kann die eingespeisten Klänge durchaus auch einzeln aufsuchen, wenn man die entsprechenden, aphabetisch nach Orten oder nach KünstlerInnen sortierten Register wählt.

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Seinen eigentlichen Charme entfaltet SoundTransit jedoch dann, wenn man das Angebot nutzt, sich selbst eine Klangflugreise zusammenzustellen. Umso abwechslungsreicher verspricht diese zu werden, je mehr Transit-Passagen bzw. Zwischenstopps eingelegt werden.

Zusätzliche Boni wie Flugmeilenpunkte gibt es zwar nicht - schliesslich sind schon die Flüge selbst und die damit verbundenen Klanglandschaftserkundungen umsonst zu haben.
Aber wohlmöglich sind gerade Vielflieger schon bald besonders motiviert, das eine oder andere Flugziel mit eigenen Klangdaten zu bereichern oder sogar einen neuen Ort auf die Karte zu setzen.

[Bildchen: Die Öhrchen züchten wir ja inzwischen selbst - aber für den Flieger mussten wir doch auf die Ingenieurskunst anderer vertrauen. Gebaut hat ihn Yann0051 und dann in die commons gespendet. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 28.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.03.10

Klangkunst auf die Karte (WRT)

elnwkk-ksw.gifAuch eine Methode, neue Klänge auf die Landkarte zu setzen: Einen Aufruf an den Klangkunst-Nachwuchs richten und dann ausgewählte Stücke im Radio präsentieren.

Genau das macht die Klangkunst-Reihe von dradio kultur alle Vierteljahr - und so auch heute (26.03.10) Nacht um 0:05 Uhr, in ihrer so genannten "Newcomer Werkstatt".
Woraus wir doch gleich mal einen Webradio-Tipp machen.

Wo dann Fähnlein gesetzt werden, können natürlich die HörerInnen hernach selbst entscheiden...

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[Bildchen: So stellt man sich das - nicht von ungefähr - mit der Wertschätzung des experimentelle Klänge produzierendes Nachwuchses durch Sendeanstaltsleiter vor. Was aber eben glücklicherweise bei Deutschlandradio Kultur ganz anders ist...]

Von miss.gunst am 26.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.03.10

Klangkarten (radio aporee ::: maps)

raprmps-ksw.gifEben da wir gerade bei den lokalen KlangLandschaften waren: Es gibt gute Gründe, den Seitenverweis auf ähnliche Projekte zu konkretisieren.

radio aporee ::: maps von Udo Noll ist ein ebensolches Projekt - und zwar eines, das die selbst gestellte Aufgabe, Klänge auf der Landkarte zu verorten, vielleicht doch noch sehr viel interessanter angeht als die im letzten Eintrag vorgstellten Local SoundScapes.

Auf den ersten Blick mag das Ganze durchaus ähnlich ausschauen: Wieder ist es eine eingebundene GoogleMap, welche die Verortung visualisiert. Auch hier sind die Verortungen der Klänge rot markiert und geben auf Mausklick hin die mit den lokalen Daten verknüpften spezifischen Informationen und die Klänge frei.

Zwar verzichtet radio aporee ::: maps auf zusätzliche visuelle Informationen - aber das kann man nicht nur als konsequente (und konsequentere) Umsetzung eines Konzepts verstehen, das schliesslich auf Klang fokussieren will. Damit gewinnt der Zimmerreisende etwas hinzu: Nämlich Freiraum für die Imaginationen, die beim Aufruf der Klänge entstehen.

Zudem überzeugt radio aporee ::: maps auch in vielen weiteren Details - und das betrifft nicht nur Kleinigkeiten der Gestaltung, wie die pulsenden Klangpunkte, die doch etwas schöner sind als die GoogleMaps-Flaggen, die Bissas verwendet.

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So gibt es nämlich auch ein Menü, mit dem man sich die bei radio aporee ::: maps ungleich zahlreicheren und geographisch in den verschiedensten Weltgegenden angesiedelten Klangorte bzw. Ortsklänge erschliessen kann. Ein besonderes Goodie stellen zudem die "Soundwalks" da, mit denen ein ganzer Spaziergang - der zuvor im realen (Stadt-)Raum unternommen wurde - nachvollzogen werden kann. Wobei es überlegenswert scheint, dass sich dieser im Prinzip natürlich auch tatsächlich wiederholen liesse, um die Aufnahmen dann mit dem aktuellen Klangerlebnis zu vergeichen.

Und als wenn das alles nicht schon spannend genug wäre: Anders als die bis dato eher hermetisch abgeschlossenen "Local SoundScapes" handelt es sich bei radio aporee ::: maps um ein offenes Projekt, zu dem jeder eigene Klänge bzw. Klangverortungen beisteuern kann. Eben dies befördert auch ein stetiges Wachstum der Klanglandkarte.

Darum im Grunde nicht nur, wie eingangs noch höflich herumgezaudert (wertende Vergleiche zwischen künstlerischen Projekten sind ja immer so eine Sache, weil sie von unterschiedlichen Konzepten und Zielsetzungen ausgehen - und man oft mit den einen eher als mit den anderen sympathisiert, was aber noch nichts über Qualitäten sagt): Mindestens wir meinen, radio aporee ::: maps ist definitiv das interessantere Projekt.

[Bildchen: Ja, das sind schon wieder Nachkommen des Ohrs, das David Benbennick dankenswerter Weise unter cc-by-sa-Lizenz in die Wikimedia Commons gespendet hat. Wird vielleicht doch Zeit, das wir uns mal selber welche wachsen lassen...]

Von miss.gunst am 24.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.03.10

Lokale KlangLandschaften

cssls-ksw.gifReisen, ohne das Zimmer zu verlassen: Das ist natürlich keine genuine Idee des electrosmog festivals, sondern hat eine denkbar lange kulturgechichtliche Tradition*. Aber das kollektive Bekenntnis zur nachhaltigen Immobilität gab uns natürlich eine gute Möglichkeit, mal zu schauen, was die beteiligten KünstlerInnen den Daheimgebliebenen anzubieten hatten.

Zu den im Programm unter "on-line projects and environments" gelisteten Projekten gehört auch "LocalSoundScapes". Wie der Name schon erahnen lässt, geht es dabei um eine Verortung von Klängen im Raum. Und zwar im geografischen Raum, um genau zu sein - sozusagen im gegenläufigen Impuls zu dem der Entortung, der kürzlich bei Anthony Moores beweglichen Raumklängen Thema war.

Tatsächlich kann man den Titel auch mit Blick auf das Konzept und Umsetzung wörtlich nehmen. Auf der Heimseite des Projekts wird man von einer eingebundenen Google Map begrüsst, die direkt nach Schottland führt, wo Costas Bissas während eines Atelierstipendium des distance lab mit seinem Gemeinschaftsprojekt "neuromantic" (ein Projekt zu Slow Tech - so nennen wir das einfach mal - auf dem Lande, das er zusammen mit Tomoko Hayashi realisiert) mit der Anlage der KlangLandSchaft begonnen hat.

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Jede der kleinen roten GoogleMaps-Flaggen führt zu einem Ort, an dem Bissas die lokalen Klänge - vorzugsweise des Arbeitslebens - aufgenommen hat; auf Mausklick hin öffnet sich ein Fenster mit Fotos, Texten und eben einer Sounddatei.

An sich ganz schön in seiner Konzentration - indes das Projekt zugleich 'in a nutshell' etwas präsentiert, das mit der Informations- und Medienkonvergenz elektronischer Netzwerke mitunter auch sowieso zu haben ist: Wenn wir surfen und dabei (beispielsweise im Zuge von Reisevorbereitungen) zu einem Ort recherchieren, nach der Infrastruktur schauen, vielleicht eine Webcam aufrufen...

Nun ist LocalSoundScapes nicht das erste Projekt seiner Art - und anders als andere setzt es nicht auf Zusammenarbeit und Vernetzung beim Ausbau der KlangLand(Schafts)-Karte. Schade eigentlich, oder?

* Beiseit: Wer sich für selbige interessiert und gelegentlich auch einmal selbst lesend auf Reisen gehen möchte, dem kann dieses schöne Buch von Bernd Stiegler zur Zimmerreise, hier bei reiseliteratur-info.de kurz vorgestellt, wärmstens empfohlen werden...
[Bildchen: Markierte KlangLandKarte. Das Öhrchen bzw. sein unmittelbares Vor-Bild lieh uns David Benbennick, der Letzteres aufgenommen und dankenswerter Weise unter cc-by-sa-Lizenz in die Wikimedia Commons gespendet hat. Merci!]

Von miss.gunst am 22.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.03.10

electrosmog festival

esmf10-skw.gifEine gute Gelegenheit, nach all den Ausflügen in den Weltraum die Füsse wieder auf den Boden zu bekommen. Und sie für eine Zeit auch dort zu lassen. Was unter anderem auch dem ökologischen Gleichgewicht äusserst zuträglich ist.

Denn bekannter Massen ist es nicht nur eine ziemliche Umweltsünde, Flugkörper wie Satelliten ins All zu schicken - wo mittlerweile tonnenweise Weltraummüll seine Bahnen zieht. Auch terrestrische Reisetätigkeit stellt eine erkleckliche Belastung des Ökosystems dar.

Genau hier setzt das electrosmog festival for sustainable immobility an. Es hat sich vorgenommen, einigen ökosystematischen Fragen aus wissenschaftlicher, medienkultureller und künstlerischer Perspektive nachzugehen (was derzeit ziemlich im Trend liegt, aber dazu bei anderer Gelegenheit noch mehr) - und beginnt dabei gleich bei einem Thema, das so manche internationale Konferenz zur Nachhaltigkeit bei genauerem Hinsehen ziemlich alt ausschauen lässt, wenn vorweg erst einmal die TeilnehmerInnen aus aller Welt in den Flieger steigen müssen.

Dieses eben nicht besonders nachhaltige Organisationsprinzip kontert das Festival, indem es den Fokus auf "Sustainable Immobility" richtet. Und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch, was die eigene Logistik betrifft: Um teilzunehmen, muss sich niemand besonders weit vom Fleck rühren - denn das Programm wird durch ein Netzwerk von Institutionen und Initiativen bestritten, die ihre lokalen Veranstaltungen in Realzeit aufzeichnen und per Stream online zugänglich machen. Zugleich kann man sich von zuhause aus in verschiedenen Debatten engagieren, kommentieren und so weiter. Und sogar das Workshop-Angebot steht NetzteilnehmerInnen teilweise offen - und sei es auch nur als 'e-learning' zum Fenstlern.

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Wie gut das funktioniert, liess sich schon in den vergangenen zwei Tagen testen - und auch am heutigen Samstag (20.03.10) gibt es noch ein interessantes Programm, zumal die (je nach Zeitzone:) Nachmittags-/Abend-/Nachtsektionen heute vorwiegend von den beteiligten KünstlerInnen-Initiativen in New York, London, Berlin und Amsterdam bestritten werden. Allerdings: Um an den Workshops auch praktisch teilnehmen oder auch die begleitenden Ausstellungen ansehen zu können, muss man sich eben doch vor Ort begeben.

Es ist auch sicher kein Zufall, dass die gute Idee von Menschen wie Erik Kluitenberg und Adam Hyde stammt, die sich mit den Potenzialen der Netzkultur bestens auskennen - und zugleich im die sehr spezifischen Produktionsökonomien in diesem Sektor wissen, zu denen eben unter anderem auch das Tingeln von Konferenz zu Konferenz, von Festival zu Festival gehört.

Wissen müssten die beiden freilich auch, a propos "sustainable immobility": Dass die aktuelle Festivalstruktur vielleicht doch noch keine ideale Ökobilanz garantiert. Denn die fällt nun mal gerade für IT bzw. elektronische Netzwerktechnologie auch nicht besonders günstig aus, wie schon vor zwei Jahren eine Studie des IZT sehr zu Recht monierte (kompakt dazu: ein Gespräch mit Siegried Behrendt auf den Seiten von Deutschlandradio)...

[Bildchen: Tja. Um wirklich auf eine nachhaltige Ökobilanz hinzuarbeiten und nebenbei den Elektrosmog im eigentlichen Wortsinn zu minimieren, müsste wohl auch das bzw. ein nächstes electrosmog festival for sustainable immobility den Stecker ziehen und sich ganz auf die lokal praktizierbaren lokativen Medien konzentrieren. Oder?]

Von miss.gunst am 20.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.03.10

OSSI - Satelliten Open Source

shss-ksw.gifUnd siehe da, es geht noch mehr mit den Mini-Satelleliten. Auch in Sachen Selbermachen. Was wiederum besonders die BastlerInnen unter den Satelliten-Fans interessieren dürfte...

Allein der Name des Projekts ist doch schon einmal vielversprechend: OSSI - Open Source Satellite Iniative.

sshss-g2.gifAlso schon noch einmal etwas anderes als: In Stanford Raumfahrttechnik studieren, um an CubeSats basteln zu können (oder an einer anderen Hochschule mit entsprechenden Angeboten - wie beispielsweise Braunschweig, wo es das BEOSAT-Programm gibt, in dem ebenfalls an einem Mini-Satelliten gerabeitet wird).

Andererseits: Um die Finger an den Bau der kleinen Flugwürfel zu bekommen und diese dann in den Weltraum schicken zu können, braucht es doch nicht nur jede Menge Fachwissen. Sondern auch ein entsprechend ausgestattetes Lab. Und, auch nicht ganz unwesentlich: Hernach den Zugang zu einer Raketenstation - denn mit einem schlichten Flugdrachen wird man seine Sonde schwerlich auf die richtige Umlaufbahn bringen können.

shss-g1.gifVon derlei Hindernissen, die sich heimwerkenden SatellitenfreundInnen hinsichtlich einer Realisierung wie auch immer ambitionierter Projekte zweifelsohne nach wie vor entgegenstellen, lässt sich die Open Source Satellite Iniative jedoch nicht schrecken. Ihr Begründer, der Koreaner Song Hojun, hat nicht nur Electrical Engineering und Computer Science studiert, sondern ist auch als Künstler aktiv - und bringt in OSSI beide Talente zusammen.

Einen idealen Einstieg in das Projekt bekommt man mit dem "D.I.Y. Satellite"-Zine, das Song Hojun vergangenes Jahr beim koreanischen Kunstbuch- und Zineverlag mediabus veröffentlicht hat und dessen englische Version es dankenswerter Weise auf den Heimseiten der Open Source Satellite Iniative direkt als pdf zum Ansehen und Herunterladen gibt.

Eine praktische und liebevoll anschaulich handgezeichnete Step-by-Step Bauanleitung mit spielerisch-philosophischen Fransen und anregenden Ideen, die danach rufen, weiter ausgesponnen zu werden. Ganz in unserem Sinne: Best practice, wenn man das mal so frei heraus sagen kann.

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[Bildchen: Oben links ein selbstgestaltetes OSSI-T-Shirt ("I SAT OSSI"), dann hands on Satellitenlöten, vor dem Tauglichkeitstest wird nochmals geladen - und schliesslich darf der kleine OSSI-DIY-Sat eben auch mal an die frische Luft. Übrigens auch ein Beispiel für best practice: Alle diese wunderbaren Fotos hat Song Hojun auf seinen FlickR-Seiten unter cc-by-nc-sa-Lizenz ins Netz gestellt. Grand Merci!!!]

Von miss.gunst am 18.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.03.10

Noch mehr Mini-Satelliten

nmks-ksw.gifJa, da geht noch was. Für diejenigen, die sich für die kleinen CubeSats begeistern konnten - und auch für alle anderen, die ihr Wissen über Klein- und Kleinstsatelliten mehren wollen.

Um die würfelförmigen Weltraumflugkörper sozusagen gattungstheoretisch etwas besser einsortieren zu können, ist allem voran vielleicht die Lektüre des Eintrags über "Kleine Satelliten bzw. "Miniaturized Satellites" recht hilfreich, den die englischsprachige Wikipedia bietet.

nmks-g.gifWeiterführend und überwiegend sogar in deutscher Sprache haben wir aber auch noch einen wirklich heissen Tipp: Die in jeglicher Hinsicht gut sortierten und äusserst liebevoll aufbereiteten Seiten von DK3WN aka Mike Rupprecht, seines Zeichens Informationstechniker. Und leidenschaftlicher Amateurfunker, wie schon sein Rufkürzel verrät.

Als solcher wiederum hat er schon vor bald zwanzig Jahren damit begonnen, sich intensiver mit Satelliten und ihrer Nutzung für den Amateurfunk zu beschäftigen. Entsprechend nahrhaft auch in praktischer Hinsicht sind denn auch die Inhalte, die er auf DK3WN zusammengestellt hat.
Dort gibt es nicht nur einen Satblog, jede Menge Scrips und Technik.

Ein echter Schatz ist aber allem voran - und eben auch für alle, die ganz einfach mal mehr und Genaueres wissen wollen über die in doch recht beeindruckender Zahl und Vielfalt im Orbit kreisenden Raumflugkörper - seine Satelliten-Seite. Schön übersichtlich nach Klassen sortiert und zu jedem einzelnen gibt es dann ein Porträt mit Beschreibung, Bildern, Historie und aktuellen Informationen sowie weiterführenden Links. Toll!

[Bildchen: Ja, eben - noch mehr Mini-Satelliten. Wieviele weitere wohl in den unendlichen Weiten kreisen?]

Von miss.gunst am 16.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.03.10

Einen Tag mal Pi

pdpc-ksw.gifVon der Diskokugel zum Kreis: Das passt nur allzu gut. Und zudem muss man Feste feiern, wie sie fallen!
Heute wird nämlich der Ehrentag für eine Zahl begangen, die nicht nur für unseren Umgang mit Kreisen höchst bedeutsam ist: Pi!

Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Geburtstag - denn über die Kreiszahl Pi, mit der wir alle spätestens seit Schulzeiten zu rechnen lernen (primär, wenn es um Kreise geht - später lernt man dann die Vorteile der Formel "Pi mal Daumen" kennen und schätzen....), hat allem Vernehmen nach ja sogar schon der gute alte Archimedes nachgedacht.

pdpc-gg.gifVielmehr stammt die Idee zum Pi-Tag - ähnlich wie die für den Bubble Wrap Day - aus den USA, wo 1988 der in San Fransicso beheimatete Physiker Larry Shaw vorschlug, die Datumsnotation 3-34 für den 14. März zum Anlass zu nehmen, Pi alljährlich ein Ständchen zu bringen.

Auch wenn die Sache mit dem Pi(Day) Pie, der sich als passendes Anagramm-Gebäck kredenzen lässt, sprachlich natürlich nur im Heimatland des Pi Day funktioniert: Feiern lässt sich Pi fraglos international!

[Bildchen: Dieser phantastische Pi Pie wurde allem Vernehmen nach bzw. laut Wikimedia Commons an der Technischen Universität Delft gebacken und sein appetitanregendes Bild dankenswerter Weise der Public Domain spendiert. Da rufen wir doch, in Hommage an F.K. Waechter, begeistert: Ein leckerer "Käsekuchen! Käsekuchen!! Käsekuchen!!! Pi-inkie, hierher!"]

Von miss.gunst am 14.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.03.10

Space Disco (WRT)

dstt-ksw.gifDa wir nun ja gerade wieder mit den Satelliten im Weltraum kreisen, gibt es dazu auch gleich einen passenden Webradio-Tipp.
Und zwar einen, bei dem sich die eher noisig knarzenden und knisternden Planetenradios ausnahmsweise wohl eher zurückhalten werden - weil die Milchstrasse diesmal als dance floor dient...

Das samstägliche Segment von WDR3 open - der "freiraum" - ist schliesslich weder Wissenschaftsfeature noch Clubfunk für FreundInnen verschrobener Radiokunst. Sondern schon eher ein Ballsaal, in dem gut aufgelegte populärere Musikgattungen eine nette Nacht miteinander verbringen - sich dabei aber mitunter gern zu ungewöhnlicheren Konstellationen zusammenfinden.

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Wenn es dabei heute (13.03.10) Abend in die "Space Disco" gehen soll, lässt die Ankündgigung nun nicht unbedingt einen "Bypass von Gregorianik zu Plunderphonic" oder eine Revue "von Elvis bis Electronic" erwarten, wie sie im obig verankerten Basiskonzept der Sendung zitiert werden.
Aber wer weiss, wohin uns die Montage aus "Scifi-Texten und Sound-Bits", die Steffen Irlinger (den der eine oder die andere vielleicht auch von seinem Freischwimmer auf byte.fm kennen wird) entführen wird. Also wenn nicht gleich in den Weltraum und seine unendlichen Weiten, dann doch mindestens dorthin, wo der Mond eine Diskokugel ist...

[Bildchen: Der Mond eine Diskokugel? Aber sicher. Und die Diskokugel ein Satellit und der Satellit... ojeja. Der ist dann eher zu bedauern.]

Von miss.gunst am 13.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.03.10

Mini-Satelliten

csts-ksw.gifNa also. Da sind sie ja - Satelliten im Eigenbau. Zwar entstehen sie nicht im heimischen Hobbykeller, sondern in im Rahmen eines gross angelegten Forschungsprojekts. Aber das geht durchaus schon in die richtige Richtung...

CubeSat heisst das von der California Polytechnic State University, San Luis Obispo und dem Stanford University's Space Systems Development Lab entwickelte und laut Mission Statement bereits an über sechzig Hochschulen und Schulen mitbetriebene Programm, in dessen Rahmen Studierendende "hands on" an kleinen Satelliten basteln.

csts-g1.gifNeben praxisorientiertem Lernen (das freilich schon primär auf eine professionelle Karriere in der Luftfahrtindustrie vorbereiten soll) steht dabei die Entwicklung kostengünstiger und technisch handhabbarer Alternativen zum Gross-Satellitenbetrieb vorn.

Die bisherigen Fortschritte und Ergebnisse des Projekts kann man sich im Bereich Media ansehen, wo es sowohl Fotos als auch Videoclips der kleinen Würfelsatelliten-Prototypen zu bestaunen gibt. Und zudem hat es auch jede Menge Dokumente, die Einblick in das Projekt und seine technische Seite vermitteln - besonders interessant ist dabei sicher der Bereich Developers, wo unter anderem ein anschaulich aufbereitetes pdf zum Design und Aufbau des CubeSat bereit gestellt ist.

Wired hat vergangenes Jahr dem CubeSat-Lab in Standford einen Besuch abgestattet und dabei ein schönes kleines Videoporträt mit Informationsnähr- und mehrwert gemacht. Und wer sich dazu noch eine kompakte Einführung im Audio-Format gönnen möchte, dem sei der KQUEST Wissenschafts-Radio-Report über das CubeSat-Projekt empfohlen - der übrigens, ziemlich enthusiastisch und schon ein klitzekleinwenig übertrieben (oder vielleicht doch nicht?) von DIY-Mini-Satelliten spricht...

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Von miss.gunst am 11.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.03.10

Wie Satelliten funktionieren

wsff_ksw.gifZeit, wieder den Faden unserer kleinen Reihe zur Weltraumerkundung aufzunehmen - und was würde sich dafür besser eignen als eine mund- bzw. augenundohrengerecht zubereitete Portion Basiswissen. Beispielsweise über Satelliten.

Im Auftrag der euopäischen Satellitenbetreiber SES Astra haben die britischen Werbe- und Designreativen von This is Real Art eine Reihe von sieben kleinen Filmen mit dem schönen Titel "Satellites. A User's Manual" fabriziert, die ebenso kompakt wie unterhaltsam Wissenswertes über die Raumflugkörper vermitteln.

wsff-g.gifDass sie selbsterklärter Massen zugleich als Lehr- und als Werbefilme funktioneren sollen, lässt sich da für einmal verschmerzen (auch wenn man der öffentlichen Bildungsmedienproduktion bei dieser Gelegenheit gern mal dezent zuwinken möchte: auch von dieser Seite könnte sicher gern noch ein Zahn zugelegt werden, was originelle Formate und leckeres Design betrifft...).

Unterm Strich werden BastlerInnen mit Blick auf dieses User's Manual aber wohl eher eins bedauern: Über Satelliten kann man wissen, so viel man will. Für Unternehmungen Marke Eigenbau eignen sich Projekte dieser Dimension leider nicht.
Oder etwa doch? Im Fall der Fälle: Wir lassen uns gern belehren...
Update: Tatsache. Es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Schauen wir uns also gerade genauer an...

[Bildchen: Ja, den lieben kleinen Freund haben wir vor einiger Zeit schon mal durchs Log.Buch fliegen lassen. Ist doch nett, dass er sich mal wieder zeigt!]

Von miss.gunst am 09.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.03.10

Durchdrehen mit Strotter und Floka

durdr-ksw.gifDass sie gerne mal durchdrehen, dürften wohl die wenigsten Menschen von sich behaupten. Durchaus anders verhält sich das im Fall von zwei Künstlern, die offenkundig eine ziemliche Freude am Durchdrehen haben.
Und diese Freude auch weitergeben.

Und das geht so: Der eine, nämlich Strotter - den wir ja bereits als eingefleischten Dreher und Fräser kennen (s.a. die zahlreichen Einträge im hauseigenen Archiv) - spielt seine mit allerlei durchaus brachialen Eingriffen manipulierten Schallplatten.
Was für sich genommen ja schon eine grossartige Konzert-Performance ist.

Der andere, also Floka bzw. Florian Kaufmann - seines Zeichens versierter Bastler bzw. Bricoleur Universel, der auf den kunstsinnigen Umbau alter Maschinen und Geräte spezialisiert ist (s. ebenfalls so einige Einträge im hauseigenen Archiv) - zeichnet die Klänge von Strotters Konzert-Performance auf.
Aber nicht etwa mit irgendeinem schnöden digitalen Recorder.

Vielmehr nimmt Floka hierfür seine eigene, umgebaute Rillenfräse in Gebrauch: Eine echte Schneidemaschine, mit der ehedem Vinyl in tönende Form gebracht wurde und mit der nun die Klangrillen auch auf ganz andere Dinge aufzubringen sind, die dann zu veritablen Tonträgern werden. Wie zum Beispiel Bierdosen, die sich dann natürlich auch wieder auf Turntables spielen lassen.

Die erste Edition der bespielte und spielbaren Bierdosen wie auch das erste Durchdrehen gab es seinerzeit während der HOME MADE Projektwoche 2006 in Solothurn - heute (07.03.10) Abend ab 20:00 Uhr zeigen die beiden im Cabaret Voltaire (ja genau: dort, wo derzeit auch die leicht abgedrehten Haushaltsgerätschaften von Stefan Doepner ihr programmatisch unruhiges (Un)Wesen treiben), dass ihnen das gemeinsame Durchdrehen nach wie vor Freude macht - und diese sich auch bestens weitergeben lässt.

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Fotos, weitere Informationen und sogar ein kleines Ohrzuckerl zum vom Durchdrehen gibt's in der netten Nachbarschaft bei Digital Brainstorming. Enjoy!

[Bildchen: Weil Fotos vom durchdrehen sowohl im eigenen Log.Buch als auch in der Nachbarschaft schon sattsam vorhanden sind, hier der Versuch, ein Schema der Aufzeichnung aufzuzeichnen. Schwierig - stimmt so natürlich hinten wie vorne nicht. Aber wenigstens ein ganz klein wenig...]

Von miss.gunst am 07.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.03.10

Bewegliche Raumklänge (WRT)

rakl-ksw.gifEigentlich sind sie ja eine Gemeinheit: Da sich das Tier Mensch zu guten Teilen über die Akustik im Raum orientiert, sollten Klänge und Geräusche idealerweise mehr oder weniger fest verortet sein, während man sich selbst bewegt. Der Presslufthammer links (Abrücken zum Ohrschutz, nicht in die Baustelle stolpern), das Auto von rechts (besser mal stehenbleiben, wenn's eine Kreuzung ist)...

... und Nase voraus klappert die Mühle am rauschenden Bach, in der wir gern unser Päuschen machen wollen. Oder so ähnlich.

rakl-g1.gifWar allerdings eigentlich nicht anders zu erwarten, dass sich das technisch begabte Tier Mensch mit diesen gegebenen Verhältnissen auf Dauer kaum begnügen würde. Historisches Beispiel aus der Popkultur: Die Einführung des Surround Sound Cinema - war schon beeindruckend, im weichen Polster zu sitzen, indes einem beim Krieg der Sterne die Teile des Schwarzen Planeten auf einmal direkt um die Ohren flogen.

Richtig spannend wird es aber, wenn KünstlerInnen dann die Schraube noch ein bisschen weiterdrehen und die Raumklänge in eher unerwarteter Weise in Bewegung bringen. Wie zum Beispiel Anthony Moore, der für seine "Moving Sounds" Flüsse aufwärts fliessen lässt und alltagsübliche Bahnhofsgeräusche in schlurfende, verzwirbelte Klangteppiche verwandelt, die sich im Innenohr verdröseln.

Heute Abend um 23:05 bringt das WDR 3 open Studio Akustische Kunst die 2000 entstandene Arbeit im Surround Sound ins Radio. Und wer keine Zeit hat, zu besagter Stunde einzutauchen, kann sich die Sendung hernach sogar auf ein Gerät seiner Wahl laden und das Klangerlebnis nach Belieben nach- und wiederholen. Klasse, das.

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[Bildchen: Auch eine Art Surr-(a)round Sound.]

Von miss.gunst am 05.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.03.10

Unruhige Gerätschaften

kuema-ksw.gifWer sich vergangenen Oktober beim Shiftfestival für die poltergeisternde Küche begeistert hat, sollte in nächster Zeit unbedingt einmal im Cabaret Voltaire vorbeischauen.
Dort sind nämlich ab dem heutigen Donnerstag (04.03.10) weitere inspirierend inspirierte Haushaltsgegenstände zu bewundern.

"Küchenmaschinen auf Abwegen" heisst die kleine Ausstellung mit Arbeiten von Stefan Doepner vom Hamburger Robotik-Kunst-Kollektiv f18 (s.a. die Einträge im hauseigenen Archiv).

kuema-g.gifVor erratisch durch die Räume in der Spiegelgasse wandernden Entsaftern, auf der Toilette tanzenden Toastern oder wildgewordenen Wasserkochern muss man sich allerdings nicht fürchten.
Ganz ähnlich wie der f18-Poltergeist im Einbauschrank eigentlich der perfekte Mitbewohner für einsame Grosstadt-Neurotiker ist (er belebt die Wohnung, nascht aber nie die letzte Marmelade weg oder lässt den Abwasch stehen), so sind auch seine in Zürich gezeigten Artgenossen eher liebenswerte Seelenverwandte, die von ähnlichen Ticks geplagt werden wie manche Menschen. Oder besser gesagt: Diese Plagen auf sich genommen haben und/oder kompensieren.

"Autospoon" ist ein hyperaktiver Teelöffel, das "Midi Picknick" veranstaltet der von zu Mittagspausenmuffeln mutierten Workoholics schnöd im Stich gelassene Jausenkoffer eben einfach mit sich allein
Und die "Automated Table Modification" erweist sich in der Tat als perfekter "Robot Partner" - sie nimmt netterweise gelangweilten BüroarbeiterInnen das ziellose Hin- und Herschieben von Kaffeetasse und Kugelschreiber ab.

Kurzum: Allesamt entpuppen sich die unruhigen Gerätschaften beim genaueren Hinschauen als herzensgute Helferlein und echte Roboterfreunde. So soll es ja auch sein...

Die jüngste Produktion der 2006 begonnen Reihe wird heute um 18:00 Uhr zur Vernissage vorgeführt: Der "Drillbot", den Doepner zusammen mit Lars Vaupel konstruiert hat, den Zürcher (und auch treue LeserInnen dieses Log.Buchs) von seinen Zeichenmaschinen kennen.
Allem Vernehmen nach handelt es sich um eine kletterfreudige Multi-Bohrmaschine (oder einen bohrlustigen Kletterer, je nachdem) - genau das Richtige für bergwandernde Heimwerker oder heimwerkende Bergwanderer, die am Wochenende zwischen ihren Leidenschaften schwanken - und einen guten Freund brauchen, der dann entweder das eine oder das andere bzw. praktischer Weise gleich beides stellvertretend für sie übernimmt...

[Bildchen: Da wir gerade beim Thema Stellvertreter waren: Mama was an American Food Processor (GMTHX to Holonet for donating her to the public domain!). Bilder von den Originalen gibt's in der netten Nachbarschaft bei Digital Brainstorming und die unruhigen Gerätschaften freundlichen Helferlein im Original eben im Cabaret Voltaire zu sehen...]

Von miss.gunst am 04.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.03.10

Gute Seiten Festival

gshh-ksw.gifGute Seiten gehören eigentlich in den Zettelkasten. Wenn allerdings Gute Seiten noch mehr Seiten zusammenbringen, um die besten Seiten zu prämieren, dann ist das ein vermeldenswerter Anlass.

gshh-00.gifDaher ausnahmsweise wie so oft nicht der Reihe nach, sondern eben dem Anlass gemäss: Das von Alain "rebel art" Bieber begründete Kiosk-Projekt Gute Seiten - wahrlich ein Mekka exquisiter Club Doré für LiebhaberInnen von in Klein- und Kleinstauflagen vertriebenen, oft in Eigenproduktion hergestellten und im Selbstverlag erscheinenden Kunst- und Künstler-Magazinen - lädt ab heute (03.02.10) für drei Tage zum Gute Seiten Festival in den Hamburger Kunstverein.

Auf dem Programm sehen neben der obligaten Messe für Artzines und -Zinesters nicht nur die würdevolle Verleihung des Gute Seiten Awards, bei dem von einer Jury daie beste Erscheinung des Jahres erkiest werden soll.

gshh-01.gifAngekündigt ist auch die sensationelle Ersterscheinung von SiebenLeben 7Live - eines des ersten Live Magazins seiner Art:

"Kein Papier, kein Online-Content, kein Abo – dieses Magazin existiert nur für eine Nacht, nur an diesem Ort! Unterschiedliche Autoren aus den Bereichen Mode, Musik, Kultur, Kochen, Sex präsentieren eine Reportage, eine Kolumne oder ein Thema in jeweils 7 Minuten. Alles in einer 75-minütigen Live-Show."

Mit dabei zur bzw. zuständig für die Einlösung des Versprechens sind... na, einfach ins Inhaltsverzeichnis schauen und sofort schwach werden... Kurzum: Klarer Fall von: Nicht verpassen bzw. Hingehen, wenn man denn kann!

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[Bildchen: Ersatzvergnügen. Mit Seiten. Seh-n-süchtig das Gute Seiten Festival im Sinn. *seufz*
Und: Dochdoch, das haarig ausschauende Zeug sind tatsächlich Seiten. Aus Papier.]

Von miss.gunst am 02.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)