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31.07.10

Satellitenforschung zu Fuss

stlfp-ksw.gifMag für einen Moment merkwürdig klingen: Schliesslich kreisen die Satelliten über unseren Köpfen, indes wir als Fussvolk über den Planeten krabbeln.
Doch genau das ist der springende Punkt: Gerade weil die Satelliten uns von oben erkunden, ist Satellitenforschung von unten angesagt.

Eben das bietet in den kommenden Tagen eine Veranstaltung, die im HMKV in Dortmund stattfindet: Der Workshop "Satellite / Border / Footprint", der von der amerikanischen Filwissenschaftlerin und Satelliten(-Bild)-Expertin Lisa Parks geleitet wird.

Organisiert hat das Ganze Francis Hunger, den treue Log.Buch-LeserInnen bereits als Herausgeber der Sputnik Gazette und Initiator des International Sputnik Day kennen.

Im Rahmen des Workshops werden nun die TeilnehmerInnen tatsächlich in Dortmund zu Fuss unterwegs sein, um die "Fussabdrücke" zu erforschen, welche die Satelliten mit ihren Flugbahnen im urbanen Terrain hinterlassen.

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Zuvor ist jedoch am heutigen Samstag (31.07.) noch eine Art Tag der offenen Tür mit einführenden Vorträgen: Francis Hunger selbst führt ins weite Feld der künstlerischen Beschäftigung mit Satelliten ein, Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Pfaffenhofen spricht über Dreidimensionale Visualisierungen von Geodaten - und schließlich wird Lisa Parks noch aufzeigen, wie Menschen für gewöhnlich mit Satelliten im Alltag leben und weben ("Spotting the Satellite Dish - Populist Approaches to Infrastructure").

[Bildchen: Könnte eine populistische Annäherung an den Fussabdruck von Satelliten in etwa so aussehen? Oder ist das eher eine Annäherung an populistische Vorstellungen von ebensolchen? Nunja, vorstellbar ist es jedenfalls schon, dass man sich von der Vorstellung des Satelliten als Sputnik und niedlicher Himmelsbewohner von Fall zu Fall auch mal verabschieden muss...]

Von miss.gunst am 31.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

29.07.10

Kunstgeburtstags-Satellitenradio (WRT)

kgbsr-ksw.gifKunstgeburtstag feiern wir zwar eigentlich - wie treue LeserInnen wissen - im Januar. Doch bekanntlich gibt es dabei so viele GratulantInnen, dass man mit dem (Mit-)Feiern übers Radio alle Regler voll zu tun hat.
Gar nicht schlecht also, hin und wieder mal ein gutes Stückchen Geburtstagskuchen als Nachschlag zu servieren...

... wie in der heutigen Nacht (von Donnerstag 29.07. auf Freitag 30.07.) in der Klangkunst-Stunde bei Deutschlandradio Kultur.

In der werden nämlich unter dem schönen Titel "Satellite Surfing" - der, auch wenns in diesem Fall rein deskriptiv gemeint ist, selbstredend auch die Satelliten-FreundInnen in uns anspricht - ein paar Highlights der Kunstgeburtstags-Sendungen 2010 zur Ausstrahlung gebracht.

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Basis der Auswahl sind jene Gratulationen, die heuer von der Ars Acoustica-Gruppe der European Brodcasting Union (EBU) koordiniert wurden.

Wer nun noch mehr zu den Details wissen will, kann sich entweder in der Programmankündigung ein paar Namen abholen oder den hier gereichten Ankern nachgehen.
Oder aber, und dies ist natürlich der tiefere Sinn und Zweck dieses Webradio-Tipps: Ganz einfach um 0:05 Uhr das Radio resp. den Stream anwerfen. Und siehe da: Radiophon geht Kunstgeburtstag-Feiern das ganze Jahr!

Von miss.gunst am 29.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.07.10

Electromagnetic Fountain (Steggell)

emfkb-ksw.gifDas könnte doch noch gut zum bzw. in den Elektromagnetischen Sommer passen: Ein elektromagnetischer Brunnen, der entsprechend erquickliche Labsal verspricht.
Ein elektromagnetischer Brunnen?

Ja, ganz genau. Einen ebensolchen hat Amanda Steggell 2007 entworfen und darauf aufbauend ein ganzes Projekt gesetzt, in dem sie Materialien und Gedanken zu den unsichtbaren Architekturen elektromagnetischer Ströme bzw. Wellen gesammelt hat, in denen wir uns bewegen.

Insofern ist ihr Elektromagnetischer Brunnen allem voran ein archivalisch sprudelnder Quell, der Kontextwissensdurst stillen kann: Beispielsweise zur Ästhetik von Antennen oder zu künstlerischen Projekten, die sich mit Elektromagnetismus befassen (und da sind auch einige dabei, die uns noch nicht in den hauseigenen EM-Radar gegangen sind).

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Aber natürlich ist es auch für Steggell selbst nicht beim Entwurf respektive der schönen Zeichnung dazu geblieben, die Per Platou seinerzeit vom EM-Brunnen angefertigt hat.
So konnte man ihren Elektromagnetischen Brunnen noch bis vor wenigen Tagen in einer Ausstellung des Norsk Telemuseum bewundern.

Auf dessen Heimseiten ist er nach wie vor in Text und Bild(ern) dokumentiert - und auf diesem Wege gelangt man auch ganz bequem zu einem bei Youtube eingestellten Video sowie einer FlickR-Seite zur Electromagnetic Fountain.

Bleibt also nur noch zu wünschen, dass dieser schöne Prototyp mal in Serie geht. Den so einen elektromagnetischen Brunnen hätten wir gern auch selbst vor dem Tore vor der Tür.

[Bildchen: So würden wir uns eine Variation des Elektromagnetischen Brunnens vorstellen. Diese hier könnte beispielsweise nächtens in Rapperswil auf dem Fischmarktplatz aufzusuchen sein. Für das unserer Imagination zu Grunde liegende Foto der dort normalerweise sprudelnden Fontänen danken wir herzlichst Wikimedia Spender Roland zh (= aus Zürich?) - und wie dieses steht auch unseres unter cc-by-sa...]

Von miss.gunst am 26.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.07.10

Elektromagnetischer Sommer 2010 (WRT)

emsmr10-ksw.gifIndes das Thermometer im heimischen Labor immerhin schon wieder ein kleinwenig angenehmere Temperaturen anzeigt, wid es allerhöchste Zeit, auf eine akustische Sommerfeude und -frische hinzuweisen, auf die es den Radar auszurichten gilt...

Ganz richtig: Es ist wieder Zeit für den Elektromagnetischen Sommer!

Der läuft nun schon seit einigen Tagen und wird ab Montag ein kleines Päuschen einlegen, bevor es in die Finalrunde geht. Daher ganz eilig, nach der Devise "besser spät als nie":

Heuer gibt es zwar leider kein experimentelles Radiocamp in der Ausstellungsstrasse. Aber dafür hält der Elektromagnetische Sommer 2010 - wie wohlmöglich das Titel-Motto "Sterne (Mono), Garage (Stereo)" schon andeuten soll - Einzug ins Clubformat.

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Am heutigen Samstag (24.07.) treten beispielsweise Simon Berz (mehr im hauseigenen Archiv) sowie Aentli Bier & Aerger auf (waren ebenfals bei der HOME MADE-SGKM-Arbeitswoche im Ticino dabei).

Nach der kleinen Sendepause sind dann u.a. am 30.07. Papiro (dessen Klangproduktionen wir seinerzeit über unser Basler Lieblingsnetzlabel interdisco kennen- und schätzen gelernt haben) und Bernd Schurer (treuen Log.Buch-LeserInnen ebenfalls nicht ganz unbekannt) dabei sowie am 31.07. Florian Kaufmann (mehr im hauseigenen Archiv) und (dito:) Strotter Inst.

Alles also auch live zu geniessen, aber - Stereo Garage hin oder her: Das Schönste am Elektromagnetischen Sommer bleibt doch, dass er auch rein radophon als erquickendes Wellenbad genossen werden kann. Lokal über Radio LoRa - und für alle anderen über dessen Webradio-Stream....

Von miss.gunst am 24.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.07.10

Felsenfest

flsf10-ksw.gifAn sich auch kühl genug, um trotz Hitzefrei ins Log.Buch gefächert zu werden. Zumal wir in dieser Saison ja gern ins Grüne gehen - wo sich je nach geographischer Lage natürlich auch Steine bzw. Felsen finden...

... allein, in der eigentlich vorgesehenen Länge und Breite soll dieser Eintrag wohl nicht sein.
Denn wenngleich Steine und Felsen tendenziell einen soliden Grund abgeben - in diesem speziellen Fall schaut es etwas anders aus.

Für dieses Wochenende (17./18.07.10) ist war nämlich im schönen Bivio - im Parc Sela - das Felsenfest angesetzt. Ein ganzes Festival rund um Fels und Gestein! Und mit von der Partie: Künstler, die Steine zum Klingen bringen.
An sich also ganz nach unserem Geschmack - jedenfalls etwas, das schon von der Ankündigung her neugierig macht.

Nun wissen wir zwar, dass sich Steine sowohl eindrucksvoll sonifizieren lassen und zudem auch bestens als Percussion-Instrumente taugen. Allen voran von Simon Berz (mehr im hauseigenen Archiv), der nicht nur vergangenen Sommer im Rahmen der HOME MADE-SGKM-Arbeitswoche im Ticino eine schöne Steinbeckenklanginstallation angelegt, sondern schon öfter mal zu Lithophon-Konzerten geladen hat (siehe auch den Eintrag zum 28.04.09.

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Gern hätten wir nun unseren Zettelkasten mit dauerhafterer Fundierung um einen einschlägigen Eintrag bereichert - allein: So felsenfest wie die Felsen scheinen die Informationen auf den Webseiten des Parc Sela nicht zu stehen - mindestens sind sie momentan, d.h. schon wenige Tage nach dem Anlass nicht (mehr) auffindbar. Bleibt also nur, hier lediglich mit kleinem Wink direkt auf Beteiligte zu verweisen:

Berz ist diesmal nicht mit von der Partie - aber dafür gibt es die Gelegenheit, andere (als) Steinkomponisten und Musiker kennenzulernen: So wird Klaus Fessmann - Komponist und sonst auch mit dem Ensemble Klangstein unterwegs - mit Friedemann Dähn und Manfred Kniel auftreten. Und kein Geringerer als Bruno Spoerri (mehr im heimischen Archiv) unterstützt Gabriel Schiltknecht, der ebenfalls mit einem Lithophon in den Felsenpark kommt.

Ob die Steine wohl dann noch nachklingen? Felsenfest und dauerhaft? Innen drinnen vielleicht schon...

[Bildchen: Felschen. Klingend. Dieses liegt wohl wirklich nahe an Bivio. Jedenfalls am Septimerpass. Unser Dank gilt Mathein, welcher die unserer Imagination zu Grunde liegende Fotografie unter cc-by-sa-Lizenz in die Wikimedia Commons gespendet hat. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 17.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.07.10

Grosser Klangkörper G

gsmr-ksw.gifIm Hintergrund wird natürlich mitnichten die ganze Zeit nur gefächert.
Beispielsweise gabs zwischendurch die Gelegenheit, ein ziemlich eindrucksvolles Gebäude als Klangkörper zu erkunden.

Nämlich der Gasometer in Oberhausen. Ein Industriedenkmal, das allem voran erst einmal durch seine stattliche Gestalt beeindruckt. Auch schon schön.
Von unten... Hui. Ganz schön hoch. Scroll, scroll...

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Und von oben, insofern es ebendort eine entprechende Aussicht hat. Knipps...
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Und weils eben so schön ist, wenns so schön ist, gleich nochmal knipps...
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... knippsknipps (*hach*)...
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Richtig interessant wird es aber erst, wenn man den knapp 117 Meter hohen Zylinder auf seine akustischen Potentiale hin abklopft.
gsmr-g06.gifBeispielsweise wortwörtlich, als gigantisches Percussion-Instrument?
Nun, das muss ja nicht gleich in der Phantasie gipfeln, die grosse Dose mit Reis oder Erbsen zu füllen und dann im Takt zu den beiderseits vorbeidonnernden Güterzügen zu schütteln.

Zumal das auch schon ganz von selbst funktioniert: Schall, der von aussen auf den Zylindermantel trifft, wird nämlich allweil auf ziemlich eindrucksvolle Weise ins Innere übertragen. Erst recht natürlich, wenn etwas Gewichtigeres - beispielsweise Regen - direkt auf die schwingende Hülle trifft. Dann hält sich der auf dem Weg von Aussen nach Innen naturgemäss bereits transformierte Schall noch ein gutes Weilchen im Inneren des Baus auf und wandert bzw. wandelt dann wie ein Geist aus Klang durch Raum und Ohr.

Aber das ist längst noch nicht alles. Denn das Innenleben als solches ist eben auch selbst ein Klangkörper, der zugleich als Konzertsaal, Studio und Instrument funktionieren kann. Tatsächlich stehen neben den Ausstellungen (aktuell eine, die in den Kosmos lädt) im Unter- und im Zwischengeschoss, das durch die nach der Stilllegung fest installierte Gasdruckscheibe entstanden ist, auch immer wieder mal Musik und Theater auf dem Programm.

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Klangkunst im eigentlichen Sinne zog 2006 mit Christina Kubischs Installation FeuerLichtHimmel ein. Allerdings musste Letztere(r) für die laufende Sternenschau weichen und anstelle von Kubischs Lichterpantheon schwebt hängt nun ein riesiger Ballonmond über den Häuptern derer, die auf dem flachen Rund der Gasdruckscheibenerdplatte stehen.

Dieses Wochenende, pünktlich nach Toresschluss des normalen Betriebs, durfte sich das Gasometer ganz im Stillen tatsächlich wieder in ein Klanglabor verwandeln. Zwei Tage und Nächte nistete sich eine kleine Gruppe Radio- bzw. Radia-Aktiver ein, um das grosse G zum Schwingen zu bringen. In tragenden Rollen: Die Gasscheibendruckplatte als Bühnen- und Resonanzboden. Etwas weniger als 99 Luftballons. Ein Geist, der wie ein Güterzug klingt. Ein Gewittersturm. Eine Flüstertüte. Stimmen mit und ohne Körper. Ein dunkler Schirm.

Was daraus geworden ist? Werden wir hören.*
[* Ausstrahlung via Kunstradio - aber da wird selbstredend dann rechtzeitig mit einem Webtradio-Tipp gewunken. Versprochen.]

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[Letztes Bildchen: Des Gasometers ursprüngliche Tröte. Inszwischen allerdings ausser Betrieb...]

Von miss.gunst am 13.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.07.10

DIY Fächer für die Ferien

fsbsb-ksw.gifFerien haben bzw. machen wir hier zwar noch nicht. Aber die Temperaturen stehen nahe der Marke hitzefrei - und da ist es eine Sache der Vernunft, einen Takt langsamer zu schalten, dem Rechner ebenfalls längere Kühlungszeiten zu gönnen und mal ein Sendepäuschen einzulegen.
Doch natürlich nicht ohne zuvor noch einen zünftigen Basteltipp loszuwerden...

fsbsb-g1.gifMit dem bleiben wir selbstredend beim Thema - es soll also schon etwas Erquickliches dabei herauskommen.

Unser Ausgangslage bzw. -frage: Was tun, wenn man am Rechner sitzt, diesen gern in Richtung Sommerfrische verlassen würde, aber leider nicht ausbüxen kann? Genau: Wir nehmen uns ein Beispiel am guten Gerät und basteln uns etwas, das uns selbst ein kühles Lüftchen zuwedelt.

Das Nächstliegende (von wegen wir sind ja Techies und haben zudem auch just, wo wir diese Zeilen tippen, das Maschinchen vor der Nase resp. bei Fuss): Den Ventilator ausbauen und selbst verwenden.

fsbsb-g2.gifDazu hätte es bei instructables.com natürlich schon die eine oder die andere Anleitung... Aber wäre das gegenüber unserem Rechner nicht doch etwas gemein? Wir wollen ja nicht, dass er uns zusammenbricht.

Also darf es für einmal analog und unplugged sein: Wir basteln uns einen Fächer, mit dem sich lässig ein kühler Hauch in Richtung de perlenden Schweisses auf der Stirn wedeln lässt.

Damit es jetzt nicht zu kompliziert wird (mit dünnen, aber stabilen Plastestreifen oder Holzblättern, die man aufeinanderlegt und im Fall der Plaste: unten mit der Nietenzange zusammenlocht bzw. im Fall der Holzplättchen, was selbstredend die edelste Lösung ist, bohrt und mit einer weichen Lederschnur wickelt - aber wer hat derlei im Büro schon zur Hand?):

fsbsb-g3a.gifEs gibt ja auch die schlichte Lösung, die man noch aus dem Kindergarten kennt - und für die brauchen wir in der Minimalfassung nur Kleber, Klebeband und ein Blatt idealer Weise etwas stabileres Papier. Schöne Anleitungen gibt es an einschlägiger Stelle zuhauf. Wie zum Beispiel - für eine etwas edlere Variante mit verstärkten Seiten und Griff - beim Kidsweb (ja, im Text hat es dort eine kleine Lücke, aber die wird durch die Bilder doch bestens überbrückt).
Hier jedoch die bürotischgerechte ganz ganz simple Variante mit einem einfachen Blatt aus dem Drucker stibitzen Papier...

Die ersten drei Schritte sind oben zu sehen: (1) Man angele sich ein Blatt A4 und falte es in zwei Hälften, die sodann eine jede - erst die eine, dann die andere - wieder und wieder Falte für Falte halbiert werden. Denkbar einfach das, man benötigt nicht mal ein Lineal... um (2) also automatisch das Resultat einer regelmässigen Faltung zu erlangen. Diese führt man auf eine Faltenbreite zusammen (3) und halbiert diese noch einmal per Knick.

Selbiger Knick, der die gesamte Faltenziehharmonika durchzieht...

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... bildet dann den Fuss des künftigen Fächers ...
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... welcher mit simplem Klarsichtklebeband, wie hier in Nahsicht zu sehen erahnen ...
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... einfach fixiert und zugleich stabilisiert werden kann. Der verbleibende Spalt zwischen den zwei Fächerhälften will natürlich ebenfalls noch geschlossen werden. Was mit dem nächsten besten Klebstoff (dünn verstrichen) oder Klebestift funktioniert ...
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... um zu halten aber nach einer kleinen Ruhezeit unter dem sanften Druck einer Büroklemme verlangt ...
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... und schon ist er fertig, der Fächer:
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Oder, nunja, etwas, das einem Fächer mehr oder weniger ähnlich sieht. Wie schon das Bildchen des beispielhaft flink gebastelten Exemplars erahnen lässt: Die Fächelkraft dieses Modells ist bei der schlichten Bauart auf A4-Querformat-Faltungsbasis eher bescheiden. Aber mit minimalem Mehraufwand lassen sich doch bereits merkliche Verbesserungen des Basisprinzips erreichen. Und zwar so:
(1) A4 nicht quer, sondern längs falten - und zudem deutlich schmaler.
(2) Falls verfügbar: nicht nur etwas schwereres Papier, sondern leichtes Karton- oder Tonpapier nehmen.
(3) Zwei, drei der so gefalteten Fächer aneinanderfügen.
(4) Proportionen per Wedeltest prüfen, ggf. Fuss höher abbinden oder beschneiden.
(4) Die äusseren Seiten nochmals mit Karton verstärken - das verlangt eine weitere Wickelung um den Fuss, der dadurch aber auch seinerseits händischer wird.

Siehe da, schon wuppen die Luftmassen, dass es nur so um die Öhrchen zieht...

Von miss.gunst am 05.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.07.10

Roboter-Wassermusik

wmmrh-ksw.gifNach wie vor meint es die Sommersonne derart gut mit uns, dass Erfrischungen jeglicher Natur höchst willkommen sind. Nur ist just die Natur mit solchen Erfrischungen vergleichweise geizig. Glücklich, wer seine Stadt nah am Wasser gebaut hat. Und noch schöner natürlich, wenn man diese Erfrischung mit einer der Kunst kombinieren kann.

Das, liebe Anrainer der Limmat, des Zürichsees, der Aare und des Rheins (undundundund) haben die BerlinerInnen Euch mindestens mal für dieses Wochenende voraus. Denn an der Spree wird eine unserer favorisierten Gattungen, nämlich: Wassermusik geboten. Gar solche, die wortwörtlich eines Königs würdig wäre. Und nun das allerbeste: Sie wird von kleinen, fleissigen Robotern gespielt.

Dahinter kann unter besagten Koordinaten eigentlich nur einer stecken: Karlheinz Jeron.

Dass Jeron gern ziemlich agile (und mitunter sogar agitatorische) Roboter in die Welt setzt marschmarsch an die Arbeit schickt, ist treuen LeserInnen dieses Log.Buchs ja bereits bekannt. Passend zur Saison singen sie diesmal, anders als zuvor ihre Kollegen, aber weder Geburtagslieder noch die Internationale. Sondern spielen tatsächlich Variationen von Georg Friedrich Händels Wassermusik auf - ein Teil von ihnen versucht sich (und auch davon dürften die meisten Musikautomaten nur träumen:) in Improvisationen derselben auf der Grundlage der Musiktheorie, welche der Mathematiker Leonhard Euler (mehr hier ;)) in seiner Schrift "Tentamen novae theoriae musicae" von 1739 niedergelegt hat.

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Und wo wird musiziert? Ganz genau: Auf einem Schiff bzw. auf Schiffen - einmal als Tour auf der Spree und einmal als Hafenkonzert auf verankerten Planken. Alle Daten zum neidisch-nach-Berlin-Blicken und seufzen gibt's bei der von uns ebenfals sehr geschätzten allgirls galerie. Leider wohl für einige etwas zu weit weg, um sich auf den Weg zu machen. Aber wunderbar!

[Bildchen: Nicht dass wir selber Wassermusikroboter bauen könnten. Nur imaginiert wie die ausschauen könnten haben wir mal...]

Von miss.gunst am 03.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)