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31.01.11

Hackteria-Workshops @ Zürich

hcktzh11-ksw.gifDa wir gerade bei den Ankündigungen sind: Auch für FreundInnen des Do-It-Yourself in der naturwissenschaftlichen Forschung gibt es aktuelle Termine zu vermelden, die sich der eine oder die andere sicher im Kalender ankreuzen wird.

Wie schon im vergangenen Jahr, lädt Hackteria wieder zu Workhops nach Zürich ein.

Diesmal sind es zwei Wochenendkurse im Februar, beide finden im von der SGMK eingerichteten MechArt-Lab statt.

Der erste - am 12./13.02. - wird wieder einmal dem kreativen Mikroskop-Eigenbau mit minimalem Budget gewidmet sein. Mit im Paket: Eine kleine Einführung in die Geschichte der Mikroskopie.

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Der zweite - am 20./21.02. - führt als Bioelectronix-Workshop den Strang ein Stückchen weiter. So können zum einen die DIY-Mikroskope perfektioniert, zum anderen aber auch für Forschungszwecke mit zusätzlichen Elementen im Eigenbau kombiniert werden.
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Nähere Details und Anmeldung über die Workshop-Seite auf hackteria.org.

[Bildchen: Oben wird im schönen Tessin, während der SGMK HOME MADE Forschungswoche 2009, eins der ersten DIY-Mikroskope getestet; unten ein Blick auf den Arbeitstisch während des Hackteria-Workshops in Dormund bei der ISEA 2010. Mehr zum einen wie zum anderen sowie weiteren Hackteria-Aktivitäten, die in den Radius gerieten, im hauseigenen Archiv...]

Von miss.gunst am 31.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.01.11

Ruf zum Radiophonic Creation Day

rphcd11-ksw.gifAnstelle eines Webtradio-Tipps wieder einmal ein Aufruf, der später ganz sicher zu einem ebensolchen führen wird: Es geht nämlich um experimentelle Radioproduktionen als mögliche Beiträge zu einem einschlägig gewidmeten Radiotag...

... dem Radiophonic Creation Day!

Der Radiophonic Creation Day findet alle zwei Jahre statt - heuer, genauer gesagt: am 04.06.2011 ist wieder so weit.
Und zu diesem Behufe geht eben nun auch ein Aufruf zur Beteiligung bzw. Einreichung von Produktionen in die Runde:

CALL FOR PROPOSAL / APPEL A PARTICIPATION International Radiophonic Creation Day is a biennal event honouring radio creation on its widest sense : soundscape, Hörspiel, radio drama, experimental music, various sounds...

How does it work?
On Saturday the 4th of June between midnight and midnight will be broadcast at the same time on a lot of radios around the world, the 24h programming provided by us and including your pieces. After the festival, a boxset containing the 24h of programming will be edited and will be distributed to all the participants and to arts centers, librairies, specialised bookshops etc….

Submissions
Applicants must fill out and submit the Submission Form on this site, as well as an e-mail with your sound piece attached (it is preferable to use www.sendspace.com to send your pieces) to info@shakerattleroll.com

Application open to : radio stations, artists, anyone interested in sounds
Subject : no fixed subject
Lenght : no fixed length
Format : .wav or .mp3 (256kbps)

Open for submissions : December 2010
Deadline for entries : 1st April 2011
Delivery of commissioned programming : 22nd April 2011
24h Broadcasting : 4th June 2011
Boxset edition : November 2011


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Wie dem Procedere zu entnehmen, werden die eingereichten Beiträge noch ausgewählt, um ein Programm zusammenzustellen - es wird also nicht einfach alles bunt dahingesendet werden.

Auf die Ergebnisse sind wir selbstredend gespannt und werden dann am 04. Juni die Öhrchen spitzen. Erst einmal aber heisst es: Einreichen, bitte - seid dabei!

Von miss.gunst am 28.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.01.11

Overhead-Instrumente ff. (Blair Neal)

nbovhcm-ksw.gifWo wir gerade wieder mal bei kreativen Transfomationen der vom Aussterben bedrohten Gattung Tageslichtprojektor sind: Da bietet es sich doch an gleich noch ein weiteres Kärtlein aus dem Zettelkasten zu ziehen.

Im vergangenen Frühjahr lockte nämlich ein Eintrag im Blog des Make Magazine, einen Blick auf das "Demotape" zu werfen, das Blair Neal von seinem Projekt "Color a Sound" ins Netz gestellt hat.

Tatsächlich handelt es sich bei der Installation des experimentierfreudigen New Yorker Künstlers um ein veritables "overhead projector musical instrument", wie es der Beitrag in Make titelte: Die Kurbel für Overhead-Folie setzt sozuagen eine Drehorgel in Gang, deren Walze mit drei farbigen Folienstiften bezeichnet wird. Die auf diese Weise komponierten Melodien erklingen, sobald die Folie einen optischen Sensor passiert, welcher die Signale abnimmt, die dann digital in Sounds übersetzt werden.
Sehr elegant, so ein Sequencer im Overhead-Gewand.

[Bewegtbildchen: Color a Sound von Blair Neal auf Vimeo.]

Wenn man schon mal in Blairs Portfolio spazierengeht, sollte man getrost auch mal einen Blick auf die anderen Projekte werfen - da sind wirklich leckere Sachen dabei.

Und währenddessen lässt sich prima der ebenfalls seeehr empfehlenswerten Musik lauschen, die Blair mit seiner Band Bentlikebranches produziert. Die Veröffentlichung ist übrigens unter cc-by-sa lizensiert. *yummie*!!!

Von miss.gunst am 24.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.01.11

Interface Düsseldorf (mit Overheads)

ifovh-ksw.gifLeider ein bisschen spät für eine Ankündigung, aber ins Log.Buch gehört diese Veranstaltung doch in jedem Fall:
In Düsseldorf lädt das fantastische Forum Freies Theater (FFT) für eine Woche zur experimentellen Klang(Kunst)Werkstatt mit verschiedenen KünstlerInnengruppen ein.

Die hört auf den schönen (wenngleich schon ziemlich belegten) Namen Interface und hat ein ebenso schlichtes wie vielversprechendes Basiskonzept:

"Eine Woche lang besetzen sechs Künstlergruppen mit Workshops sämtliche Bühnen und Räume des FFT, um sie in ein Experimentierfeld der Klangkunst zu verwandeln."

... was mittelbar auch die Namenswahl erklärt, denn die Arbeitsaufgabe ist tatsächlich, die Räume als Interfaces zu nutzen und auszugestalten.

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Vielversprechend ist das Ganze aber auch schon aufgrund der Gruppen, die vom FFT eingeladen wurden: Mit von der Partie sind nämlich unter anderem Tina Tonagel, Ralf Schreiber und Christian Faubel von kunst und musik mit dem tageslichtprojektor (mehr s.a. im hauseigenen Archiv) - und mit den RaumZeitPiraten
Tobias Daemgen und Moritz Ellerich sogar noch ein weiteres Projekt, dessen Arbeiten Herzen von Overheads-Fans höher schlagen lassen.

Aus der Schweiz wiederum kommt Lilian Beidler, deren Variation auf Fische(r)s Nachtgesang vor bald zwei Jahren im seligen Zürcher videotank entzückten.

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Dazu gibt's dann noch diverse Möglichkeiten, an Workshops teilzunehmen, in Open Lab-Sessions zu fensterln und am Wochenende lädt das Düsseldorfer Interface zum Konzert.
Kurzum: Ein feine Sache und für jene, die irgend Gelegenheit dazu haben, ein klarer Fall von "Seid dabei!"

[Bildchen: Vom Overhead-Konzert, das Tina Tonagel, Ralf Schreiber und Christian Faubel letzten Sommer während der SGMK HOMEMADE Forschungswoche in Romainmôtier gegeben haben. In Düsseldorf wird's am Samstag sicher mindestens so schön...]

Von miss.gunst am 20.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.01.11

Kunstgeburtstag 2011 (WRT)

lbkgpp-ksw.gifWie schon die Weitergabe des Aufrufs zum Einreichen von Präsenten ahnen liess, wollen wir auch in diesem Jahr wieder nach guter alter Tradition mit der Kunst Geburtstag feiern.

Und wie immer werden die Feierlichkeiten wwweltweit ausgerichtet, so dass man mit ein bisschen Glück entweder lokal zu einer veritablen Kunstgeburtstagsparty ziehen und/oder eben wenigstens mit den Ohren via (Web-)Radio mitfeiern kann.

Details zu allen diesen Optionen einschliesslich der Programme für 2011 lassen sich wie je auf der zentralen Kunstgeburtstags-Webseite abrufen.

Die Auswahl ist auch in diesem Jahr wieder mehr als reichlich und entsprechend peinvoll die Qual der Wahl. Letztere will selbstredend ganz nach Gusto getroffen werden, von unserer Seite daher wie immer nur ein kleines Bündel persönlicher Empfehlungen:

Die Wiener Kunstradio-Radiogeburtstagsparty - nur live vor Ort und um 20:00 Uhr im Kunsthaus - haben wir ja bereits erwähnt und auch den Youscream-Contest, der übrigens von viral radio organisiert wird.

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Ebenfalls (erst einmal) als lokale Live-Veranstaltung ist die Kunstgeburtstags-Feier von Deutschlandradio Kultur, die - ausgerichtet in Kooperation mit der Spex - heute Abend ab 20:00 Uhr im Berliner Berghain steigt. Mit auf dem Programm: Felix Kubin (s.a. mehr im hauseigenen Archiv), der seine u.a. vergangenen Sommer im Gasometer entstandenen Testsignale aussenden wird.

Das allerbeste aber: Ausschnittsweise können wir alle dem Berliner wie auch dem Wiener Abend und vielen, vielen anderen (um nicht zu sagen: fast allen) lokalen Feiern im Rahmen des Kunstgeburtstagsprogramms der European Broadcasting Union (bzw. der Ars Acustica-Gruppe der EBU) beiwohnen.
Ebenfalls live, nur eben via Webstream. Bzw. Webstreams. Denn damit uns die süsse Qual der Wahl am Ende doch noch erhalten bleibt, bietet die EBU-Kunstgeburtstagssause doch glatt ein Parallelprogramm an.

Na, da fällt es doch leicht, gleich mal ein paar hysterisch-begeisterte Schreie auszustosssen, oder?

[Bildchen: Unser lokaler Scream Club. Leider teilweise grad noch ein bisschen verschnarcht. Aber es wird ja ein längerer Abend...]

Von miss.gunst am 17.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.01.11

Gedrucktes geteiltes Glück

tfszz-ksw.gifVergangenen Mai haben wir an dieser Stelle von geteiltem Glück geschwärmt - genauer gesagt: geteiltem Glück in gedrucktem Format.

Seinerzeit lud das Projekt "Thanks for Sharing" kleine, in Eigenproduktion entstandene Kunst-Zines zu einem ganz speziellen Anlass ein: Einer Ausstellung, bei der man nicht nur Schauen, sondern auch lesen, diskutieren und etwas mitnehmen konnte - sozusagen einer Zines-Messe, aber eben ohne Verkauf.

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Inzwischen haben die rührigen InitiatorInnen des Kunstraums d21 eine Dokumentation erstellt, aus der natürlich ebenfalls ein kleines Kunst-Zine geworden ist. Das flatterte uns dieser Tage ins Haus - huuii, wir packen es dann auch gleich mal aus und rufen noch einmal ganz beglückt...

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... Thanks for Sharing!!!

Von miss.gunst am 14.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.01.11

Ruf nach Kunstgeburtstagsgeschenken

lbbab-ksw.gifAlle Jahre wieder? Genau. Aber bevor wir Kunstgeburtstag feiern, wollen erst einmal die Präsente zusammengestellt sein.
Wie praktisch, dass das ORF Kunstradio auch heuer einen kollektiven Gabentisch organisiert.

In bewährtem Verfahren hat das Kunstradio einen Ruf nach Geschenken im Audioformat ausgegeben - und wie immer gibt es einen Pool, in den man seine Stücke selbst einspeisen kann.

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Kunstgeburtstags-FreundInnen indes, die nicht gleich eine ganze Miniatur-Komposition abliefern können oder wollen, dürfen aber auch gern ganz einfach freudig Jubeln: Der glückliche, bglückende Schrei wird dann am 17. Januar via Yourscream auf der Kunstradio-Kunstgeburtstagsparty zu hören sein.

Seid dabei!

[Bildchen: In Hommage an die dieses Jahr zur Kunstradio-Kunstgeburtstagsfeier lancierte Tubenradiolarie, eine kleine Tröthilfenidee für jene, die nicht so gern selbst screamen wollen...]

Von miss.gunst am 11.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.01.11

Gasometer Radio Remix (WRT)

gsmtrrm-ksw.gifSollte die Reihe der Radioexperimente aus dem Gasometer Oberhausen, die vergangenen Okotober/November beim Wiener Kunstradio zur Ausstrahlung kam, Gefallen gefunden haben, hätte es noch einmal einen Anschluss-Webradio-Tipp.

gsmtrrm-g.gifKnut Aufermann (mehr im hauseigenen Archiv) hat nämlich basierend auf dem seinerzeit während des Klangforschungs-Wochenende vor Ort und anschliessend in der Postproduktion entstandenen Material noch einmal einen Remix gemacht.

Und dieser wird am heutigen Freitag (07.01.11) zu später - indes Radiokunst-FreundInnen mehr als gewohnter - Stunde, nämlich ab 23:05 Uhr bei WDR open: Studio Akustische Kunst ausgestrahlt.

Ergo, liebe FreundInnen der Gasometer-Klangabenteuer: Treffen resp. hören wir uns dann im WDR-Webradio-Stream?

Von miss.gunst am 07.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.01.11

Druckende und gedruckte Drucker

drckr-ksw.gifLang, lang ist es her, dass wir begeistert in Zürich den Nadeldrucker-Symphonien von The User lauschten, die Mika Taanila seinerzeit gerade als Optical Sound gefasst resp. kongenial ins tönende Bild übersetzt hatte.

Aber natürlich bieten Drucker auch was ihre primäre Funktion, also das Drucken bzw. das Erstellen von Druckerzeugnissen betrifft, für medienarchäologisch forschende KünstlerInnen gutes Futter.

Über eine eigentlich ganz anderen Dingen geltende Recherche sind wir nun zufällig auf die Fährte von Xavier Antin gestossen. Der in London und Paris lebende/arbeitende Grafik-Designer und Künstler hat im Juni vergangenen Jahres gleich zwei schöne einschlägige Projekte realisiert:

"Printing at Home" ist eine Installation mit respektive Serie von neun gehackten Tintenstrahl-Druckern, die ebenso niederträchtig wie originell zu anderen Zwecken missbraucht werden.

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"Just in Time, or A Short History of Production" wiederum schliesst vier alte Tischdrucker, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten des 19. und 20. Jahrhundert stammen, zu einem gemeinsamen Druckprozess zusammen: Der älteste, ein Mimeograph aus dem Jahr 1880, macht mit Magenta den Anfang; darauf folgt ein Matrizendrucker aus 1923, der für die blaue Farbe zuständig ist; ein stolzer Laserdrucker aus 1969 darf ins Schwarze treffen. Und zum guten Schluss sorgt noch ein Tintenstrahler von 1976 für leuchtend gelben Glanz.

Hätten wir natürlich beide gern in Aktion gesehen. Das ist zwar zu spät - aber konsequenter Weise hat Antin sowohl die eine wie die andere Installation in ein (Künstler-)Buchprojekt überführt.
Und beide Büchlein sind nun auch in seinem eigenen online-Shop zu erstehen.

Nun, für nachträgliche Weihnachtsgeschenke (beispielsweise bzw. nur für den Fall, dass es über Sammelleidenschaft hinaus noch Argumente braucht) ist es doch sicher noch nicht zu spät...

[Bildchen: Dieses klassische Modell ist in beiden Installationen resp. Publikationen nicht vertreten - aber eben drum figuriert es in der handgemachtengedruckten Illustration...]

Von miss.gunst am 04.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.01.11

DIY Rosige Aussichten

hm-rs-pp-ksw.gifRosige Aussichten beflügeln bekanntlich - und das gilt natürlich auch für einen schwungvollen Start ins Neue Jahr.
Manche Menschen mögen aus diesem Grund entsprechend eingefärbte Sonnengläser erwerben. Dabei geht's doch viel einfacher und schöner: Mit rosigen Aussichten Marke Eigenbau.

Etwa so?

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Falsch, ganz falsch (wenngleich wir niemanden davon abhalten wollen, sich das Bildchen farbig auszudrucken und hübsch gerahmt auf den Schreibtisch zu stellen).

Viel besser funktioniert's, wenn man die Augen eine Zeit in dieses Bildchen versenkt:

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Dann kann man die rosigen Aussichten nämlich überall hin mitnehmen.
In diesem Sinne!

PS: Falls das Zwinkern unseres ansonsten gut getarnten Grüntierchens zu sehr ablenken sollte (zumal man es dann ebenfalls mitnehmen muss...), hätte es selbstredend auch noch eine Variante, in welcher es ganz in Deckung gegangen ist:

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Von miss.gunst am 01.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)