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26.09.10

Zeichnen und Senden ff. (drawdio)

jsdrwd-ksw.gifInsofern wir mit Joyce Hinterdings "Induction Drawings" gerade beim Thema Radio-Zeichnungen sind: Da hätten wir doch noch etwas Passendes für den Zettelkasten. Zumal dieses Projekt schon seit dem vergangenen Jahr einer Vorstellung harrt.

Seinerzeit im Zuge der Einträge zur ars electronica 2009 sträflicherweise nicht (mehr) eigens erwähnt, aber nach wie vor interessant ist nämlich das von Jay Silver am MIT Media Lab entwickelte DRAWDIO: Ein Radio, das ebenfalls erst einmal gezeichnet bzw. gemalt werden will, um es in Betrieb zu nehmen.

Das Besondere (und auch der Unterschied zu Hinterdings Projekt): DRAWDIO ist ein DIY-Projekt, zu dessen Nachbau, freudiger Nutzung und Weiterführung eingeladen wird. Und: Der Fokus liegt dementsprechend nicht so sehr auf einem mehr oder weniger statischen ästhetischen Gebilde - sondern auf der Erkenntnis und Erfahrung im eigenen Tun sowie dem Prozess.

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Wie das geht, zeigt Silver auf den DRAWDIO-Seiten und allem voran jener, die den einladenden Titel "Make It!" trägt. Es gilt - mit wenigen, kostenkünstig zu erstehenden Materialien einen Aufsatz für ein Zeichengerät zu basteln, das seinerseits mit leitfähigem Material operiert. Also etwa einem Bleistift (genau, das Graphit). Dank des schlichten Konstukionsprinzips und der anschaulichen Anleitung lässt sich ersteres gut bewerkstelligen - und wer nicht umständlich in den Elekronikladen ziehen will, kann auch einfach einen kleinen Bausatz erwerben (bei adafruit industries ... was uns, oha, gleich an einen ebenfalls schon lang ausstehenden Zettelkasteneintrag erinnert ...). Und dann kann's mit dem Zeichnen und Musikmachen losgehen - mit Stift und Finger auf der Linie wird mn dabei selbst zum Sender respektive zum Radio.

Dass das Ganze auch mit Wasserfarben und per Kupferband leitfähig gemachtem Pinsel funktioniert, liess sich weiland auf der Ars Electronica des vergangenen Jahres weidlich testen, wo Jay Silver mit seinem Projekt im Rahmen der Campus-Ausstellung vertreten war (s.a. den Eintrag vom 08.09.09).

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Aber das ist auch nur eine Möglichkeit, das DRAWDIO-Prinzip zu nutzen und weiter zu entwickeln. Wozu kreative BastlerInnen von Silver übrigens explizit eingeladen sind. Also dann!

[Bildchen: Der schöne Schalt- bzw. Lötplan für die Platine stammt direkt aus dem Anleitungsbereich der DRAWDIO-Seite, die Nahansicht aus dem zugehörigen FlickR-Pool. Beide hat Jay Silver dankenswerter Weise unter einer cc-by-sa-Lizenz bereitgestellt. Und auch die angegebene Credit-Line übernehmen wir gern: Based on work by Jay Silver in the Lifelong Kindergarten group at the MIT Media Lab. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 26.09.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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