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30.07.11

Audiospree 2011

adspr11-ksw.gifIndes in Zürich das zweite Wochenende des Elektromagnetischen Sommers auf Sendung ist (der entsprechende Webradio-Tipp gilt insofern nach wie vor), hätte es gerade noch für Berlin einen Anlass für die Öhrchen zu vermelden.

Am heutigen Samstag (30.07.11) wird, organisiert von der finnischen Projektgalerie Suomesta ein "International Experimental Audio Art Music Festival" veranstaltet, das man der Bequemlichkeit halber auch kurz "audiospree 2011" rufen kann.

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Über Details zum Programm und den beteiligten KünstlerInnen informiert ausführlich das audiospree-Blog.

Merci an Kaspar König für den Tipp!

[Bildchen: Ist dem inzwischen des Wetters wegen abgesagten Audioboot gewidmet. Das fährt nicht, weil solarbetrieben. Wie wär's mit einer klassischen Aufrüstung durch Segel und Ruder?]

Von miss.gunst am 30.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.07.11

Eigenartig (WRT)

ems11ekz-ksw.gifEigenartig? Eigenartig ist das eigentlich nicht. Ist schliesslich kein Zufall, dass wir bereits seit Wochen vorfreudig unsere Antennen ausrichten - zählt der Zürcher Elektromagnetische Sommer doch für FreundInnen der angewandten Radiokunst zum hochgeschätzten Standard-Programm der Saison.

Andererseits könnte man sagen, dass zu ebendiesem Standard eh auch immer ein Quentchen Eigenartigkeit gehört. Und in diesem Jahr hat sich der EMS das auch explizit auf die Fahnen geschrieben: eigen|art|ig.

Obwohl das Programm gerade heuer gar nicht so sehr aufs Experimentelle setzt. Ein offenes Labor gibt es jedenfalls nicht, dafür aber jede Menge Konzerte, an diesem und am kommenden Wochenende bzw. jeweils Donnerstag bis Sonntag ab 20:00 Uhr (21.-24.07. und 28.07.-01.08.11).

Fürs aktuelle ist uns beim Durchforsten des ausführlichen Programmkatalogs (pdf) besonders die für den morgigen Samstag (23.07.) um 21:30 Uhr angekündigte Konzert-Performance von Jeroen Visser und Lukas Simonis aufgefallen. Dazu schreiben die beiden:

"Ein Projekt mit Soundcylinders. Das Projekt könnte premieren bei LoRa. Ganz global ist ein eine Idee einen neuen Adaptation zu machen von den Klangzylindern von Edison. Und damit einen Live Performance zu machen."
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Klangzylinder. Edison. What comes up the chimney? Na, da hören wir doch mal rein. Oder?

Gesendet wird live aus dem Starkart. Und mitlauschen lässt sich wie seit je über Radio LoRa Zürich - auch via Webradio-Stream.

[Bildchen: Für diese Aufnahme wurden (noch) keine Wachszylinder gequält. Und überhaupt, a propos tönende Zylinder - da hätten wir ja auch noch eine Steilvorlage im Archiv...]

Von miss.gunst am 22.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.07.11

Camera Obscura Euler

aecob11-ksw.gifNach langer Zeit endlich einmal wieder ein Eintrag zur guten alten Lochkamera mit einem Neuzugang zur Sammlung - und einem dazu passenden Ausstellungstipp...

Die Camera Obscura Euler, die wir heute in unseren Zettelkasten reihen, hat nichts mit dem gleichnamigen Mathematiker zu tun (was sicher auch schön gewesen wäre), sie heisst auch nicht so - Anne Euler ist der Name der Künstlerin, die sie entwickelt hat.

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Und zwar hat Euler 2008 einen Lieferwagen bzw. Kleinbus entsprechend umgebaut und ist damit inzwischen weidlich unterwegs gewesen.
Allerdings nur am Rande als Side Show. Vor allem wurden, wie es für eine künstlerische Verwendung der Apparatur nahe liegt, spezielle Bilder(serien) produziert und festgehalten.

Hierfür hat sich Euler mit der eigenen Negativ-Silhouette des Schattenwurfs aus dem Innenraum in Beziehung zum jeweils projizierten Bild gesetzt - was bei entsprechender Drehung des Projektionsbildes ins Lotrechte zu einer doppelten Umkehrung der Verhältnisse führt und ergo ziemlich effektvoll ist.

Wie Umbau und Aufnahme funktioniert haben, findet sich ausführlich auf den Heimseiten der Künstlerin dokumentiert.
[Hier leider alles nicht direkt zu verankern, weil Eulers Heimseite über Frames läuft. Tja.]

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Diejenigen, die sich gerade in und um Berlin aufhalten, können das Ganze bzw. genauer gesagt: ausgewählte Ergebnisse nun in einer Ausstellung in Augenschein nehmen, die noch bis einschliesslich 06.08.11 im Satellit der HfG Offenbach zu sehen ist.
Und je nach Lust und Laune selbst an einem Camera Obscura Euler-Experiment teilnehmen, denn für den 31.07. lädt Euler zu einem ebensolchen ein. Nähere Informationen sind der Ausstellungsinfo zu entnehmen.

[Bildchen: So ungefähr funktioniert das. Ungefähr. Natürlich ist Anne Euler weder klein noch dreieckig noch rot - eben wegen der Frames war's uns einfach an einer visuellen Erläuterung gelegen.]

Von miss.gunst am 17.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.07.11

Loops ff.

pllp11ssq-ksw.gifDas im voraufgegangenen Eintrag wärmstens empfohlene poolloop-Festival ist zwar nun schon wieder vorbei. Aber wie es sich für Loops gehört, läuft eben doch noch etwas weiter...

Zum einen, wie bereits vermerkt, gibt es über die Woche noch weiterhin Gelegenheit, im starkart die Installationen der poolloop-Ausstellung in Augen- und Ohrenschein zu nehmen.

Zum anderen - und das dürfte auch für jene interessant sein, die keine Gelegenheit hatten und haben, selbst in Zürich vorbeizuschauen - sind derweil einige der Loops im Nüsschen-Depot des von uns allweil heiss geliebten Klangsammelhörnchen gelandet.

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So beispielsweise auch die während des Festivals von Valentina Vuksic geheimsten Festplattensounds. Und anderes mehr.
Einfach mal nachschauen bzw. nachhören im pooloop-Label-Spezialverzeichnis bei sonic squirrel!

Von miss.gunst am 13.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.07.11

poolloop 2011

pllpzh11-ksw.gifSommer am See. Oder im Pool? In Zürich geht das auch in diesem Juli wieder gut zusammen. Und zwar, wenn man nach dem Baden direkt ins Starkart saust - wo seit Mittwoch und noch bis Samstag (06.07.-09.7.11) das poolloop stattfindet.

Das "Festival für Loops in Kunst, Musik und Medien" bietet wie immer alles, was das Herz des/der FreundIn elektronischer Experimentalkultur im allgemeinen und inebesondere natuerlich von Loops begehrt.

Naechtens Live- und DJ-Sets sowieso (besonders am morgigen Samstag, wo sich das Festival dann sehr elegant in den Sonntagmorgen loopt).
Wobei bereits beim Abendprogramm eigens auf die prall gefüllte Tüte mit Performances hingewiesen werden sollte:

Gestern beispielsweise gab's eine gute Portion von Christoph Stählis Game of Sound, auf dessen Entwicklung man seinerzeit während der SGMK HOMEMADE-Forschungswoche 2009 im Tessin neugierige Stilaugen werfen konnte (mehr zum Projekt auch auf Stahls Heimseiten btw).

Ebenfalls in die Kategorie "wenn irgend möglich auf keinen Fall verpassen":
Trippin' through runtime und der tägliche Audioguide von Valentina Vuksic, die ihre Festplattenforschung konsequent weiterführt (mehr dazu auch im hauseigenen Archiv).

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Undundundundund... ||: da capo - al fine? Nunja, was einen waschechten loop angeht, wär das ja eher ein Fall für "und läuft und läuft und läuft.
Ist im Fall des Festivals leider nicht ganz so (es läuft eben nur bis Samstag/Sonntag - die Ausstellung allerdings doch ein paar Tage länger... nämlich bis zum Beginn des... aber dazu dann kommende Woche mehr).

Erst mal heisst es für die ZürcherInnen und angelegentlich Zureisende: Ab an den See und in den Pool.

P.S. Vielleicht noch als Mini-Trostpflaster für Daheimbleibende andernorts: Heute (08.07.11) Abend 21-23 Uhr gibt's als kleines Special die Loop-Show mit Mario Purkathofer dock18 (s.a. mehr im hauseigenen Archiv). Da könne man ja noch vage Hoffnung schöpfen, dass diese wie eigentlich bei dock-Shows gute Tradition auch live übers dock18-TV ins Netz übertragen wird. Mal sehn...

[Bildchen: Sieht man sicher nicht mehr auf den ersten Blick - aber der Pool-Loop ist tatsächlich einer. Für die Mutter des geloopten Pools danken wir Wikimedia Commons-Spender Communication2iE und lizensieren entsprechend auch unseren Pool-Looper unter cc-by-nc-sa]

Von miss.gunst am 08.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.07.11

Tischmusik

tawtzh-ksw.gifEine Empfehlung für den Abend. Wobei es um Klangerzeugung geht. Und zu Tisch gebeten wird. Also Tafelmusik? Nicht ganz - und das Menü ist ebenfalls ganz auf die Ohren orientiert.

Markus Haselbach von der SGMK lädt heute (07.07.11.) ab 19 Uhr in den Walcheturm - und da auf dessen Heimseiten die Menüfolge nicht angezeigt wird, geben wir sie einfach rasch hier wieder:

Nach einem Begrüssungs-Apéro wird zunächst ein Theremin-Konzert von und mit Alfons Eschle kredenzt. Danach folgen zwei Tischgespräche: Erst wird Daniel Dettwiler über Schönheit im Klang erzählen, dann Andreas Brüll über Tontechnik und (bzw. vs.) Musikinstrument sprechen.
Und anschliessend gibt's nochmal ein Konzert von und mit Simon Berz und seinem Rocking Desk (mehr s.a. im hauseigenen Archiv).

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Wohin danach, wüssten wir eigentlich auch schon zu empfehlen. Aber dazu dann ausführlicher nochmal in einem eigenen Wochenend-Tipp...

Von miss.gunst am 07.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.07.11

Takeaway Tape (WRT)

twtwrt-k.gifNachdem es schon länger keinen Webradio-Tipp gegeben hat, kommt dieser vielleicht gerade doppelt richtig, denn zugleich ist er auch für FreundInnen von Mixtapes gedacht.

Zu den Orten, an denen die Geister der aussterbenden Magnetbandkultur derweil spuken, zählt neben dem World Wide Web das Radio. Noch.

In diesem Fall das im englischen Dartington angesiedelte Soundart Radio, das schon seit einigen Jahren im Radiokunst-Netzwerk radia.fm aktiv ist (mehr zu radia s.a. im hauseigenen Archiv).

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Dort kredenzt die Künstlerin Benedictine Curtain regelmässig eine Sendung namens "The Takeayway Tape", die sich als Hommage ans gute alte Mixtape versteht und auch genau so funktioniert:

"a weekly mixtape that I asked friends, artists, musicians, bands, destructive dilettants + anarchist stylists to make. Also, I am a big fan of dodgy lyrics and try to promote bands with rubbish names: unicorn kid, veronica lipgloss and the evil unicorns, unicorn sky, satanic unicorn orgy, unicorn dream attack etc etc."

Klingt sympathisch und ist es auch - einfach mal reinhören: Montags britische Zeit 21:30 Uhr, was MEZ (in D, CH zum Beispiel) nochmals eine Stunde später ist.

Von miss.gunst am 04.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.07.11

Flotter Schrott

mfldschr11-ksw.gifOder, genauer gesagt: Wieder flott gemachter Schrott - und um letzteren handelt es sich dann natürlich nicht mehr.
Wie beispielsweise die Konservendose, die allerdings gleich nach ihrer Leerung wieder zu ebensolchem wird.
Hier geht es allerdings um etwas längere Lebenszyklen, mindestens potentiell.

Und auch nicht nur um Metall als Recyclingmaterial. Gefragt sind vielmehr kreative Ideen, um ausgedienten Elektronik- und Computerbauteilen neues Leben einzuhauchen.

Die Computerzeitschrift c't' hat heuer eine neue Runde ihres Hardware Hacking-Wettbewerbs "Mach flott den Schrott" ausgerufen und lädt noch bis zum 03. Oktober (2011) dazu ein, einschlägige Projekte einzureichen.

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Alle Details dazu lassen sich im Artikel zum Startschuss des Wettbewerbs nachlesen - und eine ideale resp. höchst anschauliche und anregende Steilvorlage bieten natürlich die bereits eingereichten Projekte.

Unter denen wiederum, siehe da, auch eines ist, das in seinem vorherigen Leben eine (Bier-)Dose war - und nun als mit Ökostrom betriebenes Windlicht brilliert. Aber das nur nebenbei...

[Bildchen: Flott auf CD-Schrott surfend, auf dem Weg zu den Phönix-Asteroiden. Gebaut haben wir unser Brett aus einem vorbildlich von Datenspuren gereinigten Exemplar, das Wikimedia-User In The Mindway netter Weise in die Commons gespendet hat. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 01.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)