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15.04.11

Unmögliche Disko (ff.)

dck18impd-ksw.gifWie doch manchmal eins zum andern passt! Gerade erst hat der heurige Pixelstorm Award das Motto "Disco Impossible" ausgerufen - und nun dockt eine geschätzte Zürcher Initiative für die elektronische Kultur direkt mit einer entsprechenden Reihe an.

Tatsächlich lautet das aktuelle Frühjahrsthema des dock18 (s.a. mehr im hauseigenen Archiv) - ganz so, als guckte man in die Wandverspiegelung eines fürs Tanzvergnügen eingerichteten Etablissements: Impossible Disco ganz ähnlich, nämlich italienisch Disco Impossibile!

Allerdings kann man sich nicht nur einigermassen sicher sein, dass es auch im Dock keineswegs um ein Verdikt gegen schwingende Hüften geht - sondern, wie bereits gute Freitagstradition, allem voran um Projektpräsentationen, Vilme, Netzwerke und das Netzwerken unter FreundInnen des kreativen Umgangs mit digitalen Medien.
Zudem hat es auch für jeden Disco-Abend ein spezielles Programm, wie die Überschau zur dock18-Disco Impossibile verrät.

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Wer nun ins Taschentüchlein schneuft, weil bereits die ersten Abende gelaufen sind und/oder die Rote Fabrik nicht jeden Freitag in erreichbarer Nähe ist: Immerhin hat es nach wie vor auch die Option, via dock18-TV live oder auch nachträglich in die unmögliche Disko zu fensterln. Ein schwacher Trost? Nun denn - die Reihe läuft noch eine Weile, einfach als jour fixe auf die Agenda setzen...

Von miss.gunst am 15.04.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.04.11

Gagarin feiern (WRT)

yrsn11-ksw.gifNicht nur eine prominente Suchmaschine weist (mindestens in unseren Breitengraden) heute aus gegebenem Anlass darauf hin: FreundInnen der bemenschten Raumfahrt können einen Feiertag im Kalender makieren.

Vor genau fünfzig Jahren - am 12. April 1961 - ist der sowjetische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin mit dem Raumschiff Wostock 1 als erster Mensch in den Weltraum geflogen. Und nach einer 108 Minuten währenden Erdumrundung auch wieder auf dem Boden derselben gelandet.

Da wir uns bekanntlich für Richtung Weltraum entsandte Flugkörper sehr interessieren (indes natürlich auch für unbemannte - wie beispielsweise Satelliten, zudem nicht unseren geliebten Sputnik, zu denen es jeweils schon so einige Einträge im Zettelkästlein gibt), haben wir schon im Vorfeld den Radar ausgefahren, um nach einer geeigneten Kosmonautenfeier auszulugen.

Und sind selbstredend auch fündig geworden: Nicht nur gibt es ein ganzes Netzwerk, das heute Yuri's Night zelebriert und dafür weltweit Parties organisiert.

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Nun sind zwar die beiden Schweizer Parties - in Genf und in Lugano - leider nur lokal aufzusuchen. Indes richtet aber das in Graz beheimatete ESC-Labor für Kunst im technologischen Kontext ab 19:00 Uhr eine zünftige Yuri's Night aus, an deren schönem Programm nicht etwa nur die Ortsansässigen teilhaben können.

Von 20 bis 22 Uhr wird nämlich auch Live übers Radio gefeiert - und da Radio Helsinki, das freie Radio von Graz, auch über einen Webradio-Stream verfügt, sind wir alle herzlich eingeladen, dabei zu sein. Fein!

Von miss.gunst am 12.04.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.04.11

MuVi Schauen und Wählen

kfto-mv11-ksw.gifMal wieder eine schöne Gelegenheit, die Qual der Wahl aufs Lustvollste auszukosten: Die Kurzfilmtage Oberhausen laden zur Kür für den Musikvideo-Preis 2011!

Wählen zählt zu den Bürgerpflichten, die mitunter auch gemischte Gefühle hervorrufen können. Besonders kurzweilig ist Kreuzchen machen ja nun wirklich nicht - und selbst die rauschendste Wahlparty wird wohl kaum darüber hinwegtäuschen, dass es vorweg wie hernach denn doch eher um den Ernst des Lebens geht.

Umso schöner, dass man manchmal auch wie weiland Paris einfach mal einfach gucken und sich für das Wahre-Gute-Schöne entscheiden kann. Mit Sexy Surplus, aber - anders als seinerzeit beim Hesperidenapfelverteilen - ohne Risiko, nebenbei noch historische Konflikte auszulösen.

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Wie eben nun beispielsweise bei der Online-Stimmabgabe für den Deutschen Musikvideopreis, kurz MuVi.

Oh, und wie anmutig ist heuer wieder die Reihe der Grazien Kandidaten geraten, unter denen wir nun zu wählen haben.

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Gar nicht so einfach, sich da mit eindeutigen Vorlieben zu outen, zumal der Anteil an sich geschätzer KlangproduzentInnen insgesamt recht hoch ist.
Besonders gemein indes (jedenfalls aus persönlicher Perspektive), dass auch folgende Kombinationen vorkommen:

* Leider ist die Musik der einst geliebten Formation XY nicht mehr ganz das, was sie mal war. Aber noch lange nicht so grusig wie die Bilder dazu. Huh?

* grossartige Bewegtbildgrafik, gefühlte hundert Punkte (A- und B-Note) für innovativen Gebrauch der Mittel, ästhetische Gesamterscheinung, perfekte Rhythmisierung. Schade, dass die Musike so ein bisschen bieder ist.

* grossartige Bewegtbildgrafik, gefühlte hundert Punkte (A- und B-Note) für innovativen Gebrauch der Mittel, ästhetische Gesamterscheinung... und hui, die Musike mögen wir auch. Nur leider kommen Bild Ton nicht wirklich zusammen. Oder hängt der Datendurchsatz einseitig? Nein, natürlich nicht.
Sollte der Clip vielleicht zu einem anderen Stück? Kopierfehler? Oder wie kommt so was dann?

* Bild und Ton passen gut zusammen. Ersteres eigentlich ganz schön, die Musik doch auch. Aber - autsch - das Dichten. Das ertrag ich mitnichten.

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Nunja, aber das sind eben doch nur die glücklichen Fälle, weil man die mit gutem Gewissen schon mal streichen kann. Will sagen: Da sowieso nur eine (1) Stimme vergeben werden darf, ist es unter dem Strich doch eher hocherfreulich, dass die Geschmäcker verschieden sind, auf beiden Seiten sozusagen. Bleibt nämlich auch so noch viel zu Vieles, zwischen dem dann wohl wirklich gewürfelt werden muss.

Und nein, wir haben uns noch nicht entschieden. Aber es ist ja auch noch ein bisschen Zeit zum Schauen und Wählen - genauer gesagt: Bis zum 06. Mai.

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[Bilchen: An sich könnte man sie ja einbinden, die Clips. Aber weil sie nach Ende der Wahlperiode auch wieder verschwinden und dann schwarze Löcher hinterlassen würden im armen kleinen Blog, mussten wie so oft eigene Imaginationen her. War verglichen mit der QualderWahl nicht mal schwer. Es wurde dabei tendenziell, wenngleich sicher nicht hinreichend intensiv (und auch nicht komplett), an jene Kandidaten gedacht, um die noch gewürfelt werden muss.]


Von miss.gunst am 06.04.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.04.11

Kassettendeck

kssttd-ksw.gifEins daheim stehen bzw. in der Stereoanlage installiert zu haben: Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Ergo ist es langsam, aber sicher an der Zeit, diesem einst so unentbehrlich scheinenden Gerät ein würdiges Denkmal zu setzen.
Beispielsweise mit einem Kassettendeck im praktischen Buchformat!

Immerhin wäre ist das dann ein Datenträger, dem (hoffentlich) in unserer Kultur noch etwas mehr Durchhaltevermögen beschieden sein dürfte, als den auf besagtem Gerät abgespielten Magnetbändern - die sich ihrerseits ja nun leider auch als weitaus weniger haltbar erwiesen haben.

kssttd-g.gifIst, weil: Eben so ein Kassettendeck in Buchform gibt es nun. Ausgehend von ihrer eigenen Leidenschaft für den vom Aussterben bedrohten Tonträger haben sich Jan Drees und Christian Vorbau auf die Suche nach der verlorenen Zeit begeben und sind quer durch die (Bundes-)Republik gereist, um Kassettengeschichte(n) aufzuschreiben. Dazu haben sie auf die eine oder andere Weise dem Band verbundenen Menschen um Beiträge gebeten bzw. ihnen jeweils drei bohrende Fragen gestellt - darunter DJs wie Hans Nieswandt und Westbam, Künstler wie Gregor Hildebrandt, Andreas Schlaegel und Rafael Horzon, AutorInnen wie Benjamin von Stuckrad-Barre, Alexandra Hennig von Lange und Peter Glaser. Und wie es der Zufall so will, ist auch die Verfasserin dieses Log.Buchs, in dem bekanntlich auch hin und wieder die eine oder andere Aufzeichnung zu Tapes resp. Kassettengeschichten zu Lesen steht, mit von der Partie.

"Kassettendeck - Soundtrack einer Generation" heisst das gerade beim Eichborn-Verlag erschienene Ergebnis der Recherchen. Welches hiermit zur geneigten Lektüre anempfohlen sei.

Wer erst mal spitzen will: Eichborn hat bei Book2Look eine kleine Vorschau ins Netz gestellt - und ausserdem führen Drees und Vorbau ein Kassetendeck-Blog, in dem derzeit unter anderem auch die Termine ihrer aktuellen Lese- und Konzerttour stehen.
Stimmt: Am Ende will man (über) Kassetten eben nicht nur lesen, sondern auch (von ihnen) hören... hoffentlich noch lang...

Von miss.gunst am 02.04.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)