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08.11.10

Schöne Schlaufen (@ Shift Festival 2010)

hrs-sss-ksw.gifUnd gleich noch ein Eintrag in unserer Rubrik "WieErfinden-und-Wiedersehen machen-gleichermassen-Freude".
Beides in Kombination war nämlich noch an einer weiteren Station der Ausstellung zum SHIFT-Festival zu erfahren.

Der ausgesprochen attraktive Schattenwurf, dessen man im untestehend wiedergegebenen Bildchen ansichtig werden kann, gehört nämlich zu - na, was wohl?

Genau: Einem Ensemble aus Kassetten - und zwar nicht irgendwelchen, sondern solchen, die Harold Schellinx (mehr im hauseigenen Archiv) für sein "Found Tapes"-Projekt gesammelt hat (s. a. den Eintrag vom 11.02.07).

hrs-sss-g01.gif

In Basel gab es dabei nicht nur die kleine Installation zu sehen, sondern am Samstag abend auch eine Konzert-Performance (s.a. den Kurzbericht dazu im SHIFTfestivalBlog - und obendrein stand Schellinx dann auch noch im Rahmen eines Lounge-Talks Rede und Antwort.

Im SHIFTfestival-Blog, dessen fleissige SchreiberInnen ihrerseits nochmal ein kleines Interview mit dem Kassettengeschichte(n)-Sammler und Tape-Komponisten geführt haben, verrät Schellinx übrigens nebenbei, dass er in Basel noch keine einzige verstossene Magnetbandschlaufe gefunden habe.

Was mehrere mögliche Interpretationen gestattet. Ist es nun so, dass sich die BaslerInnen schon derart lang von ihren Bändern verabschiedet haben, dass nicht einmal mehr der Abfall auf die vergangene Kassettenkultur verweist? Oder schätzen sie ihre Bänder im Gegenteil nach wie vor so hoch, dass keines weggeworfen wird?

Wäre vielleicht angelegentlich herauszufinden. Wir empfehlen eine Aktion, wie sie seinerzeit Christian Philipp Müller mit seinem Aufruf startete, alte Rechner im plug.in abzuliefern. Voraussetzung wäre, dass eben ähnlich auch Harold Schellinx mal mit einer Einzelausstellung zu Gast sein kann. Uns Fans der medienarchäologisch inspirierten Kassettenkultur würde das - zumal als zünftige Fortsetzung des Formats "WiedErfinden/Wiedersehen" - ganz sicher freuen!

[Ja, natürlich haben wir das Bildchen aus rein formatästhetischen Gründen gedreht. Die Schlaufen hingen bzw. hangen da, wie weiland der unselige Fallada...]

Von miss.gunst am 08.11.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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