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30.11.11

Ich ist keine Schreibmaschine

eslgw-ksw.gifLeider. Wäre ja doch wirklich praktisch. Weniger wegen der verkörperten Medienarchäologie. Sondern weil dann sicher doch stets ganz automatisch für die kontinuierliche Füllung des Log.Buchs gesorgt wäre.

Indes, da es zwar viele (mehr oder weniger sympathische) Steilvorlagen vom Foren-Bot bis zum Netzkunst-Generator geben mag, die Selbsttransformation jedoch noch zu wünschen übrig lässt:

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Immerhin: die Hoffnung, das eine oder andere Schätzchen vom Shiftfestival, von interfiction, den Tüftlerlab-Sonntagen in der DIY-Ausstellung und (...und .... und .... und ...) was es sonst noch feines im November gab an dieser Stelle nachträglich noch auszuplaudern, verabschiedet sich ganz zuletzt.

Derweil bräuchte es nun schon einen Adventskalender. Der auch noch nicht gebastelt ist.
Ach, *seufz*...

Von miss.gunst am 30.11.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.11.11

Ich ist eine Schreibmaschine (@ Shiftfestival 2011)

iiscm-ksw.gifOder eine Tastatur? Tönt ja erst einmal nicht besonders individuell. Wie seinerzeit die guten alten Schreibmaschinen werden Computertastaturen in Serie hergestellt. Und was Letztere betrifft, lässt sich wohl mit Fug und Recht von Massenproduktion sprechen.

Indessen bestätigt die Erfahrung ungefähr das, was Goethe über die Pflanzen schrieb: "Alle Gestalten sind ähnlich / doch keine gleichet der andren" - nur, dass es hier nicht um Arten, sondern um Fabrikate geht. Es gibt sie, die feinen Unterschiede. Im Anschlag und im Klang.

Beide schreiben sich ein in die Erinnerung, in die individuelle wie in die kulturelle. Meist nisten sie eher im inneren Ohr - und warten still und treu darauf, für einmal wieder aufgerufen zu werden.

Weidlich bot sich diese Gelegenheit beim Shiftfestival - gleich eingangs der grossen Ausstellung, die wie das Festival selbst dem Klangspektrum menschlicher, tierischer und technischer Stimmen gewidmet war.

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In der Video-Arbeit "The History of the Typewriter recited by Michael Winslow" (2009) von Ignacio Uriarte verwandelt sich der Schauspieler und begnadete Klangimitator Michael Winslow leib- bzw. stimmhaftig in ein Gerät nach dem anderen.

Die an von Uriarte angefertigten Originalaufnahmen geschulte Performance ist schon per se beeindtuckend - erst recht aber, wenn man jeweils nach dem Zwischentitel, der die Gerätetypen ankündigt, die Augen schliesst.

Verpasst? Nun, kleiner Trost: Wer das Nachsehen hat, kann ersatzweise auch auf der oben verankerten Heimseite des Künstlers nachsehen...
In jedem Fall: Eine grandiose medienarchäologische Arbeit - und ein wunderbarer Auftakt für vom Shiftfestival programmatisch gesetzte Themenschau allemal.

[Bildchen: Dieses Keyboard ist, zugegeben, schon etwas in die Jahre gekommen und ziemlich zahnlos - aber dafür lächelt es uns doch recht tapfer zu, oder?]

Von miss.gunst am 01.11.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)