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15.10.11

Bürstenbots im Tüftlerlab

hckffmbb-ksw.gifZu den aus nahe liegenden Gründen beliebtesten und immer wieder neu beflügelten (retro-)futuristischen Fantasien zählen zweifellos jene, die dem Menschen hilfreiche Haushaltsroboter versprechen.
Wobei natürlich auch so mancher Zukunftstraum längst Alltagsrealität geworden ist.

Schliesslich haben wir dank der immer weiter vorangestriebenen technologischen Entwicklungen allerlei Helferlein für die unterschiedlichsten Zwecke: Einen brummige Kühlmaschine, die einem das Eis-aus-dem-Keller-Schleppen erspart, hat wohl jede/r daheim. Viele Küchen verfügen über einen Brotröstapparat mit Scheibenschleudersitz. Ah, und nicht zu vergessen das digitale vernetzte Hamsterrad, mit dem uns die kleinen, emsig tretenden Nager neben diversen Dienstprogrammen auch den Zugang zur grossen wwweiten WWWelt eröffnen.

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Aber leider leben wir noch immer nicht in der besten aller möglichen Arbeits- und Freizeitumgebungen. Zum Beispiel will die gute alte Staubschluckmaschine - wie modern sie sich auch geben mag - bei den meisten von uns noch immer im schnöden Handbetrieb zum Dienst geleitet und begleitet werden. Und dann muss man, weil sie in Sachen Feinmotorik ungefähr auf der Stufe "Steinzeit" steht, eh nochmals mit dem Lappen hinterher.

Von ebendiesem - für den Technologiestandort Erde doch eher unrühmlichen - Zu- bzw. Um- bzw. Missstand leben neben der Science Fiction ganze Geschäftzweige, die mit nur graduell eleganteren Lösungen ("jetzt dreieckig - kommt in alle Ecken" [scheitert dafür an Rundungen]), Ersatzbefriedigungsversprechen ("so macht Reinigung richtig Spass" [ah, Duschen?] winken. Ohne natürlich das eigentliche Problem zu beheben.

Indessen, es geht selbstredend auch anders. Wie beispielsweise ein Blick ins Tüftlerlab der Frankfurter Do It Yourself-Ausstellung zeigen kann (mehr dazu auch hier).

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Gleich mehrere "best practice"-Modelle emsiger Reinigungsroboter gibt es dort zu sehen und zu testen.
Natürlich muss es nicht gleich die - für FreundInnen der Kunst besonders empfehlenswerte - Luxus-Variante von Karl Heinz Jeron sein, die beim Saubermachen das legendäre "JaJaJa NeeNeeNee" von Joseph Beuys rezitiert (in Aktion anzusehen auf dem Webseiten ihres Erbauers).


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Als Alternative winkt aus dem Regal nebenan etwa auch schnittiger roter Bürstenroboter, den Daniel Imboden 2008 quasi als Putzkommando-Vorhut seiner nicht weniger emsigen Zahnbürsten-Roboter ins Rennen geschickt hat.
Letztere stehen in Frankfurt zwar aus Artenschutzgründen hinter Glas - aber dafür kann man ja per Bausatz-Bestellung für eine eigene Anzucht sorgen.

Wie das geht - und genau darum geht's bei der Do It Yourself-Ausstellung allgemein und namentlich im Tüftlerlab - liess sich aber auch ganz praktisch vor Ort erlernen. In der sonntäglichen Open Lab-Reihe waren nämlich die Aktiven vom Hackerspace FFM zu Gast. Und zu den DIY-Workshop-Angeboten, die sie mitgebracht hatten, gehörte allem voran: Bürstenbots zu bauen.
Praktisch, hilfreich, gut und obendrein: attraktiv - da kommen wir doch der besten bequemsten aller möglichen Welten wieder ein Stück näher. Oder so.

Und was, wenn man den Workshop verpasst hat?

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Dann findet man eine prima Bauanleitung im Wiki der Frankfurter Hacker. Wo unter anderem auch etwas geschrieben steht, das wohl gerne hier zitiert werden will:

"Es gibt mittlerweile auch kommerzielle Versionen des Bristlebots [...]. Aber das ist natürlich nicht das selbe wie selbst gemacht - finden Sie nicht auch?"

Von miss.gunst am 15.10.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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