« Alles Zukunft (Jetzt) | Hauptseite | StadtLandwirtschaft ff. (City Farmer) »

17.05.10

DIY StadtLandwirtschaft (@ FutureEverything)

gtffa-ksw.gifUnter den Projekten, die bei FutureEverything vorgestellt wurden, passt eines derart gut in den aktuellen Strang zum DIY Gärtnern und Ackern, dass wir es doch mal gleich mal in unseren Zettelkasten aufnehmen wollen: The Guide to Free Farming.

Wie der Titel bereits erahnen lässt, handelt es sich um einen Leitfaden, welcher jenen in die tatfreudigen Hände gegeben werden soll, die sich für das Bestellen von Allmende-Grund interessieren.
Und zwar - was wiederum nicht so direkt aus dem Titel abzuleiten ist, aber beim näheren Beäugen des Projekts schnell klar wird - speziell solchem, der sich in Städten findet.

Ausgedacht hat sich das Ganze ein in Paris beheimatetes Designbüro namens 5.5 designers, auf dessen Heimseiten sich - mindestens nach dem aktuellen Stand der Dinge - bislang allerdings (noch) keine weiterführenden Informationen finden.

Gleichwohl wurde der Guide bzw. das gleichnamige Projekt bereits im vergangenen Jahr auf verschiedenen internationalen (Design-)Ausstellungen präsentiert - und dieser Tatsache wiederum verdankt sich, dass es bei designboom einen reichhaltig illustrierten Artikel dazu gibt, der entsprechenden Einblick in das bietet, was wir von der geplanten Publikation erwarten dürfen.

Wie es aussieht, wird es sich dabei um eine Art Katalog handeln, in dem uns eine Reihe elegant gestalteter Werkzeuge und Accessoires für die urbane Landwirtschaft vorgestellt werden. Schön sind die schon. Aber doch sehr dezidiert auf Menschen zugeschnitten, die entsprechende Aktivitäten nahtlos in den durchgestylten LOHA-Alltag einzufügen gedenken.

Um mal bei den Beispielen zu bleiben, welche die Vorschau bietet - und in denen "Farming" übrigens weniger in Richtung Anbau verstanden wird als recht direkt auf's Ernten des Zuhandenen im weitesten Sinne geht:
Da wäre etwa ein elegantes Halbmond-förmiges Handtäschchen aus geschnittenem Metall, das sich zum Netzbeutel erweitern lässt, damit man auf Märkten übrig gebliebenes Obst und Gemüse einsammeln kann. Eine aus nicht minder schnittigem Aluknauf ausfahrbare Teleskop-Angel für's spontane Fischen in Kanälen und anderen Gewässern. Ein schicker Aktenkoffer, in dem sich eine Rattenfalle verbirgt. Ein Camo-Cape, das ebenso wie eine Taubenfalle für den Balkon (und analog zu besagter Rattenfalle) dazu dienen soll, die Fleischzulage zum Abendessen zu besorgen.

gtffa-gg.gif

Wie schon gesagt geschrieben: Sehr schön anzusehen - und, vermuten wir mal wohlwollend: zudem zweckdienlich. Was man von gutem Design jedenfalls erwarten würde. Und vielleicht auch ein wenig augenzwinkernd in Richtung besagter Öko-Lifestyler winkend?

Schliesslich mögen urbane Landwirtschaft und auch das, was hier mit "Free Farming" angesprochen íst - nämlich die Nutzung lokaler Ressourcen - in unseren Gefilden im Trend liegen. In anderen Regionen des Erdballs ist die eine wie das andere für viele Menschen eine Überlebensnotwendigkeit.

Mal ganz unabhängig davon, dass man nie wissen kann, wie sich die heimischen Ökonomien perspektivisch entwickeln, dürfte sich freilich auch unabhängig von Lifestyle-Trends und stylischen Accessoires ein Nachdenken über Sinn und Nutzen urbanen Farmens lohnen.
Nur sollte man sich dann auch - und das ist sicher notwendiger als schickes Design - mit hinreichendem Wissen beispielsweise in Bakteriologie (bevor man die Taube brät, will sie ja nicht nur gefangen, sondern auch gerupft und ausgenommen werden) und hierfür geeigneten Instrumenten rüsten. Also doch lieber vegetarisch Ackern?
Hackteriaktivisten, übernehmen Sie!

Von miss.gunst am 17.05.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

Kommentare

Kommentieren:

Thanks for signing in, . Now you can comment. (sign out)

(If you haven't left a comment here before, you may need to be approved by the site owner before your comment will appear. Until then, it won't appear on the entry. Thanks for waiting.)


Daten merken?