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31.12.10

Zum Jahreswechsel...

gmff2011-ksw.gif... darf wie immer eines unserer kleinen freundlichen Haustierchen in die Runde zwinkern.
Blickrichtung ist natürlich das behende nahende Neue Jahr...

... für das wir unter anderem (anders als es ansonsten unseren Gewohnheiten um diese Zeit entspricht) tatsächlich auch ein paar gute Vorsätze für unser Log.Buch gefasst haben. Oder sagen wir doch lieber: Pläne ausgeheckt?

Nun, dazu dann mehr im nächsten Jahr - das uns ja schon verführerisch entgegenfunkelt..
... und durch das wir allen einen sprühenden (Funken-)Flug wüschen!

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Von miss.gunst am 31.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.12.10

DIY Kalender 2011

diyc2011-ksw.gifNein, mit einer Vorschau auf's neue Basteljahr wollen wir dieser Tage noch nicht aufwarten. Denn erst einmal braucht es ja eine Agenda, auf der man die Termine eintragen kann. Ganze genau: Heute geht es um Kalender im Eigenbau.

Nun mögen zwar die meisten mittlerweile Kalender in elektronischen Formaten führen (ist ja auch praktisch wegen der Synchronisation).

Gleichwohl: Schon aus Sentimentalität sollte man sich doch mindestens einen Selbstgebastelten Kalender im Haushalt leisten.
Und dafür hätten wir, so nicht das klassische Template aus Papier zum Kleben und Dichten schon längst bearbeitet ist und die Wände ziert, an dieser Stelle noch ein paar Tipps.

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Wenn das Design ganz ganz schlicht ausfallen soll, kann man sich natürlich auch für diesen Zweck mit einem reinen Kalendarium zum Ausdrucken behelfen, wie es beispielsweise bei Homemade Calendars heruntergeladen werden kann.[Nein, mit HOME MADE haben diese Kalender sonst nichts zu tun...]

Indes darf es doch sicher ein bisschen nerdiger sein, oder?

Klar, dass allen voran unsere Lieblings-Bastelanleitungsplattform instructables da so Einiges in petto hat.

Unter den Klassikern Evergreens etwa den "Keylendar" aus alten Tastatur-Bausteinchen, die man mit Magneten versehen und dann z.B. an der Kühlschranktür befestigen kann. Kleiner Nachteil: Jeden Monat muss man aufs Neue aktiv werden und eigenhändig umsortieren. Grosser Vorteil: Händisch memorierend hat man die Daten immer drauf - und mit einem Griff lassen sich die Tage resp. Steinchen mit Denkzettelchen versehen.

Auch für LiebhaberInnen des guten alten Abreisskalenders ist gesorgt. Anleitungen gibt es beispielsweise für eine einfache Variante, bei welcher der Block von einem schlichten Drahtbügel zusammengehalten wird (den kreativen Energien kann man dafür dann bei der Gestaltung der Tagesblätter freien Lauf lassen - was allerdings, Obacht, im Zweifelsfall 365 Handzeichnungen meint...).

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Alternativ bietet sich für ehrgeizigere BastlerInnen aber auch eine etwas anspruchsvollere, im Ergebnis dafür extrem elegante Variante an, bei der man die Blätter mit einem digitalen Template erstellt. Auch da bedarf es dann natürlich nicht nur entsprechenden gestalterischen Könnens - schliesslich will Tag für Tag auch inhaltlich etwas geboten werden.
Gut möglich also, dass der Eine oder die andere doch lieber gleich nach der schicken Steilvorlage greift, die der instructables-Instruktor not-bob (aka Robert Watkins) schon mal vorgelegt hat und nun als pdf zum Quasi-Selbstkostenpreis anbietet - zumal sein Kalender 2011 dem schönen Thema "Today in Computer History" gewimdet ist.
Die gleichnamige Smartphone-App und das passende Google Gadget gibts übrigens gratis. Wow!

Wo wir gerade bei den nerdigeren Kalenderthemen bzw. den nerdigen Themenkalendern sind: Über einen Tipp im Blog unseres Lieblingsbastelheftchens (ja genau, das ist natürlich das Make Magazine) sind wir auf einen ganz phantastischen Kalender gestossen: Der "Lightning Calculation"-Calendar widmet sich nicht etwa Risikokalkulationen im Bezug auf anstehende Donnerwetter, sondern Techniken des blitzschnellen Kopfrechnens. Igitt? Ganz im Gegenteil: ein eindrucksvoller Beleg, dass man an Mathe durchaus seine Freude haben und dabei auch noch eine ganze Menge lernen kann.

Ersonnen und wirklich wunderschön gestaltet hat ihn der Informatiker, Mathematiker und Physiker Ron Dörfler (auf dessen Heimseiten einschlägig Interessierte übrigens auch noch eine ganze Menge anderer spannender Inhalte finden können, aber das nur beiseit). Das pdf zum Selberdrucken bietet Dörfler zum kostenfreien Herunterladen an - ansonsten kann man aber auch über LuLu.com einen professionellen Druck in Auftrag geben.

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A propos Mathe: Kalender eignen sich natürlich auch per se bestens als Rechenexempel. Für FreundInnen mathematischer Kalkulation indes, die zuvor noch selbst in den Bastelkeller begeben wollen, haben wir zu guter Letzt auch noch zwei auch im mathematschen Sinne elegante Lösungen parat - gebastelt wird dabei nämlich jeweils nur einmal, während der Kalender dann ein Leben lang hält.

Ein recht avanciertes Modell ist bei instructables im Angebot: Der "Perpetual-horizon, laser-cut erasable calendar", für dessen Bau es allerdings - wie der Name schon verrät - unter anderem auch einen Lasercutter braucht.

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Sehr viel schlichter fällt dagegegen das Modell der Evil Mad Scientists aus - ihren immerwährenden Kalender kann man sozusagen aus der Hosentasche und mit wenigen Handgriffen basteln.
Na, wenn das kein feines Projekt fürs Neujahrswichteln ist!

[Bildchen: Unser eigener kleiner Beitrag zum DIY Kalenderbau. Blanko und vorschlagsweise eine Variante für 2011, in der nur die Sonntage eingetragen sind. Wobei das Template eben - wenn schon denn schon - ein Immerwährender Kalender ist. Zum Selberbasteln und -gestalten hat es selbstredend eine Druckvorlage im pdf-Format: Einmal den DIY Kalender mit roten Zahlen (im s/w-Druck dann grau) und einmal DIY Kalender mit schwarzen Zahlen. Ausdrucken, ggf. auf Karton kleben. Je nach Präferenz individualisieren - man könnte ja z.B. auch alle Montage lochen. Hernach ggf. noch mittig falten zum Einstecken oder laminieren... oder oder etc pp]

Von miss.gunst am 28.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.12.10

Weihnachtslieder

xms10m-ksw.gifWenn schon, denn schon. Weihnachtslieder sind sicher nicht eines/einer jeden Sache. Andererseits: so ein bisschen Stimmung, einmal im Jahr - zumal es ja auch darauf ankommt, wo und wer die Musik spielt...

FreundInnen der Bittunes wissen das natürlich längst - und nicht nur, weil 8Bit-Sounds eigentlich immer ein wenig nach Glockenspiel klinge(l)n.
Oder ist es vielleicht ein Zufall, dass zu den frühesten Publikationen der 8bitpeoples die angelegentlich auch in unserem Log.Buch gelobte und gepriesene EP "The 8bits of Christmas"* gehört?
[* Da die 8bitpeoples ihre Releases ganzseitig listen, hier bequem bei archive.org]

Nun, für jenen Teil der geneigten LeserInnenschaft dieses Log.Buchs, der ebenso wie die Verfasserin auch zur Weihnachtszeit zu Experimentalelektronik neigt, hätten wir durchaus noch weitere Empfehlungen auf unserer Liste.

Etwa eine weitere Preziose aus dem Bittunes-Klassiker-Olymp: Die "4bit xmas" von monotonik. Rentiere in Raumschiffen mit Nadeldruckerantrieb.* Yay!
[* Für alle Fälle: sie (g)rasen natürlich auch bei archive.org]

Ebenfalls schon ein paar Jahre im Archiv*, aber nach wie vor eine nette Sache: "MiMi Loves Xmas", eine vom japanisch-portugiesischen (Netz-)Label MiMi herausgegebene Kompilation - eine leckere Mischung speziell für Menschen mit Neigung zu Noise und glitchiger Experimentalelektronik.
[* Ja, auch bei archive.org...]

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Oder lieber etwas sanftere Klänge? Auch da hätten wir natürlich etwas. Nach wie vor und im Übrigen nicht nur zur Weihnachtszeit hörenswert: die Feiertagskompliationen von hippocamp, "Xmas Collection pt. 1" und "pt. 2"*.
Zudem gibt es beim (seit einiger Zeit leider nicht mehr aktiven) Nilpferdchen auch eine echte "Weihnachtsplatte", nämlich die ebenfalls sehr schöne "HIPPOCAMP CHRISTMAS COMPILATION 2005"**. DingDong!
[* Auch hier: Teil I und Teil II bei archive.org; ** dito...]

Hochaktiv ist indes das ebenfalls vorzugsweise Experimentalelektronica publizierende Netzlabel RRoborobotica, das in diesem Jahr bereits seine fünfte Christmasaurus Collection veröffentlicht hat.*
[* Ja, genau. Das auch.]
Wer die anderen noch nicht kennt: Sollte sich am besten gleich vertrauensvoll an archive.org wenden, wo netterweise ein Päckchen mit allen fünf bislang erschienenen Weihnacht(s)saurierkollektionen unterm Bäumchen liegt.

Und für alle gilt, HighLowTechBrow-gezwinkert: Enjoy!

Von miss.gunst am 24.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.12.10

Wellenfeldsynthese (WRT)

aawfst-ksw.gifZugegeben: Wäre dies ein Türchen im Adventskalender, hielte sich die Überraschung in Grenzen. Aber weil wir den Strang zur Klangraumforschung eben doch noch ein bisschen weiterführen wollen, gibt's für heute gleich nochmal einen einschlägigen Webradio-Tipp.

Und zwar jenen zur Fortsetzung der Doppelsendung des WDR 3 open studio Elektronische Musik, deren erster Teil für den vergangenen Mittwoch empfohlen wurde.

Diesmal soll es noch einmal im Spezielleren um die Klangräume der elektronischen Musik gehen und darum, welche physikalischen und technischen Mittel und Effekte zu ihrer Generation beitragen.
Wobei der Ankündigungstext mit Stichworten wie "Phantomschallquellen" und "Wellenfeldsynthese" lockt - die bei aller Sachlichkeit auch die übermütige Imagination ein bisschen zum Tanzen bringen können...

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Ergo heisst es auch heute Nacht (22.12.10) wieder zur gewohnten Sendezeit des Formats, also 23:05 Uhr: auf in den Radio(Klang)Ram bzw. den Stream...

[Bildchen: Nun, das sind Klangraumphantome (und im weitesten Sinne auch Phantomschallquellen, wenn man so will) - allerdings solche, die unser Gehör generiert. Für das Urbild der beiden Binauralen Beats danken wir DPic für seine Wikimedia Commons-Spende - und wie dieses lizensieren wir die Phantömchen unter cc-by-sa. Merci!]

Von miss.gunst am 22.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.12.10

Handgemachte Karten

hdmhdm-ksw.gifSaisonbedingt mag man beim Stichwort "handgemachte Karten" sicher erst einmal an selbstgebastelte Weihnachtsgrüsse denken. Aber in diesem Fall ist eine ganz andere Sache gemeint - deren Vorstellung allerdings durchaus saisonal motiviert ist.

Gemeint sind nämlich Landkarten und Stadtpläne, die von Hand gezeichnet sind.
Ist mithin eigentlich eh ein Thema, das längst schon in unseren Zettelkasten gehört hätte - handgemacht und hausgemacht ist zwar nicht dasselbe, aber Letzeres geht mit Ersterem denkbar oft zusammen.

Nun werden manche vielleicht denken: In Zeiten, in denen einem das Kartenprogramm einer bekannten Suchmaschine den Weg von A nach B jederzeit und überall auf den heimischen Rechner, das Mobiltelefon oder das Navi spielt, haben hakelige Serviettenzeichnungen ein für allemal ausgedient.

Weit gefehlt, würden wir derlei doch sofort entgegenhalten wollen. So nett besagter Service auch ist - um die Zuverlässigkeit zum Beispiel bzw. insbesondere bei der Darstellung von Fusswegen ist es nicht wirklich gut bestellt. Und das wiederum hat einen guten Grund bzw. direkt mit der Datengrundlage zu tun, auf deren Basis die Vorschläge erfolgen. Die ist nun mal primär aus Autofahrerperspektive verfasst - und automatische Fehldeutungen von fotografisch erfassten Flächen führen dann gern mal dazu, dass Wege garnicht erscheinen oder grosszügige Umrundungen unbebauter Zonen angeraten werden.

Im Gegensatz dazu sind handgezeichnete Karten wiederum allerbestens dazu geeignet, individuelle Ratschläge für besonders schöne, besonders spannende, besonders ruhige etc. pp. Fusswege sowie natürlich persönlich erprobte Spezialtipps loszuwerden. Wie sie gerade in heimischen Gefilden eigentlich bei jede/m zum Repertoire gehören.

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Natürlich haben auch handgezeichnete Karten ihre Häkchen und Haken, abhängig von den Kapazitäten des Zeichners resp. der Zeichnerin. Aber dafür dann eben eine individuelle Note, mit der - wiederum abhängig von den Kapazitäten des Zeichners resp. der Zeichnerin - mitunter sogar eine eigene bildnerische Qualität einhergehen kann.

Eine echte Schatztruhe für LiebhaberInnen dieser Gattung ist die Webpräsenz der "Hand Drawn Map Association". Das von dem in Philadelphia beheimateten Designer Kris Harzinski ist ein Mitmach-Projekt, das handgezeichnete Karten aller Art sammelt - und dabei nicht nur nach Eingang chronologisch publiziert, sondern zudem auch nach unterschiedlichen Gesichtspunkten sortiert.

So kann man zum einen im Archiv ganz konventionell nach Stadtplänen schauen (die dann natürlich teils durchaus unkonventionell ausfallen), aber ebenso nach Karten fiktiver bzw. fiktionaler Orte fahnden. Und dann gibt es auch kuratierte Sammlungen, in denen einschlägige Projekte einzelner KünstlerInnen vorgestellt werden.
Und inzwischen übrigens auch ein sehr schönes Büchlein, das auch bei uns im Handel zu erstehen ist.

Genau, da war noch etwas: Der saisonbedingte Anlass. Zu den Zwecken, denen eigentlich nur handgezeichnete Karten dienen können (es sei denn, man schickt eine Drone oder einen humanoiden Späher des Wegs voraus), gehören nämlich auch jene fussläufigen Workarounds, die zur Meidung vorweinachtlicher Staumassen notwendig werden, wie sie in Einkaufszonen und durch Weihnachtsmärkte entstehen.

Und wenn dann noch - wie dieser Tage - anhaltende Schneefälle dafür sorgen, dass just jene seltener begangenen Pfade, auf die man sonst ausweichen würde, unpassierbaer werden... Tja, dann braucht es ausgeklügelte Karten im Kopf oder, zum Behufe der Weitergabe, eben auch in der Hand...

[Bildchen: Ja, so bescheiden kann's eben mitunter aussehen resp. zugehen. Anstatt von a nach b (oder umgekehrt) gemütlich auf gewohntem Pfad zu wandeln (hellgrün), weicht man zwecks Meidung der Zone - wo nun mal gar nichts geht - auf einen Schleich- und leider auch Umweg aus (dunkelgrrrün). Aber selbst dort sorgen gemeine Hindernisse wie Baustellen und Schneewehenwälle dafür, dass man sich nicht oder nur mühselig fortbewegen kann (gelb). Kurzum: Da hilft dann auch die handgezeichnete Karte nicht - es sei denn, um das ganze Elend darzulegen.]

Von miss.gunst am 18.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.12.10

Aurale Architektur (WRT)

aarmk-ksw.gifKlangraumerkundung kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise betreiben - und entsprechende Unternehmungen sowohl draussen auf dem Felde wie auch drinnen speisen wir ja regelmässig in unseren Zettelkasten ein.
Diesmal gibt es wieder etwas passendes für die Sofakartoffelforschung, also einen Webradio-Tipp.

Das WDR 3 open studio Elektronische Musik hat nämlich sowohl für den heutigen wie auch einen weiteren Mittwoch, nämlich (schon mal vormerken:) den 22.12.10 eine Sendung zum Thema angesetzt.

Im ersten Teil von "Spatial Acoustics" soll es nun erst mal einen Überblick über die vielfältigen Beziehungen zwischen Komposition und Raum geben.

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Genaueres wird im Vorfeld nicht verraten, daher: Einfach gespannt sein und zur gewohnten Sendezeit des Formats, also 23:05 Uhr das Radio bzw. den Stream anwerfen...

[Bildchen: Den Raum in allen drei Dimensionen haben dankenswerter Weise Green G und Falcorian gezeichnet - und hernach in die Wikimedia Commons spendiert. Wie das Original ist auch unsere Weiterbearbeitung unter cc-by-sa lizensiert. Merci!]

Von miss.gunst am 15.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.12.10

VIDEOEX 2011 ruft

vdx11c-ksw.gifUnd wieder ein Aufruf, den es weiterzugeben gilt - in diesem Fall speziell an jene, die einen experimentellen Umgang mit dem Bewegtbild pflegen, der in entsprechenden Film- und Videoarbeiten resultiert.

Auch im kommenden Jahr - vom 21. bis 29. Mai 2011 - wird es nämlich in Zürich wieder eine Ausgabe des von uns aus guten Gründen hoch geschätzten Festivals VIDEOEX geben (s. a. mehr im hauseigenen Archiv). Und wie stets werden ein Schweizer sowie ein internationaler Wettbewerb Teil des Festivals sein.

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Sowohl die Regularien für die Einreichung (pdf) als auch ein entsprechendes Einreichungsformular (pdf) stehen auf den Heimseiten des Festivals zum Herunterladen bereit. Einreichungsschluss ist der 30.01.2011.
Also, in diesem Sinne: VIDEOEX, und hopp!

[Bildchen: EX VIDEOTAPE - nach einer Aufnahme von Honza Groh. Für die Bereitstellung in den Wikimedia Commons gilt wie immer ein dickes Dankeschön sowie für unser Bildchen dieselbe Lizenz, unter welcher das Mutterexemplar veröffentlicht wurde, in diesem Fall cc-by-sa.]

Von miss.gunst am 12.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.12.10

Radioraumforschung (WRT)

jkspsp-ksw.gifDas verspricht doch wieder eine radiophone Klangkunst-Stunde zu werden, die man nicht verpassen sollte. Radioraumforschung, die von keinem geringeren als Athanasius Kircher inspiriert worden ist. Und zugleich ganz gegenwärtig orientiert ist, indem sie ihre angewandte Medienarchäologie am und im Funkhaus betreibt.

Durchgeführt hat das Projekt ein Künstler, der treuen LeserInnen dieses Log.Buchs kein Unbekannter ist: Jacob Kirkegaard (s. die Einträge im hauseigenen Archiv, wo unter anderem schon sein "Looptower" und sein ebenfalls radiophoner "Eisenwind" vorgestellt worden sind).

Für "Speculum Speculi" - wie das 2009 entstandene Stück heisst - hat sich Kierkegaard in die Studios von Deutschlandradio begeben und deren Eigenklang mehrfach ineinandergespiegelt.

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Fünf Minuten, nachdem heute (09.10.10) zu morgen (10.10.10) geworden ist, also zur klassischen Deutschlandlradio-Klangkunst-Zeit, wird das Stück nun ausgestrahlt. Und ist dementsprechend unser Webradio-Tipp der Woche...

Von miss.gunst am 09.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.12.10

Tischtheremin ohne Theremin (J. E. Oliver)

jtms-ksw.gifEin nahezu unsichtbares Instrument, das von den Händen nicht berührt wird, die es spielen? Da denkt man spontan natürlich erst einmal an das gute alte Theremin.
Aber mit den digitalen Medien stehen auch ganz andere Technologien bereit, um ein solches Instrument zu bauen.

An sich wissen das die LeserInnen dieses Log.Buchs längst, da uns - unter anderem oder vielleicht besser: allen voran - Bruno Spoerri (s.a. mehr im hauseigenen Archiv) nicht nur verschiedentlich mit Theremin-Konzerten erfreut hat, sondern eben schon seit Jahren David Rokebys Very Nervous System in ganz ähnlicher Weise fürs Live-Jazzen nutzt. Und zudem, nicht zu vergessen, vor zwei Jahren beim Zürcher diy*together Festival sogar mit der Wii Entsprechendes vorgeführt hat.

Klar allerdings auch, dass damit noch lange nicht das Ende der kreativen Fahnenstange erreicht ist.
So hat der peruanische Künstler und Computermusiker Jaime E. Oliver ein Instrument namens The MANO Controller (kurz: MANO) konstruiert, das erst einmal wie ein schlichter Tisch ausschaut und eben dann, wenn man seine Hände über dessen Platte manövriert, zauberhafte Klänge hervorbringen kann.

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Das Geheimnis von MANO sind freilich keine Schwingkreise, sondern - ähnlich wie auch beim Very Nervous System - ein optischer Sensor, dessen Signale an einen Computer resp. ein von Oliver geschriebenes Programm weitergegeben werden, das wiederum die Bewegungen der Hände in Klänge respektive Musik verwandeln kann.

Den Aufbau des MANO - mit seiner schwarzen Platte, die von zwei Schreibtischlampen beleuchet wird, darüber eine Videokamera als Sensor, Computer und Audioperipherie ebenso schlicht wie elegant - kann man auf Olivers Heimseiten in Augenschein nehmen. Und dort gibt es neben einem Video, welches den Künstler und sein Instrument in Aktion zeigt ("Silent Construction 2"), auch spannende Einblicke in Details.

So etwa dazu, wie die Daten erfasst werden und sogar Ansätze zu einem HowTo-Tutorial für einen MANO-Eigenbau, inklusive Sourcecode. Wow!

Am heutigen Samstag (04.12.10) wird Jaime E. Oliver im ZKM Karlsruhe im Rahmen des IMATRONIC-Festivals für seine Arbeit der heuer erstmals vergebene Giga-Hertz-Sonderpreis für technische Innovation verliehen. Wozu wir natürlich gratulieren - indes aber der Meinung sind, dass MANO beziehungsweise die Silent Construction Series künstlerisch nicht weniger würdigenswert ist.
Mal ganz abgesehen von den Sympathiepunkten, die Oliver durch die in den Künsten allgemein noch nicht so weit verbreitete OS-Philosophie verdient.

[Bildchen: Kommt nicht aus dem MANO-Manual. Weil wir wie so oft zu ungeduldig waren, noch extra anzufragen, haben wir eben flink händisch eine Hommage fabriziert...]

Von miss.gunst am 04.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.12.10

Ruf nach Klanglandschaften

klseu10-ksw.gifAuf der Suche nach einem schönen Webradio-Tipp, mit dem man den Dezember hätte einleiten können, sind wir auf einen Aufruf gestossen, der sicherlich früher oder später zu einem ebensolchen führen wird.

Das Goethe-Institut Belgrad, das Institut für Musik und Akustik Karlsruhe am ZKM Karlsruhe, das Dritte Programm von Radio Belgrad, die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union, Deutschlandradio Kultur sowie der Klangkünstler und Regisseur Götz Naleppa laden europäische KlangkünstlerInnen dazu ein, sich auf die Suche nach dem Klangpanorama Europa zu machen - beziehungsweise Arbeiten zu selbigem beizusteuern.

Dabei soll es sich um radiophone Kompositionen von bis zu fünf Minuten Länge handeln, die unmittelbar auf einen Ort oder eine Landschaft (in Europa) Bezug nehmen - gefragt scheint, wenn man nach dem Ausschreibungstext geht, wohl eher eine Arbeit mit lokal eingeholtem Klangmaterial zu sein als freie Assoziationen (die Rede ist von "aktustischen Eindrücken"). Aber da Europa an sich immer auch Imagination ist - wer weiss...

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Jedenfalls: Denen, die einen Beitrag beisteuern, winkt nach erfolgreicher Passage durch die Jurierung nicht allein die Ausstrahlung des eingereichten Stücks. Zudem soll im Oktober 2011 auch ein Workshop mit Thomas Köner (s.a. im hauseigenen Archiv) im Karlsruhe stattfinden, bei dem es dann noch einmal zu einem gemeinsamen Klangbild von Europa zu finden gilt.

Das allein ist doch vielleicht interessant genug, um sich zu beteiligen?
Mehr dazu, wie das Ganze funktionieren soll, und natürlich alle relevanten Daten* im Klangpanorama-Ausschreibungstext...

*[Beiseit: Naja, relativ gesehen. Insofern man sich hier wie so oft fragen kann, warum so ein Dokument auch im WWW als Inselchen angelegt sein muss - und man die Anker zu den beteiligten Institutionen, Organisationen und Personen, für die sich potentiell Einreichungswillige ja vielleicht interessieren könnten, dann selbst zusammenklauben muss...]

[Bildchen: Grosser Dank für die Zeichnung der Erdkugel mit Europa geht an den Wikimedia-User Ssolbergj - und wie diese ist auch unsere Klanglandschaft mit cc-by-sa lizensiert.]

Von miss.gunst am 01.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)