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02.08.10

Schöner Zwitschern

rsbcb-ksw.gifVon Vogelstimmen und von Zwitschermaschinen war an dieser Stelle schon öfter zu lesen. Nach dem Motto "(Noch) Schöner Zwitschern" hätten wir heute nun einen Vorschlag zum Selberbauen, mit dem sich nicht nur die Herzen von BastlerInnen gewinnen lassen. Sondern im Anschluss sicher auch die ganzer Vogelscharen.

Wie das geht, kann man bei Ralf Schreiber lernen - den treue LeserInnen erst einmal als passionierten Scheinwerfer mit dem Overheadprojektor (bzw. zusammen mit Christian Faubel von derstrudel als Erbauer der quirligen Overhead-Bots) sowie ansonsten als erfolgreichen Züchter kleiner, Sonnenlicht verspeisender Teile namens living particles kennen.

Letztere zwitschern natürlich auch - aber in diesem Fall kommt's grad nochmal besser, weil einfacher, denn: Die Konstruktion der Zwitschermachinchen, die heute vorzustellen sind, erfordert keinerlei Elektronik- oder gar Programmier-Kenntnisse. Und eignet sich insofern bestens als fruchtbringende Beschäftgung für all jene, die gerade mal des Bildschirms und/oder des Lötzinngeruchs müde sind.

Nehmen wir also - ja genau: Ein Stück gut Holz. Bewährt hat sich Buche von der Stange.

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Das wird (wie oben bereits im Ergebnis zu sehen) erstens zurechtgesägt auf ein Stück von ca. 5 cm Länge...
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... und hernach mittig durchgebohrt. Und zwar muss das Loch genau so gross sein, dass eine dieser schönen Messingschrauben hindurchgeführt werden kann.
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Schaut dann so aus:
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Und weil's so schön war, setzen wir den Bohrer dann gleich nochmal an:
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Aber Obacht, diesmal darf es nur an einem Ende eine zylinderförmige Mulde werden - wie's am Ende ausschauen soll, erahnt man übrigens auch schon mit Blick auf's allererste dem Bild. Passen soll die Mulde nämlich für die Messingkugeln mit Sackgewinde, welche man oben zusammen mit den Schrauben sieht.
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Die Kugeln werden nun ebenfalls mit einem Loch versehen, durch welches dann noch ein Drahtring zum Zweck des Zugriffs und der Befestigung geführt wird (Tipp von Ralf: beidseitig anbohren statt durchbohren ist noch einfacher und taugt auch):
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Hernach wird alles - Schraube zu Mutter - so zusammengefügt, dass unsere kleine Zwitschermaschine fast fertig ist.
Zwitschern kann sie jedenfalls schon.
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Aber es klingt noch nicht so schön?
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Füttern wir unser Ersatzvögelchen doch mit ein bisschen Kolophonium. Und weil's nun wirklich ziemlich echt tönt, bekommt es noch einen Ring, damit es nicht davonfliegen resp. nicht so einfach verschütt gehen kann (dafür biegen wir den Draht zurecht und führen ihn durchs vorhin schon mit Vorbedacht gebohrte Loch ;))
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Fertig!
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Ja, man mag gar nicht aufhören mit dem Zwitschern, so gut liegt das Maschinchen in der Hand.
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Das Allerbeste aber: Dieses schlichte schöne und schön schlichte Prinzip lässt sich selbstredend weiter verfeinern und variieren. Mit Messingkugeln und schmalem Holz:
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... oder dickem Zapfen und dafür teilverzinkten Schrauben ...
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... oder mit Hubmutter, Gegengewinde und Feder ...
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... oder einer echten Aufziehschraube...
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... oder ... oder ... oder. Kurzum: Hölzchen hier und Schraube da - fertig ist die Zwitschermaschinchenschar:
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Oben rechts im Bild übrigens die Mutter des den modernen Vogelrufholzes: das legendäre Audobon Bird Call. Das natürlich jede/r Zwitschermaschinen-FreundIn in jedem Fall in der heimischen Voliere haben sollte, sowieso...


SGMK & HOME MADE - DIY LABOR ROMAINMOTIER 2010

Von miss.gunst am 02.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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