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28.08.10
DIY Makeaway und DIY Panel @ ISEA
Do It Yourself gab's auf der ISEA in Dortmund nicht nur in Sachen Bärtierbeobachtung, sondern auch mit dem DIY Makeaway der Schweizer MechatronikerInnen. Und zudem wurde ein paar Räume weiter im Rahmen eines eigenen ISEA-Konferenz-Panels über Nutz und Lust von DIY Workshops nachgedacht.
[Beiseit und gleich vorab: Der fiesen Lichtverhältnisse im Hause wegen gibts im Folgenden keine Bildchen vom Panel, sondern optisch steigen wir gleich aufs Machen beim Makeaway ein... wobei übrigens von den notorischen SGMK-Noisemakern auch in der Runde die Rede war und davon, dass wir den selbstgemachten Lärm mitunter mehr lieben als die Stradivariklänge von nebenan...]

Zusammen mit HOME MADE-Kollegen und Digital Brainstorming-Blogger Dominik Landwehr als Moderator sassen
[ ... dessen PDMS-bioelectronix-Baustelle im Dortmunder hackteria-Lab hier flink nochmal eingeschmuggelt wird - passt doppelt, denn es sind ja auch die attraktiven makeaway-Sticker mit im Bild ...]

Um die Debatte rund um Medien, Kunst und DIY-Workshops anzuwerfen, gabs eine kleine Sammlung von Thesen und Fragen: Zum DIY-Boom in der Kunst- und Medienszene sowie dazu, welche Rolle Workshops in diesem Zusammenhang spielen; dazu, welches besondere Potential DIY-Workshops haben und ob das vielleicht auch ausserhalb des Kunst- und des Amateurkontexts interessant sein kann. Besonders spannend: diese Fragen mal im internationalen und interkulturellen Vergleich zu diskutieren, wo neben unterschiedlichen Ökonomien auch unterschiedliche Traditionen des Selbermachens im Hintergrund stehen.
[... wobei speziell die Ökonomien gern dafür sorgen, dass DIY süss und zugleich autsch sein kann, beim makeaway gabs beides gleich in Tüten ...]

Schade nur, dass die anderthalb Stunden viel zu schnell verflogen sind und man schon wieder in die nächsten Panels huschen musste, wo es gerade erst so richtig spannend zu werden versprach. Aber das ist natürlich eine klassische Konferenzmalaise (und war auch bei anderen Panels so).

Umso besser daher, dass es auch die Möglichkeit gab, sich nebenan beim DIY Makeaway-Workshop gleich wieder in die Praxis zu stürzen - an der sich am Ende jede Theorie bewähren muss.
[... und hier haben wir sie denn auch mal brav ins Bild gebannt, die Theorie ...]

[... von da aus aber wieder auf zur Praxis, denn ...]
Und wie man letztendlich immer wieder sieht: Im Tun liegt ganz offentsichtlich ein eigenes Glück ...

Von miss.gunst am 28.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
26.08.10
hackteria @ ISEA2010
Da wir mit Blick auf die e.culture fair gerade bei den Laboratorien sind, in denen sich künstlerische Forschung auf bio(techno)logisches Terrain begibt: Auch die hackteria ist war bei der ISEA2010 RUHR mit von der Partie.
Unter kundiger Leitung von Andy Gracie und Marc Dusseiller wurde wieder weiter an Prototypen für DIY-Mikroskope gebastelt und mit diesen dann Bärtierchen und anderen Klein- und Kleinstorganismen optisch auf den Pelz bzw. auf die Zellwand gerückt.
Spannend genug, um das gleiche in etwas grösserem Massstab zu tun und die Kamera zu zücken...
... um erst einmal lustvoll den Blick über das kreative Chaos auf den Arbeitstischen schweifen zu lassen ...

... und dann das eine oder andere etwas näher in Augenschein zu nehmen. Darunter allem voran natürlich die Mikroskope, von denen gleich mehrere und auch neue Modelle entstanden sind. Wie dieses ...

... jenes ...

... oder auch das (sic, das ist auch ein Mikroskop):

Ausserdem wurde an den "Deep Data Retrieval Devices", also den Anschlüssen zwischen Bio- und Technologie gebastelt (wofür Andy Garcie übrigens eine sehr schöne Schritt-für-Schritt-Anleitung geschrieben hat, s. den Eintrag zum deep data prototype bei hackteria.org).
Neben den bereits seit längerem verwendeten Silikonplatten, in die sowohl kleine "Aquarien" eingeimpft als auch die notwendigen Elektronikbausteine eingelassen werden können (dazu wiederum die bioelectronix-Basisanleitung im hackteria-Wiki) ...

... hat es hierfür inwzischen auch einen eigenen, extrem attraktiv gestalteten (Arduino-)Chip mit Platine im Einzeller-Format ...

... der dann entsprechend verdrahtet werden kann:

Kurzum: In Dortmund kamen Bärtierchen & Co wieder einmal ganz gross raus...

... ok, *so* gross natürlich auch wieder nicht, weshalb zum Anfassen obiger Ersatz gestaltet wurde.
In jedem Fall waren am Ende nicht nur die Workshop-Leiter zufrieden ...

... und bei den TeilnehmerInnen gab's von neuen Erkenntnissen erhellte, glückliche Gesichter...

Von miss.gunst am 26.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
12.08.10
Honigtöne(r) und singende Sägen
Wie versprochen geht's nun weiter mit der Vorstellung der geheimnisvollen Objekte und Apparate, die uns beim Rundgang durch die Teile der Gartenschau entgegenblinkten. Wie beispielsweise jenes seltsame Kästchen mit der Aufschrift, die auf eine Schimpfmaschine schliessen liess...
Zu allererst einmal ist festzustellen: So ein Kästchen kommt selten allein. Entsprechend war auch besagtes Exemplar im Garten im Familienverband anzutreffen:

Und den schauen wir uns natürlich nun noch etwas genauer an. Die Füss, die oben links ins Bildchen geraten sind, gehören übrigens auch zur Familie - genauer gesagt: Der einen Hälfte der ErzeugerInnengemeinschaft, die für Aufzucht und Hege der kleinen Kästchen verantwortlich ist.
Das sind Connie und John von fotosis, deren Motto "we like to make stuff" wirklich beim Wort genommen werden darf. [Da wir es diesmal tatsächlich verbeutelt haben, die beiden zusammen fotografisch einzufangen (daran ist vermutlich die Faszination ihrer Kreationen schuld, die mühelos alle Aufmerksamkeit auf sich zogen), gibts ersatzweise einen Schnappschuss vom SGMK HOMEMADE Camp im Tessin aus 2009, auf dem wir die beiden mit Oli Jäggi, dem Sequencer- und Drummachine-Spezialisten sehen]]:

In ihrer Werkstatt entstehen - geleitet von Expermentierfreude, Erfindergeist und sichtlich grosser Liebe zum Detail - eben jene wunderbaren Apparate, von denen diesmal gleich mehrere mit von der Partie waren.
Hier kredenzt als Schachtel tönender Pralinés (Selektion "Sweet Noise") mit modularen Mini-Synthies ...

... und Oszillator, über dessen Bau man sich - wie übrigens über (fast) alle fotosis-Kreationen, ausführlich im fotosis-Blog informieren kann. In diesem Fall sogar mit Anker zu einem Ohrzuckerl als Kostprobe (entweder direkt über den Blog-Eintrag oder bei archive-org):

Nicht fehlen durfte natürlich der Honigtöner...

... der ursprünglich mal mit etwas gepaart war, das nach singender Säge ausschaut und so gesehen auch eine ist, nämlich ein Sägen-Theremin. Das ist mittlerweile andernorts als Instrument im Einsatz und konnte deshalb nur als Visitenkarten-Bildchen dabei sein (sieht man oben neben den Synthies liegen). In ihrem Blog haben Connie und John aber eine ausführliche Dokumentation seiner Entstehung publiziert - und in einem eigenen Clip bei Youtube kann man nicht nur sehen, wie es funktioniert, sondern auch hören wie es tönt.
A propos: Tatsächlich wurde auch die Forschungswoche fleissig zu Basteln genutzt, sodass die Familie bereits neuen Zuwachs erhalten hat:

Und wie es sich gehört, wurden die Instrumente auch gespielt:

Wer nun mehr von diesen leckeren Dingen hören und sehen möchte, kann nicht nur im fotosis-Blog fündig werden - wo neben dem Saw Theremin zahlreiche weitere originelle Kreationen der Entdeckung harren. Beispielsweise ein wunderschönes Set mit Keyboard und Verstärker aus Karton oder ein anderes mit sensationellem Schneebesen-Theremin. Von vielen der grossartigen Geräte gibt es Klangproben und Konzertmitschnitte bei archive.org sowie Videos bei Youtube, welche höchst anschaulich den Gebrauch demonstrieren. Einfach toll!
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR ROMAINMOTIER 2010
Von miss.gunst am 12.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
09.08.10
Gartenschau (ff.)
An sich soll es ja nun wieder an die Vorstellung einzelner Projekte gehen - und zumal jener, die so rätselhaft aus dem Laub lugten respektive im Dunkel von Schuppen und Keller blinkten. Weil wir beim ersten Rundgang durch die Gartenschau noch längst nicht alles gesichtet haben, steht zuvor noch eine kleine Fortsetzung an...
Zum Beispiel gab es da etwas, das von Fern wie ein Freiluft-TV-Studio ausschaut (war bereits im Hintergrund der fleissigen Fräsmaschine zu sehen)...

... beim näheren Hinsehen allerdings eher merkwürdige Bilder in die Welt entlässt (nein, das ist eben keine Störung, sondern durchaus Absicht so :):

Dann wurde im Garten auch noch weiter gebastelt, etwa an diesen kleinen Gesellen...

... die auf einer Schieferplatte zu Hause sind ...

... und (auf dem Bildchen leider schwerlich zu sehen) tönen.
Und natürlich hatte es auch - gehört sich schiesslich so für eine Ausstellung mit elektronischer Kunst - eine veritable interaktive Installation:

Wie die funktioniert und wer dahintersteckt, wird dann ebenfalls demnächst in einem eigenen Beitrag verraten...*
*[Wobei, mindestens eins muss doch schon an dieser Stelle preisgegeben werden: Für die prächtige Aufnahme des - nunja: nicht ohne Hintersinn der Peinigung preisgegebenen Hausgeräts hat in diesem Fall dessen Kontrukteur selbst gesorgt, was dementsprechend mit einem Extra-Dankeschön kreditiert werden soll!]
Von miss.gunst am 09.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
06.08.10
Gartenschau
Nach einer guten Woche mit der Muse und dem Geist des Ortes, frohem Frickeln, Löten, Schrauben, Biegen und Bauen lässt sich doch so einiges Vorzeigen, was derweil entstanden ist.
Also laden die BastlerInnen für einen Nachmittag zur grossen Gartenschau...
... durch die wir für heute erst einmal zwecks Einnahme einer möglichst authentischen BesucherInnenperspektive in (zugegeben: simulierter) heiliger Ahnungslosigkeit schlendern, um den einen oder anderen neugierigen Blick auf das zu werfen, was sich nun beispielsweise schüchtern im Laub verbirgt... dabei allerdings - im stummen Standbild leider nicht zu hören - recht forsche Klopfgeräusche von sich gibt:

Ein paar Schritte weiter eine nur auf den ersten Blick diskretere Botschaft (klar, dieser attraktive Apparat hat auch mit Klang zu tun - aber anders als mancher nun vielleicht meinen mag: es handelt sich nicht um eine kleine Schimpfmaschine...):

Ah, alte Bekannte: Das sind natürlich Bötchen aus dem Hause Drawe/Schüler (und wie man sehen kann, wächst die kleine Schar noch weiter)...

Aber was das wohl ist? Mindestens eins können wir schon mal verraten: Das Licht, das Licht, das braucht es eigentlich nicht...:

... wo es indes gebraucht wird, schummert, blinkt und glitzert es selbstredend ebenfalls ...

... aber meist doch viel intensiver in der Finsternis:

Dies wiederum leuchtet im Dunkeln musterhaft mit Tageslicht:

Hier geht es eher um unsichtbare Kräfte...

Hier hingegen...

...wird Unsichtbares sichtbar und Sichtbares unsichtbar gemacht:

Nicht weniger rätselhaft, was derweil draussen spriesst:

Soviel wollen wir aber doch verraten: Das geheimnisvolle Gewaschel gehört zu einer grösseren Maschine...

... die schöne Schildchen machen kann:

Und wie das (und alles andere, was wir für heute erst mal nur als Bildchen begucken) im Sinne des/der jeweiligen ErfinderIn funktioniert, das schauen wir uns dann - ebenso wie weitere Projekte - in den nächsten Tagen noch genauer an...
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR ROMAINMOTIER 2010
Von miss.gunst am 06.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
05.08.10
Bötchen basteln
Solar Bewegtes funktioniert selbstredend nicht nur auf dem Festland - gerade im Sommer lockt schliesslich auch der Wassersport. Dazu haben Jördis Drawe und Uwe Schüler diesmal ein Gemeinschaftsprojekt ausgeschrieben: Kleine Paddelbötchen basteln.
Grosses Vorbild für die Bötchen sind jene kleinen Insekten, die man Wasserläufer sind. Gedacht ist also nicht an einen kontinuierlich tuckernden Aussenborder, sondern eher schon an eine Bewegung, die unstet erfolgt - genau das Richtige für eine Variation der nach dem Prinzip der Sonnenesser gelöteten Klang- und Jammermaschinchen, wie sie bereits während der ersten HOME MADE Laborwoche 2005 in Romainmotier entstanden sind!
Die Basis stellen just jene kleinen Platinen, die im Workshop mit Michael Egger entstanden sind:

Ebenso essentiell: Ein kleiner Motor, welcher dann die Dreh- (und spätere Paddel)bewegung vollführt. Auf diesem Bild gibt es ihn sogar in zwei Varianten zu sehen:

Auf die Achse des favorisierten Zylindermodells wurde hier zu Test- und Demonstrationszwecken ein Fähnlein gesetzt, das - sobald man dem Motor Energie liefert - winkt. Hin...

... und her ...

... und her und hin (usw.).

Damit's dann wirklich etwas wird mit der Bewegung, braucht es natürlich noch ein paar Teile mehr: Neben der Platine und dem Motor eben auch Drähte, einen Kondensator und das kleine Solarpanel, das für die Energiezufuhr sorgt:

Und so schaut ein fertig zusammengelöteter Basisbaustatz für den kleinen Wasserkrabbler bzw. Paddler aus (war übrigens gar nicht so einfach zu fotografieren, weil sich das Ganze wirklich gleich fleissig bewegt):

Fehlt nun noch der Unterbau, da der Krabbler ja eben nicht krabbeln, sondern auf dem Wasser paddeln bzw. schwimmen soll. Dafür eigenet sich sehr gut Styropor.

Und dann muss der kleine Motor mit wasserantriebstauglichen Extensionen versehen werden. Da sind der Phantasie an sich nur die Grenzen der Physik gesetzt - hier wird zum Beispiel eine Art Propeller aus Plastiktrinkbecher ausprobiert:

Stück...

... um Stück ...

... entsteht so ...

... in denkbar liebevoller Handarbeit: Boot ...

... für Boot.

Bzw. Bötchen für Bötchen. Wobei eines niedlicher als das andere ist.
Klein sind die Kleinen aber vor allem anderen aus einem Grund - demselben, nach dem sich auch das Bauprinzip mit einfachen Haushalts- und Abfallmaterialien bemisst: Sie sollen - mit Platine, Mini-Solarpanel und alter Mobiltelefonsummer plus Schnellkurs im Paketchen - für Kinder nachbaubar sein. Am einen oder anderen Detail muss zwar noch gefeilt werden. Aber ansonsten sieht man doch jetzt schon: Das funkt und wird fein!
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Von miss.gunst am 05.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
04.08.10
Sequencer mit ...
Den ersten Prototypen von Oliver Jäggis Sequencer gab es vergangenes Jahr im Tessiner HOME MADE-SGMK-Lab zu beäugen.
Wie man nun sehen kann (und auch schon in praktischer Anwendung bei abendlichen Jams hören) konnte, hat sich inzwischen Einiges getan...
Während man sich letztes Jahr um diese Zeit noch auf wenige Regler bescheiden musste, glänzt die aktuelle Version im eleganten Zweireiher:

Ein bisschen Verstärkung braucht es natürlich auch. Schliesslich soll die Musik, die dem schicken Retro-Synthie entlockt wird...

...ordentlich wuppen. Aber dazu kommen wir gleich noch, denn erst gilt es einen Blick auf's Innenleben zu werfen, welches sich von Aussen im halbtransparenten Gewande einer Frischhaltedose noch recht geheimnisvoll präsentiert:

Aber was ist das?

Was dort durch die Plaste schimmert, gehört doch ganz sicher nicht in einen Sequencer hinein. Wie auch die Inspektion seiner Innereien belegt:

Ja da schau her: Es gibt nun auch eine passende Box, welche die zünftige Beschallung der Umgebung sichert...

... und zu der auch

Noch viel rätselhafter scheint freilich, was dort droben kess auf der Schallmembran hockt - und, was fotografisch leider schwer festzuhalten ist (bzw. einfach nur unscharf wird), fröhlich mitwippt, sobald diese schwingt:

Die Vogelperspektive mag Übersicht suggerieren, trägt aber wohl nicht wirklich zur weiteren Aufklärung bei...

... indes die Nahansicht zeigt: Es handelt sich um ein Fähnlein mit einer Spiegelscherbe, die auf einer Feder sitzt.

Und gern erläutert uns auch der Erbauer selbst, wie dieses schöne Surplus seines Sequencers funktioniert (am liebsten natürlich des Abends beim Konzert in der Praxis, aber da wir hier das Ganze nun im Tageslicht betrachten, auch mal so):
Lenkt man ein Laserlicht auf die Scherbe, sorgt das Spiegelfähnlein für die Lightshow. Selbstredend perfekt im Takt!

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Von miss.gunst am 04.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
03.08.10
Einfach ätzend
Einfach mal so richtig ätzend sein? Nicht ganz. Geht vielmehr darum, einfach mal die eigenen Platinen zu ätzen - denn die braucht es ja zum Basteln, wenn man zuvor auch schon eigene Schaltpläne entworfen hat.
Wie das Ganze funktioniert, führt uns Michael Egger von [anyma] vor (ja, zu [anyma] haben wir natürlich auch schon mehr im hauseigenen Archiv).
Also, am Anfang ist also der Masterplan für unsere Platine - erstellt am Rechner und testweise erst einmal auf schlichtes Papier ausgedruckt.

Schaut gut aus? Dann drucken wir als nächstes doch mal auf Folie:

Die wird mit der rauhen Seite nach unten auf den Platinen-Rohling geklebt - und damit das schön hält, zwischen zwei Glasplatten gepresst.

Ah, nicht vergessen: vorher werden dem Rohling die überstehenden Kanten abgeschliffen und natürlich die Schutzfolie abgezogen - was hier nochmal im Materialbeispiel festgehalten ist.

Zurück zu unserem Sandwich mit dem Rohling, das nun als nächstes im UV-Belichter belichtet wird (im Bild der cremefarbene Kasten):

Und damit auf zur Foto-Chemie. Zur Entwicklung braucht es ein Wannenbad in Natronlauge...

... plus Wasserbad zum Nachspülen ...

... und dann geht's ab in die auch optisch äusserst attraktive Anlage...

... zur Oxidation mit Natriumpersulfat.

Voilà:

Nun heisst es noch ein wenig warten. Das versammelte Publikum guckt und staunt...

... bis das nach vollendeter Prozedur die wunderschön geätzte Platine entnommen werden ...

Halt! Da fehlt doch noch etwas... genau:

- man sollte natürlich stets gut gerüstet ans Werk gehen! Also nochmal: ... so dass nun die glorios geätzte Platine dem Bade entnommen...

... nochmals gewässert ...

und dem versammelten Publikum präsentiert werden kann.

Vielleicht noch mal mit Aceton den restlichen Lack von der Platine wischen?

Das Ergebnis ist jedenfalls derart heiss begehrt...

... dass man um Nahsicht regelrecht ringen muss ...

... na also, geht doch:

Anschliessend lässt sich das Ganze dann noch in

Und so prächtig sieht eine fertige selbstgeätzte Platine aus der Nähe betrachtet aus:

Ja, das ist - wie am Branding zu sehen - keine aus dem obig dokumentierten Schauexperiment. Sondern eine aus der Mechatroniker-Kiste. Aber, eben: Der Möglichkeiten sind letztlich keine Grenzen gesetzt. Und nun geht's ans Löten, oder?
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Von miss.gunst am 03.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
02.08.10
Schöner Zwitschern
Von Vogelstimmen und von Zwitschermaschinen war an dieser Stelle schon öfter zu lesen. Nach dem Motto "(Noch) Schöner Zwitschern" hätten wir heute nun einen Vorschlag zum Selberbauen, mit dem sich nicht nur die Herzen von BastlerInnen gewinnen lassen. Sondern im Anschluss sicher auch die ganzer Vogelscharen.
Wie das geht, kann man bei Ralf Schreiber lernen - den treue LeserInnen erst einmal als passionierten Scheinwerfer mit dem Overheadprojektor (bzw. zusammen mit Christian Faubel von derstrudel als Erbauer der quirligen Overhead-Bots) sowie ansonsten als erfolgreichen Züchter kleiner, Sonnenlicht verspeisender Teile namens living particles kennen.
Letztere zwitschern natürlich auch - aber in diesem Fall kommt's grad nochmal besser, weil einfacher, denn: Die Konstruktion der Zwitschermachinchen, die heute vorzustellen sind, erfordert keinerlei Elektronik- oder gar Programmier-Kenntnisse. Und eignet sich insofern bestens als fruchtbringende Beschäftgung für all jene, die gerade mal des Bildschirms und/oder des Lötzinngeruchs müde sind.
Nehmen wir also - ja genau: Ein Stück gut Holz. Bewährt hat sich Buche von der Stange.

Das wird (wie oben bereits im Ergebnis zu sehen) erstens zurechtgesägt auf ein Stück von ca. 5 cm Länge...

... und hernach mittig durchgebohrt. Und zwar muss das Loch genau so gross sein, dass eine dieser schönen Messingschrauben hindurchgeführt werden kann.

Schaut dann so aus:

Und weil's so schön war, setzen wir den Bohrer dann gleich nochmal an:

Aber Obacht, diesmal darf es nur an einem Ende eine zylinderförmige Mulde werden - wie's am Ende ausschauen soll, erahnt man übrigens auch schon mit Blick auf's allererste dem Bild. Passen soll die Mulde nämlich für die Messingkugeln mit Sackgewinde, welche man oben zusammen mit den Schrauben sieht.

Die Kugeln werden nun ebenfalls mit einem Loch versehen, durch welches dann noch ein Drahtring zum Zweck des Zugriffs und der Befestigung geführt wird (Tipp von Ralf: beidseitig anbohren statt durchbohren ist noch einfacher und taugt auch):

Hernach wird alles - Schraube zu Mutter - so zusammengefügt, dass unsere kleine Zwitschermaschine fast fertig ist.
Zwitschern kann sie jedenfalls schon.

Aber es klingt noch nicht so schön?

Füttern wir unser Ersatzvögelchen doch mit ein bisschen Kolophonium. Und weil's nun wirklich ziemlich echt tönt, bekommt es noch einen Ring, damit es nicht davonfliegen resp. nicht so einfach verschütt gehen kann (dafür biegen wir den Draht zurecht und führen ihn durchs vorhin schon mit Vorbedacht gebohrte Loch ;))

Fertig!

Ja, man mag gar nicht aufhören mit dem Zwitschern, so gut liegt das Maschinchen in der Hand.

Das Allerbeste aber: Dieses schlichte schöne und schön schlichte Prinzip lässt sich selbstredend weiter verfeinern und variieren. Mit Messingkugeln und schmalem Holz:

... oder dickem Zapfen und dafür teilverzinkten Schrauben ...

... oder mit Hubmutter, Gegengewinde und Feder ...

... oder einer echten Aufziehschraube...

... oder ... oder ... oder. Kurzum: Hölzchen hier und Schraube da - fertig ist die Zwitschermaschinchenschar:

Oben rechts im Bild übrigens die Mutter des den modernen Vogelrufholzes: das legendäre Audobon Bird Call. Das natürlich jede/r Zwitschermaschinen-FreundIn in jedem Fall in der heimischen Voliere haben sollte, sowieso...
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR ROMAINMOTIER 2010
Von miss.gunst am 02.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
13.07.10
Grosser Klangkörper G
Im Hintergrund wird natürlich mitnichten die ganze Zeit nur gefächert.
Beispielsweise gabs zwischendurch die Gelegenheit, ein ziemlich eindrucksvolles Gebäude als Klangkörper zu erkunden.
Nämlich der Gasometer in Oberhausen. Ein Industriedenkmal, das allem voran erst einmal durch seine stattliche Gestalt beeindruckt. Auch schon schön.
Von unten... Hui. Ganz schön hoch. Scroll, scroll...

Und von oben, insofern es ebendort eine entprechende Aussicht hat. Knipps...

Und weils eben so schön ist, wenns so schön ist, gleich nochmal knipps...

... knippsknipps (*hach*)...

Richtig interessant wird es aber erst, wenn man den knapp 117 Meter hohen Zylinder auf seine akustischen Potentiale hin abklopft.
Beispielsweise wortwörtlich, als gigantisches Percussion-Instrument?
Nun, das muss ja nicht gleich in der Phantasie gipfeln, die grosse Dose mit Reis oder Erbsen zu füllen und dann im Takt zu den beiderseits vorbeidonnernden Güterzügen zu schütteln.
Zumal das auch schon ganz von selbst funktioniert: Schall, der von aussen auf den Zylindermantel trifft, wird nämlich allweil auf ziemlich eindrucksvolle Weise ins Innere übertragen. Erst recht natürlich, wenn etwas Gewichtigeres - beispielsweise Regen - direkt auf die schwingende Hülle trifft. Dann hält sich der auf dem Weg von Aussen nach Innen naturgemäss bereits transformierte Schall noch ein gutes Weilchen im Inneren des Baus auf und wandert bzw. wandelt dann wie ein Geist aus Klang durch Raum und Ohr.
Aber das ist längst noch nicht alles. Denn das Innenleben als solches ist eben auch selbst ein Klangkörper, der zugleich als Konzertsaal, Studio und Instrument funktionieren kann. Tatsächlich stehen neben den Ausstellungen (aktuell eine, die in den Kosmos lädt) im Unter- und im Zwischengeschoss, das durch die nach der Stilllegung fest installierte Gasdruckscheibe entstanden ist, auch immer wieder mal Musik und Theater auf dem Programm.

Klangkunst im eigentlichen Sinne zog 2006 mit Christina Kubischs Installation FeuerLichtHimmel ein. Allerdings musste Letztere(r) für die laufende Sternenschau weichen und anstelle von Kubischs Lichterpantheon
Dieses Wochenende, pünktlich nach Toresschluss des normalen Betriebs, durfte sich das Gasometer ganz im Stillen tatsächlich wieder in ein Klanglabor verwandeln. Zwei Tage und Nächte nistete sich eine kleine Gruppe Radio- bzw. Radia-Aktiver ein, um das grosse G zum Schwingen zu bringen. In tragenden Rollen: Die Gasscheibendruckplatte als Bühnen- und Resonanzboden. Etwas weniger als 99 Luftballons. Ein Geist, der wie ein Güterzug klingt. Ein Gewittersturm. Eine Flüstertüte. Stimmen mit und ohne Körper. Ein dunkler Schirm.
Was daraus geworden ist? Werden wir hören.*
[* Ausstrahlung via Kunstradio - aber da wird selbstredend dann rechtzeitig mit einem Webtradio-Tipp gewunken. Versprochen.]

[Letztes Bildchen: Des Gasometers ursprüngliche Tröte. Inszwischen allerdings ausser Betrieb...]
Von miss.gunst am 13.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
15.06.10
THREAD THERAPY ff.
In diesem Fall ist es natürlich erste und zugleich süsse Pflicht, den Faden gleich weiterzuführen. Schliesslich gehört es zum Alltag einer THREAD THERAPY-Ambulanz, die therapeutischen Tätigkeiten zu protokollieren...
... was, der speziellen Form dieser Therapie angemessen, in Form einer visuellen Dokumentation geschehen soll. Im Folgenden also auszugsweise einige Aufnahmen aus der Zuger Klinik, beginnend mit der Vorstellung derselben.
Zunächst einmal von aussen (recht einladend, oder etwa nicht?):

Sodann wagen wir einmal einen Blick aus dem Inneren auf die Strasse (wo sich die Probleme und die prospektiven Patienten nur so tummeln):

Unsere Therapeutin Steffi Müller bei der Vorbereitung eines Therapeutikums:

Und Herr Dr. Dietl beim Präparieren der Rezepte:

Unsere freundlichen Gastgeberinnen Corinna Mattner und Suse Richter als die besten Assistenzklinikerinnen der Welt:

Bis hierher vielleicht erst einmal zur Vorstellung der Klinik und ihres Personals (nicht im Bild naturgemäss die Autorin der Aufnahmen). Als nächstes werden dann - soweit es die Diskretion resp. der Patientenschutz gestattet - Impressionen aus den Sitzungen folgen...
Von miss.gunst am 15.06.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
09.04.10
Nacht der Offenen Tür beim Hackteria Lab
So schnell kann's gehen: Da hat man gerade die Inkubatoren ein- und die Mikroskope ausgerichtet, die Bakterien testhalber von A nach B geschubst - und schon neigt sie sich wieder ihrem Ende zu, die schöne Zeit im Zürcher Hackteria Lab.
Damit sich aber nun auch die interessierte Öffentlichkeit live und vor Ort einen Einblick ins Laborgeschehen verschaffen kann, laden die Hackteria-LaborantInnen für heute (09.04.10) ab 20:00 Uhr ins Dock18 zur Nacht des offnen Labors.
Wie die PR-Massnahmen, so werden auch die Details des Programms wohl erst in letzter Minute vorbereitet - aber dass es ein kurzweiliger Abend wird, kann man wohl in jedem Fall vorweg versprechen.
Denn wie heisst es doch in einschlägigen Verlautbarungen immer so schön: Wir - und damit ist die versammelte Wetware gemeint - sind ganz sicher gut, um nicht zu sagen bestens aufgestellt...

Von miss.gunst am 09.04.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
07.04.10
Hackteria @ Dock18
Es gibt Gelegenheit, die Bekanntschaft mit den Bärtierchen aufzufrischen! Diese Woche hat sich nämlich das mobile Hackteria-Labor temporär im Zürcher Dock18 eingerichtet, um sich vor Ort der gemeinschaftlichen Forschung zu widmen.
Auf Einladung von Marc Dusseiller und Andy Gracie (Hackteria) sowie Mario Purkathofer (Dock18) werkelt seit Dienstag ein bunter Trupp von KünstlerInnen und BastlerInnen an verschiedenen Projekten, die sich allesamt um die Arbeit an und mit lebenden Organismen bzw. Kleinstlebewesen und Zellkulturen - eben vulgo: wetware - drehen.
Die einzelnen Projekte sind dabei so unterschiedlich wie die Forschungsfragen - und es müssen eben auch nicht immer die zweifelsohne ebenso beliebten wie attraktiven Tardigraden sein, die sich in der Petrischale tummeln.
Stefan Doepner beispielsweise, der sonst ja auch gern unbelebte Materie in Bewegung bringt, hat sich diesmal sogenannte Magnetotaktische Bakterien vorgenommen: Bakterien mit sogenannten Magnetosomen in ihrem Inneren - Zellen mit kristallinen Kernen, die magnetische Eigenschaften besitzen (mehr dazu im Wikipedia-Eintrag zum Thema Magnetotaxis - und wie die kleinen munteren Gesellen ausschauen, kann man zum Beispiel auf dieser australischen Seite sehen, die der Erforschung von magnetotaktischen Bakterien gewidmet ist.

Mehr zum Zürcher Hackteria Lab ist auf den sich derzeit mählich weiter füllenden Hackteria-Seiten des WetPong-Wiki (die,Obacht, demnächst nochmals umziehen könnten - nämlich dorthin, wo sie eigentlich hingehören, ins Hackteria Wiki, das derzeit serverseitig leider etwas schwächelt).
Gucken kommen kann man übrigens nicht nur direkt vor Ort, sondern auch übers Dock18-TV, das hin und wieder ein Live Cam-Fenster öffnet.
Und schliesslich wird es Freitag auch einen Tag eine Nacht der offenen Lab-Tür geben. Aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr - denn wir müssen uns jetzt auch über unsere Versuchsanordnung beugen...
[Bildchen: Ja, leicht hat man's nicht als magnetotaktisches Bakterium...]
Von miss.gunst am 07.04.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
27.12.09
DIY Sternenhimmel
Sternenzeit ist natürlich das ganze Jahr, nicht nur rund um Weihnachten und - weil weiland ja nach den Sternen gewandert wurde - in dessen weiteren Umfeld bis Dreikönig.
Und überhaupt gibt es den schönsten Sternenhimmel natürlich draussen vor der Tür.
Allerdings bekommen Menschen, die in grösseren Städten und deren Umfeld wohnen, mittlerweile nurmehr die leuchtstärksten Himmelskörper zu sehen sowie jenen, welcher dankenswerter Weise von einer engagierten Kollegin recht intensiv beleuchtet wird.
Das wiederum bringt sternenliebende ZeitgenossInnen in die Bredouille. Den Mond Anheulen geht ok - aber Sterne besingen? Klarer Fall, da muss ein eigener Sternenhimmel her. Kaufen wäre allerdings ausgesprochen schnöde, wenn es um so etwas poetisches geht. Viel schöner ist ein selbst gebastelter Sternenhimmel. Und das geht - wie der eine oder die andere vielleicht noch aus der Kindergartenbastelstunde* erinnern wird - so:
Man nehme eine einseitig schwarz beschichtete Pappe (wie guten Fotokarton) oder bemale eine weisse Pappe einseitig mit schwarzer Deckkfarbe oder beklebe sie entsprechend...

... zücke sodann einen handelsüblichen Nagel wie diesen (Achtung, wirkt stark vergrössert - zu dick darf er nicht sein und überhaupt legt man sich am besten gleich mehrere Nägel unterschiedlicher Stärke oder Nagel und Nadel zurecht) ...

... gehe sodann mit zarten Stichen bzw. Bohrbewegungen zu Werk ...

... und schon beginnt, Gestirn um Gestirn ...

... ein zünftiger Sternenhimmel zu erstrahlen (siehe unten).
Menschen mit Neigung zur wissenschaftlichen Genauigkeit werden sich eine Sternenkarte zum Vorbild nehmen wollen. Und ProfibastlerInnen vielleicht gleich Blech bohren und das Ganze von hinten beleuchten. Die einfache Variante macht aber eben auch schon Freude, zudem lässt sie sich als Grusskärtlein verschicken, wenn man die Pappe zuvor auf ein geeignetes Mass geschnitten hat. Es muss ja nicht immer per aspera ad astra gehen, oder?

*[A propos Kindergartenbastelei. Natürlich ist dies der Ort, an dem man nicht wenige wertvolle Techniken lernt, die sich später, direkt oder leicht transformiert, höchst nützlich neuerlich zur Anwendung bringen lassen. Und im Schulbasteln gab's auch noch die avancierte Variation des Lämpchens aus mit Milchdosenlocher gebohrter Konservendose und Teelicht drin (Achtung nicht erst beim Platzieren des Teelichts ob des spitzigen Innenlebens und der scharfen Ränder: Vor allem muss man die Ravioli vorher ihrer Bestimmung zuführen und das Etikett im Wasserbad entfernen, sonst schaut's nicht ganz so traulich aus).Und dann gibt's noch weitere schöne Variationen - von denen wir mindestens einer unbedingt noch einen eigenen Eintrag widmen wollen.

Gleichwohl müssen wir beim Sternenhimmelbasteln immer auch an das allerallerschönste Kinderbuch denken, das (und wir hatten wirklich viele) uns zu Zeiten des Aufwuchses je unter die Nase gekommen ist: Opa Huckes Mitmachkabinett von Friedrich K. Waechter - einem der grossartigsten Zeichner und Karikaturisten und eben Kinderbuchmacher, den die Welt je gesehen hat. Darin gibt es nämlich auch eine Seite, die zum Sternenhimmelbasteln einlädt. Genau genommen besteht das gesamte Buch aus wunderbaren, einfallsreich umgesetzten Einladungen, sich die Welt durch Selbermachen anzueignen. Anlässlich dieses Log.Buch-Eintrags haben wir mal nachgesehen und bestürzt feststellen müssen: Der Verlag scheint es gar nicht mehr im Programm zu haben, es ist allenfalls gebraucht zu erstehen (was aus nahe liegenden Gründen gewisse Einschränkungen für den/die ZweitbesitzerIn mit sich bringen kann - wenn es sich nicht um einen unberührten Archivalienfund handelt). Lieber Beltz-Kinderbuchverlag: Das darf eigentlich nicht sein! Habe Gnade mit der Menschheit! Kinderbücher sind prägsam, ergo eine Zukunftsinvestion - und dieses für die Hand-, Hirn- und Herzensbildung gleichermassen förderlich! Kurzum: Das wäre mal ein Beitrag zur Bildungsoffensive, der wirklich Früchte trägt!]
Von miss.gunst am 27.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
16.12.09
Basteln in Kassel II (flipdot @ interfiction)
Weil interfiction dieses Jahr nicht nur theoretisch unter Beweis stellen wollte, dass Spielen eine konstruktive Seite hat (oder haben kann), wurde der Praxis entsprechend viel Platz eingeräumt.
Kongeniale Verstärkung bekam die Abordnung der Schweizer Mechatroniker dabei von Gleichgesinnten vor Ort.
Würdig und entsprechend aktiv vertreten von flipdot - wobei es sich auch ingesamt um eine ebenso sympathisch wie spannende Initiative handelt, die aus gutem Grund noch mit einem eigenen Eintrag im Log.Buch vorgestellt werden soll.
Als kleinen Vorgeschmack gibt's an dieser Stelle erst einmal in Form eines Stand-Bildchens einen Anker zu dem kleinen Clip*, mit dem die flipdotter den Schwung ihres interfiction-Workshops wohl am allerbesten rüberbringen... Enjoy!

* Featuring a.o. Helmut Fligge und Olaf Val von flipdot, David Schwertgen, Paul Wiersbinski und andere bastelfreudige interfiction-TeilnehmerInnen im Vorder- und Hintergrund. Plus, unübersehbar: Arduino.
Grand Merci an flipdot und: dazu dieser Tage noch mehr...
Von miss.gunst am 16.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
14.12.09
Basteln in Kassel I (interfiction makeaway)
Natürlich wurde und wird nicht nur in Zürich gebastelt. Weil die Schweizer Mechatroniker eine ziemlich muntere Truppe sind, missionieren sie auch an anderen geeigneten Orten - nach dem HOME MADE-Labor im Tessin und dem Basler Shitfestival wurde in diesem Jahr beispielsweise auch interfiction in Kassel beehrt.
Hier sorgte eine illustre Abordnung, bestehend aus Iris Rennert (mehr im hauseigenen Archiv), Dionys Dammann...

... und Effi Tanner ...

... mit dem diy makeaway dafür, dass Tag ...

... und Nacht gebastelt wurde ...

Woran? Nun, dazu zeigen wir jetzt erst einmal ein (1) Bildchen

Das Werkstück selbst sowie auch jenes, an welchem oben gelötet wird, sollen bei Gelegenheit ja noch einmal einen eigenen Eintrag bekommen...
Von miss.gunst am 14.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
30.08.09
ciao? ciao!
Tja, so schnell kann's gehen. Kaum ausgepackt, mussten die Kisten heute auch schon wieder eingeräumt und verladefertig gemacht werden.
Was ziemlich schwer fiel - obwohl, oder vielmehr: gerade weil die darin bevorrateten Bastelmaterialien deutlich dezimiert worden sind.
Insofern meint "Ciao" zwar einerseits - wie im (Schweizer-)Deutschen meist - "Tschüss". Und der Abschied von der Arbeitswoche wurde zuvor natürlich noch fleissig gefeiert:
Mit einem Tag der offenen (Garten-)Tür, Ausstellung und Fest.
Solange es noch hell war, konnte man im Grünen diverse seltsame Gebilde beäugen, die noch viel seltsamere Geräusche von sich gaben:

Und als sich die Dunkelheit über den Garten gelegt hatte, wurden Lichter und Klänge in den gestirnten Nachthimmel gesandt. Schliesslich war in weiser Voraussicht auch einschlägiges Equipment mitgebracht sowie gebastelt worden...

... um zünftig zum Tanz aufspielen zu können:

Und geübte VJs hatten sich ebenfalls eingestellt...

Was man da sieht? Ja, das sieht tatsächlich badenden Bärtierchen & Co. verdächtig ähnlich.
Und natürlich werden wir uns nicht lumpen lassen, die zahllosen zwitschernden, klingenden und blinkenden Exponate der Ausstellung noch etwas genauer vorzustellen. Wie auch die DJs und Vjs. Und und und...
Und deshalb meint "Ciao" andererseits - wie im Italienischen, in dessen Sprachraum diesmal schliesslich gebastelt wurde - auch in diesem Fall eben nicht nur "Tschüss". Sondern zugleich "Hallo".
Im Sinne von: Aber hallo - natürlich wird jetzt erst recht heiter weitergemacht...

[P.S.: Das Fähnlein haben wir uns aus dem T-Shirt geschnitten, das Lab-Compagnon Jordi von den nuove propose culturali zum Abschlussfest trug. Mille grazie a lui!]
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 30.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
29.08.09
DIY bärtierbeobachtung ff.
Mit dem Thema Bärtierchenbeobachtung sind wir natürlich noch lange nicht fertig. Denn Marc Dusseiller hat tatsächlich einen Weg gefunden, den Tardigradien aus nächster Nähe auf ihre fusseligen Füsschen zu schauen.
Wie das genau geht, dass man sich nicht wie gestern noch mehr oder weniger ungenaue Vorstellungen machen muss, sondern Bilder wie beispielsweise diese hier sieht:

... das wird in einem eigenen Eintrag verraten werden. Denn jetzt geht's erst einmal an die Vorbereitung der abendlichen Festivitäten, in deren Rahmen die sehens- und hörenswerten Ergebnisse der aktuellen Arbeitswoche vorgestellt werden sollen.
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 29.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
28.08.09
DIY bärtierbeobachtung
Bärtierchen - zu gut Lateinisch: Tardigrada - sind sicher nicht zu Unrecht unter den Menschen, die gern auf Kleines gucken, sehr beliebt. Obgleich zu den Raubsaugern zählend (und als ebensolche zum Behufe der Nahrungsaufnahme unbwehrten, noch kleineren Tierchen auf ziemlich gemeine Weise nachstellend) gelten sie gemeinhin als "süss".
Sic, so steht es - derzeit wenigstens - sogar im ihnen gewidmeten Eintrag in der Wikipedia nachzulesen.
Nun, da wir bekanntlich eine gewisse Vorliebe für Niedlichkeiten hegen: Warum nicht der Sache einmal auf den Grund gehen und einen Versuch starten, des gemeinen Bärtiers einmal mit eigenen Augen ansichtig zu werden!
Bilder hat es zwar im weitweiten Gewebe mehr als genug. Aber man liest ja immer wieder so viel über das böse, von Fälschungen und Listen nur so wimmelnde Internetz...
Allerdings ist es aufgrund der erwähnten, eher bescheidenen Grössenmasse, die das durchschnittliche Bärtierchen aufzuweisen hat (etwas genauer gesagt: bewegen sich selbige zwischen 50 Mikrometern und 1,5 Millimetern, wie die Wikipedia weiss) gar nicht so einfach, mit den Stammesmitgliedern Sichtkontakt aufzunehmen.
Deshalb haben wir erst einmal (sozusagen als Vorübung) unsere Imagination bemüht. Wobei wir uns schon mal sicher sind: So wie oben rechts schauen sie ganz bestimmt nicht aus. Eher vielleicht - um dem finsteren Raubsaugercharakter gerecht zu werden, haben wir sie mal etwas düsterer eingefärbt - so (???):

SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 28.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
26.08.09
DIY instrumente
Wie schon gute Tradition bei den Sommerworkshops für ForscherInnen auf dem Feld der Experimentalelektronik: Sind selbstredend auch diesmal jede Menge selbstgebauter Instrumente mit von der Partie.
Einige davon steckten in den geheimnisvollen Kisten, von denen bereits die Rede war (nunja, vielleicht nicht gerade in diesen).
Diese hier beispielsweise haben Simon Berz und George Lazenbleep (bzw. Ben Maxwell Goldstone, s.a. den Eintrag zum Zürcher DIY-Festival 08) bereits seit längerem in Gebrauch:

Oben links im Bild: Berz berühmte präparierte Drumstricks, die - wie im Eintrag vom 05.08.09 berichtet - gerade erst in Zürich bei den Stromereien zum Einsatz gekommen sind.
Von Natur aus neugierige Menschen wie Ben haben allerdings auch gleich bei der ersten Erkundung des Geländes bereits vor Ort installierte Instrumente entdeckt - wie dieses Noise-Turntable beispielsweise:

[Beiseit: Strotter, der diesmal leider nicht mit von der Partie ist, hätte als eingefleischter Turtableist mit Vorliebe für solche brachialsensiblen Stimungen sicher seine Freude daran gehabt!]
Ob darüber hinaus auch neue Instrumente ausgetüftelt und gebaut werden? Was für eine Frage! Aber zu selbigen dann an anderer Stelle mehr...
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 26.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
25.08.09
basteln
War natürlich nicht anders zu erwarten...
... kaum sind die ersten Kisten ausgepackt...

... wird gleich mit dem Basteln begonnen:

Und was da gebastelt wird, schauen wir uns später natürlich dann doch auch noch etwas genauer an.
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 25.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
24.08.09
material, material
Inzwischen hat sich der Sesam Berg der Kisten geöffnet.
Was zum Vorschein gekommen ist?
Schätze, Schätze.
Und nochmals Schätze.



Der Eindruck ist nicht ganz falsch. Aber: Alles das und noch viel mehr wird in den kommenden Tagen zu allerlei tönenden und blinkenden Instrumenten verbastelt werden.
Wie? Wo? Welchen?
Werden wir sehen. Und hören. Ganz bestimmt...
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 24.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
23.08.09
zeigt her eure...
Nein, nicht Füsse. Auch die Schuhe interessieren uns nicht so sehr.
Sondern: Die Kisten.
All die vielversprechenden, prall gefüllten Kisten, die von allen Seiten ins Labor getragen worden sind...

... und gleich erst einmal ausgepackt werden wollen.
Was drin ist? Was draufsteht. Und noch einiges mehr...
SGMK & HOME MADE - DIY LABOR TICINO 2009
Von miss.gunst am 23.08.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
30.08.08
home made (in) concert @ les digitales
Als Krönung der Bastelwoche (und leider auch zu deren Abschluss) gibt es am heutigen Samstag richtig etwas zu sehen hören und zu sehen: HOME MADE in concert.
Und zwar auf einer denkbar passenden Bühne.
Die fleissigen FricklerInnen sind nämlich zu Gast bei Les Digitales bzw. der diesjährigen Ausgabe von und in La-Chaux-de-Fonds.
Wobei an dieser Stelle einzugestehen wäre, dass wir schon vergangenen Freitag hätten heftig winken können: Da waren bereits beim Lausanner Konzertabend keine Geringereren als Strotter (s.a. mehr im hauseigenen Archiv) und - mit Defects Per Billion - Flo Kaufmann (dito) mit von der Partie. [Btw., die Defekte kann man, falls verpasst, heute nochmals im Sauerkraut Bern erwischen.]
Die Digitales sind als Konzertfestival natürlich weniger zum Mitbasteln als zum Mitschwingen gedacht (wobei es im kiosque à musique auch eine Ausstellung mit Arbeiten von sapristi & co aka Emeline & Silvio gibt). Aber am Ende einer langen Arbeitswoche kann man sich das ja getrost einmal gönnen. Stehen jedenfalls von ATOLL über Feldermelder bis hin zu Herrn Baron von Öctø Püss et le bruit qui court viele leckere Acts auf dem Programm...
Von miss.gunst am 30.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
27.08.08
fensterln beim basteln
Seit Montag knistert und rumort es auf dem sonst äusserst idyllischen und auch netztechnisch ziemlich abgelegenen Hochplateau von Les Pontins im Berner Jura.
Und sendet da vielleicht sogar etwas? Da müssen wir doch dringend mal nach dem Rechten schauen...
... und siehe da: Im auf Fotografien eigentlich unverdächtig dreinblickenden Landhaus La Chatelaine - in dem man sonst eher rastende Wanderer oder Ruhe suchende Städter vermuten würde - haben sich offenbar einige jener ziemlich seltsamen Menschen eingenistet, die gerne ebenso seltsame (sowie noch viel seltsamere) Dinge mit Elektrizität nahezu allem veranstalten, was ihnen als willfähriges Bastelmaterial in die Finger gerät.
Wenn man es nun den Kühen nachtut und zutraulich etwas näher tritt, sieht man vielleicht schon auf dem Weg das eine oder andere unter normalen Bergweltumständen eher merkwürdig anmutende Arrangement:

[Ja genau, dieser rastende Wanderer hat anscheinend nicht nur sein Picknick ausgepackt...]
Erst recht Erstaunliches lässt sich dann aber rings des Hauses beobachten.
Da wuchern nicht nur wilde Drahtwindungen.
Sieht vielmehr ganz danach aus, als sei da bereits etwas mit beweglichen Gliedern entstanden, dass dann in den nächsten Tagen vielleicht sogar eigenmächtig auf Wanderschaft gehen wird???
Ohlala. Wie gut, dass Welt am Draht mittlerweile auch drahtlos erreichbar ist.
Denn da bleiben wir natürlich auf jedem Fall dran und werden weiter fensterln gehen...
[Bildchen: Ganz genau. Das kleine Schwarzweisse ist nämlich - obgleich in geographischer Nähe zu einem äussert anmutigen Landschaftsprospekt aufgenommen, kein Sonnenauf- oder untergang in den Alpen.
Grand Merci an Markus Haselbach von der SGMK, die - wie es die Quellen murmeln bzw. wir mit einer gewissen Bestimmtheit vermuten dürfen - da wohl mal wieder ihre Finger im Spiel hat...]
Von miss.gunst am 27.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
23.08.08
aber herzlich (ff.)
An einen ganzen Einminuten-Clip wollten wir uns auf die Schnelle nun doch nicht wagen - denn wir wissen ja sehr wohl, wieviel Arbeit schon in weit weniger Sekunden steckt.
Aber die gestern nur angedeutete Animationsimagination bzw. Imaginationsanimation verlangte doch nach Vervollständigung.
Also haben wir, in Hommage an Terry Schaufelbergers Festival-Installation "Das (grosse) Duell" für einmal einen duellierungswütigen Zeitgenossen aufgerufen, der dann natürlich auch unverzüglich - Pech und Schwefel im Anschlag - angetreten ist:

Dem gegenüber seien nun, im Zuge einer absoluten Wahlfreiheit der Waffen, die Vorteile konsequenter Freundschaftlichkeit ins Feld geführt:

Was offenbar selbst Pech und Schwefel sehr viel sympathischer finden:

Von miss.gunst am 23.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
17.08.08
badabum on air (WRT)
Gerade noch rechtzeitig trudelt der Flyer ein, um den Webradio-Tipp des Tages weitergeben zu können.
Wobei es nicht der letzte seiner Art sein wird - denn es handelt sich um eine sonntägliche Serie, die mit der heutigen Sendung beginnt.
Simon Berz, der gerade vergangene Woche erst mit der DIY-Parade durch Zürich zog, geht nun nämlich auch on air. Und zwar regelmässig zum beliebten (und in diesem Log.Buch ja ebenfalls schon öfter vermerkten) So21-Sendetermin - eben Sonntags - auf Radio LoRa.
Für heute steht nun laut Ankündigung erst einmal Folgendes auf dem Programm:
Unter Leitung von Simon Berz und Andrew Phillips werden unveröffentlichte Konzerte des Labels seit dem Bestehen 2001 zu hören sein. (z.B. das BADABUM-Konzert Bioelektrik mit APPARAT, shitkatapult Berlin 2004). Zudem ist die Crew von Kombinat08 im Studio anwesend und gibt Einblick in das einwöchige gemeinsame Schaffen von Künstlerinnen und Jugendlichen.
Also: Radio einschalten bzw. in den Webradio-Strom von Radio LoRa springen. Spätestens ab 21:45 Uhr, wenn das Badabum-Special beginnt. Aber im Grunde getrost schon ab 21:00 Uhr, denn dann startet die So21-Sendung als solche - erst einmal mit einem Dreiviertelstündchen grauton, was ja auch meist ziemlich lecker ist...
Von miss.gunst am 17.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
09.08.08
DIY Parade
Vom Main direkt an die Limmat, wo heute Mittag nämlich eine ganz besondere Demo steigt, die sich Freundinnen und Freunde hausgemachter Musikinstrumente und mobiler Klanginstallationnen nicht entgehen lassen sollten.
Simon Berz von Badabum lädt dazu ein, sich ab 13:00 Uhr der "1. DIY PARADE & PLUGIN PARTY" anzuschliessen:
"Selbst 'gehackte' oder selbstgebaute Instrumente mitnehmen und selber an der DIY Parade an der Zürcher Limmat nächst des Dynamo abrocken.
Das nötige UMPF kommt von simnbe, ME-schelle und Uwe Schüler", verspricht die Einladung.
Und dann steht da noch: "Jeder ist ein Hacker!"
"Hört, hört", könnte man da jetzt rufen. Und so ist es wohl auch gemeint...

[Bildchen: Wir haben das Motto mal spasseshalber ernst genommen und uns einen Paradewagen gebaut, der zugleich Instrument ist und eines hackt. Das bedauernswerte Janko-Piano bekamen wir von Wikipedia Commons-Spender Thuen und unter der Hut des grossen GNU; die rhythmisch zuhauenden Schlagwerkbeilchen sind Abkömmlinge jener Axt, die B. Gliwa unter cc-by-nc-sa in die Commons entliess und dann brauchten wir noch ein Teil wie dies von Kokiri (GNU) sowie natürlich Räder (Mercis an HarrisonB), um den Paradewagen dann auch zünftig durch die Strassen ziehen zu koennen...]
Von miss.gunst am 09.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
17.06.08
atelier simulant @ romainmôtier
Wie in jeder Sommersaison wird auch heuer wieder das Pilgerhaus L'Arc in Romainmôtier für konspirative Zusammenkünfte von KünstlerInnen mit Neigung zur experimentellen (Elektro-)Bastelei und BastlerInnen mit Neigung zur Kunst genutzt.
Beispielsweise, um an Protoypen zu arbeiten.
Selbige stehen jedenfalls im Mittelpunkt der Einladung, die dorkbot swiss* für die aktuelle Woche ausgeschrieben hatte:
"das atelier simulant konzentriert sich auf die erstellung von prototypen. die teilnehmenden bringen ihre persönlichen projekte mit und vermitteln über die im atelier entstehenden simulationen ihre individuelle arbeitsstrategie. ziel der atelierwoche in romainmôtier ist nicht das realisieren, sondern das simulieren von ideen. ob dies mit hilfe von pappmodellen oder freiluft performances geschieht, bleibt jedem einzelnen selbst überlassen."
Und wie der Flyer zur Veranstaltung verrät, sind nicht wenige Interessierte der Einladung gefolgt.
Ob es auch diesmal wieder am Wochenende einen Tag der Offenen (Atelier-)Tür gibt, wurde angesichts des seinerseits ziemlich offenen Arbeitsvorhabenes passender Weise ebenfalls offen gelassen.
Immerhin hat Monya Pletsch, die das Ganze für dorkbot swiss organisiert, einen eigenen Weblog für das Atelier Simulant eingerichtet.
In selbigem herrscht zwar bis dato eher die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der dann mutmasslich bzw. dem Thema angemessen auch eher in den Köpfen und im Atelier selbst denn durchs online-Schrifttum wehen wird.
Aber falls es früher oder später am einen oder andern Ort zu einer Präsentation von Protoypen im oder aus dem Atelier Simulant kommen sollte, dürfte sich dort sicher rechtzeitig ein Hinweis finden. Neugierig, wie wir selbst in Sachen Prototypen sind, werden wir die Augen sowieso offenhalten und etwaige Neuigkeiten weiterreichen. Versprochen.
*Autsch, die Heimseite bzw. das Tiki scheint gerade flach zu liegen. Wünschen wir mal baldige Genesung bzw. Reparatur...
Von miss.gunst am 17.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
31.05.08
bizaar x
Für den heutigen Samstag (31.05.) hätten wir eine Empfehlung zur Abendgestaltung, die sich ganz besonders an elektroakustischen Basteleien zugeneigte Menschen richtet, die sich in oder um Frankfurt aufhalten.
Eben jenes radio x (also nicht das Basler), über das miss.gunst unter anderem ihre GUNSTradio-Sendungen in den so genannten Äther schickt, feiert nämlich sein traditionelles Frühlingsfest.
Das durchaus per se schon ankündigens- und aufsuchenswert ist.
Doch diesmal gibt's mit dem bizaar x ein kleines Spezialprogramm, bei dem besondere Spezereien geboten werden:
Manpulierte Instrumente und unbotmässig umgelegte Schalter, freundliche Tonträgerfolter, Retro-Gaming mit Dr. Pong, Seepferdefahrgäste, Superstolk 4.0 und Waldlust pur. Sowie eine gute Portion Krrrach.
Treue LeserInnen werden dort einigen Künstlern begegnen, die sie schon aus voraufgegangenen Log.Buch-Einträgen kennen und die hier entsprechend mit Verweisen aufs hauseigene Archiv gelistet werden können: Darunter Stefan Beck (s.a. im Log), der mit Theo Goodman a.k.a. buckettovsissors (s.a. im Log) Schallplatten erklären und bearbeiten wird; Der Warst (s.a. im Log), der seine transformierten Instrumente mit- und natürlich auch zum tönen bringt; indes die Waldlust von Lasse-Marc Riek (s.a. im Log) und Tobias Schmitt (s.a. im Log) hervorgebracht wird. Und dass Dr. Pong natürlich auch eine antike Konsole mit dem gleichnamigen Game (s.a. im Log) im Gepäck haben [sic, Plural], versteht sich eh von selbst.
Mehr allen Beteiligten an anderer Stelle, nämlich auf den Heimseiten von radio x - wo es auch einen Anker zum Sendestream gibt, mit dem sich vielleicht auch diejenigen trösten mögen, die nicht vor Ort dabei sein können. Denn es gibt in der Halle eine Bühne, die ab Beginn des Abends erst einmal die Herren Jörg Ritter und Torstn Kauke bzw. Seepferdefahrgäste und Superstolk 4.0 einnehmen (mehr zur Superband auch auch hier auf den wahren Superstolk-Heimseiten).
Live sowieso parallel On Air.
Klar, dass sich auch alle anderen am bizaar x Beteiligten abwechselnd zu Konzert-Performances hinreissen lassen, die dann selbstredend ebenfalls auf Sendung gehen - und ja, miss.gunst wird's (mehr oder weniger moderat) moderieren...
[Bildchen: Unbotmässig bearbeitete Versionen unserer wenigen und nicht viel aussagekräftigeren Exemplare im Infotext zum Fest. Aber was solls. Es wird eh alles viel bunte, schöner. Und lauter. Garantiert.]
Von miss.gunst am 31.05.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
20.04.08
dada klangbastellabor (berz & könig)
Was macht doch gleich zehn mal zehn? Nein, Quadratrechnen ist für einmal nicht gefragt. Hundert wäre nämlich gerade falsch und die entsprechenden Punkte gibt es bei einer anderen Antwort: Elf.
Jedenfalls zehn Tage lang - im Zürcher Cabaret Voltaire.
Wie es zu dieser Gleichung kommt (die genau genommen auch garkeine ebensolche ist, sondern mit einem aus der Grammatik entlehnten Vektor operiert), erläutern Simon Berz und Kaspar König.
Nicht unbedingt wortreich - was sich schon aus historischen Gründen geziemt: Bekanntlich pflegten schon diejenigen, deren kleiner Kulturrevolution das Haus in der Spiegelgasse gewidmet ist, Silben und Sätze vorzugsweise als poetisches Bastelmaterial zu verwenden. Vor allem aber geht es natürlich auch darum, die Schraube aus zeitgenössischer ein gutes Stückchen weiter zu drehen und dabei die eigenen Ansätze fruchtbar zu machen.
Umso passender daher das offene Klangbastellabor, das bereits an den Nachmittagen seine Türen für Neugierige öffnet, so dass man den beiden beim Tun über die Schultern schauen kann. Und beim Schauen muss es keineswegs bleiben - zumal auch Materialspenden für die fleissigen Bastler herzlichst willkommen sind.
Solche Spenden gab es bereits in den ersten Tagen der Arbeitswoche in erklecklicher, so dass unter anderem ein alter G4 ausgeweidet und mithilfe geeigneter Ingredienzien zur rhythmisch mitsummenden Liquid Light Show-Box umgebaut werden konnte.
Gemeinsam mit diversen anderen gehackten (bzw., rechtschreibtechnisch grenzwertig, aber den Sachverhalt besser treffend sowie obendrein nahezu stabreimtaugich: gehäckten) Geräten und absichtsvoll unbotmässig sonifizierten Apparate-Mutanten darf die Box dann jeweils des Abends ab 22:00 Uhr die Bühne erobern, wenn Berz und König zum Post- bzw. Pata-Dada-Konzert laden.
Kurzum: Es gibt viel zu sehen, zu entdecken und zu erlauschen - und wer bis die Gelegenheit hat, bei 10x10>11=DADA im Cabaret Voltaire vorbeizuschauen, sollte sich selbige nicht entgehen lassen...
[Bildchen: Oben im Ausschnitt und unten links das Plakat zum (Pata-)DADA-Klanglabor - das vielleicht etwas arg düster ist in Anbetracht dessen, was vor Ort doch eher lustig leuchtet, blinkt und klingt. Mitte rechts daher noch etwas Passenderes aus den Wikipedia Commons gefischt: catadioptric system bokeh christmas tree lights, von User Hustvedt unter cc-by-nc-sa lizensiert.]
Von miss.gunst am 20.04.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
03.04.08
roboterkonzerte
Gestern hat in Bern eine kleine Tournee begonnen, auf die sich RoboterfreundInnen wahrscheinlich schon länger freuen - zumal, wenn sie im Rahmen des letzten Zürcher diy festivals bereits in den Genuss eines der wilden Gitarrensoli von Lemmi gekommen sind.
Lemmi ist nämlich nicht irgendein langhaariger E-Zupfinstrumentenhalsschenker, sondern eine Kreatur ein Musiker aus der Musicanical Robot Freakshow von Rozzobianca.
Ebenfalls mit von der Partie bzw. in der Band: Der Schlagzeuger Fredy Fantastico, dessen eher dem Gothic verpflichtetes Äusseres nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass er im Anschlag lässig auf Speedmetaltempo kommt. Sowie weitere nicht weniger exaltierte Bühnentalente, die zwar allesamt so ausschauen, als seien sie direkt auf dem Schrottplatz aufgewachse. Aber eben mitnichten akustischen Abfall produzieren - sondern dank der Kompetenz ihrer Kreateure ein ziemlich stilsicheres Musikprogramm.
In Kooperation mit digital brainstorming lassen Renato Grob und Lisette Wyss nun gleich in meheren Städten die Puppen tanzen ihre Instrumente bearbeiten.
Wie gestern sind sie auch heute noch in der Berner Dampfzentrale zu Gast, Freitag und Samstag (03./04.04.) werden sie im Walcheturm in Zürich aufspielen und in der kommende Woche Samstag (12.04.) dann nochmals im Basler [plug.in].
Informationen zur Tournee sowie weitere Materialien gibts bei digital brainstorming, mehr zu Rozzobianca auf den Heimseiten des kreativen Künstlerpaars.
Und das ist noch nicht alles: Denn für diejenigen, die beim Konzertbesuch vom Wunsch erfasst werden, selbst einmal einen musikalischen Roboter zu konstruieren, gibt's gleich noch einen passenden Workshop dazu. Geleitet wird er von Daniel Imboden, seinerseits ein nicht minder talentierter Robobastler, dessen Musiker Supermax und Petrol nämlich auch beim Konzert mit auf der Bühne stehen (und dort selbstredend ebenfalls nicht nur stehen).
Selberbauen lernt man dann zwar keinen Schlagzeuger oder Gitarristen, sondern ein Vibra-RoboterInsekt. Aber da wir nun nicht alle Rockfans sein können, ist das möglicherweise ja sogar vorteilhaft.
Vielmehr werden wir als Insekten(musik)FreundInnen dieser Kreation noch einen eigenen Eintrag widmen...
[Bildchen: Fanposter zur Musicanical Robot Freakshow von Rozzobianca.]
Von miss.gunst am 03.04.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
05.01.08
stempelstampfmaschinchen
Wer sich das Vilmchen angesehen hat, dem der letzte Eintrag galt, wird auch die Assoziation zum Bildchen verstanden haben.
Weniger, weil die sonst eher kryptisch bleiben muss, denn aus reiner Bastelfreude treiben wir das doch gleich noch ein bisschen weiter.
Indes nämlich das beigestellte Bildchen seine Entstehung aus mühseliger Handarbeit schwerlich verleugnen konnte, war bzw. ist im Vilmchen ein veritables Stempelmaschinchen zu bewundern. Bzw. neidvoll zu betrachten.
Solch ein Stempelmaschinchen selbst zu konstruieren, fehlte es uns - zumal auf die Schnelle - zwar schmerzlich an Mittel, Zeit und Kunstfertigkeit.
Aber wenigstens eine animierte Hommage sollte es geben. Und die Platte dazu kann ja jede/r selbst auflegen...

[Ja, geht natürlich nur einmal. Allenfalls müsste man das Blatt mit der Stempelmaschinenspur beiseite und diesem ein neues vorlegen. Klar.]
Von miss.gunst am 05.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
26.09.07
DIY orchestra (a2d)
Erwartungsgemäss und wie auch schon angekündigt gilt der Eintrag des Tages selbstredend Folge #5 in der Reihe "From Analog to Digital".
Zumal die heute einem besonders schönen Thema, nämlich den DIY Orchestern gewidmet ist.
Was wir uns darunter vorzustellen haben?
Dem kann man sich diesmal sogar schon am Nachmittag nähern: Ab 16:00 Uhr bietet nämlich die Schweizerische Gesellschaft für Mechatronik am Ort des späteren Geschehens, also im Walcheturm, einen Workshop an.
In diesem lässt sich lernen, wie man sein (batteriebetriebenes) Radio oder eins der eher stumpf fiese Melodien dudelnden Spielzeuge in eine kleine Klangmaschine umbaut.
Und mit eben diesem Instrument kann dann im Prinzip auch direkt losgelegt werden. Ja, genau: Schliesslich haben es Markus Haselbach und seine Kollegen von der diy kamikaze group - Oliver Jäggi, Effi Tanner, Christian Rijke, Robert Korizek, Ken Gubler und Marc Dusseiller - im Grunde auch nicht anders gemacht.
Was dabei alles Hörenswertes herumkommen kann, werden letztere jedenfalls heute Abend ebenfalls unter Beweis stellen.
Ansonsten sind noch eine ganze Reihe echter Profis, sozusagen Solisten und erste Geigen mit dabei:
So will Iris Rennert - FreundInnen von HOME MADE und treuen LeserInnen längst einschlägig bekannt - mit bzw. als Circuit Bending Orchester Solo auftreten. Und Simon Berz aka badabum - zu dem es ebenfalls schon einige Einträge im Archiv hat - hat angekündigt mit seinem Rocking Desk "autobiophonische Vibrationen" intonieren.
Anschliessend verspricht Christof Steinmann von spezialmaterial in sein Softland zu laden (das auch eine Vertretung in mySpace hat, wo man akustisch schon mal weiter vorschnuppern kann). Und zu guter Letzt packen dann noch Simon Grab und Tomas Kudrna von bzw. als rough and ready electronics ihre Instrumente aus.
Wer dann immer noch kein eigenes Instrument unter den vorhandenen Gerätschaften ausgemacht, keins selbst gebastelt und auch keins mit Vorbedacht von daheim mitgebracht hat: Muss Darf bis zum bitteren Ende grossartigen Finale in Publikumsposition verharren und ertragen geniessen, was es zu Hören gibt.
Alle anderen aber sollte es spätestens dann auch selbst über den nicht vorhandenen (Orchster-)Graben hinweg Richtung ebenfalls hemmschwellenbefreiter Bühne drängen.
Also, nicht vergessen: Heute ab 16:00 Instrumente basteln und abends dann zur schon gewohnten Stunde ab 21:00 Uhr Folge #5 der Reihe a2d im Walcheturm.
[Bildchen: Ist wie immer das der Einladungskarte. Bloss dass wg. Fernübertragung nicht das Papier-Original auf den Scanner konnte - daher mal schnöd die kleine Datenvariante einkopiert (*seufz*)]
Von miss.gunst am 26.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
19.09.07
interfaces (a2d)
Nein, das wird keine Abhandlungen zu einem schier unerschöpflichen Thema medientheoretischer Diskurse. Zumal sich das HOME MADE-Log schon von Haus aus nicht so sehr fürs Definieren von als fürs Basteln an Schnittstellen interessiert.
So gesehen natürlich auch für Interface-Design der experimentelleren Art.
Eben darum gibts in der Reihe "From Analog to Digital" auch eine entsprechende Folge - und zwar heute (19.09.07), wie immer um 21:00 Uhr im Zürcher Walcheturm.
Eingeladen hat Simon Grab von ganzerplatz diesmal...
... den treuen LeserInnen schon aus einigen Einträgen bekannten Flo Kaufmann. Im Gepäck: "satrap aktiv", was ohlala diesmal nach aufgerüsteten Haushaltsgeräten klingt, die ihrerseits entweder selbst klingen oder andere Dinge zum Klingen bringen werden.
... Moritz Wettstein mit seinem "algoritmo caliente!" (u.a. diesen Sommer bereits beim Swiss dorkbot in Genf dabei gewesen, s. a. im hauseigenen Archiv);
... Jörg Köppl an der stimmgesteuerte Gitarre, der zusammen mit Philipp Schaufelberger am Schlagzeug zu sancho & pansa wird (was wir grad nicht zu sagen wissen: Ob die Gitarre dann als schizo sancho oder braver pansa agiert).
Soweit die Beitragenden von Schweizer Seite. Die Stargäste des Abends kommen allerdings von etwas weiter her, genauer gesagt vom 'schräg gegenüberliegenden' Kontinent down under, also aus Australien.
Als Abordnung von Half/Theory werden uns Scott Sinclair und Joe Musgroveden aka BOTBORG den Photosonischen Neurokinaesthetographen (kurz: PKNY) des geheimnisvollen Dr. Arkady Botborger näherbringen (Kleine Einführung gefällig? Bei MySpace-TV hat es unter anderem einen Clip von audioframe zum BOTBORG-PKNY sowie ein längeres Interview mit Sinclair zum Projekt).
Und als kleines Extra-Bonbon dazu gibt es dann noch eine Solo-Performance von Siclair als COMPANY FUCK - bzw., laut Selbstbeschrieb: als "hyperactive child singing karaoke to many records played on high-speed".
Na, also dann: Bis heute Abend um 21:00 zu Folge #4 von a2d im Walcheturm!
[Bildchen: Zeigt wie immer in der a2d-Serie die Einladungskarte zur aktuellen Folge - auf der, durchaus passender Weise, ein Videobass von anyma zu sehen ist. Die ihrerseits zwar in der Tat eifrige Interface-BastlerInnen sind. Aber eigentlich das letzte Mal, also beim microcontroller-Abend zu Gast waren.]
Von miss.gunst am 19.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
12.09.07
microcontroller (a2d)
Ja, so etwas kann man immer gut gebrauchen. Und in solchen Situationen denkt man erst recht sehnsüchtig daran, dass es sogar findige Bastler gibt, die aus einem kleinen Chip gleich eine ganze Jukebox kreieren.
Und genau um solche feinen Sachen soll es heute Abend auch in der aktuellen Folge der Reihe "From Analog to Digital" gehen.
Das Programm fokussiert diesmal nämlich auf "microcontroller" - also tatsächlich Arten und Weisen, sich direkten Zugang zur Steuerung eines Systems zu verschaffen bzw. auf KünstlerInnen, die damit kreativ arbeiten.
Mit von der Partie sind heute Jan Schacher aka jasch, der uns mit einer AV-Performance erquicken wird - einen kleinen Vorgeschmack kann man sich schon mal per Besuch in seinem codespace verschaffen, wo es einige kleine Vilmchen dazu hat.
Philippe Winninger, der gerade erst im Sommer mit seinen Plaste-Assemblage-Pilgern im Cabaret Voltaire zu Gast gewesen ist und auch im Digitalen gern der Retro-Toy-Ästhetik frönt, verspricht diesmal mit einem "Impromptu sur un sentiment curieux" vorzuführen, wie man mit Lichtsensoren ein Pure Data-Objekt (an)steuern kann.
Michu Gianfreda - der tatsächlich kaum mehr als einen Chip für seine perfekte VJ-Show braucht - wird einige seiner Kreationen wie Bitbug(s) und VideoPixler aus der Hosentasche ziehen.
Weiters zu Gast sind ausserdem Michael Egger und Maite Colin aka anyma (als VideobassistInnen und leidenschaftliche Interface-ErfinderInnen nebenbei bemerkt eigentlich auch bestens für den nächsten a2d-Abend qualifiziert) sowie der Looping-Spezialist Bernhard Wagner (mehr im Archiv).
Tomas Kudrna vom atelier für prozessorientierte multimedia soll schliesslich noch am Beispiel von realisierten Kunstprojekten zeigen, was es mit Tiger Embedded Computer auf sich hat.
Wann & wo? Wie immer im Walcheturm ab 21:00 Uhr.
[Bildchen: Natürlich wieder, wie letztes Mal, die wunderschöne a2d-Einladungskarte]
Von miss.gunst am 12.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
05.09.07
raumklang (a2d)
Hoppla. Haben wir doch noch nicht mal den letzten Abend hinreichend verarbeitet, da naht schon der nächste: Heute wird nämlich wieder in den Walcheturm geladen, um die Reihe "From Analog to Digital" fortzusetzen. Diesmal steht das Thema "Raumklang" auf dem Programm.
Und um es zu erkunden, hat Simon Grab von ganzerplatz natürlich wieder eine ganze Reihe spannender Projekte bzw. KünstlerInnen versammelt.
Mit KRK bekommen wir eine Kooperation zwischen George Cremaschi (weiteres auf den Heimseiten des ensemble 9.18) und Matthew Ostrowski zu hören, bei der (das muss man einfach aus dem Handzettel so zitieren:) "contrabass and cheap electronics" auf "expensive electronics and gadgets" treffen werden.
[FreundInnen der eher paralektronoischen Klangraumerkundung empfiehlt das Medium beiseit mal einen Blick auf sein Projekt "The Singing Building" zu werfen, das ganz wunderbar zu dem passt, was in der letzten Folge aus dem Zettelkasten gezogen wurde...]
Desweiteren wird der Musiker und Komponist Philippe Kocher, der am Züricher Institute for Computer Music and Sound Technology ICST forscht, seine Ambisonics zum Klingen bringen.
Mit den "// miniatures" von Patricia Bosshard (gibt im Bereich Projekte einiges zu Lauschen auf ihren Seiten) und "ounaywae" von Simon Grab selbst kann man sich dann an zwei veritablen Konzerten ergetzen.
Und obendrein will Monya Pletsch ihre "âmes" (also: Seelen) mitbringen: Zwölf kugelförmige Klangwesen, mit denen man Kontakt aufnehmen kann.
Und die Carte Noire? Für die wird wieder in näher wie auch ferner gelegenen historischen Gefilden gegründelt. Und dem dann früher oder später ein eigener Eintrag ins Log.Buch zu widmen sein.
Für heute eben erst einmal die Einladung zum Oertstermin: a2d, Folge 2: Raumklang, im Walcheturm Zürich ab 21:00 Uhr.
Von miss.gunst am 05.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
01.09.07
radioexperimente (a2d)
Nach kleiner Sendepause wird nun noch mal zurückgespult und direkt an den Eintrag vom 28.09. angeschlossen, der dem Auftakt der Reihe "From Analog to Digitial", kurz: a2d gewidmet war.
Denn in der ersten Folge ging es ja gleich um ein Leib- und Magenthema dieses Logs, nämlich um Radioexperimente.
Zum Aufwärmen zeigte erst einmal Enrique Erne mit dem auf pure data basierenden netpd, das elektronischen MusikerInnen die Zusammenarbeit in Echtzeit gestattet, ein gutes Werkzeug zur gemeinsamen Erstellung von Klangstücken - die dann entweder für Kunstradiosendungen verwendet oder eben natürlich auch per se wie Webradio online gesendet und abgerufen werden können; Monya Pletsch (von dorkbot swiss, s.a. im Archiv) und Martin Feuz (digitale allmend; auch hierzu mehr im Archiv) stellten mit dem Zürcher Ableger des von Marc Shepard initiierten tacticalsoundgarden.net eine Möglichkeit vor, Klänge zur Abwechslung mal nicht nur zu senden, sondern auch zu pflanzen.
Nach diesen beiden so gesehen eher in der Nachbarschaft des radiophonen Raums angesiedelten Projekten luden Annette Schmucki und Reto Friedmann vom Blablabor zu einem veritablen Radio-Konzert. Das Orchester bzw. den Chor stellten vier bis zu diesem Moment in selbstvergessenem Schlummer vor sich hin dämmernde Gruppen von Helden einer vergangenen Zeit vor, die nun noch einmal zum Leben erwachen durften. Aus ihrer anfangs noch wirr-kakophonen Vielstimmigkeit erhoben sich alsbald zwei zum dialogischen Gesang - jeweils eins der Geräte war nämlich mithilfe eines sehr speziellen Zauberstabs in ein willfähriges Gefäss der Blablaboranten verwandelt worden (verräterisch wie wir sind: es handelte sich um einen bekannten und vor allem wegen seines schmucken Designs beliebten mp3-Player mit seit jüngstem zu erstehenden Aufsatz für automobile Anwendungen).
Sebastian Hofmann war mit seiner jüngst in diesem Log schon mal umworbenen Funkloch-Konzertperformance zu Gast, bei der im Raum verteilte Radioempfänger bald als Verstärker, bald als eigenwillig mitmusizierende Bandmitglieder fungieren - während Hofman selbst aus elektronisch generierten Klangbausteinen Kompositionen zimmert, die dann mit verschiedenen analogen Eingriffen ihren Feinschliff erhalten.
Zum krönenden Abschluss des Abends gabs dann noch ein Konzert von Sara Washington und Knut Aufermann (mehr im Archiv), die ja gerade erst mit ihrem mobile radio in Zürich Station gemacht hatten, um im Rahmen des elektromagnetischen Sommers anderthalb Wochen lang live vom Kunsthof an der Limmatstrasse aus Klangkunst zu senden.
Diesmal waren sie nun mit ihrem Gemeinschaftsprojekt tonic train (ebenfalls bereits mit Einträgen im Archiv vertreten) zurückgekehrt, in dem die beiden per circuit bending Noise in Musik verwandeln und Knut an den Antennen seines Radiothereminmutanten Wellen zu Klängen formt.
Fazit: Vom Feinsten und gerne mehr davon. War ein langer Abend und hätte getrost noch weiter in den Morgen reichen dürfen. Aber wir müssen uns ja noch ein bisschen Energie aufheben für die nächsten vier Folgen.
Achja, natürlich war da noch was: Auch das Medium durfte zwischendurch (selbstgewählte Carte Noire) noch ein paar Kleinigkeiten aus seinem Zettelkasten ziehen. Dazu dann aber, weil wie vor Ort versprochen noch ein paar Anker zum weitergründeln gereicht werden sollen, morgen* übermorgen ff. mehr...
*Ja, der Eintrag vom Sonntag ist schon für anderes reserviert. Wird auf seine Weise jedoch auch zum Thema passen.
[Bildchen: Ob die beiden Radiotierchen musikalisch sind? Müsste sich wohl an einem eigenen Konzertabend weisen. Komponiert wurden sie jedenfalls aus Geräten, die verschiedene freundliche Spender in den Wikipedia Commons unterstellten. Die Mehrzahl als Gabe an die Public Domain, der Weltempfänger gehörte jedoch dem GNU - und so denn auch das, was bei den Kreuzungen herausgekommen ist...]
Von miss.gunst am 01.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
28.08.07
from analog to digital (and back again)
Manche behaupten ja, der Weg von A(nalog) nach D(igital) bedeute einen Quantensprung. Wobei man schon darüber ins Grübeln geraten könnte: Wäre die Übersetzung in so ein Bild eher ersterer oder letzterer Sphäre zuzuordnen? Ein Werber würde diese Frage wahrscheinlich anders beantworten als ein Kernphysiker.
Aber die HOME MADE-Reihe "From Analog to Digital", zu der Simon Grab von ganzerplatz ab morgen wöchentlich in den Walcheturm lädt, will auch gar nicht philosophieren. Sondern schauen, was in der Praxis so geht.
Und die ist, wer hätte das gedacht: Doch meist beides. Also analog wie digital.
Fünf Themenabende wird es geben, die je auf ihre Weise - wie es nicht nur der Zufall so will - bestens mit entspechenden Strängen korrespondieren, die auch in diesem Log.Buch schon verfolgt worden sind beziehungsweise hie und da immer wieder auftauchen:
Gleich morgen Abend (29.08.) geht es mit "Radioexperimenten" in die Vollen gehen, am 5. September um "Raumklang"; am 12. September stehen "Microcontroller" im Mittelpunkt; am 19. September werden dann "Interfaces" erkundet.
Und zum Abschluss der Reihe am 26. September soll unter dem Motto "DIY Orchestra" die Bühne nicht nur den eingeladenen KünstlerInnen offenstehen, sondern auch allen anderen Gästen, die mit eigenen Instrumenten und Klängen dazu stossen wollen.
Soweit die vorfreudige Vorschau aufs gesamte Programm. Details zu den einzelnen Themenabenden bzw. den beteiligten KünstlerInnen und Projekten kann man sich in den oben verankerten Beiträgen im CMS von ganzerplatz abholen - und womöglich wird es auch in diesem Log noch den einen oder anderen Eintrag geben. Denn wir sind ja auch mit einigen einschlägigen Überlegungen zum Thema (in der Tat: a2d2a) mit von der Partie...
Am allerbesten aber: Ganz analog vor Ort im Walcheturm vorbeischauen, ab morgen bis einchliesslich 26.09. jeden Mittwoch ab 21:00 Uhr.
[Bildchen: Passt diesmal nachgerade didaktisch zum Thema. Hier haben wir nämlich ein prächtiges ADU-Erweiterungsmodul, dankenswerter Weise von Enrico Grämer an die Wikipedia Commons gespendet.]
Von miss.gunst am 28.08.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
30.06.07
musique et bricolages
Und schon wieder ein Eintrag ins Labor-Logbuch, der leider vor allem archivalischen Zwecken dient.
Denn auch diese Woche ist heimlich, still - aber nicht wirklich leise in klösterlicher Abgeschiedenheit gewerkelt worden.
Zwar gab es dabei diesmal sogar gleich drei Abende der offenen Tür im L'Arc in Romainmôtier. Doch dummerweise hatte das ansonsten ja wirklich erztreue Medium so gar keine Möglichkeit, die Botschaft zeitig genug auch auf diesem Kanal hier zu verbreiten.
Daher - wohl wissend, dass selbst in Wurmlochnautik Geübte es nicht einmal mehr zum letzten Konzert der Reihe schaffen werden - für heute nur die schnöde Dokumentation des Programms. Und bei Gelegenheit wird dann noch das eine oder andere Detail nachgereicht werden.


[Bildchen: Ja, diese schöne Einladung - unten vier der BricoleurInnen würdig porträtiert - wurde diesmal nur per E-Mail distribuiert...]
Von miss.gunst am 30.06.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
23.06.07
schöner kontrollieren
Für einen Exkursionstipp ist es leider schon zu spät - doch dem Labor-Log muss es natürlich zu Protokoll gegeben werden.
Im Pilgerhaus in Romainmôtier wurde diese Woche ja wieder fleissig gewerkelt, auf dem Programm standen USB-Controller im Eigenbau.
Da selbst andernorts und anderweitig verpflichtet, konnte das Medium den BastlerInnen zwar nicht selbst über die Schulter schauen (geschweige denn denn den eigenen Kenntnisstand erweitern), also lässt sich an dieser Stelle (noch) nichts Näheres hinsichtlich der Früchte ihrer Arbeit verraten.
Anscheinend hat der Workshop unter kundiger Leitung mit Michael Egger von anyma aber einige gezeitigt, die durchaus vorzeigbar sind.
Im dummerweise vernachlässigten Postkorb fand sich nämlich eben ein eigens angefertigtes Plakat, das für den heutigen Samstag zum spontan angesetzten Tag der offenen Tür einlädt.
Wie schon eingangs bedauert: Leider zu spät. Aber weil schon der Flyer so schön geworden ist (wie dann erst die Controller - bzw. das, was von ihnen gesteuert wird?), gibts ihn hier einfach mal im Schaufenster zu sehen.
[Beiseit: Wahre Fans können auf das Bildchen klicken und ihn sich dann fürs Archiv als pdf herunterladen.]
Von miss.gunst am 23.06.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
18.06.07
grosses bumm
Da es ja gerade erst um neue Instrumente ging: Da hätten wir doch gleich eines, das während der jüngsten Bastelwoche entstanden ist, die kürzlich in Fribourg bei Anyma stattgefunden hat.
Und wie der Titel dieses Eintrags schon andeuten kann, gehört es im weitesten Sinne zur Familie der Schlagzeuge.
Was insofern nicht weiter wundert, als der Bricoleur, der es fabriziert hat, allem voran auch ein echter Profi an Sticks und Tellern ist.
Wenn Simon Berz allerdings nicht gerade Schlagzeug unterrichtet oder spielt (unter anderem auch auf der rundum sehr lecker geratenen jüngsten Produktion von Apparat - Walls, bei shitkatapult erschienen und auch anzuhören), dann greift er eben auch gern mal zu Lötkolben, Schraubenziehern, Drähten sowie diverstesten Gegenständen, Spielzeug und Schrott, um hieraus eigene Klangeneratoren zu basteln.
Vergangenen Sommer beim HOME MADE LABOR in Solothurn entstand auf diese Weise eine ziemlich phantastische Kreuzung aus Plattenspieler und Was-passiert-dann-Maschine, die lichtgesteuert rhytmische Raschelsounds produzierte.
Der Neuzugang im Schlagwerkmutantenzoo ist nun eine aus einem Plastik-Kinderschlagzeug herausgemendelte, wiederum lichtgesteuerte 8-bit-Drummachine. Zünftig mit einem Konzertauftritt eingeweiht wurde sie vergangenen Samstag (09.06.07.) im Rahmen der vierten Ausgabe von "La Grande Bumm" in Luzern. Sehr passend, denn der Nachwuchs ist auf seine Weise doch auch ein ziemlich grosses Bumm, wie man auf beistehendem Kinderfoto sieht.
Da wir seine Taufe leider verpasst haben - nachträglich wenigstens auf diesem Wege die Gratulation!
[Bildchen: Stolze Ansicht des kleinen Grossen Bumm. Merci an Simon für die Sendung!]
Von miss.gunst am 18.06.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
22.01.07
jede/r ist eine... (zeichenmaschine)
Jeder Mensch ein Künstler? Das war gestern. Wenn schon, dann ist natürlich jeder Mensch eine Künstlerin.
Noch besser ist es jedoch, selbst zur Zeichenmaschine zu werden.
Erste Versuche dazu hat das Medium soeben angestrengt.
Neben kleinen und eher wenig erfolgreichen Meditationsübungen hat dabei ein Projekt ganz ausserordentliche Hilfestellung geleistet, das sowieso bestens ins Einzugsgebiet von HOME MADE passt. Allein schon insofern, als es selbst minder begabte Medien wie miss.gunst zur spontanen Aufnahme von Zeichentätigkeit ermuntert - und dabei sowohl mediengerechte Mittel als auch eine entsprechende Publikationsplattform zur Verfügung stellt: sketchplanet.
Wer sich registriert, hat stante pede die Möglichkeit in einem (ja, okay) per Flash funktionierenden Fenster kleine Skizzen anzufertigen. Die sich dann virtuell "drucken", also in die Datenbank abspeichern oder bei Nichtgefallen auch wieder löschen lassen.
Editieren kann man die Einträge dann auch noch ein wenig, etwa ihnen einen Titel geben und sie mit passenden Tags versehen.
Das Ganze ist so verführerisch einfach, dass man wirklich schnell in Versuchung geraten kann, eine Zeichnung nach der anderen zu produzieren.
Ausgedacht hat sich den sketchplanet Jon Anthony Yongfook Cockle, in dessen yongfook-Blog man auch nachlesen kann, wie sich das 2005 gestartete Projekt entwickelt hat.
Das brave Medium hat selbstredend gleich einen Selbsttest vorgenommen und in diesem Zuge zunächst einmal denkbar Armseliges produziert - je nun, es sollte ja vor allem anderen erst einmal ausprobiert werden.
Zugegeben: Mal ganz abgesehen davon, dass die Ergebnisse nicht im mindesten die Eleganz besitzen, wie sie etwa jene von Marius Watz' wunderbaren tegnesmaskinchen auszeichnet, ist da wohl doch zuviel Handarbeit (sowie, mindestens virtuell, Imaginationsleistung) gefragt, als dass man auf diesem Wege wirklich die erstrebten Seinssphären einer Zeichenmaschine erreichen könnte.
Aber, wie ansatzweise argumentiert: Vielleicht doch das entsprechende Bewusstsein mit der Zeit. Üben, üben, üben...
[Bildchen: Die stümperhaften ersten Tests, die der Besuch des Mediums beim sketchplanet zeitigte. Und sichtlich weit entfernt von dem, was alles geht... selbst zähne- resp. pixelknirschend...]
Von miss.gunst am 22.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
14.09.06
HOME MADE in concert
Nicht schwer zu erraten, wie die Tagestipps für den heutigen Donnerstag (14.09.06) und die folgenden Tage lauten.
Mindestens aus projektpatriotischer Perspektive kann es da jedenfalls nur eine Antwort geben... oder zwei... oder...
Jedenfalls: Heute Abend sollte jedenfalls ein Besuch im [plug.in] Basel ganz oben auf der Liste stehen, weil dort um 20:00 Uhr kein Geringerer als Nic Collins zunächst einen kleinen Vortrag über Hardware Hacking halten und anschliessend eine konzertante Kostprobe dessen geben wird, was sich auf diesem Wege musikalisch realisieren lässt.
Wer sich schon im Vorfeld etwas einstimmen möchte, kann sich unter anderem einige Log.Buch-Einträge zum Thema (bzw. zu Collins) zu Gemüte führen.
Im Hintergrund ist dabei längst fleissig gewerkelt worden, insofern heute wie auch am Freitag (15.09.) am selben Ort ein HOME MADE-Workshop - genauer gesagt: einer Synthesizer-Bastelsession mit Flo Kaufmann stattfindet. Die ist leider schon völlig ausgebucht - aber für eine zweite Auflage am 23./24.09. gibt es wohl noch Chancen (mehr dazu auf den entsprechenden Seiten des HOME MADE Labors und Anmeldungsversuche am Besten gleich ans [plug.in] adressieren).
Am Samstag (16.09.) ab 20:00 Uhr steht in jedem Fall - wiederum im [plug.in] - ein weiteres HOME MADE-Konzert ins Haus. Wobei das line up diesmal zunächst die TeilnehmerInnen des Workshops mit ihren Synthies bestreiten. Und dann noch Sessions mit Elixir und Christoph Grabs Toygroup folgen.
Ansonsten gibt es natürlich auch noch andernorts spannende Dinge. Wie zum Beispiel in Berlin die Wizard of OS-Konferenz und in Wien eine ebensolche zum kürzlich (und leider eben sehr kurzfristig) vorgestellten Projekt radio.territories.
Kurzum (und zumal das eigentlich auch noch nicht alles ist, was sich für die nächsten Tage empfehlen liesse): Ziemlich viel, womit man seine Zeit off- und online bestens herumbringen kann.
Und eben deshalb im Log.Buch schon wieder mal eine kleine Sendepause...
Von miss.gunst am 14.09.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
28.08.06
Heiter weiter
Wie man an nebenstehendem bzw. nebenstehenden Bildchen unschwer erkennen kann, ging es auch bei der Solothurner HOME MADE-Station hoch her - und das nicht nur am Basteltisch.
Deshalb muss das Medium heute erst noch einmal ein wenig verschnaufen und hat sich als Ausgleichssport in der netten Nachbarschaft einer kleinen Ode an jenes Gerät zugewandt, die hierbei mitunter gute Dienste leisten kann.
In diesem Log.Buch sehen schreiben und lesen wir morgen ff. heiter weiter - und das unter anderem, wie vor Ort versprochen, auch mit dem einen oder anderen Bericht über die im Künstlerhaus vorgestellten und andere schöne Philosophical Toys...
[Bildchen: Merci an unseren treuen Dokumentator Dominik - und natürlich Strotter Inst. und Flo Kaufmann, die nämlich die auf den Turntables abspielbare Bierdose erfunden sowie am Samstag Abend in Solothurn dann auch ihrer Bestimmung zugeführt haben...]
Von miss.gunst am 28.08.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
24.07.06
Sonnensänger u.a. (HOME MADE-Instrumente ff.)
Nachdem gestern das erste HOME MADE Labor der Saison 2006 mit dem Klangtag in Romaînmotier zu Ende gegangen ist, gibt es Dank Kollegen Sternenjäger auch einige fotografische Einblicke in die Klangbastelstunden auf Klostergrund.
Die wiederum zeigen natürlich nicht nur die idyllische Arbeitsstätte der BastlerInnen (und selbige ebendort in Aktion), sondern vermitteln auch Ansichten der im Entstehen begriffenen Instrumente und Klanginstallationen.
Unter letzteren sind mit stilsicherem Blick (bzw, den Biosimulator vom vergangegen Jahr in Erinnerung sowie entsprechend dokumentiert) die Sonnensänger von Uwe Schüler zu identifizieren, die das derzeit denkbar reichlich vorhandene Licht des flammenden Planeten in Sounds verwandeln.
Was wiederum auf den ersten Blick wie ein Xylophon aus Wassergläsern auszuschauen scheint, ist tatsächlich ein funktionsfähiger Mini-Sequencer, der über die die Füllhöhe der Flüssigkeit gesteuert wird. Hui!
Nun würde man natürlich gerne etwas genauer wissen, wie das Ganze funktioniert und wie es dann klingt.
Da das Medium diesmal nicht in Romaînmotier zugegegen, sondern andernorts anderweitig verpflichtet war und seine telepathischen Fähigkeiten ihre Grenzen haben, vermag es dazu leider wenig bis nichts zu sagen.
Aber mal sehen, ob und wie dem abzuhelfen ist...
Von miss.gunst am 24.07.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
23.07.06
Bespielbares Spielzeug (Christoph Grab @ HOME MADE)
Anlässlich des heutigen Klangtags, zu dem die KlangbastlerInnen in Romaînmotier einladen, lässt sich gut ein Blick zurück auf den entsprechenden Anlass im letzten Jahr werfen. Denn dort sind natürlich auch einige neue Instrumenten entstanden, die dann am Klangtag auch zum Einsatz kamen.
Dass darunter wiederum - um erst einmal mit dem scheinbar naheliegendsten zu beginnen, nämlich einem Genre, von dem in diesem Log.Buch schon häufiger die Rede war - auch per Circuit Bending mutierte Spielzeuginstrumente waren, wundert vielleicht nicht weiter.
Eher schon, wer sie manipuliert und mitgebracht hatte: Christoph Grab, den man eigentlich erst einmal als eingefleischten Jazzer am Tenorsaxophon kennt.
Dem kleinen Gartenkonzert, das er seinerzeit gab, hat diese Prägung belegtermassen keinen Abbruch getan. Ganz ähnlich wie sein Kollege Bruno Spoerri, der seinerseits am Theremin und mit dem von David Rokeby entwickelten Very Nervous System jazzte, gehört er zu jenen Musikern, die Experimenten aufgeschlossen sind. Speziell die "Bended Toys" lassen dabei nicht nur den Zufall ein, sondern sorgen - anders als ihre niedliche Optik suggeriert - auch für einen eher rauhen Ton.
Was gerade einer allzuleicht bzw. in den weniger glücklichen Fällen ein wenig zum Stammtisch-Sound neigenden Gattung wie dem Jazz nur gut tun kann. Meint jedenfalls das Medium, das sich mit seinen Ohren sonst vorzugsweise mehr im Spektrum zwischen Neuer Musik und Electronica bewegt.
Und wenn man sich so die Konzertankündigungen auf seiner Heimseite anschaut, dann kann man fast den Eindruck gewinnen, als habe das Engagement bei HOME MADE mit dazu beigetragen, dass Christoph Grab nun tatsächlich auch mit einer eigenen TOY GROUP auf die Bühne geht, und zwar zusammen mit seinen Kollegen Dominik Burkhalter und Christian Rösli.
Wer weiss, vielleicht startet sein Spielzeug-Orchester demnächst zur internationalen Karriere durch?
Für diejenigen, die sich beizeiten zur Fangemeinde formieren wollen, besteht im Anschluss an den heutigen (23.07.06) Klang(sonn)tag in Romaînmotier jedenfalls noch am 26.08.2006 (um 20:00 Uhr) im Alten Spital in Solothurn sowie am 16.09.2006 (ebenfalls um 20:00 Uhr) im plug.in in Basel Gelegenheit dazu.
Von miss.gunst am 23.07.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
10.06.06
Klangbasteln auf Klostergrund
Wo gerade erst vorgestern so nebenbei auf die neue Reihe mit HOME MADE-Workshops verwiesen wurde:
Die Anmeldung zu den Veranstaltungen läuft bereits - und insbesondere, wer beim Klangbasteln in Romainmôtier mit dabei sein will, sollte sich sputen.
Schliesslich sind es nur noch knapp fünf Wochen, bis dieser Workshop als erster der diesjährigen HOME MADE-Workshops beginnt.
Als KlangbastelexpertInnen mit dabei sind diesmal Iris Rennert (Musikerin und Sounddesignerin Biel), Christoph Grab (Musiker und Kamikaze-Löter Zürich, dessen Neigung zum Jazzen beim Umbau von schnödem Spielzeug in phantastische Klangerzeugungsmaschinchen doch stark in den Hintergrund tritt) und Uwe Schüler (Ingenieur und Bastler, Tübingen).
Auf der Basis der eigenen Erfahrungen, die das Medium im vergangenen Mai vor Ort im Rahmen des ersten HOME MADE-Labors sammeln konnte, sei an dieser Stelle bemerkt:
Nicht nur die Menschen, sondern auch schon allein der Aufenthalt an sich im idyllischen Jura lassen sich allerallerwärmstens empfehlen.
An die ursprüngliche Zweckbestimmung des ehemaligen Pilgerhaus L'Arc erinnert nämlich gerade mal noch die bukolische Lage neben der Klosterkirche (inklusive Garten, kleinem Mühlbach und mittelalter geplastertem Höfchen); drinnen ist es ziemlich luxuriös und obendrein auch ziemlich originell renoviert - und lässt es auch an einschlägigen Ausstattungselementen für Nerds nicht fehlen (u.a. WLAN mit perfekt flutschender Verbindung und das for free, allzu abgeschieden muss man sich also nicht gerade fühlen).
Dass rundum entsprechendes Gelände zum Lustwandeln satt zur Verfügung steht, ist sicher nicht eigens der Erwähnung wert. Vielleicht aber angesichts der erwartbar sommerlichen Witterung zu ergänzen: Gebastelt werden kann wahlweise draussen im Garten oder, falls nötig, auch zurückgezogen in den Kühlung versprechenden Innenräumen. Und wenn man des Ortes mal fliehen will, bietet sich für einen Sprung ins erfrischende Nass ein kleiner Badeausflug zum nächsten Bergsee an (ebenfalls bereits im vergangenen Mai - ! - am eigenen Leib erprobt und für gut befunden).
Kurzum: Auch wenn man eigentlich zum fleissigen Klangbasteln kommt, sind Urlaubseffekte nachgerade unvermeidlich - während sich umgekehrt die selbstgewählten Weltferne ganz nach belieben dosieren lässt.
Wen es nun langsam, aber sicher lockt:
Alles Wissenswerte zum Workshop in Romainmôtier - vom 17.07.06 bis 23.07.06 - auf den HOME MADE-Seiten; ebendort auch ein praktisches online-Formular.
[Bildchen: Stammen beide vom ersten HOME MADE-Labor; das farbige zeigt übrigens eine bekannte dorkbot swiss-Aktivistin in medias res...]
Von miss.gunst am 10.06.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
12.07.05
Klangtag im Audioasyl
Das Medium vom HOME MADE freut sich, vermelden zu können, dass einige der Sounds des Klangtags, zu dem im Mai 2005 das erste HOME MADE-Labor nach Romainmoîtier geladen hatte, nun im audioasyl.net eine Heimat gefunden haben:
Sieben leckere HOME MADE-Streams, gefüllt mit Geflüster aus Andres Bosshards Sonic Garden, den trunkenen Gesängen von Bruno Spoerris Theremin, Strotters Turntable-Tournamenten und Christoph Grabs Toy Music, Norbert Möslangs Interferenz-Ekstasen und Instrumentenzirkus-Ambient von Elixir.
Von miss.gunst am 12.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
03.06.05
Jenseits der Stille
Heute wird es wieder still werden im alten Pilgerhaus. Natürlich nicht wirklich, denn die neuen Klänge werden sich eingenistet haben in seinen Ritzen und denjenigen, die schon immer dort wohnen, in Erinnerung bleiben. Wohl auch mitgenommen werden von denen, die weiterziehen.
Gerade weil aber die Stille nicht die Abwesenheit von Klang, sondern die Voraussetzung für seine Wahrnehmung ist, gebührt ihr zum Ausklang des HOME MADE-Workshops eine kleine Verneigung.
Wer dazu noch ein wenig weiter lesen möchte, könnte dies beispielsweise – es muss ja nicht immer J.C. mit 4'33'' sein – in der aktuellen Ausgabe des polylogischen e-Zines ATOPIA tun, deren Plattform The Sound of silence gleich mehrere schöne Texte (und Töne) zum Thema versammelt.
Darunter auch einen zu den Arbeiten von Stephen Vitiello, die sowieso in den Radar eines Labors für Musik und Medien gehören.* Und zu dessen Heimseite ein Spaziergang schon deshalb lohnt, weil es dort, jenseits der Stille, auch einiges zu Hören gibt. Zum Weiterziehen wiederum passen vielleicht nicht schlecht die kleinen Iterationen der Small Things aus Chairs Not Stairs...
* Und zwar nicht nur, weil sich NetzweltbewohnerInnen an seinen Beitrag zum gemeinsam mit Tony Oursler und Constanze de Jong entwickelten Projekt Fantastic Prayers erinnern werden, mit dem das DIA-Center 1995 als eine der ersten Kunstinstitutionen eine Plattform für webbasierte Kunst eröffnete. Sondern eben auch, weil seine Sondierungen an den Rändern der Wahrnehmung von Klang (und Stille) sich mutuell mit Manchem berühren, was während der Workshop-Tage im HOME MADE-Labor ein Thema war.
Von miss.gunst am 03.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
01.06.05
Biosimulator
Mannigfache Wege gehen die Menschen. Wer sie verfolgt und vergleicht, wird wunderliche Figuren entstehen sehen; Figuren, die zu jener großen Chiffrenschrift zu gehören scheinen, die man überall, auf Flügeln, Eierschalen, in Wolken, im Schnee, in Kristallen und Steinbildungen, auf gefrierenden Wassern, im Innern und Äußern der Gebirge, der Pflanzen, der Tiere, der Menschen, in den Lichtern des Himmels, auf berührten und gestrichenen Scheiben von Pech und Glas, in den Feilspänen um einen Magnet her und sonderbaren Conjuncturen des Zufalls erblickt. In ihnen ahnet man den Schlüssel dieser Wunderschrift, die Sprachlehre derselben.
[Chr. v. H.]
Auf dem Weg von Berlin beziehungsweise Tübingen nach Romainmoîtier die Spuren der Käfer gekreuzt. Sie ins Jura mitgebracht. Selbst unter die Scolytinae, Ipinae, Hylesininae gegangen. Mit Fleiss gesägt, gebohrt, genagt.
Nun dehnt sich das Feld im Grün und ist eine andere Schrift geworden: Sprachlehre und Lautmalerei zugleich.
Über dem sechskanaligen Chor steigen die Schwingungen auf.
Und in der Luft liegt Larvengesang.
Hard- und Software: Jördis Drawe & Uwe Schüler;
home made with a little help from some friends.
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 16:25. Der Garten ruht.]
Von miss.gunst am 01.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
31.05.05
Vogelstimmen
Treufreund:
Nun merkt auf und schaut auf! Und zwischen diesen beiden, was seht ihr?
Zweiter Vogel:
Zwischen Himmel und Erde?
Treufreund:
Ja, dazwischen.
Vögel:
Nun, nun, da sehen wir – nichts.
Treufreund:
Nichts? O, ihr seid ja fast so blind wie die Menschen! Seht ihr nicht den ungeheueren Raum, ausgebreiteter als das Oben und Unten, das unermessliche Land, das an alles grenzt, diesen lustig wässrigen See, der alles umgibt, diesen ätherischen Wohnplatz, dieses mittelweltische Reich?
Vögel:
Was meinst du damit?
Treufreund:
Die Luft mein’ ich. Wer bewohnt sie als ihr? Wer beschifft sie, wer begibt sich darin von einem Orte zum andern? Wem gehört sie zu als euch?
Vögel:
Daran haben wir gar nicht gedacht.
Um es ausnahmsweise mal nicht mit Blumen, sondern mit Vögeln zu sagen. Genauer gesagt: Mit Goethes Variation* auf die Ornites des Aristophanes, die nun tatsächlich danach streben, zwischen Himmel und Erde ein eigenes Reich zu errichten. Die Hauptstadt heisst Nephelokokkygia, Wolkenkuckucksheim. Wer ihre Bewohner kennenlernen will, sollte am besten mit Louise Lawlers Vorstellung einiger Ehrenbürger beginnen. Bereitgestellt von ubu.com und hiermit herzlich empfohlen von miss.gunst.
* Für den Volltext der antiken Komödie muss man sich mit einer englischen Übersetzung befreunden; der Weg zu Goethes Vögeln ist nicht ganz so weit – dafür wurden diesen von Jürgen Kuehnle ein wenig die Federn gestutzt (s.a.o.).
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 19:10. Die Vögel singen noch nicht.]
Von miss.gunst am 31.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
30.05.05
Murmura
Orbe locus medio est inter terrasque fretumque
caelestesque plagas, triplicis confinia mundi;
unde quod est usquam, quamvis regionibus absit,
inspicitur, penetratque cavas vox omnis ad aures:
Fama tenet summaque domum sibi legit in arce,
innumerosque aditus ac mille foramina tectis
addidit et nullis inclusit limina portis;
nocte dieque patet: tota est ex aere sonanti,
tota fremit vocesque refert iteratque quod audit;
nulla quies intus nullaque silentia parte,
nec tamen est clamor, sed parvae murmura vocis,
qualia de pelagi, siquis procul audiat, undis
esse solent, qualemve sonum, cum Iuppiter atras
increpuit nubes, extrema tonitura reddunt.
So weit den Metamorphosen (liber XII) entwendet. Nicht um der Fama selber willen. Sondern weil in der Welt des Klangs einiges so und gerade deshalb gut funktioniert.
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 19:11. Gewölk]
Von miss.gunst am 30.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
29.05.05
Wassermusik
Reach, Reach, some leaves
havent hastened near
enuf – Roll, roll, purl
the sand shark floor
a greeny pali andarva
- Ah back – Ah forth -
A shish – Boom, away,
doom, a day – Vein we
firm – The sea is We – vad, tapada, pow
Parle, parle, boom the
earth – Aree – Shaw
Shoo, shush, flut,
ravad, tapavada pow,
coof, lock, roof, -
No, no, no, no, no, no -
Oh ya, ya , ya yo yair -
Shhh –
Jack Kerouac (Appendix zu: Big Sur, London: Flamingo, 1993)*
Was tun, wenn Big Sur fern ist und die Sehnsucht, sich in Wassermusik zu verströmen nah?
In Romainmoîtier nichts einfacher als das. Hinter dem Haus wächst nicht nur Andres Bosshards Klanggarten. Als Platzhirsch musiziert dort tagein tagaus der Bach. Gutgelaunt perlend, beharrlich klopfend schickt er akustische Tropfen auf die Reise über das Ufer, durchs Gezweig ins Haus hinein, wo sein Wasser an den Wänden entlang trippelt oder gleich frech den kürzesten Weg über den Dachstuhl nimmt, da es nachts sehr viel deutlicher zu hören ist als gartenseitig bei offenem Fenster. Wenig wunderlich, dass sich angesichts dieser Kunst nicht wenige wünschen, wie Wasser komponieren zu können.
John Cage gelang es mit seiner "Water Music", Wasser ohne Wasser herzustellen – Wasser also, mit präparierten Instrumente trocken gelegt und dennoch eine Dusche für das dankbar getäuschte Ohr. Der arme Luigi Russolo hatte mit dem Gurgler seines Intonarumori-Orchesters nicht so viel Glück, insofern er gerade danach strebte, das Geräusch um des Geräusches willen zu erzeugen – jenseits einer weiteren Assoziation. Sein ignorantes Publikum dagegen vermeinte "die See im Sommer" oder "einen erfrischenden Regenschauer" zu vernehmen. Zplitsch.**
* Für FreundInnen der Stimmen aus dem Jenseits: Jack Kerouac speaks...
** Zum Weiterlesen entlang der verschlungenen Läufe der Wassermusik sei Douglas Kahns wunderbares Buch Noise Water Meat. A History of Sounds in the Arts, Cambridge & London: MIT Press, 1999 wärmstens empfohlen, das neben einem einschlägigen Kapitel zu Water Flows and Flux eben an anderer Stelle auch Kerouacs Einladung zur onomapoietischen Selbstauflösung enthält.
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 05:27. Leichter Wind.]
Von miss.gunst am 29.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
28.05.05
Türme
Towers of fabled immortal fashion'd from mortal dreams!
You too I welcome and fully the same as the rest!
You too with joy I sing.
Passage to India!
Lo, soul, seest thou not God's purpose from the first?
The earth to be spann'd, connected by network...
Nein, Walt Whitman war nicht dabei. Aber:
Ausflüge in die Welt der wandernden Klänge und zu den Körpern, in denen sie gern schwingen. Von Athanasius Kirchers Musurgia Universalis über indischen Tempelbauten, die sich wie Hüllkurven in den Himmel schrauben (stimmt es, dass wer drinnen steht irgendwann spüren kann wie die Erde sich dreht?) kommt Andres Bosshard zu Klangtürmen und Konzerten mit Tönen, die steile Staumauern auf- und abwandern, steigen, fliegen und fallen.
Als Nachtlied darf es dann heute eine sanfte Wendeltreppenchleife sein.
Wie Saties Gymnopédie No.1 auf dem Theremin, gespielt von J. Jacobson und bereitgestellt in Lydia Kavinas ThereminVox-Audiothek.
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 19:24. Leuchten.]
Von miss.gunst am 28.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
27.05.05
Lehrreiche Lektüre
Das Medium von HOME MADE, eigentlich zum Besorgen von Obst in den Laden gegenüber geschickt, hat dort im Korb mit Restpapier soeben ein gutes Buch gefunden. Das ganz hervorragend zum Thema passt. Die Geschichte zweier Pensionäre, die ausziehen, um künftig alles selbst zu machen. Als ehemalige Beamte meinen sie sich bestens vorbereitet: Jeder Schritt in Richtung der ersehnten Selbsterzeugergemeinschaft wird minutiös geplant und kalkuliert. Allein: Die Schnecken fressen den Salat, das Brot verbrennt und den Kuchen fressen die Mäuse, die Katze wildert die Hühner, die sowieso keine Eier legen wollen, der Hund verjagt die Katz und der Mehltau mordet den Wein. Und so weiter. Nicht besser wird es ihnen ergehen beim Erlernen verschiedener Handwerke, Wissenschaften und Künste. Ach, grau ist alle Theorie.
Das alles lässt sich natürlich nicht wirklich so schön nacherzählen, wie es geschrieben worden ist - sondern will selbst gelesen werden. miss.gunst empfiehlt: Gustave Flaubert, Bouvard et Pécuchet.
Das französische Original lässt sich über die von der Association des Bibliophiles Universels (ABU) bereitgestellte Bibliothèque Universelle online lesen und laden.
Schöner ist das Ganze doch immer noch auf Papier. Am schönsten aber, wenn man dieses zufällig aus dem Remittendenkörbchen eines Krämerladens fischt, wo es unter Groschenromanen aus den 1950ern und einer dicken Staubschicht liegt.
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 09:55. Zählen? Unmöglich, noch unsichtbar. Stattdessen warme Abendsonne.]
Von miss.gunst am 27.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
Sonore Lampe
Können Lampen klingen?*
Diese hier kann es. With a little help from. Dann aber wie: Die Holzdielen beginnt leicht zu schwingen, das Licht wird warm und eine sonore Woge rollt - ziemlich mächtig, aber trotzdem sanft - durch den Raum. Ohne zu verebben: Eher gemächlich ausgebreitet, als wolle sie hier nisten für den Rest der Zeit.
Das ist sehr angenehm. So angenehm, dass man sich unvorsichtigerweise wünschen könnte, wirklich Ohren zu besitzen, die auf Infrarot und Magnetfelder aufgespitzt sind.
Was aber sicher sehr, sehr anstrengend wäre: Stets Sphärenmusik zu vernehmen. Schon besser, dass wir weder den Erdkern sich drehen noch die Sonne an ihrer Bahn schaben hören. Die Lampe aber liefert wirklich ein wunderbares Konzert.
Danke, Norbert Möslang.
[Romainmoîtier, Sternzeit ca. 16:45. Zählen? Zu viele.]
* Weiters zu dieser Frage: siehe auch den Anker zu Herrn Du Bois Duddell...
Von miss.gunst am 27.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)
17.04.05
HOME MADE- LABOR Klangtag und Workshop
Klangtag und Workshop zum Thema "Do-it-yourself"
Do it yourself! Gerade in der elektronischen Musik erweist sich das immer wieder als Notwendigkeit, die zugleich neues Terrain erschliessen hilft. Künstlerinnen und Künstler, Musiker und weitere neugierige Zeitgenossen bauen eigene Musikinstrumente oder verändern bestehende Geräte, knacken den hartnäckigsten Maschinen-Code und erweitern ihr elektrisch-elektronisches magnetisches Sound-Können. Die Resultate sind vielfältig; manchmal einleuchtend, manchmal quer, oft überraschend - und in jedem Fall klingend.
Das Projekt HOME MADE-LABOR FÜR MUSIK UND MEDIEN stellt wichtige Exponenten der Do-It-Yourself Szene vor, zeigt ihre historischen Wurzeln und reflektiert über die Bedeutung dieses Phänomen. Gleichzeitig soll Interessierten den Einstieg in dieses faszinierende Gebiet ermöglicht werden.
Im Anschluss an eine interne Projekt-Arbeitswoche des HOME MADE-LABOR FÜR MUSIK UND MEDIEN finden am Sonntag, den 29. Mai 2005 im L'Arc in Romainmôtier ein KLANGTAG und vom 31. 05. bis 02. 06. 2005 ein öffentlicher WORKSHOP statt.
Zum Herunterladen: Prospekt zum HOME MADE Workshop
HOME MADE - Labor für Musik und Medien
KLANGTAG und WORKSHOP zum Thema "Do-it-yourself"
mit:
Bruno Spoerri - Computerjazz
Andres Bosshard - Musiker & Klangarchitekt
Verena Kuni - Kunst- u. Medienwissenschaftlerin ifm Basel
Norbert Möslang - Hardware Hacking & Circuit Bending
Uwe Schüler - Bürgerkunst Aktivist Tübingen
Elixir - Elektro-akustische Sounds
Sibylle Hauert / Daniel Reichmuth - any affair
Maité Colin/Michael Egger - anyma
Sonntag, 29.Mai 2005 - KLANGTAG
Dienstag 31.Mai - Freitag 2.Juni 2005 - WORKSHOP
DETAILINFORMATIONEN ZUM PROGRAMM SOWIE ZU DEN AKTEURINNEN & AKTEUREN
Klangtag - Sonntag 29. Mai 2005
Im L'Arc in Romainmôtier 12.00 - 18.00 Uhr
Sonic Garden – Andres Bosshard
Robotic Voices – Uwe Schüler
Historic Interfaces: Theremin & Very Nervous System – Bruno Spoerri
Hacked Devices – Norbert Moeslang
Electroacustic Music – Elixir: Patrick Studer, Mario und Valentino Marchisella
Instant City – any affair: Sibylle Hauert & Daniel Reichmuth
Videobass – Maite Collin & Michael Egger
Ideas,Texts & Theories – Verena Kuni
Special Guests: Christoph Grab (Toys and Saxes) – Roger Rotor (Electronics) - Strotter (Turntables)
Anmeldung für Bustransfer ab Yverdon resp. ab Croy
Workshop Dienstag 31.Mai - Freitag 3.Juni 2005
Im L'Arc in Romainmôtier
Der HOME MADE WORKSHOP ermöglicht Begegnungen mit wichtigen Aktivisten der Do-it-yourself Szene:
Der Klangkünstler Andres Bosshard baut mit Sensoren und Lautsprechern
einen Klanggarten.
Der BürgerKunst Aktivist Uwe Schüler aus Tübingen fängt
mit Fledermaus-Detektoren Geräusche ein und zeigt wie man mit geringem Aufwand Roboter-Stimmen generieren kann.
Die beiden Basler KünstlerInnen Sibylle Hauert und Daniel Reichmuth
von "rosen & spademan enterprise" verraten anhand ihrer preisgekrönten Installation "Instant City" Tipps und Tricks zum Eigenbau.
Der Schweizer Elektronik-Pionier Bruno Spoerri vermittelt mit der Demonstration von Instrumenten und Videos einen historischen Einblick.
Verena Kuni vom Institut für Medienwissenschaft der Uni Basel öffnet
ihren Zettelkasten und führt anhand ausgewählter Texte in die theoretische Reflexion zum Thema ein.
Beginn/Début Dienstag 31.Mai 2005, 19.00 Uhr
Ende/Fin Freitag, 3. Juni 2005, 14.00 Uhr
Kosten/Couts 450 SFR inkl. Einfache Unterkunft, Verpflegung, Kursmaterialien
Ort/Location L'Arc in Romainmôtier
Anmeldung zum WORKSHOP via Webformular
Zu Bruno Spoerri:
Bruno Spoerri ist Saxophonist, Komponist & Arrangeur, Spezialist für elektronische Musik und interaktive Computermusik-Installationen. Komponierte die Musik u.a. zu vielen Filmen, Hörspielen und TV-Produktionen. 1965 erste elektronische Gehversuche, Improvisation mit interaktiven elektronischen Mitteln seit 1971. Seit 1985 Co-Direktor des Schweizerischen Zentrums für Computermusik, Lehrtätigkeit im Gebiet der elektronischen Musik, der Jazzgeschichte und der Filmmusik.
Zu Andres Bosshard:
Lebt in Zürich, Köln, Wien, kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem IGNCA in New Delhi. Der äusserst vielseitige Künstler begann als Maler und realisierte eine Reihe von Aktionen bevor er sich dem experimentellen Musiktheater zuwandte, Klanginstallationen realisierte, eigene live-ektronische Musikinstrumente entwickelte und im Bereich der Improvisationsmusik arbeitete. 1985 war er Mitbegründer der Improvisationsformation "Nachtluft", mit der er 1987 auf Japantournee gehen konnte.
1987 realisierte er sein erstes Großprojekt "Staudamm in Fusio". Der Staudamm wurde durch präzis positionierte kleine Lautsprecher zum gigantischen Klangreflektor. 1990 Klangbrücke Bern, eine Live-Verbindung zwischen der Kunsthalle Bern und der Eisenbahnbrücke an der Lorraine. 1991 Telefonia, ein Live-Simultankonzert via Satellit zwischen dem Säntis, Winterthur und New York. 1996 "manandarbandr" Radar-radiostation für "sonambiente" in Berlin, 1995-8 Medienarchitektur für den "Klangturm" in St.Pölten. 1997/8 Fellow an der Kunsthochschule für Medien Köln. 1998 Klangarchitektur für Mercedes, Tokyo. 2000 Expoprojekt "Wasserspuren" für Hann. Münden, Expoprojekt. "Klangallee" Bad Pyrmont, Expoprojekt "Agora", ein sound-land-art openair Theater in der Form einer grossen Ohrmuschel, Bitterfeld (Leipzig). 2000 Klangbrunnen Schulhaus Im Gut, Zürich. 2002 künstlerischer Leiter des Klangturms expo.02 Schweiz. 1996 2.Preis ars electronica für "real time".
Zu Verena Kuni:
Verena Kuni, Kunst- und Medienwissenschaftlerin, interessiert sich für die Energie aus Bastarden, für Kommunizierende Röhren und für Experimente an den Schwellen der Wahrnehmung. Sowie natürlich für das "Do It Yourself"-Prinzip in Medien und Künsten, Theorie und Praxis, Geschichte und Gegenwart. Ihren eigenen Heimwerkerbedarf bezieht sie nicht nur aus Bibliotheken.
Zu Norbert Möslang:
Norbert Möslang arbeitet seit über 20 Jahren mit geknackter Alltagselektronik (cracked everyday-electronics). Dabei entdeckt er verborgene Untergründe von elektronischen und visuellen Systemen. Seit einigen Jahren versucht er mit Hilfe von elektronischen Medien zu malen. Hauptberuflich ist er in St.Gallen als Geigenbauer tätig.
Aktuell: Norbert Möslang stellt vom 10.6. bis 10.7. 2005 im Kunstraum Aarau vom 10.6. bis 10.7. 2005.
Zu Uwe Schüler:
Uwe Schüler (geboren 1958) arbeitet als Informatiker am Physiologischen Institut der Universität in Tübingen. Er hat bautt Licht und Klangobjekte für drinnen und draussen und bezieht im Rahmen seiner Bürkerkunst-Aktionen auch das Publikum in seine Werke mit ein. An der Transmediale 2004 in Berlin schuf Uwe Schüler aus Widerständen, Relais und Kondensatoren den analogen Drumcomputer „Zuse on Acid“. Über sich selber schreibt er: "Mein Tick ist, ich muß alles selber bauen, egal ob Surfbrett, Möbel oder eben Musikelektronik; das ist für mich und mein Umfeld manchmal sehr anstrengend, für dieses Projekt könnte es zum Vorteil gereichen".
Zu Elixir:
Der Name Elixir steht für eine Gruppe von Zürcher Künstlern, die seit 1999 mit Musikinstrumenten auftritt, die selber entworfen und gebaut wurden. Die Klänge von Elixir werden rein elektro-akustisch erzeugt und nur durch Frequenzfilterung bearbeitet, und geloopt. So entstehen Klangwelten, die sich zu atmosphärischen Hörwelten verdichten, ohne dass sie einer bestimmten Stilrichtung untergeordnet werden. Die beiden Musiker verstehen sich analog zu den DJ’s als PJ’s, als Playground-Jockeys (PJ’S) visuell unterstützt von einem Video Jockey (VJ) : PJ Patrick Studer, 46 (Pianist und Instrumentenbauer), PJ Mario Marchisella, 33 (Schlagzeuger und Komponist) und VJ Valentino Marchisella, 37 (Architekt und 3D Gestalter).
Zu any affair - Sibylle Hauert / Daniel Reichmuth:
Sibylle Hauert, geboren 1966 in Basel, lebt und arbeitet in Basel. Künstlerin und Performerin in medialen Inszenierungen. Ausbildung in Theater und Musik/Performance. Seit 1994 autodidaktische kompositorische Arbeiten am Computer. Seit 2000 arbeitet sie an selbstgebauten elektronischen Systemen in Zusammenschluss mit entwicklungsfähigen, kreativen Software-Programmen. Sie forscht im Bereich des Interface-Designs und setzt diese Forschung in räumliche Inszenierungen um. Provoziert reale Bewegung und sinnliche Wahrnehmung in Installationen oder mit performativen "Tools". Seit 1999 arbeitet Sibylle Hauert mit Daniel Reichmuth unter dem Namen "any affair" an einem gemeinsamen künstlerischen Konzept. Diese Plattform entwickelt, inszeniert und performt in selbst kreierten elektronisch szenischen Welten, in welchen der Mensch in seiner Umgebung im Mittelpunkt steht.
2004 Hauert/Reichmuth gründen "rosen & spademan enterprise", electronic environment, haptronic tools, universal performances.
Daniel Reichmuth, geboren 1964 in der Schweiz, lebt und arbeitet in Basel. Künstler und Performer in medialen Inszenierungen. Ausbildung in Theater, Bewegung und Elektrotechnik. Seit 2000 arbeitet er an selbstgebauten elektronischen Systemen in Zusammenschluss mit entwicklungsfähigen, kreativen Software-Programmen. Er forscht im Bereich des Interface-Designs und setzt sie in räumlichen Inszenierungen um. Provoziert reale Bewegung und sinnliche Wahrnehmung in Installationen oder mit performerischen "Tools". Seit 1999 arbeitet Daniel Reichmuth mit Sibylle Hauert unter dem Namen „any affair“ an einem gemeinsamen künstlerischen Konzept. Diese Plattform entwickelt, inszeniert und performt in selbst kreierten elektronisch szenischen Welten, in welchen der Mensch in seiner Umgebung im Mittelpunkt steht.
2004 Hauert/Reichmuth gründen die „Rosen & Spademan Enterprise“, electronic environments, haptronic tools, universal performances
Zu anyma - Maité Colin / Michael Egger:
Michael Egger (geboren 1974 in Brugg) und Maïté Colin (geboren 1958 in Lausanne) forschen unter dem label [ a n y m a ] im Dreieck zwischen Pädagogik, Kunst und Wissenschaft. Ihr Interesse gilt unter anderem dem Möglichkeiten von interaktiven Video-Installationen in Verbindung mit der menschlichen Stimme. In diesem Kontext entwickelten sie auch den VideoBass: Ein Instrument, das sich wie ein E-Bass anfühlt, das aber eine live Bearbeitung von Videosignalen dient. Die beiden Künstler gestalteten in der Vergangenheit auch verschiedentlich Videoworkshops für Jugendliche.
Von admin am 17.04.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)