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18.03.10
OSSI - Satelliten Open Source
Und siehe da, es geht noch mehr mit den Mini-Satelleliten. Auch in Sachen Selbermachen. Was wiederum besonders die BastlerInnen unter den Satelliten-Fans interessieren dürfte...
Allein der Name des Projekts ist doch schon einmal vielversprechend: OSSI - Open Source Satellite Iniative.
Also schon noch einmal etwas anderes als: In Stanford Raumfahrttechnik studieren, um an CubeSats basteln zu können (oder an einer anderen Hochschule mit entsprechenden Angeboten - wie beispielsweise Braunschweig, wo es das BEOSAT-Programm gibt, in dem ebenfalls an einem Mini-Satelliten gerabeitet wird).
Andererseits: Um die Finger an den Bau der kleinen Flugwürfel zu bekommen und diese dann in den Weltraum schicken zu können, braucht es doch nicht nur jede Menge Fachwissen. Sondern auch ein entsprechend ausgestattetes Lab. Und, auch nicht ganz unwesentlich: Hernach den Zugang zu einer Raketenstation - denn mit einem schlichten Flugdrachen wird man seine Sonde schwerlich auf die richtige Umlaufbahn bringen können.
Von derlei Hindernissen, die sich heimwerkenden SatellitenfreundInnen hinsichtlich einer Realisierung wie auch immer ambitionierter Projekte zweifelsohne nach wie vor entgegenstellen, lässt sich die Open Source Satellite Iniative jedoch nicht schrecken. Ihr Begründer, der Koreaner Song Hojun, hat nicht nur Electrical Engineering und Computer Science studiert, sondern ist auch als Künstler aktiv - und bringt in OSSI beide Talente zusammen.
Einen idealen Einstieg in das Projekt bekommt man mit dem "D.I.Y. Satellite"-Zine, das Song Hojun vergangenes Jahr beim koreanischen Kunstbuch- und Zineverlag mediabus veröffentlicht hat und dessen englische Version es dankenswerter Weise auf den Heimseiten der Open Source Satellite Iniative direkt als pdf zum Ansehen und Herunterladen gibt.
Eine praktische und liebevoll anschaulich handgezeichnete Step-by-Step Bauanleitung mit spielerisch-philosophischen Fransen und anregenden Ideen, die danach rufen, weiter ausgesponnen zu werden. Ganz in unserem Sinne: Best practice, wenn man das mal so frei heraus sagen kann.

[Bildchen: Oben links ein selbstgestaltetes OSSI-T-Shirt ("I SAT OSSI"), dann hands on Satellitenlöten, vor dem Tauglichkeitstest wird nochmals geladen - und schliesslich darf der kleine OSSI-DIY-Sat eben auch mal an die frische Luft. Übrigens auch ein Beispiel für best practice: Alle diese wunderbaren Fotos hat Song Hojun auf seinen FlickR-Seiten unter cc-by-nc-sa-Lizenz ins Netz gestellt. Grand Merci!!!]
Von miss.gunst am 18.03.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
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